Wasserqualität in
Bornheim

Trinkwasser und Wappen Bornheim

Bornheimer Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 16. November 2021
Lesedauer: 12 Minuten
Bornheim ist eine nordrhein-westfälische Stadt. Das Trinkwasser kommt ausschließlich aus dem Wasserwerk Urfeld, das Grundwasser über mehrere Tiefbrunnen fördert. Dabei wird das Grundwasser zusätzlich mit Oberflächenwasser aus dem Rhein angereichert, das durch die natürlichen Filtereigenschaften der Erde gereinigt wird. Darüber hinaus reinigen die Wasserwerke das geförderte Rohwasser mit verschiedenen Prozessen. So wird sichergestellt, dass das Bornheimer Leitungswasser stets den Vorgaben der deutschen Trinkwasserverordnung entspricht.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Bornheim.

Wasserhärte in Bornheim

Wasserhärte

12
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

12 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist mittelhart

Das Trinkwasser im größten Teil von Bornheim liegt mit einem Wert von 12 °dH im mittelharten Bereich. An der oberen Coloniastraße überschreitet die Wasserhärte oft die Grenze zwischen mittelhart und hart und liegt daher mit bis zu 20 °dH im harten Bereich.

Mittelhartes Wasser weist eine gute Balance an Calcium-Magnesium-Verbindungen und anderen Mineralstoffen auf. Bei hartem Wasser besteht das Risiko, dass die Haushaltsgeräte schneller verkalken. Zudem ist teils ein Enthärter beim Wäschewaschen nötig.

MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Bornheim

Nitrat

38 %*

19 / 50 mg/l
Der Grenzwert für Nitrat liegt laut Trinkwasserverordnung bei 50 mg pro Liter. Das Bornheimer Leitungswasser bewegt sich unter diesem Grenzwert, weshalb es sich zur Zubereitung von Babynahrung verwenden lässt.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

20 %*

<0,002 / 0,01 mg/l
Der Bleigehalt im Bornheimer Wasser ist sehr gering. Jedoch können alte Rohrleitungen, die vor dem Jahr 1973 verlegt wurden, den Schadstoff jedoch enthalten, weshalb sich eine Nachfrage beim Hausbesitzer lohnt.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

0,5 %*

<0,01 / 2 mg/l
Auch Kupfer ist im Bornheimer Trinkwasser nur in sehr geringen Mengen vorhanden. Ähnlich wie Blei kann das Schwermetall jedoch in alten Rohren und Armaturen vorhanden sein.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

10 %*

<0,002 / 0,02 mg/l
Nickel ist ein weiteres Metall, das in größeren Mengen gesundheitsschädlich sein kann. Der Grenzwert liegt bei 0,02 mg pro Liter Wasser. Auch diesen Grenzwert unterschreitet das Bornheimer Trinkwasser deutlich.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

2 %*

0,0002 / 0,01 mg/l
Für Uran gilt ein offizieller Grenzwert von 0,01 mg pro Liter Wasser. In größeren Mengen kann der Stoff für Kleinkinder und Menschen mit kranken Nieren gefährlich werden. Dies ist in Bornheim jedoch nicht der Fall.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Bornheimer Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Bornheim?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

2 %*

Natrium

30 mg/l - Natrium darf in Mengen von bis zu 200 mg pro Liter Wasser vorkommen. Es handelt sich um einen wichtigen Bestandteil von Trinkwasser. Das Mineral regelt unter anderem den Wasserhaushalt und ist für die Reizleitung in Nerven- und Muskelzellen zuständig. Täglich benötigen Erwachsene etwa 1.500 mg Natrium.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
5,80 %*

Calcium

58 mg/l - Calcium kommt im mittelharten Bornheimer Trinkwasser in durchschnittlicher Menge vor. Dieser Stoff ist sehr wichtig für die Knochen. Außerdem steuert Calcium die Erregbarkeit von Nerven und Zellen. Erwachsene sollten täglich 1.000 mg Calcium zu sich nehmen.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
3,14 %*

Magnesium

11 mg/l - Magnesium ist gemeinsam mit Calcium für den Knochenaufbau und für die Erregbarkeit der Nerven verantwortlich. Besonders wichtig ist der Stoff für Sportler und Schwangere, die einen erhöhten Bedarf haben. Normalerweise liegt der empfohlene Wert für Erwachsene bei 300 bis 350 mg Magnesium pro Tag.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,13 %*

Kalium

5,1 mg/l - Kalium steuert gemeinsam mit Natrium und Chlorid den Wasserhaushalt. Darüber hinaus reguliert der Mineralstoff die Leitung von Reizen für Nerven und Muskeln. 4.000 mg Kalium pro Tag sind empfehlenswert für Erwachsene.

MEHR INFOS ZU KALIUM
2,17 %*

Chlorid

50 mg/l - Chlorid und Natrium machen in ihrer Kombination die Kochsalzverbindung aus, die immer in Wasser vorkommt. Unter anderem ist Chlorid für die Magensäure zuständig. Bis zu 250 mg dürfen pro Liter Wasser vorkommen. Der Tagesbedarf von Erwachsenen liegt bei 2.300 mg Chlorid.

MEHR INFOS ZU CHLORID
3,20 %*

Sulfat

48 mg/l - Für Sulfat gilt ebenfalls ein Grenzwert von 250 mg pro Liter Trinkwasser. Dieses Mineral reguliert den Proteinstoffwechsel und die Festigkeit von Haut und Haaren. Der Tagesbedarf ist nicht festgelegt und hängt vom Individuum ab, aber für die meisten Erwachsenen ist ein Konsum von mindestens 100 mg Sulfat pro Tag empfehlenswert.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Bornheim besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Bornheim zuständig?

Das Bornheimer Wasser besteht aus Grundwasser, das mit versickertem Oberflächenwasser aus dem Rhein angereichert wird. Das Wasserwerk Urfeld kümmert sich um die Wasserversorgung für die ganze Stadt. Dazu gehört auch die Wasseraufbereitung, bei der das Rohwasser mit verschiedenen Prozessen gereinigt und dann mit einer UV-Licht-Behandlung desinfiziert wird.

Die Wasserwerke überprüfen die Qualität des Bornheimer Leitungswassers regelmäßig und gründlich. Hinzu kommen Tests von unabhängigen Laboren, die durch ihre Wasseranalysen bestätigen, dass das Bornheimer Trinkwasser allen Vorgaben der deutschen Trinkwasserverordnung entspricht.

Kontakt - Wasserwerke Bornheim

Wasserwerke Bornheim

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Bornheim
Störungsannahme:
02227 932077

Welche Parameter können im Bornheimer Leitungswasser bedenklich werden?

Das Bornheimer Trinkwasser weist seit vielen Jahren eine konstant hohe Qualität auf. Problemstoffe wie Pestizide oder möglicherweise krebserregende Arzneimittelrückstände können bislang nicht nachgewiesen werden. Allerdings ist es wichtig, zu wissen, dass die Stadtwerke Bornheim nur bis zum Hausanschluss für die Wasserqualität zuständig sind. Aber auch danach können noch Verunreinigungen auftreten.

Wie in vielen Gegenden in Deutschland stellt auch Nitrat ein großes Problem dar. Der Wert selbst wird in der Wasseranalytik als Indikator für ausgebrachte Düngemittel verwendet. Das Nitrat ist im Trinkwasser nicht das große Problem, sondern vielmehr die damit einhergehenden schädlichen Schwermetalle z.B. Blei, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Arsen und Uran.

Hinzu kommen bei konventioneller Landwirtschaft diverse Rückstände von Spritzschutz- und Pflanzenschutzmitteln. Bei intensiver Düngung und Ausbringung um Bornheim können sich diese im Boden anreichern und über die Pflanzen in die Nahrungskette sowie das Grundwasser gelangen.

Vitalhelden

Wasser testen oder
direkt filtern?

Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

Testen ist teuer
Test verbessert nichts
Test nur Momentaufnahme
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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Bornheim

Das Bornheimer Stadtgebiet ist von einem weitläufigen Wasserschutzgebiet umgeben. Dieses befindet sich vor allem entlang des Rheins, um hier das Wasser zu schützen. In jedem Wasserschutzgebiet gibt es mehrere Wasserschutzzonen mit unterschiedlich strengen Restriktionen, die dazu dienen, das Grundwasser nicht zu verunreinigen.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Bornheim

Bornheim wird durch seine Lage am Rhein geprägt. Dieser hat bereits eine gute Qualität, obwohl sich aufgrund des Schiffverkehrs und der Strömungen das Baden im Rhein nicht anbietet. Teilweise ist es sogar explizit verboten. In der Umgebung der Stadt gibt es mit dem Liblarer See und dem Heider Bergsee attraktive Badegewässer. Deren Qualität wird während der Badesaison regelmäßig kontrolliert.

Besonderheiten zum Bornheimer Trinkwasser

Früher führte die Eifelwasserleitung, ein römisches Aquädukt, mitten durch die Stadtteile Waldorf, Kardorf, Merten und Walberberg. So wurde das römische Köln mit Trinkwasser versorgt. Bis heute gibt es Reste des Aquäduktes in Bornheim zu sehen.

Seit dem Jahr 2018 wird das Trinkwasser in Bornheim zusätzlich gechlort, da an einem der Hochbehälter für Wasser große Baumaßnahmen umgesetzt wurden. Es handelt sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die die Bornheimer Wasserqualität aufrechterhalten soll.

Häufig gestellte Fragen zum Bornheimer Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Bornheimer Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Bornheim wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Bornheimer Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Bornheimer Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Bornheimer Leitungswasser trinken?

Die Bornheimer Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Bornheim sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Bornheimer Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Bornheim über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Bornheimer Trinkwasser Legionellen?

Die Bornheimer Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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