Wasserqualität in
Neuwied

Trinkwasser und Stadtwappen Neuwied

Neuwieder Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 30. Juni 2021
Lesedauer: 11 Minuten

Neuwied liegt im Norden des Landes Rheinland-Pfalz, an der Mündung des im Westerwald entspringenden Flusses Wied. Es gibt in Neuwied zwei Institutionen, die für die Sicherstellung der Wasserqualität und eine ausreichende Versorgung mit Trinkwasser zuständig sind. Prinzipiell stammt das Wasser für die Neuwieder Bewohner sowie die umliegenden Gemeinden aus dem größten Wasserschutzgebiet dieses Bundeslandes, dem Engerser Feld.

Allerdings kommt es bei der Wasseranalyse der Stadtwerke Neuwied und des Kreiswasserwerks Neuwied zu minimalen Abweichungen der Werte.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Neuwied.

Wasserhärte in Neuwied

Wasserhärte

16
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

16 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist hart

Das Neuwieder Trinkwasser ist hart. Das bedeutet, dass im Trinkwasser relativ viel Kalk enthalten ist, eine Verbindung aus gelösten Calcium- sowie Magnesiumpartikeln. Die Wasserhärte ist jedoch kein Indikator für die Wasserqualität des Trinkwassers.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Neuwied

Nitrat

58 %*

29 / 50 mg/l
Da Trinkwasser nur 50 mg/l dieses in Mineraldünger verwendeten Salzes beinhalten sollte, ist die Konzentration in Neuwied vergleichsweise hoch. Sowohl Nitrat als auch sein verstoffwechseltes Produkt Nitrit können gesundheitliche Schäden verursachen.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

10 %*

<0,001 / 0,01 mg/l
Der Gehalt dieses Weichmetalls liegt weit unter den für eine gute Wasserqualität benötigten 0,01 mg/l. Blei ist in einer zu hohen Dosis für Mensch und Tier sehr giftig.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

2,5 %*

0,05 / 2 mg/l
In geringen Dosen, unter 2 mg/l, ist Kupfer für den Menschen sogar gesund und wird für die Zellatmung benötigt. Das Trinkwasser in Neuwied weist keine erhöhten Werte dieses in der Natur vorkommenden Stoffs auf.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

10 %*

<0,002 / 0,02 mg/l
Als Spurenelement ist Nickel in einer kleinen Dosierung für den menschlichen Organismus überlebensnotwendig. Mehr als 0,02 mg/l sollten bei der Wasseranalyse jedoch nicht gemessen werden. Der Neuwieder Wert ist vergleichsweise niedrig.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

22,5 %*

<0,00225 / 0,01 mg/l
Uran kommt in der Natur von sich aus vor und wird aufgrund seiner radioaktiven Eigenschaften in Kernkraftwerken eingesetzt. Mehr als 0,01 mg/l des Isotops im Trinkwasser können bei einem Menschen zu einer Vergiftung führen.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Neuwieder Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Neuwied?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

2,77 %*

Natrium

41,5 mg/l - Natrium wird aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften, zum Beispiel bei der Verdauung, benötigt. Eine Überdosierung kann, insbesondere bei einer geschwächten Nierenfunktion, schwerwiegende Folgen haben. In Neuwied ist der Natriumwert bei einer Grenze von 200 mg/l, vergleichsweise hoch.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
8,35 %*

Calcium

83,5 mg/l - Der menschliche Körper kann Calcium, das er insbesondere für die Erhaltung von Zähnen und Knochen braucht, nicht selbst herstellen. Obwohl das Neuwieder Trinkwasser keine unerhebliche Menge aufweist, ist eine Überdosierung bei einem normalen Gesundheitszustand sehr selten.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
5,29 %*

Magnesium

18,5 mg/l - Die empfohlene Tagesdosis für Magnesium beginnt bei 24 Milligramm und kann, je nach Alter sowie Geschlecht, bis zu 400 Milligramm betragen. Der Stoff, der beispielsweise den Muskelaufbau fördert, ist daher nur geringfügig in der Wasseranalyse vertreten.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
- %*

Kalium

k.A. mg/l - Insbesondere bei einer Nierenschädigung kann eine Überdosierung an Kalium zu Verstopfungen, Herzrhythmusstörungen oder Muskelschwäche führen.

MEHR INFOS ZU KALIUM
2,24 %*

Chlorid

51,5 mg/l - Chlorid nimmt der Mensch meist, ebenso wie Kalium und Natrium, über Kochsalz zu sich. Obwohl in Neuwied im Trinkwasser der Grenzwert von 250 mg/l nicht überstiegen wird, beträgt die Konzentration circa ein Fünftel. Bei Menschen mit einer Nierenschwäche führt zu viel Chlorid zu einer Übersäuerung des Bluts.

MEHR INFOS ZU CHLORID
3,37 %*

Sulfat

50,5 mg/l - Sulfate beeinflussen die Haut, die Haare und die Verdauung. Im Neuwieder Trinkwasser ist ein Fünftel der in der Trinkwasserverordnung festgelegten Menge dieses Stoffs enthalten. Trotzdem ist eine Überdosierung dieser Schwefelverbindungen in der Regel sehr selten.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Neuwied besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Neuwied zuständig?

In erster Linie sind die Stadtwerke Neuwied mit der Versorgung der Einwohnerinnen und Einwohner mit genießbarem Trinkwasser und der Kontrolle der Wasserqualität der Stadt betraut. Zudem ist das Kreiswasserwerk in die Wasseranalyse involviert, da es Neuwied mit Trinkwasser beliefert. Damit die Richtlinien der Trinkwasserverordnung eingehalten werden können, wird das Wasser regelmäßig überprüft.

Kontakt - Wasserwerke Neuwied

Stadtwerke Neuwied, Kreiswasserwerk Neuwied (Engerser Feld)

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Offenbach
Störungsannahme:
(02631) 85 -43 10 und (02631) 85 -43 40

Welche Parameter können im Neuwieder Leitungswasser bedenklich werden?

Es gibt in Neuwied keine Anzeichen darauf, dass die in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte überschritten werden. Man kann jedoch festhalten, dass vergleichsweise viel Nitrat, Natrium, Sulfat und Chlorid im Trinkwasser enthalten ist.

Nitrat wird in der Wasseranalytik als Indikator für ausgebrachte Düngemittel verwendet. Das Nitrat selbst ist im Trinkwasser nicht das große Problem, sondern vielmehr die damit einhergehenden schädlichen Schwermetalle wie z.B. Blei, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Arsen und Uran. Hinzu kommen bei konventioneller Landwirtschaft diverse Rückstände von Spritzschutz- und Pflanzenschutzmitteln. Bei intensiver Düngung und Ausbringung können sich diese im Boden anreichern und über die Pflanzen in die Nahrungskette sowie das Grundwasser gelangen.

Zusätzlich wird bei der Wasseranalyse der nicht ermittelt, wie hoch der Anteil an Arzneimitteln tatsächlich ist, da es diesbezüglich noch keine verbindlichen Grenzwerte gibt. Ein zusätzliches Risiko geht von veralteten Kupfer- sowie Bleileitungen im Privathaushalt aus.

Vitalhelden

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Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Neuwied

Nicht nur das Wasser für die Stadt Neuwied, sondern auch für die umliegenden Gemeinden wird aus dem größten Wasserschutzgebiet in Rheinland-Pfalz, bekannt unter dem Namen Engerser Feld, gewonnen. Es handelt sich zugleich um ein Naturschutzgebiet. Nachdem das Trinkwasser durch den Einsatz von zehn Pumpen an die Erdoberfläche gelangt ist, wird es mit der Hilfe von 22 Hochbehältern an die Neuwieder Einwohner weitergeleitet.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Neuwied

Es gibt im Umkreis von Neuwied sowohl den Steinsee, als auch den Kannsee. Beide liegen in dem Wasserschutzgebiet Engerser Feld, weshalb man dort nicht baden darf. Hierdurch soll die Wasserqualität des Trinkwassers sichergestellt werden. Im Zuge einer Wasseranalyse wird die Effektivität dieses Verbots immer wieder deutlich. Auch der in der Nähe gelegene Rhein weist eine hohe Wasserqualität auf, allerdings ist er zum Baden ungeeignet.

Besonderheiten zum Neuwieder Trinkwasser

Das Trinkwasser für die Einwohner Neuwieds stammt nicht nur aus einem Wasser- sondern auch aus einem Vogelschutzgebiet. In diesem Areal gibt es daher nicht nur die beeindruckenden oberirdischen Seen, welche als Kann- sowie Steinsee bekannt sind, sondern auch eine vielfältige und faszinierende Natur. Das Trinkwasser für die Region wird mit der Hilfe von unter der Erdoberfläche liegenden Seen aufbereitet. Da man das Gebiet besuchen kann, hängt die Wasserqualität auch maßgeblich vom Verhalten der Individuen ab.

Häufig gestellte Fragen zum Neuwieder Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Neuwieder Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Neuwied wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Neuwieder Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Neuwieder Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Neuwieder Leitungswasser trinken?

Die Neuwieder Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Neuwied sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Neuwieder Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Neuwied über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Neuwieder Trinkwasser Legionellen?

Die Neuwieder Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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