Wasserqualität in Hagen

Wasserhärte in Hagen

4,27,2 °dH

weich · 2 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Hagen hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte liegt je nach Wasserwerk zwischen 4,2 und 7,2 °dH und fällt damit in beiden Hagener Versorgungszonen in den Härtebereich weich. Kein einziger Messwert erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Die Besonderheit ist der Abstand zwischen den beiden Zonen: Die Hasper Talsperre liefert mineralarmes Talsperrenwasser mit 4,2 °dH, das Wasserwerk Hengstey Ruhr-Uferfiltrat mit 7,2 °dH und rund der doppelten Salzfracht.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

7,2°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 1,3. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

weich

Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen.

Kalk

kaum

Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Wasserwerk Haspe (Hasper Talsperre)
4,2
°dH · weich
Talsperrenwasser mit Membranfiltration
Wasserwerk Hengstey
7,2
°dH · weich
Ruhr-Uferfiltrat mit Grundwasseranreicherung

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

2 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Hagen nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Mark-E Aktiengesellschaft.

ParameterWasserwerk Haspe (Hasper Talsperre)Wasserwerk Hengstey Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH4,27,2Mineralstoff
Calciummg/l0,840,5Mineralstoff
Magnesiummg/l3,66,4Mineralstoff
Kaliummg/l1,43,1Mineralstoff
Natriummg/l6,929,6200 15 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l9,19,950 20 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,01<0,010,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l1733250 13 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l1436250 14 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l0,080,091,5 6 % des Grenzwerts
pH-Wert8,47,96,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm1954012790 14 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<1<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,001<0,0012 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<2<220 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<1<110 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l<0,1<110 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Haspe (Hasper Talsperre), Jahresmittelwerte 2025 · Wasserwerk Hengstey, Jahresmittelwerte 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

7,2 °dH: kaum Kalk — dafür aggressiver gegenüber Rohren

So weiches Wasser hinterlässt in Hagen kaum Ablagerungen. Es nimmt dafür Metalle leichter auf als hartes Wasser. Genau das passiert hinter dem Hausanschluss, wo die Analyse des Versorgers endet: Blei, Kupfer und Nickel aus den eigenen Rohren stehen in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Diese Lage zwischen Bergland und Flusstal steht auch hinter dem Leitungswasser. Mark-E versorgt Hagen aus zwei Wasserwerken, die genau die beiden Enden dieser Geografie markieren: das Wasserwerk Haspe im Westen, gespeist aus der Hasper Talsperre im sauerländischen Bergland, und das Wasserwerk Hengstey im Norden, das Uferfiltrat der Ruhr gewinnt und mit Grundwasseranreicherung arbeitet. Der Untergrund ist in beiden Fällen derselbe: devonischer Schiefer und Grauwacke, dichtes Gestein, das kaum Calcium und Magnesium abgibt. Deshalb ist das Wasser in Hagen weich. Dasselbe Wasser ist es trotzdem nicht.

Zwei Wasserwerke, zwei verschiedene Wässer

Beide Werte liegen im Härtebereich weich, aber sie stammen aus zwei Kreisläufen, die miteinander wenig zu tun haben — und der Unterschied bleibt nicht bei der Härte stehen.

Er zieht sich durch fast jede Zeile der beiden Analysen. Die elektrische Leitfähigkeit, ein Sammelmaß für alles Gelöste, beträgt in Haspe 195 µS/cm und in Hengstey 401. Das Hengstey-Wasser trägt also rund die doppelte Salzfracht, und das ist kein Mangel, sondern Herkunft. Talsperrenwasser ist eingesammelter Niederschlag aus einem bewaldeten, bewirtschafteten Einzugsgebiet — es hat den Boden kaum berührt und entsprechend wenig aufgenommen. Uferfiltrat dagegen ist Flusswasser, das die Ruhr auf ihrem Weg aus dem Sauerland durch ein großes, besiedeltes Gebiet gesammelt hat, bevor es am Hengsteysee durch die Kiesschichten des Talgrunds sickert.

Welcher Stadtteil aus welchem der beiden Werke versorgt wird, lässt sich mit den veröffentlichten Unterlagen nicht belegen. Die Namen legen eine Aufteilung zwischen dem Westen um Haspe und dem Norden um Hengstey nahe, eine straßengenaue Karte der Versorgungsgebiete liegt uns aber nicht vor — und eine Vermutung tragen wir hier nicht als Tatsache ein. An Knotenpunkten des Netzes können sich beide Wässer ohnehin mischen. Wer es für die eigene Adresse genau wissen will, fragt bei Mark-E nach.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Hagen auf Rang 215 — weicher als 91 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Hagen · 7,2 °dH

Wie hart ist das Wasser in Hagen?

Wie weit unten das liegt, zeigt der Vergleich: In unserem Datenbestand aus 240 Orten haben 534 Versorgungszonen eine Härteangabe, der Median liegt bei 12,4 °dH. Nur 94 dieser Zonen sind weicher als Hengstey — und nur 23 weicher als die Hasper Talsperre. Für die Waschmitteldosierung gilt deshalb in ganz Hagen dieselbe, unterste Stufe; der Unterschied zwischen den Zonen spielt dafür keine Rolle.

Nitrat ist mit 20 % des Grenzwerts der höchste Wert

Die Jahresmittelblätter für 2025 umfassen 67 untersuchte Parameter für Haspe und 65 für Hengstey.

Am nächsten dran ist noch Nitrat: 9,1 mg/l in Haspe, 9,9 in Hengstey, bei einem Grenzwert von 50 — also knapp ein Fünftel. Über 457 Zonen mit Nitratangabe liegt der Median in unserem Bestand bei 9,6 mg/l; Hagen liegt damit fast exakt auf dem bundesweiten Mittelfeld, und das trotz Uferfiltrat aus einem landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebiet.

Er hat in Hagen zwei verschiedene Ursachen, eine je Werk. In Haspe ist es das geschützte Talsperreneinzugsgebiet, ergänzt um eine Membranfiltration — eine Aufbereitungsstufe, die Trübstoffe und Mikroorganismen physikalisch zurückhält, statt sie chemisch zu bekämpfen. In Hengstey ist die Bodenpassage selbst die Reinigungsstufe: Uferfiltration ist keine Notlösung, sondern ein biologisch aktiver Filter, dem die Grundwasseranreicherung eine zweite Passage hinzufügt. Zwei Wege, dasselbe Ergebnis.

Im Blatt für Haspe steht Calcium mit 0,8 mg/l. Das ist mit den übrigen Angaben desselben Blattes unvereinbar: 0,75 mmol/l Summe Erdalkalien und 4,2 °dH Gesamthärte ergäben zusammen mit 3,6 mg/l Magnesium eine Härte von 0,94 °dH, nicht 4,2. Wahrscheinlich ist ein Dezimalfehler oder eine verrutschte Zeile. Die Gesamthärte selbst ist doppelt belegt und damit belastbar. PFAS, die Summe der Pflanzenschutzmittel und Hydrogencarbonat weisen die Jahresmittelblätter nicht aus; zu diesen Stoffgruppen lässt sich für Hagen aus diesen Dokumenten nichts sagen.

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Weiterlesen

Woher das Hagener Trinkwasser kommt

Aus der Hasper Talsperre und aus der Ruhr. Zuständig für Gewinnung, Aufbereitung und Kontrolle ist die Mark-E Aktiengesellschaft. Das Wasserwerk Hengstey liegt am gleichnamigen See und entnimmt Ruhrwasser, das die Kiesschichten des Talgrunds passiert hat — wie Trinkwasser gewonnen wird, lässt sich in Hagen an zwei Verfahren nebeneinander ablesen.

Ihr Wasserversorger

Mark-E Aktiengesellschaft

Was 4,2 bis 7,2 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit von Mark-E endet am Hausanschluss. Was danach kommt, liegt beim Eigentümer oder Vermieter — und bei weichem Wasser entscheidet sich dort mehr als anderswo. Kalkarmes Wasser bildet in den Rohren kaum eine Deckschicht und löst Metalle leichter aus Leitungen und Armaturen. Genau deshalb steht der pH-Wert in beiden Hagener Analysen im leicht basischen Bereich: 8,4 in Haspe, 7,9 in Hengstey. Die Trinkwasserverordnung lässt 6,5 bis 9,5 zu. Das Wasserwerk stellt diesen Wert bewusst ein, damit das Wasser die Hausinstallation nicht angreift.

Drei Handgriffe, die in Hagen konkret etwas bringen:

  • Bei Verdacht auf Bleileitungen in Altbauten eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Das ist der eine Fall, in dem eine eigene Analyse sinnvoll ist: Die Werte von Mark-E enden am Hausanschluss und können dazu nichts sagen.

Was am Hahn trotzdem auffällt, entsteht meist auf den letzten Metern — ein verkalkter Perlator, lange Standzeiten in der Leitung, ein alter Strang; die häufigsten Ursachen dafür lassen sich ohne Technik beheben.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Hagen bedenkenlos trinken?

Ja. Beide Hagener Wasserwerke halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, und kein einziger Messwert erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Untersucht sind 67 Parameter für Haspe und 65 für Hengstey.

Der übliche Vorbehalt gilt in Hagen wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss. Steigleitungen, Armaturen und selten genutzte Stränge liegen beim Eigentümer oder Vermieter. Lassen Sie Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, kurz ablaufen, bevor Sie es trinken oder zum Kochen nehmen.

Wie hart ist das Wasser in Hagen?

Zwischen 4,2 und 7,2 °dH, je nachdem, aus welchem Wasserwerk eine Adresse versorgt wird: 4,2 °dH aus der Hasper Talsperre, 7,2 °dH aus dem Wasserwerk Hengstey. Beide Werte liegen im Härtebereich weich, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz unterhalb von 8,4 °dH ansetzt.

Umrechnen müssen Sie nichts: 4,2 °dH entsprechen 0,75 Millimol Erdalkalien je Liter, 7,2 °dH entsprechen 1,27 Millimol. Beide Angaben stehen so in den Analysen von Mark-E.

Ist das Wasser in allen Hagener Stadtteilen gleich?

Nein. Es gibt zwei Versorgungszonen mit deutlich verschiedenen Werten: 4,2 gegenüber 7,2 °dH, 195 gegenüber 401 µS/cm Leitfähigkeit. Im Haushalt merkt man davon wenig, weil beide Zonen im selben Härtebereich liegen und dieselbe Waschmittelstufe gilt.

Welche Adresse an welchem Werk hängt, ließ sich mit den veröffentlichten Unterlagen nicht belegen. Mark-E kann darüber für eine einzelne Straße Auskunft geben. An Knotenpunkten des Netzes können sich beide Wässer außerdem mischen.

Woher kommt das Trinkwasser in Hagen?

Aus zwei Quellen: der Hasper Talsperre im Südwesten des Stadtgebiets und der Ruhr im Norden. Das Wasserwerk Haspe filtriert Talsperrenwasser über Membranen, das Wasserwerk Hengstey gewinnt Uferfiltrat aus dem Ruhrtal und arbeitet zusätzlich mit Grundwasseranreicherung.

Beide Gewinnungsgebiete sind durch Wasserschutzzonen gesichert. Für Hengstey reichen die Auflagen über das Stadtgebiet hinaus flussaufwärts, weil ein Fließgewässer alles mitführt, was oberhalb hineingelangt.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Hagen trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Hagener Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt mit 9,1 und 9,9 mg/l weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Blei und Nickel liegen unterhalb der Bestimmungsgrenze des Labors.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf alte Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn — dazu kann die Analyse des Versorgers nichts sagen.

Ist im Hagener Trinkwasser Chlor?

Die veröffentlichten Jahresmittelblätter für 2025 weisen für Hagen keinen Chlorwert aus. Ob und wann desinfiziert wird, geht aus ihnen nicht hervor; dauerhaft gechlortes Trinkwasser ist in Deutschland die Ausnahme.

Eine zeitlich begrenzte Chlorung kann nach einem Rohrbruch oder einer Reparatur am Netz nötig werden. Sie wird vom Versorger bekannt gegeben. Solche Meldungen stehen tagesaktuell bei Mark-E und beim Gesundheitsamt — die Werte auf dieser Seite werden jährlich aktualisiert.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Hagen?

An Mark-E. Das Unternehmen betreibt beide Wasserwerke und das Verteilnetz und unterhält einen Entstördienst für die Trinkwasserversorgung; die aktuelle Rufnummer steht auf der Wasserseite von Mark-E.

Zuständig ist der Versorger allerdings nur bis zum Hausanschluss. Braunes Wasser an einem einzelnen Hahn, Druckverlust in einer einzelnen Wohnung oder ein metallischer Geschmack haben ihre Ursache meist in der Hausinstallation. Ansprechpartner ist dann der Eigentümer oder die Hausverwaltung.