Wasserqualität in Herford

Wasserhärte in Herford

1620 °dH

hart · 3 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Herford hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte liegt je nach Wasserwerk zwischen 16 und 20 °dH und fällt damit in allen drei Herforder Versorgungszonen in den Härtebereich hart. Die Stadtwerke Herford veröffentlichen für zwei der drei Zonen Spannen statt Einzelwerten.

Auffällig ist der Unterschied zwischen den Werken: Das Wasserwerk Brunnenstraße führt 101 mg/l Natrium und 140 bis 210 mg/l Chlorid, das Wasserwerk Steinbeck 40,4 mg/l Nitrat bei einem Grenzwert von 50.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

17,2°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,1.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Wasserwerk Brunnenstrasse
17–20
°dH · hart
Eines von drei Wasserwerken der Stadtwerke Herford; welche Stadtteile daraus versorgt werden, ist nicht veröffentlicht
Wasserwerk Herford-Sued
16–19
°dH · hart
Eines von drei Wasserwerken der Stadtwerke Herford; welche Stadtteile daraus versorgt werden, ist nicht veröffentlicht
Wasserwerk Steinbeck
17,2
°dH · hart
Eines von drei Wasserwerken der Stadtwerke Herford; einzige Zone mit einem veröffentlichten Härte-Punktwert

Die Werte auf einen Blick

10

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

4

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

3 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Herford nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Herford GmbH.

ParameterWasserwerk BrunnenstrasseWasserwerk Herford-SuedWasserwerk Steinbeck Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH17–2016–1917,2Mineralstoff
Calciummg/l11898,272,5Mineralstoff
Magnesiummg/l19,114,030,7Mineralstoff
Kaliummg/l4,860,91,05Mineralstoff
Natriummg/l10137,412,5200 51 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l12,42–1540,450 bis 81 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,02<0,02<0,020,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l77,162,770,7250 31 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l140–21035,928,4250 bis 84 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l0,090,25<0,071,5 17 % des Grenzwerts
pH-Wert7,737,477,546,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm12507386402790 45 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<2<2<210 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l0,630,10,5310 6 % des Grenzwerts
Summe PFAS-20µg/l0,011n.n.n.n.0,1 11 % des Grenzwerts

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Brunnenstrasse, Analysewerte Stand Juni 2026 · Wasserwerk Herford-Sued, Analysewerte Stand Juni 2026 · Wasserwerk Steinbeck, Analysewerte Stand Juni 2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Die Summe der 20 PFAS ist für Herford-Süd und Steinbeck als 0,000 µg/l gedruckt, also nicht nachweisbar. Im Wasserwerk Brunnenstraße liegt sie bei 0,011 µg/l – dem einzigen PFAS-Nachweis in Herford, weit unter dem ab 2026 geltenden Grenzwert von 0,1 µg/l.

Kupfer, Nickel, Arsen, die Summe der Pflanzenschutzmittel und Hydrogencarbonat führt die Analyse der Stadtwerke nicht auf – diese Parameter fehlen deshalb auch in der Tabelle.

Die Analyse zeigt, was gemessen wurde — nicht, was drin ist

Geprüft wird, was die Trinkwasserverordnung vorschreibt, und geliefert wird innerhalb dieser Grenzen — dafür steht die Stadtwerke Herford. Zwei Dinge stehen in dieser Tabelle trotzdem nicht: was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — und was gar nicht erst untersucht wird.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 15 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Was aus der Herforder Leitung kommt, ist Grundwasser, gefördert aus 38 Brunnen und einer Quelle, verteilt auf drei Wasserwerke. Das Wasser läuft zur Aufbereitung durch Filterkiespackungen, entkeimt wird es mit einer UV-Anlage.

Drei Werke bedeuten in Herford aber nicht dreimal dasselbe Wasser. Die Analyse der Stadtwerke vom Stand Juni 2026 führt Wasserwerk Brunnenstraße, Wasserwerk Herford-Süd und Wasserwerk Steinbeck getrennt auf, und die drei Spalten unterscheiden sich deutlicher, als man das für eine Stadt dieser Größe erwarten würde. Die elektrische Leitfähigkeit, das gröbste Maß für alles Gelöste im Wasser, liegt bei 1250 µS/cm in der Brunnenstraße, bei 738 in Herford-Süd und bei 640 in Steinbeck. Zwischen dem ersten und dem letzten Wert liegt fast der Faktor zwei.

Wie hart ist das Wasser in Herford?

Hart, in allen drei Zonen. Das Wasserwerk Steinbeck meldet 17,2 °dH als Einzelwert, für die beiden anderen Werke veröffentlichen die Stadtwerke keine Punktwerte, sondern Spannen: zwischen 17 und 20 °dH in der Brunnenstraße, zwischen 16 und 19 °dH in Herford-Süd.

Dass zwei der drei Werte schwanken, ist keine Nachlässigkeit, sondern eine Auskunft: Bei 38 Brunnen und einer Quelle mischt sich, was gerade gefördert wird. Welche Brunnen laufen, hängt vom Bedarf und vom Betrieb ab, und mit der Mischung wandert die Härte.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Herford auf Rang 39 — härter als 83 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Herford · 20 °dH

Warum das Wasser aus der Brunnenstraße salziger ist

Der auffälligste Unterschied zwischen den drei Werken ist kein Kalk, sondern Salz. In Herford-Süd sind es 37,4 mg/l Natrium und 35,9 mg/l Chlorid, in Steinbeck 12,5 und 28,4 mg/l. Beide Werte der Brunnenstraße bleiben unter ihren Grenzwerten — 200 mg/l für Natrium, 250 mg/l für Chlorid —, aber sie erklären die hohe Leitfähigkeit, und sie erklären, warum das Wasser dort ein wenig anders schmeckt.

Wo dieses Salz herkommt, sagt die Veröffentlichung nicht. Dass ausgerechnet in dieser Ecke Ostwestfalens salzhaltiges Tiefenwasser vorkommt, ist bekannt — das Nachbarstädtchen Bad Salzuflen hat seinen Namen und seine Kurgeschichte davon. Ob die Brunnen an der Brunnenstraße Anteile davon erfassen, ist damit aber nicht belegt.

Nitrat: 40,4 mg/l im Wasserwerk Steinbeck

Er wird eingehalten, und die Stadtwerke veröffentlichen ihn selbst. Trotzdem gehört er hierher, weil die beiden anderen Werke weit darunter liegen — 12,4 mg/l in der Brunnenstraße, in Herford-Süd nennt die Analyse eine Spanne von 2 bis 15 mg/l.

Nitrat gilt in der Wasseranalytik als Anzeiger für Stickstoffeinträge aus der Landwirtschaft. Ein Wert von 40,4 mg/l sagt, dass das Einzugsgebiet dieses Werks stärker von der Fläche über ihm geprägt ist als die beiden anderen. Genau dafür sind die Wasserschutzgebiete da, die alle drei Herforder Gewinnungsgebiete umgeben: Sie schränken ein, was dort oben passieren darf — Düngung, Bauarbeiten, Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.

Passend zu diesen Werten

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Welches Werk versorgt welchen Stadtteil?

Das lässt sich mit den veröffentlichten Unterlagen nicht beantworten. Die Analyse der Stadtwerke stellt drei Spalten nebeneinander, ohne Straßenzüge, Stadtteile oder eine Karte. Ältere Darstellungen nennen zudem andere Werksnamen als die aktuelle Analyse, was die Zuordnung zusätzlich unsicher macht.

Wenn Sie wissen wollen, welche Werte für Ihre Adresse gelten, fragen Sie die Stadtwerke Herford danach; sie ordnen den Hausanschluss der Zone zu. Für Waschmittel und Entkalkung brauchen Sie die Auskunft nicht, dafür sind sich die drei Zonen ähnlich genug. Für Natrium und Chlorid macht sie einen Unterschied.

Wer das Wasser liefert und kontrolliert

Zuständig ist die Stadtwerke Herford GmbH. Sie betreibt die drei Wasserwerke für das Stadtgebiet; für die umliegenden Dörfer und Gemeinden kommen weitere Werke in der Umgebung hinzu. Die Analysewerte veröffentlichen die Stadtwerke als PDF, die hier gezeigten haben den Stand Juni 2026.

Ihr Wasserversorger

Stadtwerke Herford GmbH

Was 16 bis 20 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Alles, was danach kommt — Steigleitungen, selten benutzte Stränge, Armaturen, der Warmwasserspeicher —, gehört dem Eigentümer oder Vermieter, und darüber sagt keine Analyse eines Wasserwerks etwas aus.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Herford bedenkenlos trinken?

Ja. Die Analyse der Stadtwerke Herford vom Stand Juni 2026 hält für alle drei Wasserwerke die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Der höchste Einzelwert ist Nitrat mit 40,4 mg/l im Wasserwerk Steinbeck, bei einem Grenzwert von 50 mg/l. Blei liegt in allen drei Zonen unter 2 µg/l.

Der übliche Vorbehalt gilt in Herford wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach entscheidet die Hausinstallation. Wasser, das lange in der Leitung stand, lassen Sie vor der Entnahme ablaufen.

Wie hart ist das Wasser in Herford?

Zwischen 16 und 20 °dH, je nach Wasserwerk: Steinbeck nennt 17,2 °dH, die Brunnenstraße 17 bis 20 °dH, Herford-Süd 16 bis 19 °dH. Alle drei liegen im Härtebereich hart, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz ab 14,0 °dH definiert.

Zwei der drei Werke veröffentlichen keinen Punktwert, sondern eine Spanne. Das Wasser mischt sich aus 38 Brunnen und einer Quelle, und mit der Mischung wandert die Härte. Für Waschmittel und Haushaltsgeräte gilt in der ganzen Stadt dieselbe Stufe.

Ist das Wasser in allen Herforder Stadtteilen gleich?

Nein. Die drei Wasserwerke liefern messbar verschiedenes Wasser: Die elektrische Leitfähigkeit reicht von 640 µS/cm in Steinbeck über 738 in Herford-Süd bis 1250 in der Brunnenstraße, Natrium von 12,5 bis 101 mg/l.

Welches Werk welche Adresse versorgt, geht aus der Veröffentlichung nicht hervor; die Analyse stellt die drei Spalten ohne Karte nebeneinander. Wer es genau wissen will, fragt bei den Stadtwerken nach der Zone seines Hausanschlusses. Bei der Härte spielt der Unterschied kaum eine Rolle — hart sind alle drei.

Woher kommt das Trinkwasser in Herford?

Aus Grundwasser, gefördert über 38 Brunnen und eine Quelle und aufbereitet in den drei Wasserwerken Brunnenstraße, Herford-Süd und Steinbeck. Oberflächenwasser aus Werre oder Aa wird für die Trinkwasserversorgung nicht genutzt.

Aufbereitet wird das Wasser über Filterkiespackungen, entkeimt mit einer UV-Anlage. Um alle drei Gewinnungsgebiete liegen Wasserschutzgebiete, in denen je nach Zone bestimmte Nutzungen eingeschränkt oder verboten sind, etwa Düngung, Bauarbeiten und der Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Herford trinken?

Ja. Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt — in Herford wird sie in allen drei Zonen eingehalten. Nitrat liegt zwischen 2 und 40,4 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l, Blei unter 2 µg/l bei einem Grenzwert von 10 µg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor dem Abfüllen ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung.

Ist Chlor im Herforder Leitungswasser?

Nein, die Stadtwerke Herford entkeimen mit einer UV-Anlage statt mit Chlor. Eine Chlorung wird in Deutschland nur vorübergehend eingesetzt, wenn mikrobiologische Befunde sie nötig machen; sie wird dann vom Versorger und vom Gesundheitsamt bekannt gegeben.

Verwechseln Sie den hohen Chloridwert im Wasserwerk Brunnenstraße nicht damit. Die 140 bis 210 mg/l Chlorid sind natürlich gelöstes Salz aus dem Untergrund und kein Zusatz. Chlorid riecht nicht und hat mit Desinfektion nichts zu tun.

Schmeckt das Herforder Wasser salzig?

Im Gebiet des Wasserwerks Brunnenstraße kann ein leicht salziger Eindruck entstehen: 101 mg/l Natrium und 140 bis 210 mg/l Chlorid sind für deutsches Grundwasser viel. Die Grenzwerte von 200 mg/l für Natrium und 250 mg/l für Chlorid werden eingehalten.

Aus den beiden anderen Werken kommt deutlich natriumärmeres Wasser, 37,4 mg/l in Herford-Süd und 12,5 mg/l in Steinbeck. Wer aus medizinischen Gründen auf Natrium achtet, klärt am besten mit den Stadtwerken, welche Zone die eigene Adresse versorgt.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Herford?

An die Störungsannahme der Stadtwerke Herford unter 0800 9229220. Der Versorger ist zuständig für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Alles hinter dem Hausanschluss gehört dagegen dem Eigentümer oder Vermieter: braunes Wasser an nur einer Zapfstelle, Druckprobleme in einer einzelnen Wohnung oder Auffälligkeiten am Warmwasser sind fast immer ein Fall für die Hausinstallation und nicht für das Wasserwerk.