Wasserqualität in Rastatt

Wasserhärte in Rastatt

9,011,1 °dH

mittel · 2 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Rastatt erfüllt nach Angabe der Stadtwerke Rastatt die Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Die Wasserhärte in Rastatt liegt je nach Versorgungszone bei 9,0 oder 11,1 °dH und fällt in beiden Fällen in den Härtebereich mittel. Einzelne Messwerte veröffentlicht der Versorger nicht.

Der Unterschied zwischen beiden Zonen ist zum Teil Technik: Das Wasserwerk Ottersdorf enthärtet zentral mit Kalkmilch, das Wasserwerk Rauental arbeitet seit 2018 mit einer Aktivkohleaufbereitung.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

11,1°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,0. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

mittel

Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Wasserwerk Ottersdorf
11,1
°dH · mittel
Kernstadt Rastatt, Ottersdorf, Plittersdorf, Wintersdorf, Niederbühl, Förch
Wasserwerk Rauental
9,0
°dH · mittel
Rauental und Industriegebiet Rastatt

Alle veröffentlichten Werte

2 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Rastatt nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Rastatt GmbH.

ParameterWasserwerk OttersdorfWasserwerk Rauental Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH11,19,0Mineralstoff

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Ottersdorf, Härteangabe der Rubrikseite, Stand Abruf August 2026; zugehörige Vollanalyse „Stand: 26. März 2024, WW Ottersdorf Reinwasserabgang“ · Wasserwerk Rauental, Härteangabe der Rubrikseite, Stand Abruf August 2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

2 Zonen, eine Grenze: Alle Werte enden am Hausanschluss

Welche Zone Ihre Adresse versorgt, entscheidet über die Zahlen in der Tabelle. Über das, was danach passiert, entscheidet sie nicht: Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen, in keiner der 2 Zonen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 1 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Die Stadtwerke Rastatt fördern ausschließlich Grundwasser, über Brunnen, die teils in Waldgebieten und teils in bewirtschafteten Ackerflächen liegen; rund um die Fassungen sind Wasserschutzzonen der Kategorien I bis III und die Wasserschutzgebiete Ottersdorf, Rauental und Niederbühl ausgewiesen. Wie Grundwasser zu Trinkwasser wird, entscheidet sich in Rastatt allerdings nicht allein im Untergrund. Der Härtewert, der aus dem Hahn kommt, ist hier zu einem guten Teil im Wasserwerk eingestellt worden.

Warum Rastatt zwei Härtewerte hat

Weil zwei Wasserwerke einspeisen und nur für eines davon eine Enthärtung dokumentiert ist. Beide Zonen fallen in den Härtebereich mittel, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz von 8,4 bis 14,0 °dH definiert.

In Ottersdorf ist die Ursache der Zahl bekannt: Das Wasser wird dort zentral mit Kalkmilch enthärtet. Bei diesem Verfahren gibt man dem Rohwasser Calciumhydroxid zu, die Carbonathärte fällt als Calciumcarbonat aus und wird abgetrennt. Das klingt widersinnig — man setzt Kalk zu, um Kalk loszuwerden —, ist aber das übliche Verfahren der zentralen Entcarbonisierung. Ohne diesen Schritt läge Ottersdorf höher: Das Grundwasser des Oberrheingrabens läuft durch kalkhaltige Rheinkiese, und das Wasserwerk Rheinwald, das wenige Kilometer flussabwärts aus denselben Schichten fördert, liegt im Härtebereich hart. Die 11,1 °dH sind also kein Messwert des Untergrunds, sondern das Ergebnis einer Betriebsentscheidung.

Für Rauental gibt es keine solche Erklärung. Auf der Wasserseite der Stadtwerke steht die Zahl, sonst nichts. Das Wasserwerk wurde 2018 umgebaut und mit einer Aktivkohleaufbereitung ausgestattet — Aktivkohle bindet organische Stoffe, an Calcium und Magnesium ändert sie nichts. Ob der niedrigere Wert an anderen Brunnentiefen liegt, an einer anderen Grundwasserlage oder ebenfalls an einer Aufbereitungsstufe, ist nicht veröffentlicht.

Bemerkenswerter ist die andere Grenze — Rauental liegt nur sechs Zehntelgrad über der Schwelle zu weichem Wasser.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Rastatt auf Rang 176 — weicher als 74 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Rastatt · 11,1 °dH

Welcher Stadtteil bekommt welches Wasser

Wo die Zonen im Netz aneinanderstoßen, ist damit nicht gesagt. Eine Karte der Versorgungsgebiete veröffentlichen die Stadtwerke nicht, und in Netzen dieser Größe gibt es fast immer Straßenzüge, die je nach Betriebszustand aus beiden Richtungen versorgt werden. Für eine Adresse am Rand des Industriegebiets oder zwischen Kernstadt und Rauental lässt sich deshalb nicht belegen, welcher der beiden Werte gilt; wer es genau wissen muss, etwa für die Einstellung einer Enthärtungsanlage, fragt bei den Stadtwerken nach. Rechnen hilft nicht: Ein Mittelwert aus 9,0 und 11,1 °dH beschreibt keinen einzigen Hahn in Rastatt.

Warum auf dieser Seite keine Einzelwerte stehen

Weil die Stadtwerke Rastatt außer der Gesamthärte keinen einzelnen Parameter veröffentlichen.

Untersucht wird in Rastatt reichlich, und zwar extern: durch die SchwarzwaldWASSER Labor GmbH und durch das DVGW-Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe. Wer die Analyse braucht, bekommt sie beim Versorger — die Trinkwasserverordnung verpflichtet ihn, Verbraucher über die Beschaffenheit des Trinkwassers zu informieren.

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PFC im Raum Rastatt — was passiert ist

Seit 2013 ist PFC im Grundwasser des Raums Rastatt und Baden-Baden ein Thema, und das ist der Grund, warum in Rastatt mehr über Trinkwasser gesprochen wird als in vergleichbar großen Städten. Ausgangspunkt waren landwirtschaftliche Flächen, auf die über Jahre Kompost mit PFC-haltigem Papierschlamm ausgebracht worden war; 2017 wurde öffentlich, dass rund 747 Hektar im Raum Rastatt und Mannheim betroffen sind.

Betroffen waren unter anderem die Wasserschutzgebiete Niederbühl und Rauental mit den angeschlossenen Brunnen. Das Wasserwerk Niederbühl wurde stillgelegt. Das Wasserwerk Rauental wurde 2018 umgebaut und mit einer Aktivkohleaufbereitung ausgestattet; Nach Darstellung der Stadtwerke waren geringe PFC-Spuren auch im Wasserwerk Ottersdorf messbar, weshalb auch das Hauptwasserwerk entsprechend ertüchtigt wird.

Kontrolliert wird seither engmaschig, und die Frequenzen sind veröffentlicht: Die Trinkwasserverordnung setzt für die Summe der PFAS-20 seit Januar 2026 einen Grenzwert von 0,10 µg/l, für die Summe der PFAS-4 ab Januar 2028 einen von 0,020 µg/l. Welche Werte die Rastatter Analysen dazu ausweisen, kann diese Seite aus dem eben genannten Grund nicht zeigen; die Stadtwerke erklären, dass das Rastatter Trinkwasser die Qualitätskriterien erfüllt.

Ihr Wasserversorger

Stadtwerke Rastatt GmbH

Was hinter dem Hausanschluss in Rastatt passiert

Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitung, Armaturen, selten genutzte Stränge, der Warmwasserspeicher — liegt beim Eigentümer, und dazu sagt keine Analyse eines Wasserwerks etwas. In Rastatt kommt ein Punkt hinzu: Wasser um 9 bis 11 °dH legt keine dicke Kalkschicht in die Rohre. Für den Wasserkocher ist das angenehm; in alten Leitungen fehlt damit aber auch die Deckschicht, die das Metall vom Wasser trennt.

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es über Nacht oder über den Urlaub in der Leitung stand — so lange, bis es gleichmäßig kalt nachläuft.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. Dort lösen sich Metalle leichter, und im Speicher herrschen genau die Temperaturen, bei denen sich Legionellen vermehren.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen in Altbauten eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Das ist der eine Fall, in dem eine private Analyse mehr aussagt als die des Versorgers.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Rastatt bedenkenlos trinken?

Ja. Die Stadtwerke Rastatt erklären, dass das Rastatter Trinkwasser die Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllt; geprüft wird extern durch die SchwarzwaldWASSER Labor GmbH und das DVGW-Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe.

Einschränkend gilt, was überall gilt: Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Was in der eigenen Steigleitung passiert, steht in keiner Analyse des Wasserwerks. Lassen Sie Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, kurz ablaufen, bevor Sie es trinken.

Wie hart ist das Wasser in Rastatt?

Je nach Versorgungszone 9,0 oder 11,1 °dH. Das Wasserwerk Rauental liefert 9,0 °dH, das Wasserwerk Ottersdorf 11,1 °dH. Beide Werte liegen im Härtebereich mittel, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz von 8,4 bis 14,0 °dH festlegt.

In Millimol pro Liter, wie die Stadtwerke sie zusätzlich angeben, sind das 1,62 beziehungsweise 1,99 mmol/l. Einen Durchschnittswert für die Gesamtstadt gibt es nicht — er würde keinen einzelnen Hausanschluss beschreiben.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Rastatt trinken?

Ja, Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet, solange es die Trinkwasserverordnung erfüllt. Eine Besonderheit kommt in Rastatt nicht hinzu: Die Härte ist mittel, und ein Nitratwert wird vom Versorger nicht veröffentlicht — wer ihn wissen möchte, fordert die Trinkwasseranalyse bei den Stadtwerken an.

Wichtiger sind zwei Dinge in der eigenen Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und niemals Wasser aus der Warmwasserleitung verwenden. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus gehört eine Probe am eigenen Hahn dazu.

Woher kommt das Trinkwasser in Rastatt?

Aus Grundwasser der Oberrheinischen Tiefebene, gefördert über Brunnen in Waldgebieten und in bewirtschafteten Ackerflächen. Betrieben werden sie von den Stadtwerken Rastatt über die Wasserwerke Ottersdorf und Rauental; das dritte Werk in Niederbühl ist stillgelegt.

Zum Schutz der Fassungen bestehen Wasserschutzzonen der Kategorien I bis III sowie die Wasserschutzgebiete Ottersdorf, Rauental und Niederbühl. Rastatt bezieht kein Fernwasser und kein Uferfiltrat aus dem Rhein.

Ist im Rastatter Leitungswasser Chlor?

Im Normalbetrieb nicht. In Deutschland wird Trinkwasser nur gechlort, wenn es einen konkreten Anlass gibt, etwa nach einem Rohrbruch oder einem mikrobiologischen Befund. Eine laufende Chlorung in Rastatt ist nicht dokumentiert.

Wenn desinfiziert wird, muss der Versorger das bekannt geben, und die Maßnahme ist zeitlich begrenzt. Ein Geruch nach Schwimmbad am eigenen Hahn ist deshalb eher ein Anlass, bei den Stadtwerken nachzufragen, als ein Dauerzustand.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Rastatt?

An die Störungsannahme der Stadtwerke Rastatt unter 07222 773-111. Zuständig ist der Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Versorgung, dazu kommen eigene Dienste für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Für alles hinter dem Hausanschluss — trübes Wasser nur an einer Zapfstelle, tropfende Armaturen, Probleme mit dem Warmwasserspeicher — ist dagegen der Eigentümer oder Vermieter zuständig, nicht der Versorger. Das gilt auch für die Trinkwasseranalyse: Die Stadtwerke geben sie auf Anfrage heraus, für das eigene Rohrnetz im Haus sagt sie aber nichts aus.