Wasserqualität in Hirschberg

Wasserhärte in Hirschberg an der Bergstraße

22,2 °dH

hart

Das Trinkwasser in Hirschberg an der Bergstraße hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte beträgt 22,2 °dH und fällt in den Härtebereich hart. Für Leutershausen und Großsachsen gilt derselbe Wert, denn Hirschberg an der Bergstraße hat nur eine Versorgungszone.

Der auffälligste Wert ist Nitrat mit 40,6 mg/l, gut vier Fünftel des Grenzwerts von 50 mg/l. Gefördert wird das Wasser nicht im Ort, sondern aus vier Brunnen in der Rheinebene auf Heddesheimer Gemarkung.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

22,2°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 4,0.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Gesamtes Gemeindegebiet (Leutershausen und Großsachsen, eine Versorgungszone)
22,2
°dH · hart
Leutershausen und Großsachsen, versorgt über den Zweckverband Gruppenwasserversorgung Obere Bergstraße aus Brunnen in der Rheinebene auf Heddesheimer Gemarkung

Die Werte auf einen Blick

5

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

9

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Hirschberg an der Bergstraße nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Zweckverband Gruppenwasserversorgung Obere Bergstraße (Verteilung: Gemeinde Hirschberg an der Bergstraße).

ParameterGesamtes Gemeindegebiet (Leutershausen und Großsachsen, eine Versorgungszone) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH22,2Mineralstoff
Calciummg/l124,0Mineralstoff
Magnesiummg/l21,1Mineralstoff
Kaliummg/l2,1Mineralstoff
Natriummg/l19,1200 10 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l40,650 81 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l76,3250 31 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l43,7250 17 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,36,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm8602790 31 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Gesamtes Gemeindegebiet (Leutershausen und Großsachsen, eine Versorgungszone), 20.05.2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Die Analyse zeigt, was gemessen wurde — nicht, was drin ist

Geprüft wird, was die Trinkwasserverordnung vorschreibt, und geliefert wird innerhalb dieser Grenzen — dafür steht der Zweckverband Obere Bergstraße. Zwei Dinge stehen in dieser Tabelle trotzdem nicht: was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — und was gar nicht erst untersucht wird.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 10 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Trinkwasser fördert Hirschberg trotzdem nicht — kein einziger Tropfen kommt aus dem eigenen Gemeindegebiet.

Die Brunnen, aus denen Hirschberg wirklich trinkt, stehen auf der Gemarkung des Nachbarorts Heddesheim, unten in der Ebene. Das Wasser stammt aus den Kies- und Sandschichten, die Rhein und Neckar über Jahrtausende in den Oberrheingraben geschüttet haben. Dieser Kies ist kalkhaltig, das Wasser löst den Kalk auf dem Weg zum Brunnen — daher die 22,2 °dH. Und weil über diesem Grundwasserleiter Ackerland liegt, steht in derselben Analyse ein zweiter Wert, der auffällt: 40,6 mg/l Nitrat.

Nitrat: 40,6 mg/l bei einem Grenzwert von 50

Mit 40,6 mg/l erreicht er 81 Prozent des Grenzwerts von 50 mg/l, den die Trinkwasserverordnung in Anlage 2 festlegt — der Grenzwert ist damit eingehalten, aber der Abstand ist klein. Der Wert ist über eine Ionenbilanz gegengeprüft und stammt aus der Veröffentlichung der Gemeinde vom 20. Mai 2025.

Die Rheinebene zwischen Heddesheim, Ladenburg und Viernheim ist seit Generationen Gemüse- und Ackerbauland, und genau dort stehen die Brunnen. Wie stark der Unterschied ist, sieht man an der Nachbarschaft: Dossenheim fördert aus demselben Rheinkies, keine zehn Kilometer entfernt, und kommt auf 6,4 mg/l Nitrat. Die Geologie legt die Härte fest — über das Nitrat entscheidet, was auf den Flächen darüber passiert.

Das macht den Nitratwert zu der einen Zahl auf dieser Seite, die sich bewegen kann, nach oben wie nach unten. Härte, Sulfat und Chlorid ändern sich über Jahrzehnte kaum, weil der Untergrund derselbe bleibt. Nitrat reagiert auf Düngepraxis, Fruchtfolge und Niederschlag.

Wer wissen möchte, wie so ein Weg vom Brunnen bis zur Leitung im Detail aussieht, findet das gesondert beschrieben.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Hirschberg an der Bergstraße auf Rang 16 — härter als 93 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Hirschberg an der Bergstraße · 22,2 °dH

Was die Veröffentlichung ausweist

Die Wasseruntersuchung umfasst 47 Parameter, und sechs viel gesuchte stehen nicht darunter: Blei, Kupfer, Nickel, Uran, Arsen und die per- und polyfluorierten Verbindungen (PFAS) werden in der veröffentlichten Übersicht nicht ausgewiesen. Ältere Beiträge über Hirschberg nennen für Blei, Kupfer, Nickel und Uran trotzdem Zahlen; in der aktuellen Veröffentlichung stehen sie nicht.

Das heißt nicht, dass diese Stoffe nicht untersucht würden. Es heißt, dass die Zahlen nicht öffentlich abrufbar sind. Wer sie braucht — etwa vor einer Sanierung oder beim Kauf eines Altbaus —, fragt sie beim Zweckverband oder bei der Gemeinde an. Für Blei, Kupfer und Nickel gilt ohnehin eine Einschränkung, die auch eine vollständige Versorgeranalyse nicht aufhebt: Diese drei Metalle stammen selten aus dem Grundwasser, sondern fast immer aus Leitungen und Armaturen im Haus. Aussagekräftig ist dafür nur eine Probe am eigenen Hahn.

Was 22,2 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Was danach kommt — Steigleitung, Armaturen, Warmwasserspeicher —, liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und darüber sagt keine Analyse des Wasserwerks etwas aus. Selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme und gelöste Metalle entstehen hinter der Übergabestelle.

Drei Handgriffe, die in Hirschberg wie überall gelten:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das kostet nichts und wirkt am zuverlässigsten.
  • Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und im warmen Wasser vermehren sich Legionellen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau eine Probe untersuchen lassen. Was alte Bleileitungen in Altbauten anrichten können, hängt an der Standzeit im Rohr, nicht an der Qualität des angelieferten Wassers.

Passend zu diesen Werten

Weiterlesen

Ihr Wasserversorger

Zweckverband Gruppenwasserversorgung Obere Bergstraße (Verteilung: Gemeinde Hirschberg an der Bergstraße)

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Hirschberg bedenkenlos trinken?

Ja. Die Wasseruntersuchung vom 20. Mai 2025 hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Der höchste Einzelwert ist Nitrat mit 40,6 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l.

Der übliche Vorbehalt gilt in Hirschberg wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach entscheidet die Hausinstallation. Lassen Sie Wasser, das über Nacht oder über den Urlaub in der Leitung stand, kurz ablaufen, bevor Sie es trinken oder zum Kochen nehmen.

Wie hart ist das Wasser in Hirschberg?

22,2 °dH. Das entspricht dem Härtebereich hart, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz ab 14 °dH definiert, und rund 4,0 mmol/l Gesamthärte. Der Wert gilt für das gesamte Gemeindegebiet, also für Leutershausen und Großsachsen gleichermaßen.

In °fH umgerechnet, wie es manche Gerätehersteller angeben, sind das etwa 39,6 französische Härtegrade. Wo ein Gerät nur zwischen weich, mittel und hart unterscheidet, stellen Sie in Hirschberg auf die oberste Stufe.

Woher kommt das Trinkwasser in Hirschberg?

Aus Brunnen in der Rheinebene, die auf der Gemarkung des Nachbarorts Heddesheim liegen. Gefördert wird über das Wasserwerk Ladenburg aus vier Brunnen, jährlich rund zwei Millionen Kubikmeter. Auf Hirschberger Gemarkung selbst wird kein Trinkwasser gewonnen, obwohl der Odenwald direkt hinter dem Ort ansteigt.

Die 17 historischen Brunnen im Gemeindegebiet, sieben davon im Ortsteil Leutershausen, gehören nicht zur Trinkwasserversorgung. Sie sind Ortsgeschichte, keine Gewinnungsanlagen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Hirschberg trinken?

Ja. Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, das die Trinkwasserverordnung erfüllt, und das trifft auf Hirschberg zu. Der Nitratwert von 40,6 mg/l liegt unter dem Grenzwert von 50 mg/l.

Für abgefülltes Wasser mit der Auslobung „für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet" gilt eine strengere Nitratgrenze von 10 mg/l. Wer sich daran orientieren möchte, kann darauf ausweichen; vorgeschrieben ist es nicht. Wichtiger sind zwei Handgriffe in der eigenen Wohnung: ablaufen lassen, bis das Wasser gleichmäßig kalt kommt, und kein Warmwasser verwenden.

Ist im Hirschberger Trinkwasser Chlor?

In der veröffentlichten Wasseruntersuchung ist keine Desinfektion mit Chlor ausgewiesen. Bei Grundwasser aus geschützten Brunnen ist eine dauerhafte Chlorung unüblich; sie kommt vor allem nach Rohrbrüchen, Reparaturen oder auffälligen mikrobiologischen Befunden vorübergehend zum Einsatz.

Eine solche Maßnahme gibt der Versorger bekannt, in der Regel über die Gemeinde. Wenn Ihr Wasser schwimmbadartig riecht, ohne dass eine Meldung vorliegt, lohnt zuerst der Blick auf Perlator und Standzeit — ein offen stehendes Glas verliert freies Chlor innerhalb einer halben Stunde.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Hirschberg?

An die Störungsannahme des Zweckverbands Gruppenwasserversorgung Obere Bergstraße unter 06203 101-230. Für die Gewinnung ist der Wassergewinnungsverband Lobdengau zuständig, erreichbar unter 06203 701-52.

Diese Nummern gelten für Störungen im öffentlichen Netz: Rohrbruch in der Straße, Druckabfall im ganzen Viertel, plötzlich trübes Wasser bei mehreren Nachbarn. Betrifft das Problem nur Ihr Haus, liegt es hinter dem Hausanschluss — dann ist der Eigentümer oder ein Installateur zuständig, nicht der Versorger.