Wasserqualität in Rheine

Wasserhärte in Rheine

14,0 °dH

mittel

Das Trinkwasser in Rheine hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Für das Wasserwerk Hemelter Bach weist die Analyse vom April 2026 14,0 °dH aus — genau die Obergrenze des Härtebereichs mittel. Keiner der 120 untersuchten Parameter erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Diese Zahlen gelten für ein Wasserwerk. Die EWR betreibt daneben das Wasserwerk St. Arnold, für das keine Analyse vorliegt — für einen Teil des Stadtgebiets fehlen die Werte deshalb.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

14,0°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,5.

Waschmittel

mittel

Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Wasserwerk Hemelter Bach
14,0
°dH · mittel
Reinwasser am Ausgang des Wasserwerks Hemelter Bach; das zweite Rheiner Wasserwerk St. Arnold ist hier nicht erfasst

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Rheine nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Energie- und Wasserversorgung Rheine GmbH (EWR, Stadtwerke Rheine).

ParameterWasserwerk Hemelter Bach Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH14,0Mineralstoff
Calciummg/l86,8Mineralstoff
Magnesiummg/l7,6Mineralstoff
Kaliummg/l7,0Mineralstoff
Natriummg/l33,6200 17 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l6,750 13 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,03000,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l71250 28 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l58250 23 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l<0,10001,5 unter Bestimmungsgrenze
pH-Wert7,356,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm6732790 24 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<2,010 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<1,020 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l<2,510 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/l0,00820,1 8 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/l<0,030,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Hemelter Bach, Probenahme 16.04.2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Für Blei, Arsen, Chrom, Cadmium, Nickel und die Pestizidsumme stehen die Bestimmungsgrenzen im Bericht in mg/l; in der Tabelle sind sie in µg/l umgerechnet, damit sie einheitlich sind.

Die Werte sind in Ordnung — sie beschreiben nur nicht Ihr Glas

Sie gelten für das Wasser, das die EWR bis zum Hausanschluss liefert. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Ringsum ist die Landschaft flach und sandig und wird landwirtschaftlich intensiv bewirtschaftet — das Münsterland gehört zu den Regionen mit der höchsten Viehdichte in Deutschland. Genau in diesem Untergrund gewinnt die Energie- und Wasserversorgung Rheine ihr Trinkwasser, als Grund- und als Bachwasser.

Was das Wasser auf diesem Weg aufnimmt, steht in drei Prüfberichten des Instituts für Hygiene am Universitätsklinikum Münster. Der wichtigste steht gleich am Anfang: 86,8 mg/l Calcium und 7,6 mg/l Magnesium, zusammen 14,0 Grad deutscher Härte.

14,0 °dH — der letzte Wert, der noch mittel ist

Das Wasser aus dem Wasserwerk Hemelter Bach hat eine Gesamthärte von 14,0 °dH und fällt damit in den Härtebereich mittel. 14,0 ist die Obergrenze — ein Zehntelgrad mehr, und dieselbe Analyse stünde unter hart.

Einen gesetzlichen Bereich „sehr hart“ gibt es übrigens nicht, auch wenn die Bezeichnung im Netz kursiert und lange auch auf dieser Seite stand.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Rheine auf Rang 117 — härter als 50 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Rheine · 14,0 °dH

Sulfat ist mit 28 % des Indikatorwerts der höchste Wert

Interessant ist daran vor allem der Nitratwert, und zwar wegen der Umgebung. 6,7 mg/l sind gut ein Achtel des Grenzwerts — gemessen in einer Veredelungsregion, in der Gülle und Mineraldünger flächendeckend auf sandige, gut durchlässige Böden ausgebracht werden. Von allein ergibt sich das allerdings nicht: In den Zonen der drei Wasserschutzgebiete gelten Auflagen für Düngung, für die Lagerung wassergefährdender Stoffe und für Bebauung, und der Zuschnitt dieser Gebiete ist der Grund, warum die Zahl so aussieht, wie sie aussieht.

Zwei Stoffe fehlen in den Berichten: Kupfer und Uran sind nicht untersucht. Für sie steht deshalb nichts in der Tabelle — auch kein „nicht nachweisbar“, denn wo nicht gemessen wurde, gibt es kein Ergebnis.

PFAS sind messbar: 0,0082 von 0,1 µg/l

Die Summe der 20 erfassten per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen liegt bei 0,0082 µg/l. Der Grenzwert der Trinkwasserverordnung beträgt 0,1 µg/l. Vier Einzelstoffe lagen über der Bestimmungsgrenze und bilden diese Summe: PFOA mit 0,0034 µg/l, PFBA mit 0,0023, PFBS mit 0,0015 und PFHxS mit 0,0010. Die enger gefasste Summe aus vier PFAS, für die ab 2028 ein eigener, niedrigerer Grenzwert gilt, beträgt 0,0044 µg/l.

Das ist ein niedriger Wert. Bemerkenswert ist trotzdem, dass etwas da ist.

Passend zu diesen Werten

Weiterlesen

Woher das Rheiner Trinkwasser kommt

Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus einem einzigen Werk. Die Energie- und Wasserversorgung Rheine betreibt neben dem Wasserwerk Hemelter Bach auch das Wasserwerk St. Arnold; ältere Darstellungen nennen zusätzlich Haddorf. Für diese Gewinnung liegt keine Analyse vor. Was aus dem Hahn kommt, hängt in Rheine also davon ab, welches Werk die jeweilige Adresse beliefert — und für einen Teil des Stadtgebiets können wir dazu nichts sagen.

Ein Mittelwert über beide Werke beschreibt aus diesem Grund keine Adresse. Sie ist an keinem Hahn in Rheine gemessen worden, und wenn zwei Werke unterschiedlich hartes Wasser liefern, verdeckt der Mittelwert genau den Unterschied, der die Leute interessiert. Welches Werk Ihre Straße versorgt, weiß die EWR; wie aus Grund- und Bachwasser Trinkwasser wird, beschreiben wir an anderer Stelle.

Ihr Wasserversorger

Energie- und Wasserversorgung Rheine GmbH (EWR, Stadtwerke Rheine)

Was hinter dem Hausanschluss in Rheine passiert

Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Armaturen, der Warmwasserspeicher, selten genutzte Stränge — liegt beim Eigentümer oder Vermieter. Es ist der Abschnitt, über den keine Analyse des Wasserwerks Auskunft geben kann, und der Abschnitt, in dem die meisten Probleme entstehen, die Menschen ihrem Leitungswasser zuschreiben.

Drei Handgriffe helfen praktisch:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — morgens, nach dem Urlaub, in wenig genutzten Bädern. Warten Sie, bis es gleichmäßig kalt nachläuft.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. Aus warmem Wasser lösen sich Metalle leichter, und zwischen etwa 25 und 50 °C vermehren sich Legionellen. Nudelwasser setzt man kalt auf.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen in Altbauten eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Das ist der eine Fall, in dem eine eigene Analyse etwas bringt: Die Werte der EWR sind am Wasserwerk gemessen und können über Ihre Hausinstallation nichts aussagen.

Die EWR hat damit weder Auftrag noch Anlass, etwas zu ändern. Wer am Geschmack im Glas oder an dem, was neben dem Kalk mitkommt, etwas ändern will, muss das zu Hause tun.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Rheine bedenkenlos trinken?

Ja. In der Probe vom 16. April 2026 aus dem Wasserwerk Hemelter Bach erreicht kein einziger der 120 untersuchten Parameter auch nur die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts, und der mikrobiologische Befund ist ohne Beanstandung.

Der übliche Vorbehalt gilt in Rheine wie überall: Die Verantwortung der EWR endet am Hausanschluss, danach zählt die Installation im Haus. Für das zweite Rheiner Wasserwerk St. Arnold liegt uns keine Analyse vor — dessen Wasser ist in dieser Aussage nicht enthalten.

Wie hart ist das Wasser in Rheine?

Das Wasser aus dem Wasserwerk Hemelter Bach hat 14,0 °dH und liegt damit im Härtebereich mittel, dessen Obergrenze bei genau 14,0 °dH verläuft. Für Waschmittel und Geschirrspüler ist die mittlere Stufe die richtige Einstellung.

Der Wert von 11,45 °dH, der früher auf dieser Seite stand, war ein rechnerischer Durchschnitt mehrerer Werke und beschrieb keine reale Entnahmestelle.

Woher kommt das Trinkwasser in Rheine?

Aus dem eigenen Untergrund. Die Energie- und Wasserversorgung Rheine gewinnt Grund- und Bachwasser und betreibt dafür die Wasserwerke Hemelter Bach und St. Arnold; ältere Darstellungen nennen zusätzlich Haddorf. Fernwasser von außerhalb spielt keine Rolle.

Um die Einzugsgebiete liegen drei Wasserschutzgebiete, verteilt über das Stadtgebiet. In deren Zonen gelten Auflagen für Düngung, für die Lagerung wassergefährdender Stoffe und für Bebauung. Welches Werk Ihre Straße beliefert, beantwortet die EWR.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Rheine trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt. Der Nitratwert des Wasserwerks Hemelter Bach liegt mit 6,7 mg/l weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Nitrit war nicht nachweisbar — das sind die beiden Parameter, auf die es bei Säuglingen besonders ankommt.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist das Wasser in allen Rheiner Stadtteilen gleich?

Vermutlich nicht, und wir können es nicht belegen. Rheine wird aus mehr als einem Wasserwerk versorgt; vorliegen tut uns nur die Analyse des Wasserwerks Hemelter Bach. Für das Wasserwerk St. Arnold haben wir keine Werte, also auch keine Härteangabe.

Wo zwei Werke ein Netz speisen, unterscheiden sich Härte und Mineralgehalt meist etwas, und in Übergangsbereichen mischt sich beides je nach Verbrauch. Wenn Sie den Wert für Ihre Adresse brauchen — etwa für eine Enthärtungsanlage —, fragen Sie ihn bei der EWR ab.

Ist im Rheiner Trinkwasser Chlor?

In den Prüfberichten zur Probe vom 16. April 2026 ist keine Chlorung dokumentiert, und der mikrobiologische Befund gibt auch keinen Anlass dafür. In Deutschland wird Trinkwasser nur desinfiziert, wenn es nötig ist — etwa nach Rohrbrüchen, Bauarbeiten am Netz oder einem auffälligen Befund.

Solche Maßnahmen sind zeitlich befristet und werden vom Versorger bekannt gegeben. Ob gerade eine läuft, erfahren Sie bei der EWR, nicht auf dieser Seite: Wir aktualisieren Messwerte, keine Tagesmeldungen.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Rheine?

An die Störungsannahme der Energie- und Wasserversorgung Rheine unter 05971 45-260. Dort laufen der Entstördienst Trinkwasser, der Entstördienst Siele für Verstopfungen im Abwassernetz und der Dienst für Druckentwässerungsanlagen zusammen.

Bei trübem, verfärbtem oder ungewöhnlich riechendem Wasser lohnt vorher ein einfacher Test: Lassen Sie den Kaltwasserhahn einige Minuten laufen. Bleibt die Auffälligkeit, ist es eine Sache für den Versorger oder — bei Mietwohnungen — für den Eigentümer. Verschwindet sie, lag es an der Standzeit in Ihrer Leitung.