Wasserqualität in
Dreieich

Trinkwasser und Wappen Dreieich

Dreieicher Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 1. Juli 2021
Lesedauer: 12 Minuten

Dreieich ist eine hessische Stadt im Süden von Frankfurt am Main. Ihr größter Stadtteil, der auch das zentrale Versorgungsgebiet der Wasserwerke ausmacht, ist Sprendlingen. Die Stadtwerke Dreieich versorgen neben Sprendlingen auch den Stadtteil Buchschlag mit Trinkwasser aus insgesamt acht eigenen Tiefbrunnen. Diese befinden sich in der Nähe des Wasserwerks Breitensee zwischen Sprendlingen und Neu-Isenburg.

Etwa 65% des Trinkwasserbedarfs der fünf Dreieicher Stadtteile wird hier gewonnen. Der Rest wird vom Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach hinzugekauft.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Dreieich.

Wasserhärte in Dreieich

Wasserhärte

10,45
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

10,45 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist mittelhart

Die Wasserhärte in Dreieich bewegt sich zwischen 7,9 und 13,0 °dH und liegt somit im mittleren Bereich. Das bedeutet, dass die Menge an Calcium-Magnesium-Verbindungen durchschnittlich ist und es viele andere Mineralien im Wasser gibt. Haushaltsgeräte in Dreieich verkalken nicht allzu schnell. Ein Enthärter ist beim Wäschewaschen nicht nötig.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Dreieich

Nitrat

12,8 %*

6,4 / 50 mg/l
Bis zu 50 mg Nitrat pro Liter Trinkwasser sind laut deutscher Trinkwasserverordnung erlaubt. Das Dreieicher Wasser bewegt sich deutlich unter diesem Grenzwert und kann daher zum Beispiel zur Zubereitung von Babynahrung genutzt werden.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

30 %*

<0,003 / 0,01 mg/l
Blei kommt im Dreieicher Leitungswasser nur in minimalen Mengen vor. Jedoch garantieren die Wasserwerke die Qualität nur bis zum Hausanschluss. In alten Leitungen, die vor 1973 verlegt wurden, kann noch Blei enthalten sein.
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Kupfer

0,5 %*

<0,01 / 2 mg/l
Kupfer gehört ebenfalls zu jenen Schwermetallen im Wasser, die bei einer Überversorgung zu Gesundheitsschäden führen. Allerdings beträgt der aktuelle Messwert in Dreieich weniger als 0,01 mg/l.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

35 %*

<0,007 / 0,02 mg/l
Nickel ist ein weiteres Schwermetall, das in größeren Mengen gesundheitsschädlich wirken kann. Den Grenzwert von 0,02 mg pro Liter Wasser unterschreitet Dreieich jedoch ebenfalls deutlich.
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Uran

5 %*

<0,0005 / 0,01 mg/l
Uran kann vor allem für Säuglinge, Kleinkinder und Menschen mit kranken Nieren ein Risiko darstellen. Aber auch hier ist in Dreieich kein Anlass zur Besorgnis gegeben, da Uran nur in minimalen Mengen im Trinkwasser vorkommt.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Dreieicher Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Dreieich?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

1,87 %*

Natrium

28 mg/l - Bis zu 250 mg Natrium pro Liter Trinkwasser sind erlaubt. Es handelt sich um einen wichtigen Mineralstoff, der unter anderem den Wasserhaushalt und die Reizleitung in Nerven- und Muskelzellen reguliert. Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt bei 1.500 mg Natrium.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
7,50 %*

Calcium

75 mg/l - Calcium ist einer der wichtigsten Stoffe für unsere Knochen sowie für die Erregbarkeit von Zellen und Nerven. Im mittelharten Wasser von Dreieich kommt der Stoff in durchschnittlicher Menge vor. Erwachsene benötigen pro Tag 1.000 mg Calcium.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
3,14 %*

Magnesium

11 mg/l - Gemeinsam mit Calcium kümmert sich Magnesium um den Knochenaufbau und die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln. Besonders wichtig ist dieser Mineralstoff für Sportler und Schwangere. Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt bei 300 bis 350 mg Magnesium.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,09 %*

Kalium

3,6 mg/l - Kalium arbeitet mit Natrium und Chlorid daran, den Wasserhaushalt zu steuern und die Leitung von Reizen für Nerven und Muskeln zu steuern. Pro Tag sollten Erwachsene 4.000 mg Kalium zu sich nehmen. Dieser Stoff kommt eher wenig in Wasser, dafür aber in umso größeren Mengen in Bananen vor.

MEHR INFOS ZU KALIUM
2,61 %*

Chlorid

60 mg/l - Chlorid und Natrium machen die Kochsalzverbindung aus, die sich immer in Wasser befindet. Unter anderem ist Chlorid für die Magensäure zuständig. Erwachsene haben einen Tagesbedarf von 2.300 mg. Laut Trinkwasserverordnung liegt der Grenzwert von Chlorid bei 250 mg pro Liter Wasser.

MEHR INFOS ZU CHLORID
10 %*

Sulfat

150 mg/l - Auch für Sulfat gilt der Grenzwert von 250 mg pro Liter Trinkwasser. Dieser Stoff reguliert den Proteinstoffwechsel und die Festigkeit von Haut und Haaren. Einen empfohlenen Tagesbedarf gibt es nicht, da dieser vom Individuum abhängt. Als Richtlinie gilt, dass Erwachsene pro Tag mindestens 100 mg zu sich nehmen sollten.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Dreieich besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Dreieich zuständig?

Das Leitungswasser in Dreieich stammt aus den insgesamt acht Tiefbrunnen, die die Stadtteile Sprendlingen und Buchschlag mit Trinkwasser versorgen. Pro Jahr werden so etwa zwei Millionen Kubikmeter Wasser bereitgestellt. Darüber hinaus kaufen die Stadtwerke Trinkwasser an, um alle fünf Stadtteile sowie die Orte der Umgebung versorgen zu können.

Regelmäßige Proben der Trinkwasserqualität durch die Stadtwerke selbst und durch unabhängige Labore garantieren, dass das Dreieicher Leitungswasser allen Vorgaben der deutschen Trinkwasserverordnung entspricht. Die öffentlich einsehbare Wasseranalyse zeigt, dass die Analysewerte streng eingehalten werden.

Kontakt - Wasserwerke Dreieich

Stadtwerke Dreieich

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Dreieich
Störungsannahme:
06103 602-0

Welche Parameter können im Dreieicher Leitungswasser bedenklich werden?

Im Dreieicher Leitungswasser gibt es keine bedenklichen Parameter. Selbst Nitrat ist nur in geringen Mengen vorhanden. Die Sulfatwerte sind vergleichsweise hoch, bewegen sich aber nach wie vor im erlaubten Bereich.

Davon abgesehen stellen Schadstoffe für die es gar keine Grenzwerte gibt wie Arzneimittelrückstände, diverse Pestizide oder Mikroplastik auch in Dreieich ein mögliches Problem dar. Auch die Leitungen in ihrem Gebäude können giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer an das Wasser abgeben.

Vitalhelden

Wasser testen oder
direkt filtern?

Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

Testen ist teuer
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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Dreieich

In Dreieich gibt es ein großes Wasserschutzgebiet, dass das Grundwasser der Stadt schützt. Es ist in mehrere Wasserschutzzonen mit unterschiedlich strengen Vorgaben eingeteilt. So gibt es für landwirtschaftliche und industrielle Aktivitäten sowie für Bauarbeiten strenge Regeln. In diesem Rahmen kann es auch vorkommen, dass Baugrundstücke von den Stadtwerken gekauft werden, um das Grundwasser weiter zu schützen.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Dreieich

In Dreieich selbst gibt es keine Badestelle. Jedoch bietet die Kiesgrube im Kreis Offenbach eine hervorragende Wasserqualität und ist eine beliebte Destination für Ausflüge. Sie lässt sich von Dreieich aus mit dem Fahrrad oder der S-Bahn erreichen. In den Bademonaten garantieren regelmäßige Wasserproben, dass die Qualität des Badewassers gleichbleibend hoch ist.

Besonderheiten zum Dreieicher Trinkwasser

Rund um Dreieich gibt es mehrere Feuchtwiesen, die unter anderem vom Fritzenwiesengraben gespeist werden. Hier handelt es sich um einen wichtigen Lebensraum von Brutvögeln und Wildkräutern, der entsprechend geschützt wird. Außerdem bauen die Stadtwerke einen neunten Brunnen im Dreieicher Stadtwald, der eine ältere Anlage aus den 1960er Jahren ersetzen soll. Er reicht bis zu 60 Meter tief, um Grundwasser mit einer Fördermenge von 80 bis 100 Kubikmeter pro Stunde aus dem Boden zu pumpen.

Häufig gestellte Fragen zum Dreieicher Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Dreieicher Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Dreieich wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Dreieicher Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Dreieicher Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Dreieicher Leitungswasser trinken?

Die Dreieicher Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Dreieich sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Dreieicher Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Dreieich über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Dreieicher Trinkwasser Legionellen?

Die Dreieicher Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

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