Wasserqualität in
Eschweiler

Trinkwasser und Wappen Eschweiler

Eschweiler Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 1. Juli 2021
Lesedauer: 11 Minuten
Die nordrhein-westfälische Stadt Eschweiler wird von den städtischen Wasserwerken Eschweiler mit Trinkwasser versorgt. Zur Trinkwasseraufbereitung gibt es mehrere Anlagen, die sich in Hastenrath, Binsfeldhammer, Roetgen und Wehebach befinden. Das geförderte Grundwasser, das aus einer Tiefe von 70 bis 125 Metern stammt, wird mit Talsperrenwasser gemischt, um den hohen Kalkgehalt im Grundwasser zu mindern. Das Trinkwasser von Eschweiler ist hart und enthält viele Mineralstoffe.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Eschweiler.

Wasserhärte in Eschweiler

Wasserhärte

18,4
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

18,4 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist hart

Mit einer durchschnittlichen Wasserhärte von 18,4 °dH bewegt sich das Eschweiler Leitungswasser im harten Bereich. Ohne den Zusatz von Talsperrenwasser läge es sogar im sehr harten Bereich. Hartes Trinkwasser enthält eine große Menge an Mineralstoffen und Calcium-Magnesium-Verbindungen.

Dies bedeutet unter anderem, dass Haushaltsgeräte wie Wasserkocher schnell verkalken und regelmäßig gepflegt werden müssen. Beim Wäschewaschen ist ein zusätzlicher Enthärter empfehlenswert. Außerdem ist mehr Waschmittel nötig als bei weicherem Wasser.

MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Eschweiler

Nitrat

9 %*

4,5 / 50 mg/l
Laut Trinkwasserverordnung dürfen bis zu 50 mg Nitrat pro Liter Wasser enthalten sein. Das Eschweiler Trinkwasser bewegt sich deutlich unter diesem Wert. Aufgrund seiner Härte wird es aber nicht zur Zubereitung von Babynahrung empfohlen.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

11 %*

<0,0011 / 0,01 mg/l
Blei kommt im Trinkwasser von Emden nur in sehr geringer Menge vor. Es kann jedoch sein, dass vor dem Jahr 1973 verlegte Rohrleitungen noch Blei enthalten und das Wasser ab Hausanschluss verunreinigen.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

0 %*

<0,001 / 2 mg/l
Auch Kupfer ist im Eschweiler Wasser fast gar nicht vorhanden. Ähnlich wie bei Blei gilt, dass alte Rohre und Armaturen das schädliche Metall enthalten können.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

25 %*

0,005 / 0,02 mg/l
Nickel ist ein weiteres Schwermetall, das in größeren Mengen schlecht für die Gesundheit ist. Jedoch liegt das Eschweiler Leitungswasser deutlich unter dem Grenzwert von 0,02 mg Nickel pro Liter.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

11 %*

0,0011/ 0,01 mg/l
Der offizielle Grenzwert für Uran beträgt 0,01 mg pro Liter Wasser. Erst in größeren Mengen ist der Stoff für Säuglinge, Kleinkinder und Menschen mit Nierenproblemen gefährlich. Dies ist in Eschweiler jedoch nicht der Fall.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Eschweiler Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Eschweiler?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

0,62 %*

Natrium

9,3 mg/l - Natrium darf in Mengen von bis zu 200 mg pro Liter Wasser vorkommen. Der Mineralstoff kümmert sich um den Wasserhaushalt und ist zudem für die Reizleitung in Nerven- und Muskelzellen zuständig. Der Tagesbedarf von Erwachsenen liegt bei 1.500 mg Natrium.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
9,68 %*

Calcium

96,8 mg/l - Calcium ist ein wichtiger Stoff für die Knochen, der im harten Eschweiler Trinkwasser in hoher Menge vorkommt. Auch für die Erregbarkeit von Nerven und Zellen ist Calcium sehr wichtig. Die empfohlene Tagesmenge für Erwachsene liegt bei 1.000 mg.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
5,94 %*

Magnesium

20,8 mg/l - Auch Magnesium ist im Eschweiler Wasser in recht hoher Konzentration vorhanden. Gemeinsam mit Calcium kümmert sich das Material um den Knochenaufbau und die Erregbarkeit der Nerven. Erwachsene benötigen 300 bis 350 mg Magnesium pro Tag. Sportler und Schwangere haben tendenziell einen erhöhten Bedarf.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,05 %*

Kalium

2,1 mg/l - Kalium ist ein Mineral, das vor allem in Bananen in hoher Konzentration vorkommt. Es reguliert gemeinsam mit Natrium und Chlorid den Wasserhaushalt im menschlichen Körper. Außerdem kümmert sich Kalium um die Leitung von Reizen für Nerven und Muskeln. 4.000 mg Kalium pro Tag sind ideal für Erwachsene.

MEHR INFOS ZU KALIUM
0,99 %*

Chlorid

22,7 mg/l - In Kombination mit Natrium macht Chlorid die immer in Wasser vorhandene Kochsalzverbindung aus. Unter anderem kümmert sich der Stoff um die Magensäure. Erwachsene haben einen Tagesbedarf von 2.300 mg Chlorid. Mehr als 250 mg sollten pro Liter Wasser nicht enthalten sein.

MEHR INFOS ZU CHLORID
8,36 %*

Sulfat

125,4 mg/l - Sulfat hat ebenfalls einen Grenzwert von 250 mg pro Liter Trinkwasser. Der Mineralstoff kümmert sich um den Proteinstoffwechsel und die Festigkeit von Haut und Haaren. Erwachsene benötigen pro Tag mindestens 100 mg Sulfat.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Eschweiler besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Eschweiler zuständig?

Das städtische Wasserwerk Eschweiler kümmert sich um die Aufbereitung des Grundwassers, das aus einer Tiefe von bis zu 125 Metern gefördert wird. Zur Aufbereitung in den vier Trinkwasseraufbereitungsanlagen der Stadt wird unter anderem Talsperrenwasser hinzugemischt, um das sehr harte Grundwasser etwas weicher zu machen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt erstellen die Wasserwerke jährlich einen Probenahme-Plan, um im ganzen Wasserversorgungsgebiet von Eschweiler Proben zu ziehen. Außerdem wird die Wasserqualität im Hochbehälter Stadtwald täglich kontrolliert. So garantieren die Stadtwerke, dass das Eschweiler Leitungswasser allen Vorgaben der deutschen Trinkwasserverordnung entspricht.

Kontakt - Wasserwerke Eschweiler

Wasserwerke Eschweiler

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Eschweiler
Störungsannahme:
02407 579 1500

Welche Parameter können im Eschweiler Leitungswasser bedenklich werden?

Im Eschweiler Trinkwasser gibt es laut Trinkwasseranalyse keine bedenklichen Inhaltsstoffe. In der Vergangenheit gab es einige Fälle, in denen das Bakterium E. coli im Wasser festgestellt wurde. Somit mussten die Wasserwerke ein Abkochgebot verhängen und das Trinkwasser mit Chlor versetzen bis es keine Spuren des Bakteriums mehr gab. Dies lässt sich mit einem professionellen Filter im eigenen Haushalt definitiv vermeiden.

Vitalhelden

Wasser testen oder
direkt filtern?

Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

Testen ist teuer
Test verbessert nichts
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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Eschweiler

Das Wasserschutzgebiet Hastenrather Graben schützt das Eschweiler Grundwasser, das wesentlich zur Trinkwassergewinnung genutzt wird. In unterschiedlich strengen Wasserschutzzonen gelten jeweils Auflagen, die eine Verschmutzung des Grundwassers verbieten. Entsprechend sind dort Bebauungen oder Handlungen, die das Wasser gefährden könnten, verboten.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Eschweiler

Die Inde ist der wichtigste Fluss in Eschweiler und hat ihr auch den Beinamen „Indestadt“ eingebracht. Bis vor wenigen Jahren hatte die Inde eine schlechte Qualität, aber durch den Ausbau von Kläranlagen sowie eine Renaturierung der Indeauen hat sich die Wasserqualität verbessert. Zum Baden ist die Inde nach wie vor nicht geeignet. Jedoch gibt es in der Region Eschweiler den Blausteinsee und den Barmener See, die beide eine gute Wasserqualität aufweisen. Im Sommer wird diese regelmäßig kontrolliert.

Besonderheiten zum Eschweiler Trinkwasser

Eschweiler entwickelte sich im frühen 20. Jahrhundert zu einer Stadt. Der Bürgermeister Ludwig Carbyn kümmerte sich unter anderem um den Bau des Wasserwerks sowie um den Ausbau weiterer öffentlicher Infrastrukturen.

Häufig gestellte Fragen zum Eschweiler Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Eschweiler Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Eschweiler wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Eschweiler Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Eschweiler Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Eschweiler Leitungswasser trinken?

Die Eschweiler Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Eschweiler sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Eschweiler Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Eschweiler über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Eschweiler Trinkwasser Legionellen?

Die Eschweiler Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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