Wasserqualität in
Euskirchen

Trinkwasser und Stadtwappen Euskirchen

Euskirchener Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 31. Mai 2021
Lesedauer: 0 Minuten

Euskirchen wird von insgesamt drei Wasserwerken unter dem Schirm der e-Region mit hochwertigem Trinkwasser versorgt. Dieses stammt aus Grundwasser und wird mithilfe von Brunnen gefördert. Der frische, pure Geschmack sowie die chemische Zusammensetzung des Euskirchener Leitungswasser erfüllen alle Kriterien für hohe Wasserqualität. Zudem überprüfen sowohl die e-Regio als auch unabhängige Labore regelmäßig, dass das Euskirchener Trinkwasser nach wie vor mit der deutschen Trinkwasserverordnung konform ist.

Die Wasserhärte in Euskirchen ist hoch. Das bedeutet, dass das Wasser viele Mineralstoffe enthält, aber auch recht schnell zu Kalkablagerungen führt. Beim Wäschewaschen ist besondere Vorsicht angesagt.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Euskirchen.

Wasserhärte in Euskirchen

Wasserhärte

21
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

21 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist hart

Mit einem Durchschnittswert bis zu 21 °dH ist das Wasser in allen Euskirchener Versorgungsgebieten hart. Ab einem Wert von 21,3 °dH wäre es sogar als „sehr hart“ einzustufen. Für Kunden bedeutet dies, dass beim Waschen von Kleidung ein zusätzlicher Enthärter sowie recht große Mengen an Waschmittel nötig sind. Zusätzlich müssen Haushaltsgeräte regelmäßig entkalkt werden, da die hohe Konzentration an Calcium-Magnesium-Verbindungen anderenfalls zu Kalkablagerungen führt.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Euskirchen

Nitrat

56 %*

<28 / 50 mg/l
Deutsches Leitungswasser darf maximal 50 mg Nitrat pro Liter enthalten. Diesen Grenzwert unterschreitet das Euskirchener Wasser. Die Wasserwerke achten besonders auf Nitrat, da die Werte in Euskirchen höher sind als in anderen Städten.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

30 %*

<0,003 / 0.01 mg/l
Blei ist im Euskirchener Trinkwasser nicht in nennenswerter Menge vorhanden. Jedoch können Rohre, die vor dem Jahr 1973 verlegt wurden, Blei enthalten und das Wasser entsprechend verunreinigen.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

2,5 %*

<0,05 / 2 mg/l
Auch Kupfer ist so gut wie gar nicht im Wasser nachzuweisen, kann aber ebenso wie Blei aus alten Rohren oder Armaturen stammen. Daher ist es sinnvoll, die Wasserqualität regelmäßig direkt am Hahn zu überprüfen.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

25 %*

<0,005 / 0,02 mg/l
Nickel ist in größeren Mengen gesundheitsschädlich, lässt sich aber im Trinkwasser von Euskirchen nur in verschwindend geringen Mengen nachweisen. Bis zu 0,02 mg Nickel pro Liter sind laut Trinkwasserverordnung erlaubt.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

12 %*

<0,0012 / 0,01 mg/l
Bei Uran gilt ein Grenzwert von maximal 10 µg pro Liter Trinkwasser, den Euskirchen deutlich unterschreitet. Der Stoff kann in großen Mengen für Säuglinge, Kleinkinder und Menschen mit Nierenschäden riskant sein.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Euskirchener Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Euskirchen?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

1,27 %*

Natrium

19 mg/l - Für Natrium gilt ein Grenzwert von 200 mg/l. In Euskirchen ist die Menge an Natrium im Trinkwasser durchschnittlich. Der Mineralstoff regelt den Wasserhaushalt sowie die Reizleitung im Körper. Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt bei 1.500 mg.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
8,80 %*

Calcium

88 mg/l - Calcium ist im Euskirchener Leitungswasser aufgrund der Härte in recht großer Menge vorhanden. Es kümmert sich um die Festigkeit der Knochen sowie um die Erregbarkeit von Nerven und Zellen. Pro Tag benötigen Erwachsene 1.000 mg Calcium.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
10,86 %*

Magnesium

38 mg/l - Magnesium ist gemeinsam mit Calcium für hartes Wasser verantwortlich. Der Mineralstoff ist unter anderem für den Knochenaufbau und die Erregbarkeit der Nerven zuständig. Besonders Sportler und Schwangere sollten viel Magnesium zu sich nehmen. 300 bis 350 mg sind für alle Erwachsenen pro Tag zu empfehlen.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,10 %*

Kalium

3,9 mg/l - Kalium ist gemeinsam mit Natrium und Chlorid für den Wasserhaushalt und für die Leitung von Reizen für Nerven und Muskeln zuständig. Pro Tag benötigen Erwachsene etwa 4.000 mg Kalium.

MEHR INFOS ZU KALIUM
2,30 %*

Chlorid

53 mg/l - Gemeinsam mit Chlorid stellt Natrium die immer in Wasser vorhandene Kochsalzverbindung dar. Unter anderem kümmert sich der Mineralstoff um die Magensäure. Erwachsene benötigen 2.300 mg Chlorid pro Tag. Den Grenzwert von 250 mg/l unterschreitet Euskirchen deutlich.

MEHR INFOS ZU CHLORID
7,8 %*

Sulfat

117 mg/l - Auch Sulfat ist im Euskirchener Wasser in recht hoher Menge vorhanden, befindet sich aber ebenfalls unter dem Grenzwert von 250 mg/l. Dieser Mineralstoff ist für den Proteinstoffwechsel, Haut und Haare sowie für die Verdauung wichtig. Pro Tag benötigen Erwachsene mindestens 100 mg Sulfat – der genaue Bedarf hängt vom Individuum ab.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Euskirchen besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Euskirchen zuständig?

Die Wasserwerke e-Region kümmern sich um die Wasserversorgung in Euskirchen und Umgebung. Das Stadtgebiet wird von den Wasserwerken Arloff, Heimerzheim und Ludendorf versorgt. Dabei verfügt das Wasserwerk Arloff über drei Tiefbrunnen, während in Heimerzheim und Ludendorf jeweils zwei Brunnen zum Einsatz kommen. Sie alle fördern Grundwasser zur Trinkwasserversorgung, das vor Ort in den Wasserwerken aufbereitet wird.

Dafür kommt eine Entsäuerung zum Einsatz. Zudem wird das Wasser von Eisen und Mangan befreit und mit Chloroxid desinfiziert. Regelmäßige Laborkontrollen garantieren die Einhaltung der Analysewerte in Euskirchen.

Kontakt - Wasserwerke Euskirchen

e-Regio

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Euskirchen
Störungsannahme:
0800 3223222

Welche Parameter können im Euskirchener Leitungswasser bedenklich werden?

Das Euskirchener Wasser hat recht hohe Nitratwerte, was an der Belastung der Umgebung durch landwirtschaftliche Aktivitäten liegt. Als Indikator für ausgebrachte Düngemittel stellt das Nitrat selbst, gar nicht das eigentliche Problem dar, sondern vielmehr die schädlichen Schwermetalle z.B. Blei, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Arsen und Uran. Hinzu kommen bei konventioneller Landwirtschaft diverse Rückstände von Spritzschutz- und Pflanzenschutzmitteln. Bei intensiver Düngung und Ausbringung in Euskirchen können sich diese im Boden anreichern und über die Pflanzen in die Nahrungskette sowie das Grundwasser gelangen.

Zudem wurden in der Vergangenheiten Keimbelastungen mit E. coli Bakterien bekannt. Diese haben die Wasserwerke jedoch direkt erkannt und eine entsprechende Warnung ausgesprochen. Nutzer mussten für kurze Zeit ihr Trinkwasser vor dem Konsum abkochen. Solche Überraschungen kann man sich mit einem professionellen Wasserfilter ersparen.

Vitalhelden

Wasser testen oder
direkt filtern?

Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

Testen ist teuer
Test verbessert nichts
Test nur Momentaufnahme
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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Euskirchen

Die drei Euskirchener Wasserwerke sind jeweils von einem Wasserschutzgebiet umgeben, das dafür sorgt, dass das Grundwasser für die Trinkwasserversorgung nicht verunreinigt werden kann. Je nachdem, wie streng die Auflagen in der jeweiligen Wasserschutzzone sind, sind Aktivitäten wie Bauarbeiten nicht erlaubt. Besonders wichtig ist es, die Landwirtschaft und industrielle Bautätigkeiten einzuschränken, um so die Grundwasserqualität zu schützen.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Euskirchen

In der Umgebung von Euskirchen gibt es verschiedene Badegewässer mit einer guten Wasserqualität, die in den warmen Monaten sehr regelmäßig kontrolliert wird. Zum Beispiel eignen sich die Steinbachtalsperre, der Zülpicher See, der Berggeistweiher und der Lucretiasee zum Baden. Der Veybach jedoch hat eine schlechte Wasserqualität durch erhöhte Werte an Chemikalien. In der Erft, die durch Euskirchen fließt, ist das Baden aufgrund der Infektionsgefahr durch Leptospiren verboten.

Besonderheiten zum Euskirchener Trinkwasser

Schon zu Zeiten der Römer spielte das Trinkwasser eine wichtige Rolle in Euskirchen: Eine zentrale Wasserleitung führte durch den Ortsteil Kreuzweingarten bis nach Rom. Zudem befand sich früher zwischen Euskirchen-Rheder und Euskirchen-Stotzheim eine Aquädukt-Brücke für die Eifelwasserleitung, die jedoch heute nicht mehr zu erkennen ist.

In der westlichen Eifel gibt es viele nährstoffarme Gebirgsbäche, die von verschiedenen Akteuren in den Kreisen Euskirchen und Aachen unter dem Titel „Lebendige Bäche in der Eifel“ wieder ins Leben gerufen werden.

Häufig gestellte Fragen zum Euskirchener Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Euskirchener Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Euskirchen wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Euskirchener Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Euskirchener Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Euskirchener Leitungswasser trinken?

Die Euskirchener Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Euskirchen sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Euskirchener Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Euskirchen über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Euskirchener Trinkwasser Legionellen?

Die Euskirchener Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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