Wasserqualität in
Oberursel

Trinkwasser und Wappen Oberursel Taunus

Oberurseler Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 2. August 2021
Lesedauer: 11 Minuten
Die hessische Stadt Oberursel, früher auch Oberorschel genannt, bezieht den Großteil ihres Trinkwassers aus dem Haidtränktal, wobei eine Aufbereitung in dem Wasserwerk Riedwiese erfolgt. Hinzu kommt das Trinkwasser des Wasserbeschaffungsverbands Taunus. In der offiziellen Wasseranalyse ist keine Überschreitung der Werte aus der Trinkwasserverordnung zu erkennen. Es fällt allerdings auf, dass die Konzentration von Calcium, Magnesium, Uran und Nitrat teilweise erhöht ist.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Oberursel.

Wasserhärte in Oberursel

Wasserhärte

9,76
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

9,76 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist mittelhart

In Oberursel wird im Durchschnitt eine Wasserhärte in einem mittleren Bereich verzeichnet. Kalk setzt sich aus Magnesium und Calcium zusammen, weshalb die Wasserhärte keine konkreten Auswirkungen auf die Wasserqualität hat, sondern vielmehr auf die Nutzung von Haushaltsgeräten.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Oberursel

Nitrat

19,9 %*

9,93 / 50 mg/l
Nitrat besteht aus Sauerstoff und Stickstoff und ist häufig in Mineraldünger enthalten. Die bei der Wasseranalyse ermittelte Salzkonzentration liegt weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

1,3 %*

<0,00013 / 0,01 mg/l
Es sollte nicht mehr als 0,01 mg/l dieses hochgiftigen Weichmetalls im Trinkwasser enthalten sein. Die Wasserwerk verzeichnen jedoch nur mit der Trinkwasserverordnung konforme Werte.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

0 %*

<0,005 / 2 mg/l
Das Spurenelement Kupfer kommt in der Natur vergleichsweise häufig vor. Der menschliche Körper benötigt es in kleinen Mengen für die Zellatmung. Bei einer guten Wasserqualität ist die Konzentration des Metalls deshalb – wie in Oberursel – nicht höher als 2 mg/l.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

13,5 %*

<0,0027/ 0,02 mg/l
Nickel gilt genau wie Kupfer als sogenanntes Spurenelement. Aus diesem Grund ist im Trinkwasser ein Wert unter 0,02 mg/l, wie hier gemessen wurde, unbedenklich.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

17 %*

<0,0017 / 0,01 mg/l
Mehr als 0,01 mg/l Uran im Trinkwasser kann aufgrund der Radioaktivität des Stoffs negative gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Der in der Trinkwasserverordnung festgesetzte Grenzwert wird in Oberursel nicht erreicht.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Oberurseler Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Oberursel?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

0,59 %*

Natrium

8,79 mg/l - Der kritische Wert für Natrium liegt bei 200 mg/l. Davon ist das Oberurseler Trinkwasser weit entfernt. Das Mineral wirkt beim Aufbau von Muskeln, der korrekten Funktion der Nerven und der Verdauung mit.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
5,19 %*

Calcium

51,9 mg/l - Da es der Körper nicht selbst herstellen kann, ist die externe Aufnahme von Calcium überlebensnotwendig. In der Regel macht sich eine Überdosierung von Calcium bei gesunden Menschen nicht bemerkbar und das Mineral wird einfach wieder ausgeschieden.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
3,08 %*

Magnesium

10,79 mg/l - Ein Mensch benötigt zwischen 24 und 400 Milligramm Magnesium täglich für eine gesunden Muskelaktivität. Der im Trinkwasser von Oberursel ermittelte Wert ist daher vergleichsweise gering.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,03 %*

Kalium

1,32 mg/l - Kalium wird auch Blutsalz genannt. Ein erwachsener Mensch benötigt circa 2 Gramm pro Tag und nimmt das meiste Kalium über Kochsalz auf. Das in der Wasseranalyse ermittelte Vorkommen an Kalium ist in Oberursel minimal.

MEHR INFOS ZU KALIUM
1,10 %*

Chlorid

25,33 mg/l - Mehr als 250 mg/l des Mineralstoffs Chlorid stuft die Trinkwasserverordnung als bedenklich ein. Chlorid ist ein Bestandteil von Kochsalz und wirkt beispielsweise auf den Säure-Basen-Haushalt des Körpers ein.

MEHR INFOS ZU CHLORID
2,14 %*

Sulfat

32,03 mg/l - Der Risikobereich dieser Schwefelverbindungen liegt laut Trinkwasserverordnung bei 250 mg/l. Calcium, Magnesium und Sulfate beeinflussen die Verdauung mit ihrem Wechselspiel.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Oberursel besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Oberursel zuständig?

In erster Linie sind die Wasserwerke Oberursel für die Überprüfung der Wasserqualität anhand der Trinkwasserverordnung zuständig. Aufgrund der Tatsache, dass diese zum Beispiel auf das Trinkwasser des Wasserbeschaffungsverbands Taunus zurückgreifen, ist jener ebenfalls bei der Durchführung einer in regelmäßigen Abständen erfolgenden Wasseranalyse involviert.

Kontakt - Wasserwerke Oberursel

  • Stadtwerke Oberursel (Wasserwerk Riedwiese und Haidtränktal),
  • Wasserbeschaffungsverband Taunus

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Oberursel Taunus
Störungsannahme:
(06171) 509 – 120 / (06192) 9931 – 14

Welche Parameter können im Oberurseler Leitungswasser bedenklich werden?

Die Wasseranalyse des Trinkwassers der Stadt Oberursel zeigt keine Überschreitungen der in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte. Davon abgesehen stellen Schadstoffe für die es gar keine Grenzwerte gibt wie Arzneimittelrückstände, diverse Pestizide oder Mikroplastik immer ein mögliches Problem dar. Auch die Leitungen in ihrem Gebäude können giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer an das Wasser abgeben.

Wie in vielen Gegenden in Deutschland stellt auch Nitrat ein mögliches Problem dar. Der Wert selbst wird in der Wasseranalytik als Indikator für ausgebrachte Düngemittel verwendet. Das Nitrat ist im Trinkwasser nicht das große Problem, sondern vielmehr die damit einhergehenden schädlichen Schwermetalle z.B. Blei, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Arsen und Uran.

Hinzu kommen bei konventioneller Landwirtschaft diverse Rückstände von Spritzschutz- und Pflanzenschutzmitteln. Bei intensiver Düngung und Ausbringung um Oberursel können sich diese im Boden anreichern und über die Pflanzen in die Nahrungskette sowie das Grundwasser gelangen.

Vitalhelden

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Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Oberursel

Das Trinkwasser der Stadt Oberursel stammt aus drei unterschiedlichen Quellen. Es wird sowohl im Wasserwerk Riedwiese, als auch durch den Wasserbeschaffungsverband Taunus aufbereitet. Den überwiegenden Anteil des Trinkwassers beziehen die örtlichen Wasserwerke jedoch von den Wassergewinnungsanlagen im Haidtränktal. Dabei handelt es sich um Quell- und Grundwasser des Hochtaunus. Es macht ungefähr 80 Prozent der Wasserversorgung von Oberursel aus.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Oberursel

In der Umgebung von Oberursel gibt es mehrere Badeseen und offiziell ausgewiesene Badestellen. Dies setzt voraus, dass in den entsprechenden Gewässern anhand einer Wasseranalyse jedes Jahr aufs Neue die Wasserqualität im Detail überprüft wird. Bei einer starken Frequentierung erfolgt die Probenentnahme sogar öfter. Besonders beliebt sind unter anderem der Hattsteinweiher oder der Langener Waldsee.

Besonderheiten zum Oberurseler Trinkwasser

Die Stadt Oberursel verfügt über eine reichhaltige Geschichte und hat wunderschöne historische Gebäude, Kirchen und ein Rathaus aus dem Jahr 1479 zu bieten. Die Versorgung der Einwohner mit Trinkwasser spielte damals schon eine große Rolle. Oberursel hat seinen Namen und sogar seine Entstehung im Übrigen einem Gewässer zu verdanken. Nach wie vor findet man in der heutigen Zeit in der Stadt den sogenannten „Urselbach“.

Häufig gestellte Fragen zum Oberurseler Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Oberurseler Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Oberursel wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Oberurseler Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Oberurseler Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Oberurseler Leitungswasser trinken?

Die Oberurseler Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Oberursel sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Oberurseler Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Oberursel über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Oberurseler Trinkwasser Legionellen?

Die Oberurseler Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

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