Wasserqualität in
Siegen

Trinkwasser und Stadtwappen Siegen

Siegener Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 30. Juni 2021
Lesedauer: 11 Minuten
Siegen ist eine Kreisstadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen und ist mit über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern schon als Großstadt zu bezeichnen. Generell scheint es bei der Wasserqualität in Siegen keine Überschreitungen der Grenzwerte aus der Trinkwasserverordnung zu geben. Die Wasserwerke der Stadt Siegen beziehen ihr Trinkwasser aus verschiedenen Standorten wie der Breitenbach- und Obernautalsperre und dem Siegener Grundwasserbrunnen.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Siegen.

Wasserhärte in Siegen

Wasserhärte

4,5
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

4,5 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist weich

Das Siegener Trinkwasser weist eine Wasserhärte auf, die in einem niedrigen Bereich liegt. Dies bedeutet, dass sehr wenige Magnesium- und Calciumverbindungen, umgangssprachlich besser als „Kalk“ bekannt“, in dem Wasser enthalten sind. Die Kalkkonzentration wirkt sich jedoch nicht auf die Wasserqualität aus, sondern beeinflusst lediglich Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Wasserkocher.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Siegen

Nitrat

9,8 %*

4,9 / 50 mg/l
Nitrat fördert das Wachstum von Pflanzen, weshalb es oft in der Landwirtschaft verwendet wird. In zu hohen Mengen kann es beim Menschen allerdings Krebs auslösen. Das Siegener Trinkwasser weist Werte weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l auf.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

3 %*

<0,0003 / 0,01 mg/l
Blei gehört zu der Gruppe der Weichmetalle. In der Wasseranalyse konnten in Siegen keine messbaren, beziehungsweise nur sehr niedrige Konzentrationen von Blei im Trinkwasser, festgestellt werden. In zu hoher Dosierung hat Blei für den Menschen, für Tiere und Pflanzen verheerende Folgen.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

1 %*

0,02 / 2 mg/l
Die Wasserwerke Siegen verzeichnen keine Kupferwerte, die über 2 mg/l liegen. In kleiner Dosierung ist das in der Natur vorkommende Element gesund und reguliert die Zellatmung. Zu hohe Dosen können sich allerdings schädlich auswirken.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

1,5 %*

<0,0003 / 0,02 mg/l
Bei Nickel handelt es sich um ein Spurenelement, das der Mensch zum Kohlenhydrat- und Eisenstoffwechsel braucht. Das Siegener Trinkwasser zeigt keine erhöhten Werte.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

- %*

k.A. / 0,01 mg/l
Uran ist ein für den Menschen hochgiftiger und radioaktiver Stoff. Der laut Trinkwasserverordnung kritische Wert von 0,01 mg/l wird nicht überschritten, allerdings wurden auch keine konkreten Werte veröffentlicht.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Siegener Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Siegen?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

0,13 %*

Natrium

1,9 mg/l - Mit 1,9 mg/l enthält das Siegener Trinkwasser relativ wenig Natrium und reicht bei weitem nicht an den Grenzwert von 200 mg/l heran. Der Mineralstoff wirkt sich auf die Verdauung und die Funktion von Nerven und Muskulatur aus.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
2,30 %*

Calcium

23 mg/l - Calcium ist vor allem durch seine Einwirkung auf die Knochenstruktur und die Zahngesundheit bekannt, es hat aber auch Auswirkungen auf den Stoffwechsel. Eine Überdosierung ist bei einem einwandfreien Gesundheitszustand so gut wie ausgeschlossen. Jeder Mensch besitzt zudem einen ganz individuellen Calciumbedarf.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
- %*

Magnesium

k.A. mg/l - Es ist leider unklar, wie viel Magnesium das Siegener Trinkwasser enthält. Die niedrigste empfohlene Tagesdosis beträgt beim Menschen ungefähr 24 Milligramm bis 400 Milligramm. Magnesium ist für die Muskel- und Knochenbildung essentiell.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
- %*

Kalium

k.A. mg/l - Ein Erwachsener braucht pro Tag ungefähr 2 Gramm Kalium, wobei wir dieses primär über Kochsalz aufnehmen. Es gewährleistet die Arbeit von Muskeln und Nerven.

MEHR INFOS ZU KALIUM
- %*

Chlorid

k.A. mg/l - Ebenso wie Natrium und Kalium, wird Chlorid in der Regel über reines Kochsalz zugeführt. Dieser Mineralstoff beeinflusst insbesondere einen intakten Wasserhaushalt.

MEHR INFOS ZU CHLORID
- %*

Sulfat

k.A. mg/l - Sulfate sind Schwefelverbindungen, die förderlich für den Fettstoffwechsel sind. In der veröffentlichten Trinkwasseranalyse werden leider keine Angaben zum Sulfatgehalt im Siegener Trinkwasser gemacht.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Siegen besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Siegen zuständig?

Die Siegener Versorgungsbetriebe, auch bekannt unter dem Kürzel SVB, sind für die Verteilung des Trinkwassers an die Einwohner verantwortlich. Ebenfalls involviert ist der Wasserverband Siegen-Wittgenstein, abgekürzt als WVS, der das Trinkwasser liefert. Bei dem zweistufigen Aufbereitungsprozess sowie im Anschluss wird anhand einer Wasseranalyse geprüft, ob die Trinkwasserverordnung als Maßstab eingehalten wird.

Kontakt - Wasserwerke Siegen

  • Siegener Versorgungsbetriebe (SVB),
  • Wasserverband Siegen-Wittgenstein (WVS) (Breitenbach- und Obernautalsperre sowie Siegener Grundwasserbrunnen)

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Offenbach
Störungsannahme:
(0271) 33 – 4061 (Siegener Versorgungsbetriebe)
(0271) 7096 - 53 (Wasserverband Siegen-Wittgenstein)

Welche Parameter können im Siegener Leitungswasser bedenklich werden?

Im Allgemeinen kann man die Wasserqualität in Siegen als gut bezeichnen. Aufgrund der Tatsache, dass in der Gegend zum Teil intensive Landwirtschaft betrieben wird, kam es in der Vergangenheit zu hohen Nitratmengen im Trinkwasser.

Nitrat wird in der Wasseranalytik als Indikator für ausgebrachte Düngemittel verwendet. Das Nitrat selbst ist im Trinkwasser nicht das große Problem, sondern vielmehr die damit einhergehenden schädlichen Schwermetalle wie z.B. Blei, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Arsen und Uran. Hinzu kommen bei konventioneller Landwirtschaft diverse Rückstände von Spritzschutz- und Pflanzenschutzmitteln. Bei intensiver Düngung und Ausbringung können sich diese im Boden anreichern und über die Pflanzen in die Nahrungskette sowie das Grundwasser gelangen.

Außerdem können hauseigene veraltete Rohre sowie Armaturen Blei, beziehungsweise Kupfer, in unser Trinkwasser abgeben und zu einer verminderten Wasserqualität führen. Eine abschließende Einschätzung hierzu ist allerdings schwer möglich, da in der veröffentlichten Trinkwasseranalyse die entsprechenden Daten fehlen.

Vitalhelden

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Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Siegen

Es gibt ein paar Anlaufstellen, von denen die Wasserwerke Siegen ihr Trinkwasser beziehen. Zu diesen zählt die Wasseraufbereitungsanlage Dreis-Tiefenbach, deren Wasser sowohl aus der Obernau- als auch aus der Breitenbachtalsperre bezogen wird. Die restlichen zehn Prozent werden mit Hilfe von Grundwasserbrunnen in Siegen, beziehungsweise der näheren Umgebung abgedeckt. Um die Wasserqualität zu gewährleisten, hat die Stadt Siegen vom Obernau- bis in das Breitenbachtal Wasserschutzgebiete eingerichtet.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Siegen

Ein bekanntes Badegewässer mit einer optimalen Wasserqualität ist der Landeskroner Weiher. Außerdem beinhaltet das Stadtgebiet neben 19 fließenden Gewässern fünf stehende Gewässer, wobei alle bei einer regelmäßigen Wasseranalyse steigend gute Werte erkennen lassen, was sich auch durch das Vorkommen von Fischen bemerkbar macht.

Besonderheiten zum Siegener Trinkwasser

Das Trinkwasser in Siegen stammt zu einem großen Teil von zwei Talsperren, die in erster Linie dem Schutz der Region vor Hochwasser dienen. Hierbei ist die Funktion der sogenannten Obernautalsperre jedoch noch lange nicht ausgeschöpft, denn sie ist ebenfalls ein stark frequentiertes Ausflugsziel der Siegener Bürger. Diese besteht aus einem Steinschüttdamm und trägt bereits seit dem Jahr 1972 zur Hochwasservorbeugung und Trinkwasserversorgung Siegens bei.

Häufig gestellte Fragen zum Siegener Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Siegener Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Siegen wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Siegener Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Siegener Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Siegener Leitungswasser trinken?

Die Siegener Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Siegen sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Siegener Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Siegen über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Siegener Trinkwasser Legionellen?

Die Siegener Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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