Wasserqualität in Coburg

Wasserhärte in Coburg

5,711,2 °dH

mittel · weich · 2 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Coburg hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte liegt je nach Versorgungszone zwischen 5,7 und 11,2 °dH. Der größte Teil des Coburger Stadtgebiets fällt in den Härtebereich mittel, die Stadtteile Neu- und Neershof in den Härtebereich weich.

Der Unterschied entsteht durch zwei Herkünfte: eigene Tiefbrunnen der SÜC und zugekauftes Tiefenwasser aus dem Mönchrödener Forst. Kein gemessener Wert erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

11,2°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,0. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

mittelje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

SÜC-Tiefbrunnen
11,2
°dH · mittel
Coburg außer den Stadtteilen Neu- und Neershof; die Zone umfasst laut Übersichtstabelle des Versorgers außerdem Dörfles-Esbach, Grub a. F., Lautertal und Weidach-Vogelherd
Stadtteil Neu- und Neershof (Bezug von Stadtwerke Rödental)
5,7
°dH · weich
Coburger Stadtteile Neuses und Neershof

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

2 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Coburg nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: SÜC Energie und H2O GmbH.

ParameterSÜC-TiefbrunnenStadtteil Neu- und Neershof (Bezug von Stadtwerke Rödental) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH11,25,7Mineralstoff
Calciummg/l6032Mineralstoff
Magnesiummg/l125,4Mineralstoff
Kaliummg/l4,54,9Mineralstoff
Natriummg/l5,0200 3 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l2050 40 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,0300,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l50250 20 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l17250 7 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Hydrogencarbonatmg/l157Mineralstoff
Fluoridmg/l0,111,5 7 % des Grenzwerts
pH-Wert7,666,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm4312790 15 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<210 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,0102 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<220 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l210 20 % des Grenzwerts
Arsenµg/l410 40 % des Grenzwerts

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. SÜC-Tiefbrunnen, Prüfbericht 2541622 vom 13.11.2025, Probenahme 16.10.2025 · Stadtteil Neu- und Neershof (Bezug von Stadtwerke Rödental), Zonen-Übersichtstabelle der SÜC, ohne Jahresangabe

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Die Schwermetalle stehen im Prüfbericht in mg/l und sind hier in µg/l umgerechnet; nur Kupfer bleibt bei mg/l.

2 Zonen, eine Grenze: Alle Werte enden am Hausanschluss

Welche Zone Ihre Adresse versorgt, entscheidet über die Zahlen in der Tabelle. Über das, was danach passiert, entscheidet sie nicht: Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen, in keiner der 2 Zonen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 18 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

Leitungsgebundene Systeme

Passenden Filter finden

Oder direkt zur Bauform:

  • Qualität aus Deutschland
  • Geprüfte Filterleistung
  • Persönlich & kompetent
  • Gratis Retouren in DE
  • 10.000+ zufriedene Kunden

4,9 basierend auf 1.217+ Bewertungen

Warum das Coburger Wasser zwei Härten hat

Weil zwei verschiedene Wässer ins Netz gehen, und weil sie aus verschiedenen Tiefen und Gesteinen kommen. In den SÜC-Tiefbrunnen sind es 60 mg/l Calcium und 12 mg/l Magnesium. Im zugekauften Wasser aus dem Mönchrödener Forst sind es 32 und 5,4 mg/l. Beide Zahlen sind niedrig — die eine ist eben knapp doppelt so hoch wie die andere.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Coburg auf Rang 175 — weicher als 74 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Coburg · 11,2 °dH

Welche Stadtteile das weiche Wasser bekommen

Sicher ist die Zuordnung nur zum Teil. Die SÜC führt die weiche Zone in ihrer Übersicht als „Neu- und Neershof". Neershof ist damit eindeutig benannt. Beim ersten Namensteil ist die Sache offen: Die Gebietsangabe derselben Quelle nennt Neuses, die abgekürzte Schreibweise ließe sich ebenso auf Neuhof lesen. Wer genau wissen will, welches Wasser an seiner Adresse ankommt, bekommt die Auskunft beim Versorger.

In die andere Richtung ist die Zone größer als die Stadt. Zur Tiefbrunnenzone mit 11,2 °dH gehören nach derselben Übersicht auch Dörfles-Esbach, Grub am Forst, Lautertal und Weidach-Vogelherd. Der Wert gilt also über die Coburger Stadtgrenze hinaus.

Nitrat ist mit 40 % des Grenzwerts der höchste Wert

Das ist der zweite Befund dieser Seite, und er ist unspektakulär — aber er ist überprüfbar. Nitrat liegt bei 20 mg/l, der Grenzwert bei 50. Der höchste relative Wert der ganzen Analyse ist das Nitrat mit zwei Fünfteln seines Grenzwerts.

Zwei Zahlen stehen ohne Kleiner-Zeichen da: Uran mit 2 µg/l und Arsen mit 4 µg/l, beide bei einem Grenzwert von 10 µg/l. Beide Elemente sind im Grundwasser natürlichen Ursprungs; sie stammen aus dem Gestein, nicht aus einem Eintrag. Dass sie überhaupt als Zahl erscheinen, heißt nur, dass das Labor sie messen konnte — Uran erreicht ein Fünftel, Arsen zwei Fünftel des zulässigen Werts.

Der Bericht umfasst 18 Parameter. PFAS-Summenwerte sind darin ausdrücklich nicht untersucht worden, bei den Pestiziden weist er nur „unter der Bestimmungsgrenze" ohne Zahlenwert aus. Für die weiche Zone gibt es überhaupt nur vier Werte — Gesamthärte, Calcium, Magnesium und Kalium, also genau die Pflichtangaben nach § 46 der Trinkwasserverordnung. Unauffällig heißt deshalb: unauffällig in dem, was untersucht wurde.

Passend zu diesen Werten

Weiterlesen

Woher das Coburger Trinkwasser kommt

Aus dem eigenen Untergrund und aus der Nachbarschaft. Die erste Säule ist das Wasserwerk im Stadtteil Cortendorf, die zweite das Wassergewinnungsgebiet Mönchröden, dessen Tiefenwasser über die Stadtwerke Rödental ins Coburger Netz kommt. Genannt wird außerdem die Fernwasserversorgung Oberfranken; in der Zonenübersicht der SÜC erscheint sie nicht als eigenes Versorgungsgebiet, und wie groß ihr Anteil ist, geht aus den veröffentlichten Unterlagen nicht hervor. Wenn Sie wissen möchten, wie Trinkwasser überhaupt gewonnen wird, lohnt der Blick auf die Gewinnungsarten.

Ihr Wasserversorger

SÜC Energie und H2O GmbH

Was 5,7 bis 11,2 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Armaturen, Schläuche, selten genutzte Stränge — verantwortet der Eigentümer oder die Hausverwaltung, und über diesen Teil kann keine Analyse des Wasserwerks Auskunft geben. In einer Stadt mit einem so alten Netz und viel Altbaubestand ist das die eigentlich offene Frage.

Praktisch heißt das drei Dinge:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste Handgriff, und er kostet nichts.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. Aus der Warmwasserleitung lösen sich Metalle leichter, und warmes Wasser steht in Speichern oft lange.
  • Bei Verdacht auf alte Leitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für Bleileitungen in Altbauten ist das der einzige Weg zu einer belastbaren Antwort — der Prüfbericht der SÜC gilt für einen Zapfhahn in Dörfles-Esbach, nicht für Ihren.

Beim Geschmack gibt es in Coburg wenig, das aus dem Untergrund käme. Was Sie tatsächlich schmecken, entsteht deshalb meist auf den letzten Metern — im verkalkten Perlator, in der langen Standzeit über Nacht, in der Warmwasserleitung. Es lohnt sich, diese Ursachen zuerst auszuschließen, bevor man am Geschmack des Leitungswassers etwas ändert.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Coburg bedenkenlos trinken?

Ja. Für beide Coburger Versorgungszonen weist die SÜC Werte aus, die alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung einhalten. Der höchste gemessene Wert der Analyse, das Nitrat mit 20 mg/l, erreicht zwei Fünftel seines Grenzwerts von 50 mg/l.

Der übliche Vorbehalt gilt in Coburg wie überall: Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Leitungen, Armaturen und Standzeiten dahinter verantwortet der Eigentümer. Lassen Sie Wasser, das länger stand, kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft.

Wie hart ist das Wasser in Coburg?

Je nach Stadtteil zwischen 5,7 und 11,2 °dH. Das Wasser aus den Tiefbrunnen der SÜC, das den größten Teil des Stadtgebiets versorgt, liegt bei 11,2 °dH und fällt damit in den Härtebereich mittel. Die Stadtteile Neu- und Neershof werden mit 5,7 °dH versorgt, das ist weich.

Einen einheitlichen Coburger Wert gibt es nicht. Für Geräte mit Härteeinstellung — Spülmaschine, Kaffeevollautomat, Wasserenthärter — brauchen Sie den Wert Ihrer Zone, nicht einen Durchschnitt über beide.

Woran erkenne ich, welches Wasser an meiner Coburger Adresse ankommt?

Am zuverlässigsten über die SÜC. Der Versorger muss die Wasserhärte für jedes Versorgungsgebiet veröffentlichen und gibt sie auf Nachfrage für die einzelne Adresse an; ein Anruf beim Kundenservice genügt.

Als Anhaltspunkt: Zur weichen Zone gehören nur Neu- und Neershof, alles Übrige liegt in der Tiefbrunnenzone mit 11,2 °dH. Ein Teststreifen aus Apotheke oder Baumarkt zeigt den Unterschied ebenfalls, ersetzt die Angabe des Versorgers aber nicht.

Woher kommt das Trinkwasser in Coburg?

Aus mehreren Anlagen. Die erste ist das Wasserwerk im Coburger Stadtteil Cortendorf, die zweite das Wassergewinnungsgebiet Mönchröden, dessen Tiefenwasser über die Stadtwerke Rödental ins Netz gelangt. Genannt wird außerdem die Fernwasserversorgung Oberfranken.

Geschützt werden die Gewinnungsgebiete über Wasserschutzgebiete, die im Umkreis von Coburg rund 500 Hektar umfassen, und über Vereinbarungen mit örtlichen Landwirten. Wie groß der Anteil der einzelnen Anlagen an der Gesamtmenge ist, veröffentlicht die SÜC nicht.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Coburg trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Coburger Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt mit 20 mg/l deutlich unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Blei und Nickel lagen unter der Bestimmungsgrenze, Natrium bei 5,0 mg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und verwenden Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf alte Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist im Coburger Trinkwasser Chlor?

Im veröffentlichten Prüfbericht der SÜC ist keine Desinfektion mit Chlor ausgewiesen, und eine dauerhafte Chlorung ist für Coburg nicht dokumentiert. In Deutschland wird Chlor in der Regel nur zeitweise zugegeben, etwa nach Rohrbrüchen oder Arbeiten am Netz.

Riecht das Wasser vorübergehend nach Schwimmbad, informiert der Versorger darüber. Der Geruch verliert sich weitgehend, wenn Sie das Wasser in einer offenen Karaffe stehen lassen.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Coburg?

An die SÜC. Der Entstördienst Trinkwasser ist rund um die Uhr unter 09561 749-0 erreichbar und zuständig für Rohrbrüche, Druckabfall und die Wiederherstellung der Versorgung.

Zuständig ist der Versorger allerdings nur bis zum Hausanschluss. Braunes Wasser an einer einzelnen Zapfstelle oder Druckprobleme in einer einzelnen Wohnung gehören zum Eigentümer oder zur Hausverwaltung. Anordnungen wie ein Abkochgebot trifft nicht der Versorger, sondern das Gesundheitsamt.