Wasserqualität in Schweinfurt

Wasserhärte in Schweinfurt

19,421,4 °dH

hart

Das Trinkwasser in Schweinfurt hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Stadtwerke Schweinfurt veröffentlichen für 2025 eine Gesamthärte von 19,4 bis 21,4 °dH. Beide Enden dieser Spanne liegen über 14,0 °dH, das Schweinfurter Wasser fällt damit durchgehend in den Härtebereich hart.

Auffällig ist allein das Sulfat: 117 bis 151 mg/l bei einem Indikatorwert von 250 mg/l. Einzelwerte nennt der Versorger nicht, nur Jahresspannen — beides erklären wir unten mit Datum und Quelle.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Werte auf einen Blick

8

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

6

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Schweinfurt nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Schweinfurt GmbH.

ParameterWasserwerk Schweinfurt, Fassungsgebiet Wehranlagen Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH19,4–21,4Mineralstoff
Calciummg/l97,8–114Mineralstoff
Magnesiummg/l23,1–26,0Mineralstoff
Kaliummg/l3,77–5,35Mineralstoff
Natriummg/l21,6–28,0200 bis 14 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l5,0–17,350 bis 35 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l117–151250 bis 60 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l35,6–45,4250 bis 18 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,67–7,826,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm784–8562790 bis 31 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<210 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,022 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/l<0,050,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Schweinfurt, Fassungsgebiet Wehranlagen, Jahresuebersicht 2025, Stand 23.01.2026 (Datei aktualisiert 12.03.2026)

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Fluorid ist als „kleiner 0,15 bis 0,33 mg/l“ gedruckt. Eine Spanne, die unterhalb der Bestimmungsgrenze beginnt, lässt sich weder als Zahl noch als Spanne sauber abbilden – deshalb bleibt auch dieses Feld hier leer.

Die Analyse zeigt, was gemessen wurde — nicht, was drin ist

Geprüft wird, was die Trinkwasserverordnung vorschreibt, und geliefert wird innerhalb dieser Grenzen — dafür steht die Stadtwerke Schweinfurt. Zwei Dinge stehen in dieser Tabelle trotzdem nicht: was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — und was gar nicht erst untersucht wird.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 13 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Das Trinkwasser kommt trotz des Flusses nicht aus dem Main. Die Stadtwerke Schweinfurt gewinnen ausschließlich Grundwasser, und zwar an mehreren Stellen: in den Wehranlagen und den Geiswiesen sowie über Tiefbrunnen am Seelenvater, im Zeller Grund und am Werngrund. Auf dem Weg nach unten sickert Niederschlags- und Oberflächenwasser durch mehrere Schichten Muschelkalk — und genau das ist der Grund, warum das Schweinfurter Wasser so hart ist, wie es ist.

Es ist auch der Grund für eine Besonderheit, die auf den ersten Blick nach einer Lücke aussieht: Die Stadtwerke Schweinfurt nennen für keinen einzigen Parameter eine Zahl. In unserem Datenbestand aus 240 Orten machen das nur 18. Das ist keine Ungenauigkeit, sondern die Auskunft selbst.

Wie hart ist das Wasser in Schweinfurt?

Die Stadtwerke selbst führen Schweinfurt als Härtebereich 3.

Zum Einordnen: Der Median unseres Datenbestands aus 534 Versorgungszonen liegt bei 12,43 °dH. Schweinfurt liegt mit beiden Spannenenden darüber; nur 58 dieser Zonen erreichen 19,4 °dH oder mehr.

Praktisch ist die Schwankung von zwei Grad deutscher Härte weniger dramatisch, als sie aussieht. Was bei dieser Härte anfällt, ist vor allem Arbeit an den Geräten; dazu haben wir fünf Tipps zum Entkalken gesammelt.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Schweinfurt auf Rang 24 — härter als 89 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Schweinfurt · 21,4 °dH

Warum die Stadtwerke Schweinfurt nur Spannen veröffentlichen

Weil jede Zahl in der Jahresübersicht 2025 für das kleinste und das größte Ergebnis eines ganzen Jahres steht. Die Stadtwerke bilden für jeden Parameter getrennt ein Jahresminimum und ein Jahresmaximum. Die beiden Enden einer Spanne stammen deshalb nicht aus derselben Probe, und die Enden verschiedener Parameter gehören nicht zusammen.

Das lässt sich nachrechnen. Die Gesamthärte ergibt sich aus Calcium und Magnesium, und wer die Formel auf die Spannenenden anwendet, kommt auf 19,02 °dH unten und 21,96 °dH oben — angegeben sind 19,4 und 21,4. Die Differenz ist kein Fehler des Versorgers, sondern die Folge unabhängig gebildeter Minima und Maxima.

Dass es überhaupt etwas zu schwanken gibt, liegt an der Gewinnung. Ein Versorger, der aus einer einzigen Fassung speist, kann eine Zahl nennen und liegt damit fast immer richtig. In Schweinfurt speisen mehrere Brunnen in dasselbe Werk, und wie viel jeder davon beisteuert, hängt vom Verbrauch, von der Jahreszeit und vom Grundwasserstand ab. Für Sie hat das eine unbequeme Folge: Es gibt keinen Wert für Ihre Straße, den Sie irgendwo nachschlagen könnten.

Sulfat ist der einzige auffällige Wert

Mit 117 bis 151 mg/l erreicht Sulfat bis zu 60 Prozent seines Vergleichsmaßstabs von 250 mg/l — kein anderer Parameter der Schweinfurter Analyse kommt seinem Wert auch nur nahe.

Er ist mit Geschmack und Materialverträglichkeit begründet: Sulfat kann Beton und metallische Leitungen angreifen. In der Größenordnung, in der Schweinfurt liegt, nehmen die meisten Menschen es nicht einmal am Geschmack wahr.

Die Herkunft ist dieselbe wie bei der Härte. Im Mittleren Muschelkalk sind Gips und Anhydrit eingelagert, und beide sind Calciumsulfat — das Wasser löst also Calcium und Sulfat gemeinsam heraus. Sichtbar wird das an einer Zahl, die die Stadtwerke zusätzlich veröffentlichen: Die Karbonathärte beträgt nur 12,2 bis 13,4 °dH und liegt damit deutlich unter der Gesamthärte. Der übrige Teil der Härte ist nicht an Hydrogencarbonat gebunden, sondern an Sulfat und Chlorid. Deshalb steigen Härte und Sulfat in Schweinfurt gemeinsam, und deshalb bleiben beide, solange dasselbe Grundwasser gefördert wird.

Passend zu diesen Werten

Weiterlesen

Woher das Schweinfurter Trinkwasser kommt

Wie aus Grundwasser Trinkwasser wird, beschreibt unser Ratgeber zum Weg vom Brunnen bis zum Hausanschluss.

Die Jahresübersicht 2025 trägt den Stand 23. Januar 2026 und wurde im März 2026 noch einmal aktualisiert. Sie nennt über 70 untersuchte Parameter, ohne die genaue Zahl anzugeben. Ein Probenahmedatum für die einzelnen Werte steht nicht darin — auch das gehört zum Bild eines Berichts, der in Jahresspannen denkt.

Bei Nickel, Uran, Arsen, Nitrit und den beiden PFAS-Summen steht in der Messwertspalte exakt der Grenzwert der Trinkwasserverordnung, nicht das Ergebnis der Messung.

Ihr Wasserversorger

Stadtwerke Schweinfurt GmbH

Was 19,4 bis 21,4 °dH im Haushalt bedeuten

Die Verantwortung der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Alles danach — die Steigleitung, die Stränge in der Wohnung, die Armatur in der Küche — liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und darüber kann keine Analyse des Wasserwerks Auskunft geben. Selten genutzte Leitungen, in denen Wasser tagelang steht, oder gelöste Metalle aus alten Armaturen: Das entsteht hinter der Übergabestelle.

Drei Handgriffe helfen in fast jedem Schweinfurter Haushalt:

  • Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Woran sich alte Bleileitungen in Altbauten erkennen lassen, steht in unserem Ratgeber. Für diesen einen Fall ist eine Analyse tatsächlich sinnvoll, weil die Versorgeranalyse dazu nichts sagen kann.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Schweinfurt bedenkenlos trinken?

Ja. Die Jahresübersicht 2025 der Stadtwerke Schweinfurt weist über 70 untersuchte Parameter aus, und alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden eingehalten. Der höchste Wert im Verhältnis zu seinem Maßstab ist Sulfat mit 117 bis 151 mg/l bei einem Indikatorwert von 250 mg/l.

Der übliche Vorbehalt gilt in Schweinfurt wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach liegt sie beim Eigentümer. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen.

Wie hart ist das Wasser in Schweinfurt?

Zwischen 19,4 und 21,4 °dH — das ist der Härtebereich hart, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz ab 14,0 °dH definiert. Die Stadtwerke Schweinfurt führen die Stadt als Härtebereich 3.

Die Angabe ist eine Jahresspanne, kein Messwert. Für Waschmittel, Spülmaschine und Entkalkung macht das keinen Unterschied: Beide Enden der Spanne liegen im selben Bereich, also gilt ganzjährig dieselbe Einstellung.

Woher kommt das Trinkwasser in Schweinfurt?

Ausschließlich aus Grundwasser, nicht aus dem Main. Die Stadtwerke Schweinfurt fördern in den Wehranlagen und den Geiswiesen sowie über Tiefbrunnen am Seelenvater, im Zeller Grund und am Werngrund. Rund um die Wasserwerke und Tiefbrunnen liegen Wasserschutzgebiete.

Die veröffentlichte Analyse gilt für das Wasserwerk Schweinfurt mit dem Fassungsgebiet Wehranlagen. Versorgt werden daraus die Stadt Schweinfurt sowie die Gemeinden Dittelbrunn und Niederwerrn, zusammen rund 100.000 Menschen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Schweinfurt trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt — in Schweinfurt ist das der Fall. Nitrat liegt mit 5,0 bis 17,3 mg/l deutlich unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Natrium mit 21,6 bis 28,0 mg/l unter 200 mg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist im Schweinfurter Trinkwasser Chlor?

Im Regelfall nein. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn ein mikrobiologischer Befund es erfordert — als befristete Maßnahme, die das Gesundheitsamt anordnet und der Versorger öffentlich bekannt gibt.

Schweinfurt wird ausschließlich aus Grundwasser versorgt, das vor der Einspeisung aufbereitet wird. Ob gerade eine Desinfektion läuft, steht immer beim Versorger und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite. Bemerkbar macht sich eine Chlorung durch einen schwimmbadartigen Geruch, der nach kurzem Stehenlassen im offenen Glas nachlässt.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Schweinfurt?

An die Störungsannahme der Stadtwerke Schweinfurt unter 09721 931-400. Sie ist zuständig für den Entstördienst Trinkwasser, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Wichtig ist die Grenze: Die Stadtwerke sind für das Netz bis zum Hausanschluss verantwortlich. Bei braunem Wasser nach Bauarbeiten oder einem Druckabfall in der Straße ist die Störungsannahme richtig. Geht es um Leitungen innerhalb des Gebäudes, ist der Eigentümer oder die Hausverwaltung zuständig.