Wasserqualität in
Gummersbach

Trinkwasser und Wappen Gummersbach

Gummersbacher Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 30. Juni 2021
Lesedauer: 12 Minuten
Beim Gummersbacher Trinkwasser handelt es sich um weiches Wasser von hoher Qualität. Um diese Wasserqualität weiterhin zu gewährleisten, ist es unbedingt erforderlich, regelmäßige Analysen durchzuführen. Den Nachweis darüber gibt die Trinkwasseranalyse, die auf dem Internetportal des Aggerverbandes öffentlich zur Verfügung steht. Man listet zudem auf, welche Parameter in welchen Abständen überprüft werden und gibt natürlich auch die Grenzwerte bekannt, die in der Trinkwasserverordnung festgelegt wurden.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Gummersbach.

Wasserhärte in Gummersbach

Wasserhärte

5,1
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

5,1 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist weich

Das weiche Leitungswasser in Gummersbach wissen unter anderem Kaffee- und Teefans zu schätzen, da sich die Aromen sehr gut entfalten können. Der Kalkgehalt lässt sich auch an der Dosierung von Waschmitteln oder am Gebrauch von Shampoos und anderen Pflegeprodukten „ablesen“, da man -je nach Wasserhärte- mehr oder weniger benötigt. Die Wasserhärte ist vom Gehalt der Magnesium- und Calciumverbindungen abhängig. Liegt der Messwert zwischen 0 und 7 dH, spricht man somit von weichem Wasser.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Gummersbach

Nitrat

15,8 %*

7,9 / 50 mg/l
Meist sind es die Folgen von Überdüngung oder Überweidung, die den Nitratspiegel gefährlich ansteigen lassen. In Gummersbach liegt der Wert allerdings bei 7,9 mg/l im Vergleich zum Grenzwert von 50 mg/l lt. Trinkwasserverordnung. Ständige Prüfungen gewährleisten schnelle Reaktionsmöglichkeiten auf ansteigende Werte.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

10 %*

<0,001 / 0,01 mg/l
Der Bleigehalt im Gummersbacher Trinkwasser ist sehr gering. Da es sich allerdings bei Blei um ein giftiges Schwermetall handelt, liegt der Grenzwert bei 0,01 mg/l. Schließlich können erhöhte Werte zu ernsthaften Gesundheitsschädigungen führen.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

0 %*

<0,005 / 2 mg/l
Der Organismus benötigt etwa für die Zellstruktur einen gewissen Anteil an Kupfer. Erhöhte Kupferwerte sind allerdings so schädlich, dass gemäß Trinkwasserverordnung der Grenzwert von 2 mg/l auch im Gummersbacher Trinkwasser nicht überschritten werden darf.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

5 %*

<0,001 / 0,02 mg/l
Laut Trinkwasserverordnung liegt die Nickel-Obergrenze bei 0,02 mg/l. Das Trinkwasser in Gummersbach enthält mit weniger als 0,001 mg/l einen fast schon nicht mehr messbaren Anteil. Allerdings kann auch Nickel in höherer Konzentration gesundheitsschädigend sein.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

1 %*

<0,0001 / 0,01 mg/l
Bei Uran handelt es sich um ein giftiges und radioaktives Schwermetall. In der Natur ist es z.B. in Gesteinsschichten zu finden. Durch Auswaschungen gelangt es ins Grundwasser. Mit weniger als 0,0001 mg/l liegt der Urananteil im Trinkwasser von Gummersbach weit unter dem geforderten Grenzwert.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Gummersbacher Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Gummersbach?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

0,39 %*

Natrium

5,9 mg/l - Der höchste Natriumanteil befindet sich im Blut und in der Zellumgebung. Natrium gleicht zudem den Flüssigkeitshaushalt aus, wirkt auf Muskeln und Nerven und beeinflusst die motorischen Fähigkeiten.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
3,16 %*

Calcium

31,6 mg/l - Knochen und Zähne beinhalten den größten Calcium-Anteil im Körper, da das Calcium für ihren Aufbau und Erhalt sehr wichtig ist. Es wirkt außerdem antiallergisch und entzündungshemmend.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
0,8 %*

Magnesium

2,8 mg/l - Sowohl der Stoffwechsel als auch Nerven und Muskeln reagieren auf den Magnesiumanteil. Weil der Körper selbst kein Magnesium produziert, ist es besonders wichtig, auf einen ausgewogenen Wert zu achten.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,02 %*

Kalium

0,92 mg/l - Auch Kalium nimmt man über die Nahrung und das Trinkwasser auf. Es unterstützt die Zellstruktur, reguliert den Blutdruck und damit den Herzschlag und wirkt auf Muskeln und Nerven.

MEHR INFOS ZU KALIUM
0,57 %*

Chlorid

13 mg/l - Chlorid ist wie Natrium und Kalium wichtig für den Flüssigkeitshaushalt. Es unterstützt den Körper bei der Abwehr von Krankheitserregern und bei der Verdauung.

MEHR INFOS ZU CHLORID
0,81 %*

Sulfat

12,2 mg/l - Der Mineralstoff Sulfat ist eine verdauungsfördernde Schwefelverbindung. Sie übernimmt Aufgaben wie den Proteinaufbau, wirkt entgiftend auf die Leber, unterstützend auf das Wachstum von Haaren, Haut und Nägeln sowie anregend auf den Gallefluss.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Gummersbach besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Gummersbach zuständig?

Die beiden Wasserwerke Auchel und Erlenhagen bilden die Basis für die stetige Trinkwasserversorgung. Das Wasserwerk Auchel liegt am Dammfuß der Wiehltalsperre, das Wasserwerk Erlenhagen an der Genkeltalsperre. Hier werden an den Spitzenverbrauchstagen pro Tag etwa 100.000 m³ Wasser analysiert und aufbereitet. Beide Wasserwerke sind über ein Fernleitungsnetz miteinander verbunden, um auch bei einem Ausfall die Trinkwasserversorgung gewährleisten zu können.

Kontakt - Wasserwerke Gummersbach

Aufbereitungsanlagen Auchel und Erlenhagen

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Offenbach
Störungsannahme:
0800-776-655

Welche Parameter können im Gummersbacher Leitungswasser bedenklich werden?

Aufgrund der Mess- und Analysewerte der diversen Parameter gibt es derzeit keine Bedenken, da es sich in Gummersbach um eine gute Wasserqualität handelt. Allerdings sollte man bedenken, dass die Trinkwasseranalyse keine Auskunft darüber geben kann, welche Messwerte man in jenen Haushalten erzielt, die noch über ein älteres Wasserleitungsnetz aus Blei oder Kupfer verfügen.

Wie in vielen Gegenden in Deutschland stellt auch Nitrat ein mögliches Problem dar. Der Wert selbst wird in der Wasseranalytik als Indikator für ausgebrachte Düngemittel verwendet. Das Nitrat ist im Trinkwasser nicht das große Problem, sondern vielmehr die damit einhergehenden schädlichen Schwermetalle z.B. Blei, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Arsen und Uran.

Hinzu kommen bei konventioneller Landwirtschaft diverse Rückstände von Spritzschutz- und Pflanzenschutzmitteln. Bei intensiver Düngung und Ausbringung um Gummersbach können sich diese im Boden anreichern und über die Pflanzen in die Nahrungskette sowie das Grundwasser gelangen.

Vitalhelden

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Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Gummersbach

Das Gummersbacher Wasser stammt aus der Genkel- und der Wiehltalsperre. In den beiden Wasserwerken Auchel und Erlenhagen sorgt man dafür, dass man daraus klares, frisches und kühles Trinkwasser bereitet und es an die etwa 430.000 Einwohner buchstäblich weiterleitet. Der Schutz des Wassers steht deshalb an oberster Stelle, daher definiert man Wasserschutzgebiete und Wasserschutzzonen rund um die Entnahmestellen.

Die Schutzzone I ist der sensibelste Bereich: Bei Talsperren verfügt man als Schutzzone I die Wasserfläche plus einem Landstreifen von 100 Metern Breite. Die Wiehltalsperre ist zudem bereits seit 1994 ein Wasserschutzgebiet, während das Areal der Genkeltalsperre teilweise zu den Naturschutzgebieten Genkel-Tal und Grotmicke gehört.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Gummersbach

Die Wasserqualität der Genkel- und Wiehltalsperren ist hoch, da sie die Ressourcen für das Gummersbacher Trinkwasser liefern. Das Baden ist hier aufgrund der bestehenden Wasserschutzzonen nicht erlaubt. Ausgewiesene Badestellen gibt es stattdessen an den Agger-, Bever-, Brucher- und Lingese-Talsperren, wo während der Badesaison regelmäßige Kontrollen der Wasserqualität durchgeführt werden.

Besonderheiten zum Gummersbacher Trinkwasser

Schon um das Jahr 1900 machte man sich Gedanken über den Bau einer Talsperre an der Agger. Erste Entwürfe betrafen im Aggertal die Genkelmündung. Heute zählt die Aggertalsperre zu den wichtigsten Bauwerken im Oberbergischen Kreis und wurde in ihrer Gesamtheit 1990 unter Denkmalschutz gestellt. Sie hat sich einerseits als idyllisches Ausflugs- und Naherholungsziel etabliert und demonstriert andererseits als Hoch- und Niederdruckkraftwerk, welchen Stellenwert das Wasser besitzt.

Häufig gestellte Fragen zum Gummersbacher Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Gummersbacher Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Gummersbach wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Gummersbacher Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Gummersbacher Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Gummersbacher Leitungswasser trinken?

Die Gummersbacher Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Gummersbach sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Gummersbacher Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Gummersbach über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Gummersbacher Trinkwasser Legionellen?

Die Gummersbacher Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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