Wasserqualität in
Herrenberg

Trinkwasser und Wappen Herrenberg

Herrenberger Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 30. Juni 2021
Lesedauer: 12 Minuten

Die baden-württembergische Stadt Herrenberg liegt im Südwesten von Stuttgart und im Esten von Tübingen. Es handelt sich um die viertgrößte Stadt des Landkreises Böblingen, die ein wichtiges Zentrum für umliegende Gemeinden darstellt.

Das Trinkwasser von Herrenberg kommt zu 80% aus Bodenseewasser und zu 20% aus Eigenwasser aus dem Wasserwerk Ammermühle. Dabei erhalten fast alle Haushalte der Stadt Mischwasser. Die Stadtteile Affstätt, Haslach, Kuppingen und Oberjesingen erhalten Trinkwasser vom Zweckverband Gäuwasserversorgung, das zu 50% aus Bodenseewasser besteht.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Herrenberg.

Wasserhärte in Herrenberg

Wasserhärte

11
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

11 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist mittelhart

Mit einer durchschnittlichen Wasserhärte von 11 °dH liegt die Wasserhärte in Herrenberg im mittelharten Bereich. Das bedeutet, dass sich eine durchschnittliche Menge an Mineralien im Trinkwasser befindet. Haushaltsgeräte verkalken nicht allzu schnell und ein zusätzlicher Enthärter ist beim Wäschewaschen nicht nötig.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Herrenberg

Nitrat

14,2 %*

7,1 / 50 mg/l
In Trinkwasser dürfen in Deutschland laut Trinkwasserverordnung maximal 50 mg Nitrat pro Liter enthalten sein. Somit liegt Herrenberg deutlich unter dem Richtwert. Entsprechend eignet sich das Trinkwasser zur Zubereitung von Babynahrung.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

10 %*

<0,001 / 0,01 mg/l
Blei kommt im Trinkwasser von Herrenberg so gut wie gar nicht vor. Jedoch können alte Rohrleitungen, die vor dem Jahr 1973 verlegt wurden, noch Bleirückstände enthalten und das Schwermetall so ins Leitungswasser abgeben.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

0 %*

0,005 / 2 mg/l
Auch für Kupfer gilt, dass trotz der niedrigen Messwerte am Hahn andere Werte auftauchen können, da alte Rohre und Armaturen das Wasser manchmal verunreinigen.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

5 %*

<0,001 / 0,02 mg/l
Nickel ist ein weiteres Schwermetall, das in größeren Mengen gesundheitsschädlich wirken kann. Der Grenzwert liegt in Deutschland bei 0,02 mg Nickel pro Wasser, sodass in Herrenberg kein Anlass zur Sorge besteht.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

10 %*

0,001 / 0,01 mg/l
Auch bei Uran unterschreitet das Herrenberger Trinkwasser den offiziellen Grenzwert von 0,01 mg pro Liter deutlich. Dieser Stoff ist in größeren Mengen für Säuglinge, Kleinkinder und Menschen mit kranken Nieren eine Gefahr.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Herrenberger Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Herrenberg?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

0,49 %*

Natrium

7,4 mg/l - Natrium ist ein wichtiger Bestandteil von Trinkwasser. Bis zu 250 mg pro Liter Wasser sind erlaubt. Das Mineral ist für den Wasserhaushalt und für die Reizleitung in Nerven- und Muskelzellen zuständig. Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt bei 1.500 mg Natrium.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
5,85 %*

Calcium

58,5 mg/l - Calcium ist einer der wichtigsten Stoffe für Knochen. Außerdem kümmert sich das Mineral um die die Erregbarkeit von Nerven und Zellen. Es kommt im Herrenberger Wasser in durchschnittlicher Menge vor. Erwachsene benötigen pro Tag 1.000 mg Calcium.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
3,66 %*

Magnesium

12,8 mg/l - Gemeinsam mit Calcium kümmert sich Magnesium um Magnesium um den Knochenaufbau und um die Erregbarkeit der Nerven. Sportler und Schwangere haben einen besonders hohen Bedarf an Magnesium. Für alle Erwachsenen sind 300 bis 350 mg pro Tag zu empfehlen.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,04 %*

Kalium

1,6 mg/l - Kalium arbeitet gemeinsam mit Natrium und Chlorid daran, den Wasserhaushalt im Körper zu steuern und die Leitung von Reizen für Nerven und Muskeln zu regulieren. Besonders häufig kommt das Mineral in Bananen vor. Erwachsen sollten täglich 4.000 mg Kalium zu sich nehmen.

MEHR INFOS ZU KALIUM
0,48 %*

Chlorid

11 mg/l - Auch Chlorid ist ein wichtiger Bestandteil von Wasser. Gemeinsam mit Natrium macht er die Kochsalzverbindung aus. Unter anderem kümmert sich das Mineral um die Magensäure. Es gilt ein Grenzwert von 250 mg pro Liter Trinkwasser. Der Tagesbedarf von Erwachsenen liegt bei 2.300 mg Chlorid.

MEHR INFOS ZU CHLORID
2,60 %*

Sulfat

39 mg/l - Sulfat hat ebenfalls einen Grenzwert von 250 mg pro Liter Wasser, der in Herrenberg deutlich unterschritten wird. Dieses Mineral reguliert den Proteinstoffwechsel, die Festigkeit von Haut und Haaren und die Verdauung. Ein genauer Tagesbedarf ist nicht festgelegt, aber mindestens 100 mg Sulfat pro Tag sind empfehlenswert.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Herrenberg besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Herrenberg zuständig?

Die Stadtwerke Herrenberg sind dafür zuständig, die Qualität des Wassers zu überwachen. Das Trinkwasser aus der Bodenseeversorgung wird bereits in hoher Qualität geliefert. Das Eigenwasser aus dem Wasserwerk Ammermühle, das aus Grundwasser besteht, muss noch aufbereitet werden. Danach wird das Mischwasser an die Kernstadt sowie in die Stadtteile Kayh, Mönchberg und Gültstein geleitet.

Regelmäßige Wasserproben durch die Stadtwerke sowie durch unabhängige Labore garantieren, dass das Herrenberger Leitungswasser die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung unterschreitet. Zudem können die Stadtwerke bei eventuell erhöhten Werten direkt aktiv werden.

Kontakt - Wasserwerke Herrenberg

Stadtwerke Herrenberg

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Offenbach
Störungsannahme:
07032 948111

Welche Parameter können im Herrenberger Leitungswasser bedenklich werden?

Im Herrenberger Leitungswasser gibt es keinerlei bedenkliche Parameter. Selbst die Werte für Nitrat, die in anderen Städten und ländlichen Regionen oft etwas erhöht sind, sind hier sehr niedrig. Dies ist vor allem dem hohen Anteil an Bodenseewasser zu verdanken, das für seine gute Qualität bekannt ist.

Davon abgesehen stellen Schadstoffe für es gar keine Grenzwerte gibt wie Arzneimittelrückstände, diverse Pestizide oder Mikroplastik auch in Herrenberg ein mögliches Problem dar. Auch die Leitungen in ihrem Gebäude können giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer an das Wasser abgeben.

Vitalhelden

Wasser testen oder
direkt filtern?

Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

Testen ist teuer
Test verbessert nichts
Test nur Momentaufnahme
Filter sind günstig
Filter sind nachhaltig
Filter stoppt Schadstoffe
Ihr Wasser schmeckt
Jetzt Lösungen kennenlernen!

Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Herrenberg

Um das Grundwasser rund um Herrenbergs Wasserwerk in Ammermühle zu schützen, gibt es hier ein Wasserschutzgebiet. Dieses ist in drei Zonen unterteilt. Je nach Zone sind bestimmte landwirtschaftliche und industrielle Aktivitäten sowie Bauarbeiten streng verboten und werden mit Bußgeldern geahndet.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Herrenberg

Im Süden von Herrenberg gibt es ein Hallenbad und seit 2015 hat die Stadt auch ein Naturfreibad. Dies musste jedoch wegen einer hohen Keimbelastung wiederholt schließen. Seit Mai 2017 konnte das Freibad jedoch wieder in die Badesaison starten. Darüber hinaus gibt es im Land Baden-Württemberg über 300 Badestellen, die fast alle eine gute bis sehr gute Wasserqualität aufweisen und von Herrenberg aus gut zu erreichen sind.

Besonderheiten zum Herrenberger Trinkwasser

Das Herrenberger Trinkwasser zeichnet sich durch seine besonders gute Qualität aus. Dies lässt sich damit erklären, dass ein Großteil des Leitungswassers der Stadt aus dem Bodensee stammt. Jedoch garantieren die Stadtwerke diese Wasserqualität nur bis zum Hausanschluss. Dementsprechend sollten Kunden regelmäßig überprüfen, dass auch direkt am Hahn eine gute Wasserqualität gegeben ist.

Häufig gestellte Fragen zum Herrenberger Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Herrenberger Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Herrenberg wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Herrenberger Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Herrenberger Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Herrenberger Leitungswasser trinken?

Die Herrenberger Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Herrenberg sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Herrenberger Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Herrenberg über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Herrenberger Trinkwasser Legionellen?

Die Herrenberger Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

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