Wasserqualität in
Kaarst

Trinkwasser und Wappen Kaarst

Kaarster Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 30. Juni 2021
Lesedauer: 12 Minuten

Die Stadt Kaarst gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf und erstreckt sich linksrheinisch zwischen Düsseldorf und Mönchengladbach. Damit die Stadt tagtäglich mit erstklassigem Trinkwasser beliefert werden kann, sorgen die Verantwortlichen im Wasserwerk Büttgen-Driesch dafür, dass bei allen Proben, Analysen und weiteren erforderlichen Maßnahmen nicht nur Hygienevorschriften beachtet werden, sondern auch die Maßgaben der Trinkwasserverordnung, die z.B. die zulässigen Grenzwerte für die einzelnen Parameter im Wasser festlegt.

Schaut man in die Trinkwasseranalyse, die die Kreiswerke Grevenbroich auch für das Wasserwerk Büttgen-Driesch erstellt, kann man sich über die Messwerte und die Wasserhärte informieren und daraus die gute Wasserqualität ableiten.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Kaarst.

Wasserhärte in Kaarst

Wasserhärte

12,98
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

12,98 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist mittelhart

Der offizielle Wert 12,98 dH zeigt, dass das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Büttgen-Driesch im mittleren Härtebereich liegt. Die Härte des Wassers hängt vom Zusammenspiel zwischen Magnesium und Calcium ab, da die beiden Mineralstoffe für den Kalkgehalt verantwortlich sind.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Kaarst

Nitrat

44,2 %*

22,1 / 50 mg/l
Nitrat ist ein natürliches Salz, das auf Stickstoff beruht. Überweidung und Überdüngung führen zum gefährlichen Anstieg. Dies ist im Kaarster Wasser jedoch nicht der Fall, da der Wert bei 22,1 mg/l liegt und der in der Trinkwasserverordnung festgelegte Grenzwert bei 50 mg/l.
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Blei

10 %*

<0,001 / 0,01 mg/l
Moderne Analysen können den geringen Bleigehalt im Kaarster Trinkwasser fast schon nicht mehr feststellen. Dennoch sind ständige Prüfungen notwendig, weil mit Blei belastetes Trinkwasser auf Dauer die Gesundheit schädigt.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

0 %*

0,002 / 2 mg/l
Das Schwermetall Kupfer wirkt sich auf lange Sicht gesundheitsschädigend aus, auch wenn der Organismus einen gewissen Kupfergehalt benötigt. In Kaarst liegt der Messwert allerdings mit 0,002 mg/l weit unter dem Grenzwert.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

10 %*

<0,002 / 0,02 mg/l
Über Schwerindustrie gelangt Nickel ins Grundwasser und muss entsprechend aufbereitet werden, denn es gilt als gesundheits-schädigendes Schwermetall. In Kaarst gibt es derzeit jedoch keinen Grund zur Sorge, da der Nickelwert den Grenzwert weit unterschreitet.
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Uran

43 %*

0,0043 / 0,01 mg/l
Uran zählt zu den natürlichen Elementen und ist etwa in Gesteinsschichten zu finden. Allerdings handelt es sich gleichzeitig um ein giftiges und radioaktives Schwermetall, das durch Auswaschungen ins Grundwasser gelangt. Daher legte man in der Trinkwasserverordnung den Grenzwert bei 0,01 mg/l fest.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Kaarster Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Kaarst?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

3,41 %*

Natrium

51,1 mg/l - Für die Nerven- und Muskelfunktionen ist Natrium zwar lebensnotwendig. Doch kann eine erhöhte Natriumaufnahme wiederum die Gesundheit schädigen. Deshalb gilt in der Trinkwasserverordnung der Grenzwert von 200 mg/l, während das Kaarster Trinkwasser nur auf 51,1 mg/l kommt.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
6,30 %*

Calcium

63 mg/l - Calcium ist unter anderem wichtig für den Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen. Weil der Körper selbst kein Calcium bildet, ist es wichtig, den Bedarf durch die Nahrungsaufnahme zu decken.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
5,14 %*

Magnesium

18 mg/l - Auch Magnesium gehört zu den Mineralstoffen, die für den Organismus von Bedeutung sind. Es wirkt auf Nerven- und Muskelzellen und auf den Stoffwechselhaushalt. Eine Unterversorgung kann zu Muskelproblemen und Herzrhythmusstörungen führen.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,12 %*

Kalium

4,8 mg/l - Im Kaarster Trinkwasser ist Kalium vorhanden, jener Mineralstoff, der das Nervensystem unterstützt, den Flüssigkeitshaushalt ausgleicht und Muskelkontraktionen und Blutdruck beeinflusst.

MEHR INFOS ZU KALIUM
2,13 %*

Chlorid

49 mg/l - Zu den wichtigsten Elektrolyten gehört Chlorid, denn der Mineralstoff wirkt z.B. auf die Herztätigkeit. Insofern ist ein entsprechender Chloridgehalt im Trinkwasser unabdingbar. Im Kaarster Leitungswasser liegt er gemäß Trinkwasseranalyse bei 49,0 mg/l.

MEHR INFOS ZU CHLORID
6,87 %*

Sulfat

103 mg/l - Der Sulfatwert beträgt in Kaarster Wasser 103 mg/l. Sulfat zählt zu den Schwefelverbindungen und unterstützt den Aufbau der Proteine sowie den Gallefluss.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Kaarst besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Kaarst zuständig?

Die Kreiswerke Grevenbroich und das Wasserwerk Büttgen-Driesch sind für die Wasseraufbereitung und die ständigen Analysen gemäß Trinkwasserverordnung zuständig. Für mehr als 43.500 Menschen stellte man 2019 in der Stadt Kaarst rund 2,17 Millionen m³ Leitungswasser zur Verfügung. Allein diese Fakten zeigen, welch große Verantwortung die Spezialisten Tag für Tag tragen, um eine einwandfreie Wasserqualität zu gewährleisten.

Kontakt - Wasserwerke Kaarst

Kreiswerke Grevenbroich GmbH / Wasserwerk Büttgen-Driesch

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Offenbach
Störungsannahme:
02182-17-268

Welche Parameter können im Kaarster Leitungswasser bedenklich werden?

Die aktuelle Trinkwasseranalyse zeigt ein positives Bild hinsichtlich der gemessenen Werte. Dennoch ist es wichtig, diese regelmäßig zu überprüfen.

Wie in vielen Gegenden in Deutschland stellt auch Nitrat ein großes Problem dar. Der Wert selbst wird in der Wasseranalytik als Indikator für ausgebrachte Düngemittel verwendet. Das Nitrat ist im Trinkwasser nicht das große Problem, sondern vielmehr die damit einhergehenden schädlichen Schwermetalle z.B. Blei, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Arsen und Uran.

Hinzu kommen bei konventioneller Landwirtschaft diverse Rückstände von Spritzschutz- und Pflanzenschutzmitteln. Bei intensiver Düngung und Ausbringung um Kaarst können sich diese im Boden anreichern und über die Pflanzen in die Nahrungskette sowie das Grundwasser gelangen.

Auch wenn Landwirtschaft und Trinkwassergewinnung einem Nutzungskonflikt unterliegen, muss die Wasserqualität gewährleistet sein. Deshalb gingen die Kreiswerke Grevenbroich zusammen mit den Neusser Stadtwerken bereits 1993 eine Kooperation mit ansässigen Landwirten ein, um sicherzustellen, dass in den entsprechenden Wasserschutzgebieten und ihren Einzugsgebieten eine grundwasserschonende Bewirtschaftung erfolgt.

Vitalhelden

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Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Kaarst

Im Kaarster Stadtgebiet liegt das Wasserwerk Büttgen-Driesch, das 1959 erstmals in Betrieb ging und im Jahr 2000 erweitert wurde. 8 Förderbrunnen bringen das Grundwasser an die Oberfläche, wo es geprüft, analysiert und aufbereitet wird. Die 2 Reinwasserbehälter haben ein Speichervolumen von 8.000m³, außerdem befindet sich am Wasserwerk noch ein Versickerungsteich mit Feuchtbiotop. Rund um die Brunnen und Wasserwerke, die zu den Kreiswerken Grevenbroich gehören, wurden sowohl Schutzzonen (I – III) als auch Wasserschutzgebiete eingerichtet.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Kaarst

Nur einen Katzensprung vom Kaarster Stadtrand entfernt liegt mit dem Kaarster See ein schöner Doppel-See, der gerade bei Badegästen viel Zuspruch findet. Ein weiteres Kleinod lockt weiter südlich bei Dormagen: der Straberger See mit seinem „Strabeach“. Tauchfans kommen im nebenan liegenden Goldberger See auf ihre Kosten. Regelmäßige Kontrollen werden durchgeführt, um eine ständig gute Wasserqualität sicherzustellen.

Besonderheiten zum Kaarster Trinkwasser

Kaarst und Umgebung waren schon um 1655 bekannt für zahlreiche Wasseradern. Viele Bäche und nicht zuletzt der Rhein formten die Landschaft. Mit der Zeit verschwanden die Fließgewässer aus der Landschaft und stehende Gewässer, die sich durch Auskiesung bildeten, setzten neue Akzente. Dazu zählt der heutige Kaarster See (Großer und Kleiner See), der um 1934 entstand. 1950 gab die Firma Wickum ein flaches Areal an der Westseite zum Schwimmen frei. Aus dem heißgeliebten „Baggerloch“ wurde 1961 offiziell der „Kaarster See“, der auch heute noch beliebt ist bei Alt und Jung.

Häufig gestellte Fragen zum Kaarster Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Kaarster Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Kaarst wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Kaarster Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Kaarster Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Kaarster Leitungswasser trinken?

Die Kaarster Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Kaarst sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Kaarster Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Kaarst über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Kaarster Trinkwasser Legionellen?

Die Kaarster Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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