Wasserqualität in
Kärnten

Trinkwasser und Wappen in Kärnten

Leitungswasser in Kärnten - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 3. November 2021
Lesedauer: 11 Minuten

Kärnten ist das südlichste Bundesland Österreichs und erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 9.500 km². Dabei grenzt es im Nordosten an die Steiermark, im Nordwesten an Salzburg, im Westen an Osttirol und im Süden an die italienischen Regionen Venetien und Friaul sowie an Slowenien. Zahlreiche Täler charakterisieren die Landschaft in der Ostalpenregion, deren bedeutendster Fluss die Drau ist.

In Kärnten leben ca. 562.000 Menschen, die auf eine kontinuierliche Trinkwasserversorgung vertrauen. Und um genau diese kümmern sich Stadt- und Wasserwerke gleichermaßen. Das Trinkwasser stammt aus Quell- und Grundwasser und fließt nach umfangreichen Proben und Analysen sowie ggf. notwendiger Aufbereitungsverfahren in die Haushalte, damit der tägliche Bedarf, der bei rund 130 Litern pro Tag und pro Person liegt, gedeckt werden kann.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Kärnten.

Wasserhärte in Kärnten

Die Kärntner Wasserversorger stellen in öffentlich zugänglichen Trinkwasseranalysen der Bevölkerung die aktuellen Messwerte des Trinkwassers zur Verfügung. Enthalten sind u.a. Daten zur jeweiligen Wasserhärte an den Messstellen. Da sich diese aber in den unterschiedlichen Städten und Regionen befinden, schwanken die Werte.

Die durchschnittliche Wasserhärte liegt in Kärnten bei niedrigen 6 dH, was weichem Wasser entspricht. Durchaus treten im Bundesland aber Schwankungen zwischen 2 und 20 dH auf. So misst man beispielsweise in Reißeck Tratten 2 dH, während der Wert in Reißeck Litzldorf bereits bei 12,5 dH liegt. Die Stadtwerke Klagenfurt teilen mit, dass es sich beim örtlichen Trinkwasser um hartes Wasser handelt, dessen Härtegrad zwischen 17 und 20 dH schwankt. Für den Kalkgehalt sind hauptsächlich die Mineralstoffe Calcium und Magnesium verantwortlich, die der Körper selbst nicht bilden kann. Weil er aber darauf angewiesen ist, um z.B. Zähne und Knochen zu erhalten, trinkt man sicherlich gerne das eine oder andere Glas Wasser mehr.

Für die Bevölkerung in Villach stammt das Wasser aus Thomas- und Unionquelle sowie aus den Grundwasservorkommen in Urlaken und aus dem Grundwasserbrunnen St. Magdalen. Und auch hier registriert man unterschiedliche Härtegrade: „mäßig hartes Wasser“ (9,2 – 10,8 dH) stammt aus der Union-Quelle und „ziemlich hartes Wasser“ aus der Barbara-Quelle (12,8 dH) sowie aus dem Brunnen Urlaken (14,8 – 15 dH).

Weitere Trinkwasseranalysen veröffentlichen Wasserversorger etwa für die Städte Sankt Veit an der Glan, Friesach, Wolfsberg und Feldkirchen.

Wünschen Sie zusätzliche Information zum Thema Trinkwasser in Kärnten, finden Sie am Ende des Artikels in den FAQs Interessantes und Wissenswertes, etwa zu Kärntner Städten wie Velden am Wörther See, Finkenstein am Faaker See und Völkermarkt.

Informationen zur Kärntner Wasserqualität

Beste Trinkwasserqualität ist zu jeder Zeit das oberste Gebot der Wasserversorger. Wie schnell das Wasser jedoch gesundheitsschädigende Formen annehmen kann, zeigen Vorfälle in der Kärntner Vergangenheit.

Starke Verunreinigungen durch Zink, Kupfer und Blei stellte man 2018 in Pörtschach fest. Hier waren sowohl das Warmwasser als auch das Stagnationswasser betroffen. Da man veraltete Leitungen und Armaturen dafür verantwortlich machte, riet man der Bevölkerung zu diesem Zeitpunkt, Wasser zunächst ablaufen zu lassen und Kaltwasser zu nutzen.

Gleichzeitig war die Wasserversorgungsanlage Turracher Höhe betroffen, der daraufhin mangelhafte Trinkwasserqualität bescheinigt wurde. Nach wenigen Tagen konnte allerdings Entwarnung gegeben werden.

Im August 2021 warnte man die Gemeinde St. Georgen am Längsee vor einer akuten Trinkwasserverunreinigung. Starke Gewitter waren möglicherweise die Ursache, die dazu führten, dass die Bewohner das Trinkwasser mehrere Tage lang abkochen mussten.

Im September 2021 stellte man in Wolfsberg eine weitere Trinkwasserkontaminierung fest, die auf eine Verunreinigung im Quellbereich zurückzuführen war. Man riet auch in diesem Fall der Bevölkerung, das Trinkwasser nur in abgekochtem Zustand zu verwenden, bis Entwarnung gegeben werden konnte.

Wie gut ist die österreichische Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Kärnten zuständig?

Für die Aufbereitung des Wassers und die Einhaltung der Analysewerte sind in Kärnten sowohl die Wasserversorger als auch die angeschlossenen Wasserwerke zuständig. Zu diesen Wasserwerken zählen das Wasserwerk Fürnitz, das Wasserwerk Spittal an der Drau, das Wasserwerk der Marktgemeinde Weißenstein, das Städtische Wasserwerk der Stadt Villach sowie die Wassergenossenschaft St. Jakob im Rosental.

Prüfungen und Analysen finden in diversen festgesetzten Intervallen statt.

Man unterscheidet im Bundesland Kärnten zwischen Eigenkontrolle und Fremdüberwachung. So sind die Betreiber der Wasserversorgungsanlagen dazu verpflichtet, ständige Kontrollen durchzuführen. Schließlich sind sie dafür verantwortlich, die Haushalte kontinuierlich mit bestem Trinkwasser zu versorgen, welches auch auf lange Sicht gesund sein muss.

Zudem verpflichten sie sich gemäß § 134 Wasserrechtsgesetz dazu, ihre Anlagen überprüfen zu lassen und die jeweiligen Berichte der Wasserrechtsbehörde vorzulegen. Diese lässt wiederum die Prüfberichte von Amtssachverständigen erneut kontrollieren.

Kontakt - Wasserwerke Kärnten

  • Fragen Sie bei ihrer Ortschaft nach oder nutzen Sie eine Suchmaschine um ihr zuständiges Wasserwerk zu ermitteln.

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Offenbach

Welche Parameter können im Kärntner Leitungswasser bedenklich werden?

Damit das Trinkwasser nicht nur Heute sondern auch in Zukunft das bestgeprüfte Lebensmittel bleibt, sind tagtäglich umfangreiche Proben und Analysen wichtig. Denn so sorgsam man auch testet: Es gibt zahlreiche Parameter, die gesundheitsschädigende Wirkung auf den Organismus ausüben können.

Deshalb haben sich Wasserversorger und Wasserwerke gleichermaßen dazu verpflichtet, die Vorschriften der Trinkwasserverordnung einzuhalten. In dieser Verordnung sind sämtliche Parameter genannt, die ständig überprüft werden müssen. Grenzwerte zeigen an, welche Konzentration eines Stoffes in jenen roten Bereich führen, in dem er den Menschen gefährlich werden kann. Um welche Parameter es sich in der geltenden Trinkwasserverordnung handelt, können Sie hier nachlesen.

Während die Spezialisten vor Ort regelmäßig Wasserproben nehmen und Analysen durchführen, sind unabhängige Institute und Gesundheitsbehörden damit betraut, zusätzliche Prüfungen in festgelegtem oder unverhofftem Turnus vorzunehmen.

Zu den bedenklichen Parametern zählt beispielsweise Nitrat. Vielerorts kommt es auf landwirtschaftlichen Nutzflächen zur Überdüngung oder Überweidung. Klärgruben und Mistlagerstätten tragen ebenfalls zum Anstieg der Nitratwerte im Grundwasser bei.

Arzneimittel, Mikroplastik oder Pestizide/Pflanzenschutzmittel sind weitere Auslöser für eine Verunreinigung des Grundwassers. Und nur durch umfangreiche Aufbereitungsmethoden gelingt es, eine Belastung des Trinkwassers zu reduzieren bzw. gänzlich aufzuheben.

So streng die Vorgaben in der Trinkwasserverordnung auch sind, sie beziehen sich nicht auf Messwerte, die innerhalb der Haushalte zustande kommen. Daher ist es sinnvoll, selbst einmal gerade dort die Trinkwasserwerte zu überprüfen, wo noch alte Blei- und Kupferrohre verbaut oder alte Armaturen installiert sind. Schließlich gelangen durch sie gesundheitsschädigende Partikel in das Trinkwasser.

Vitalhelden

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Woher kommt das Trinkwasser in Kärnten?

Das Trinkwasser in Kärnten stammt hauptsächlich aus diversen Quellen der Bergregionen sowie aus Grundwasservorkommen. Von dort wird es über Brunnenanlagen gefördert, aufbereitet und an die Haushalte weitergeleitet. Im Jahr 2017 betrug die Länge des Kärntner Wasserleitungsnetzes rund 4.710 km.

Zum Schutz des Quell- und Grundwasservorkommens richtet man Schutzzonen der Kategorien I bis III rund um die Brunnen und Wasserwerke sowie Wasserschutzgebiete für die jeweiligen Einzugsgebiete ein. Sie definieren eindeutige Ge- und Verbote sowie strenge hygienische und chemische Regelungen.

So bestehen beispielsweise im Klagenfurter Raum laut Auskunft der Stadtwerke Klagenfurt Wasserschutzgebiete mit einer Fläche von insgesamt 761 Hektar. Hier schloss man Bewirtschaftungsverträge mit den Landwirten und stellte zahlreiche Ackerflächen auf Brachen und Biolandwirtschaft um.

Weitere Informationen

Das Bleistätter Moor galt vor langer Zeit zu den größten Moorgebieten Kärntens, denn es erstreckte sich über eine Fläche von etwa 600 Hektar. Um 1930 begann man mit dem Bau von Entwässerungsanlagen, um das Moor trockenzulegen und die Fläche landwirtschaftlich nutzen zu können. Aufgrund der in diesem Zusammenhang ausgeschwemmten Pflanzenschutz- und Düngemittel in den Ossiacher See sowie über die Tiebel verschlechterte sich die Wasserqualität sehr.

In den Folgejahren erkannte man das Problem und erreichte über die Sanierung und Flutung des westlichen Moorgebietes eine Verbesserung der Wasserökologie. Seit Jahrzehnten sind nun die Tiebelmündung sowie angrenzende Flächen als Landschafts- und Naturschutzgebiet ausgewiesen. Im Jahr 2002 ging man noch einen Schritt weiter und erzielte eine Nominierung als Natura 2000-Gebiet sowie als Europaschutzgebiet Tiebelmündung. Mittlerweile wurde das gesamte Flutungsbecken als Natura 2000-Gebiet anerkannt.

Seit der Flutung und Renaturierung des Bleistätter Moores im Frühjahr 2017 gibt ein rund sieben Kilometer langer Wanderweg eindrucksvolle Einblicke in diese atemberaubende Region.

Häufig gestellte Fragen zum Kärntner Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Kärntner Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Kärnten wird gemäß der Kärntner Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Kärntner Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Kärntner Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Kärtner Leitungswasser trinken?

Die Kärntner Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Die Kärntner Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Kärnten sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Kärntner Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. Normalerweise wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Kärnten über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Kärntner Trinkwasser Legionellen?

Die Kärntner Wasserwerke liefern ausnahmslos aufbereitetes Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im Kärntner Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

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