Wasserqualität in Backnang
Wasserhärte in Backnang
12,1–13,0 °dH
mittel · 2 Versorgungszonen
Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.
Welche Zone versorgt mich?
Das Trinkwasser in Backnang hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte liegt je nach Versorgungszone bei 12,1 oder 13,0 °dH und fällt in beiden Fällen in den Härtebereich mittel. Die Stadtwerke Backnang weisen im Analyseblatt 2025 zwei getrennte Zonen aus.
Der überwiegende Teil des Stadtgebiets erhält Fernwasser der Landeswasserversorgung aus dem Donauried bei Ulm mit 25 mg/l Nitrat. Maubach Süd und der Stiftsgrundhof werden aus dem Wasserwerk Murrtal versorgt: 17 mg/l Nitrat, mehr Magnesium, weniger Calcium.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
13,0°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,3. Gilt für die härteste Zone.
Waschmittel
mittel
Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
12
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
2
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
2 VersorgungszonenTrinkwasserwerte Backnang nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Backnang GmbH.
| Parameter | HB Steinbach, HB Waldheim, HB Galgenberg, HB Horbach, Neuschöntal/Wasserturm — Wasser von der Landeswasserversorgung (Donauried/Ulm) | Maubach Süd, Stiftsgrundhof — Wasserwerk Murrtal | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 13,0 | 12,1 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 75 | 60 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 11 | 16 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 2 | 1,7 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 12 | 10 | 200 | 6 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | 25 | 17 | 50 | 50 % des Grenzwerts |
| Sulfatmg/l | 18 | 23 | 250 | 9 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 30 | 21 | 250 | 12 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| pH-Wert | 7,6 | 7,6 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 522 | 469 | 2790 | 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <1 | <1 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Kupfermg/l | <0,005 | <0,005 | 2 | unter Bestimmungsgrenze |
| Nickelµg/l | <2 | <2 | 20 | unter Bestimmungsgrenze |
| Uranµg/l | 0,82 | 0,49 | 10 | 8 % des Grenzwerts |
| Arsenµg/l | <1,0 | <1,0 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Summe PFAS-20µg/l | n.d. | n.d. | 0,1 | 0 % des Grenzwerts |
| Pestizide gesamtµg/l | <0,029 | <0,025 | 0,5 | unter Bestimmungsgrenze |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. HB Steinbach, HB Waldheim, HB Galgenberg, HB Horbach, Neuschöntal/Wasserturm — Wasser von der Landeswasserversorgung (Donauried/Ulm), 2025 · Maubach Süd, Stiftsgrundhof — Wasserwerk Murrtal, 2025
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.
Blei, Kupfer, Nickel, Uran, Arsen, PFAS und Pestizide waren ursprünglich in mg/l angegeben; hier stehen sie in µg/l umgerechnet, nur Kupfer bleibt bei mg/l.
Die 2790 µS/cm im PDF sind ein Grenzwert, kein Messwert — gemessen wurden 522 beziehungsweise 469 µS/cm, und die stehen hier.
2 Zonen, eine Grenze: Alle Werte enden am Hausanschluss
Welche Zone Ihre Adresse versorgt, entscheidet über die Zahlen in der Tabelle. Über das, was danach passiert, entscheidet sie nicht: Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen, in keiner der 2 Zonen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.
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Der überwiegende Teil des Stadtgebiets trinkt Fernwasser: Es stammt aus dem Donauried bei Ulm, wird von der Landeswasserversorgung gefördert und aufbereitet und über den Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg nach Backnang geliefert. Ein kleiner Teil dagegen wird weiterhin vor Ort gewonnen, im Wasserwerk Murrtal. Zwei Herkünfte, zwei Untergründe — und deshalb zwei Analysen für ein Stadtgebiet.
Zwei Versorgungszonen, zwei verschiedene Wässer
Welche Zone hinter dem eigenen Hahn steht, lässt sich mit öffentlich zugänglichen Unterlagen nur grob bestimmen. Eine straßengenaue Karte der Versorgungsgebiete veröffentlichen die Stadtwerke nicht. Wer es für seine Adresse genau wissen will, fragt dort nach — die Antwort entscheidet, welche Spalte der Tabelle unten gilt.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Backnang auf Rang 142 — weicher als 60 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Backnang · 13,0 °dH
Nitrat erreicht die Hälfte seines Grenzwerts
Das ist der einzige Parameter der gesamten Untersuchung, der in diese Größenordnung kommt.
Das Donauried ist eine flache, intensiv bewirtschaftete Talebene, in der das Grundwasser vergleichsweise oberflächennah steht — Düngung wirkt sich dort schneller aus als in tiefen, gut geschützten Grundwasserleitern.
Bemerkenswert ist der Vergleich innerhalb der Stadt: Das örtlich gewonnene Wasser aus dem Murrtal kommt auf 17 mg/l und liegt damit deutlich niedriger, obwohl auch das Murrtal landwirtschaftlich geprägt ist. Einen Anteil daran haben die zahlreichen Wasserschutzgebiete im Rems-Murr-Kreis, die rund um die Gewinnungsanlagen Bebauung, Bodeneingriffe und Düngung einschränken.
Woher das Backnanger Trinkwasser kommt
Aus zwei Richtungen: aus dem Donauried bei Ulm und aus dem Murrtal vor der Haustür. Wenn Ihnen das Wasser zeitweise nach Schwimmbad riecht, ist das der wahrscheinlichste Grund — was dahintersteckt, steht in unserem Beitrag zu Chlor im Trinkwasser.
Passend zu diesen Werten
- Schwermetalle aus dem Trinkwasser filtern
- Den Geschmack von Leitungswasser verbessern
- Woher unser Trinkwasser kommt
- Die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung
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Was hinter dem Hausanschluss in Backnang passiert
Die Verantwortung der Stadtwerke Backnang endet am Hausanschluss. Alles danach gehört dem Eigentümer oder Vermieter, und über diesen Abschnitt sagt keine Analyse des Versorgers etwas aus. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge mit tagelangen Standzeiten, Biofilme, Metalle aus Armaturen: All das entsteht hinter der Übergabestelle. Drei Dinge helfen, ohne dass sie etwas kosten:
- Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — so lange, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das ist der wirksamste Handgriff überhaupt.
- Kein Warmwasser zum Kochen oder Trinken verwenden. Im warmen Wasser lösen sich Metalle leichter, und zwischen etwa 25 und 50 °C vermehren sich Legionellen — ein Thema des Warmwassers, nicht des Kaltwassernetzes.
- Bei Verdacht auf alte Leitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. In Backnanger Altbauten sind Bleileitungen nicht ausgeschlossen; der bestehende Beitrag nannte dafür Häuser mit Baujahr vor 1973 als Anhaltspunkt. Für diesen einen Fall ist eine Analyse tatsächlich sinnvoll, weil die Versorgerdaten dazu nichts hergeben.
Ihr Wasserversorger
Stadtwerke Backnang GmbH
- Trinkwasserwerte und Analysen: swbk.de
- Störungsannahme: 07191 17617
Filterleistung
Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
- Arzneimittelrückstände
- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Backnang bedenkenlos trinken?
Ja. Alle Werte des Analyseblatts 2025 halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, in beiden Versorgungszonen. Der höchste Einzelwert im Verhältnis zu seinem Grenzwert ist Nitrat mit 25 von 50 mg/l im Fernwasser.
Der übliche Vorbehalt gilt in Backnang wie überall: Die Zuständigkeit der Stadtwerke endet am Hausanschluss, danach ist der Eigentümer verantwortlich. Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, lassen Sie besser kurz ablaufen, bevor Sie es trinken oder zum Kochen nehmen.
Wie hart ist das Wasser in Backnang?
Je nach Versorgungszone 12,1 oder 13,0 °dH. Beide Werte gehören zum Härtebereich mittel, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz von 8,4 bis 14,0 °dH festlegt.
Für den Haushalt heißt das: Waschmittel nach der Stufe „mittel“ dosieren, in ganz Backnang gleich. Ein Enthärtersalz im Geschirrspüler ist bei diesen Werten sinnvoll, ein zusätzlicher Enthärter beim Wäschewaschen nicht nötig. Die Regeneriereinstellung der Spülmaschine stellen Sie auf 12 bis 13 °dH beziehungsweise auf rund 2,2 mmol/l.
Ist das Wasser in allen Backnanger Stadtteilen gleich?
Nein. Die Stadtwerke Backnang führen zwei Versorgungszonen mit unterschiedlicher Herkunft. Die Hochbehälter Steinbach, Waldheim, Galgenberg und Horbach sowie Neuschöntal/Wasserturm bekommen Fernwasser aus dem Donauried, Maubach Süd und der Stiftsgrundhof Wasser aus dem Wasserwerk Murrtal.
Im Alltag ist der Unterschied klein: 0,9 °dH Härte, gleicher pH-Wert. Deutlicher sind Nitrat (25 gegenüber 17 mg/l) und das Verhältnis von Calcium zu Magnesium. Welche Zone eine bestimmte Adresse versorgt, beantworten die Stadtwerke auf Anfrage.
Woher kommt das Trinkwasser in Backnang?
Größtenteils aus dem Donauried bei Ulm. Die Landeswasserversorgung fördert und bereitet es dort auf, der Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg liefert es nach Backnang, die Stadtwerke verteilen es über die Hochbehälter.
Ein kleinerer Teil stammt aus eigener Gewinnung: Das Wasserwerk Murrtal versorgt Maubach Süd und den Stiftsgrundhof. Bis 1875 gab es überhaupt keine Hausanschlüsse in Backnang — das Wasser kam aus über 50 Brunnen im Stadtgebiet.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Backnang trinken?
Ja. Leitungswasser, das die Trinkwasserverordnung erfüllt, eignet sich für die Zubereitung von Säuglingsnahrung, und beide Backnanger Zonen erfüllen sie. Der oft genannte kritische Parameter Nitrat liegt bei 25 beziehungsweise 17 mg/l, der Grenzwert bei 50 mg/l.
Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die eigene Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf alte Bleileitungen im Haus hilft nur eine Probe am eigenen Hahn.
Ist im Backnanger Trinkwasser Chlor?
Für das Fernwasser aus dem Donauried wird Chlordioxid als Desinfektionsmittel genannt, neben Ozon, Eisenchloridsulfat, Calciumhydroxid und Natriumorthophosphat. Chlordioxid hält das Wasser auf dem langen Transportweg mikrobiologisch stabil und ist bei Fernwasserleitungen üblich.
Wahrnehmbar ist es allenfalls als leichter Schwimmbadgeruch, meist direkt nach dem Aufdrehen. Wer es loswerden will: Ein offenes Glas eine halbe Stunde stehen lassen genügt oft schon, weil die Verbindung ausgast.
An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Backnang?
An die Störungsannahme der Stadtwerke Backnang unter 07191 17617. Dort laufen der Entstördienst Trinkwasser, der Entstördienst Siele für Verstopfungen im Abwassernetz und der Dienst für Druckentwässerungsanlagen zusammen.
Zuständig sind die Stadtwerke bis zum Hausanschluss. Braunes Wasser nach Bauarbeiten im Netz oder ein plötzlicher Druckabfall gehören dorthin. Probleme, die nur eine einzelne Wohnung betreffen — etwa ein verkalkter Perlator oder eine tote Leitung —, sind Sache des Eigentümers oder Vermieters.




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