Trinkwasser in Ludwigsburg: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Ludwigsburg

9,1113,4 °dH

mittel · 2 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Ludwigsburg hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, und kein Messwert erreicht die Hälfte seines Grenzwerts. Ludwigsburg hat zwei Versorgungszonen: 9,11 °dH mit Bodenseewasser und 13,4 °dH mit Wasser der Landeswasserversorgung. Beide Werte liegen im gesetzlichen Härtebereich mittel.

Der Unterschied von gut vier Grad deutscher Härte entsteht nicht im Ludwigsburger Untergrund, sondern durch zwei Fernleitungen aus verschiedenen Einzugsgebieten. Welcher Stadtteil aus welcher Zone gespeist wird, veröffentlicht die SWLB nicht.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

13,4°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,4. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

mittel

Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Versorgungszone Bodensee-Wasserversorgung (BWV)
9,11
°dH · mittel
Teil des SWLB-Netzes, gespeist mit Fernwasser der Bodensee-Wasserversorgung; die Zuordnung einzelner Stadtteile veröffentlicht die SWLB nicht
Versorgungszone Landeswasserversorgung (LW)
13,4
°dH · mittel
Teil des SWLB-Netzes, gespeist mit Fernwasser der Landeswasserversorgung; die Zuordnung einzelner Stadtteile veröffentlicht die SWLB nicht

Die Werte auf einen Blick

11

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

3

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

2 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Ludwigsburg nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH (SWLB).

ParameterVersorgungszone Bodensee-Wasserversorgung (BWV)Versorgungszone Landeswasserversorgung (LW) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH9,1113,4Mineralstoff
Calciummg/l5077Mineralstoff
Magnesiummg/l8,610,9Mineralstoff
Kaliummg/l1,42,2Mineralstoff
Natriummg/l5,611,9200 6 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l422,150 44 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l3422,9250 14 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l7,730,5250 12 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,997,626,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm3395202790 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<0,5<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l0,00041<0,0012 0 % des Grenzwerts
Nickelµg/l<0,5<120 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l1,11,010 11 % des Grenzwerts
Arsenµg/l0,64<0,510 6 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/l<0,1<0,10,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Versorgungszone Bodensee-Wasserversorgung (BWV), Jahresmittelwerte 2024 · Versorgungszone Landeswasserversorgung (LW), Jahresmittelwerte 2024

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Die Spurenstoffe stehen im Bericht in mg/l; für diese Seite sind sie in µg/l umgerechnet.

2 Zonen, eine Grenze: Alle Werte enden am Hausanschluss

Welche Zone Ihre Adresse versorgt, entscheidet über die Zahlen in der Tabelle. Über das, was danach passiert, entscheidet sie nicht: Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen, in keiner der 2 Zonen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 16 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Vom Untergrund dieser Landschaft kommt im Wasserhahn allerdings nichts an. Ludwigsburg fördert kein eigenes Trinkwasser. Was aus der Leitung läuft, ist zweimal Fernwasser: einmal aus dem Bodensee, gut 200 Kilometer südlich, einmal aus dem Einzugsgebiet der Landeswasserversorgung. Die Härte im Wasserkocher entscheidet sich trotzdem nicht in Ludwigsburg, sondern an der Frage, welche der beiden Fernleitungen die eigene Straße speist.

Warum Ludwigsburg zwei Wasserhärten hat

Weil die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim zwei Vorlieferanten haben, deren Wasser sich chemisch deutlich unterscheidet: 9,11 °dH in der Versorgungszone der Bodensee-Wasserversorgung, 13,4 °dH in der Versorgungszone der Landeswasserversorgung.

Das Bodenseewasser wird aus 60 Metern Tiefe entnommen. Die Landeswasserversorgung arbeitet dagegen mit Quellwasser, Grundwasser und Flusswasser. Entsprechend mehr steckt darin — 77 mg/l Calcium, 10,9 mg/l Magnesium, 520 µS/cm.

Der Unterschied fällt woanders auf: 13,4 °dH liegen nur sechs Zehntel unter der Grenze zu hart, und ein Wasserkocher zeigt das nach ein paar Wochen deutlich schneller als bei 9,11.

Auch der pH-Wert unterscheidet die beiden Zonen, wenn auch weniger auffällig: 7,99 im Bodenseewasser, 7,62 im Landeswasser. Beide liegen im leicht alkalischen Bereich, den die Trinkwasserverordnung mit 6,5 bis 9,5 zulässt, und beide sind hoch genug, dass Metalle aus Hausleitungen nicht nennenswert in Lösung gehen. Für den Geschmack spielt der pH-Wert in dieser Spanne keine Rolle — er ist eher ein Hinweis darauf, wie das Wasser sich gegenüber Kupfer, Zink und Zement in der Installation verhält.

Welche Adresse zu welcher Zone gehört, lässt sich nicht sagen. Die SWLB nennt für Ludwigsburg und Kornwestheim die Spanne 9,1 bis 13,4 °dH und weist die beiden Zonen getrennt aus, veröffentlicht aber keine Stadtteilzuordnung und keine Netzkarte dazu. Wer den Wert für die eigene Straße braucht, fragt bei der SWLB nach. Eine dritte Spalte im Analysebericht, überschrieben mit „Mischwasser", ist laut Fußnote ein rechnerischer Mittelwert aus beiden Zonen und betrifft Kornwestheim, nicht Ludwigsburg.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Ludwigsburg auf Rang 135 — weicher als 57 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Ludwigsburg · 13,4 °dH

Nitrat ist mit 44 % des Grenzwerts der höchste Wert

Interessanter ist der Vergleich der beiden Zonen miteinander: Beim Nitrat liegt der Faktor bei fünfeinhalb. Das ist kein Qualitätsurteil, sondern eine Herkunftsangabe. Nitrat stammt überwiegend aus der Landwirtschaft, und ein Grundwasserleiter unter bewirtschafteten Flächen führt zwangsläufig mehr davon als ein See, der aus dem Alpenrhein gespeist wird. Wer in Ludwigsburg 22,1 mg/l im Glas hat, trinkt Wasser mit einer anderen Vorgeschichte als der Nachbar zwei Straßen weiter.

50 Parameter umfasst der veröffentlichte Jahresbericht. PFAS sind nicht darunter. Das heißt nicht, dass welche gefunden wurden — es heißt, dass zu dieser Stoffgruppe für Ludwigsburg keine Zahl vorliegt, die wir zeigen könnten. Andere Versorger führen sie inzwischen auf, die SWLB in diesem Bericht nicht.

Woher das Ludwigsburger Trinkwasser kommt

Von zwei Fernwasserversorgern, keiner davon aus der Region. Beide bereiten mehrstufig auf und behandeln mit Ozon. Ozon ist ein starkes Oxidationsmittel, das im Netz zerfällt und keinen dauerhaften Rückstand hinterlässt — anders als eine Chlorung, die im Wasser messbar bleibt.

Die Analysewerte, die auf dieser Seite stehen, stammen aus dem Jahresbericht der SWLB für 2024; es sind Jahresmittelwerte über ein ganzes Jahr, kein einzelnes Probenahmedatum. Das glättet kurzfristige Ausschläge, gibt dafür aber ein belastbareres Bild der Größenordnung als eine Stichprobe von einem beliebigen Dienstag.

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Was 9,11 bis 13,4 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Armaturen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht — liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und darüber sagt keine Analyse des Wasserwerks etwas aus. In einer Stadt mit viel Bestand aus den fünfziger und sechziger Jahren ist das der Teil, der tatsächlich variiert.

Drei Handgriffe, die konkret etwas bringen:

  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Genau dafür ist eine Analyse sinnvoll, denn der Bleiwert des Versorgers gilt für das Netz, nicht für Ihr Haus.

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
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  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Ludwigsburg bedenkenlos trinken?

Ja. In beiden Versorgungszonen werden die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten, und kein gemessener Wert erreicht auch nur die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Der übliche Vorbehalt gilt in Ludwigsburg wie überall: Die Verantwortung der SWLB endet am Hausanschluss. Was in Steigleitungen, Armaturen und selten genutzten Strängen passiert, steht in keinem Analysebericht. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen.

Wie hart ist das Wasser in Ludwigsburg?

Je nach Versorgungszone 9,11 oder 13,4 °dH. Beide Werte fallen in den Härtebereich mittel, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz von 8,4 bis 14,0 °dH ansetzt.

Einen gesetzlichen Bereich oberhalb von hart gibt es nicht, auch wenn im Netz Angaben wie „ab 21,3 °dH“ kursieren. Das Gesetz kennt genau drei Stufen: weich unter 8,4, mittel bis 14,0, hart darüber.

Ist das Wasser in allen Ludwigsburger Stadtteilen gleich?

Nein. Das SWLB-Netz hat zwei Versorgungszonen, zwischen denen gut vier Grad deutscher Härte liegen.

Eine Karte oder Stadtteilliste dazu veröffentlicht die SWLB nicht, deshalb steht hier auch keine. Wenn Sie den Wert für Ihre Adresse brauchen — etwa für den Härtegrad an der Spülmaschine —, fragen Sie ihn direkt beim Versorger ab. Ein Teststreifen aus dem Drogeriemarkt beantwortet dieselbe Frage in fünf Minuten und kostet wenig.

Woher kommt das Trinkwasser in Ludwigsburg?

Aus zwei Fernwasserleitungen: von der Bodensee-Wasserversorgung und von der Landeswasserversorgung. Eigenes Wasser fördert die Stadt nicht.

Das Bodenseewasser wird in 60 Metern Tiefe entnommen, die Landeswasserversorgung arbeitet mit Quellwasser, Grundwasser und Flusswasser. Beide bereiten mehrstufig auf und behandeln mit Ozon. Verteilt wird über rund 650 Kilometer Rohrnetz und sieben Speicheranlagen der SWLB, darunter vier Wassertürme.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Ludwigsburg trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Ludwigsburger Leitungswasser geeignet. Der Nitratwert liegt mit 4 mg/l in der einen und 22,1 mg/l in der anderen Zone unter dem Grenzwert von 50 mg/l, den die Trinkwasserverordnung auch für Säuglinge vorsieht.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Nehmen Sie das Wasser erst ab, wenn es gleichmäßig kalt nachläuft, und niemals aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist im Ludwigsburger Trinkwasser Chlor?

Im Regelfall nein. Beide Vorlieferanten behandeln mit Ozon, nicht mit Chlor. Ozon zerfällt im Netz und hinterlässt keinen Rückstand, der sich schmecken ließe.

Eine Chlorung ist in Deutschland eine Ausnahmemaßnahme, die ein Versorger nach mikrobiologischen Befunden anordnet und öffentlich bekannt gibt. Wenn Ihr Wasser plötzlich nach Schwimmbad riecht, steht die Antwort auf der Störungsseite der SWLB — nicht auf dieser Seite, die einmal jährlich aktualisiert wird.

An wen wende ich mich bei brauner Verfärbung oder einer Störung?

An die Störungsannahme der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim, Telefon 07141 910-2393. Zuständig ist die SWLB für die Trinkwasserversorgung bis zum Hausanschluss, außerdem für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Braunes Wasser kommt oft von aufgewirbelten Eisenablagerungen nach Arbeiten am Netz und verschwindet nach kurzem Ablaufenlassen. Bleibt es, ist der Versorger der richtige erste Anruf. Für alles hinter dem Hausanschluss ist dagegen der Eigentümer oder Vermieter zuständig.