Wasserqualität in Celle
Wasserhärte in Celle
6,56 °dH
weich
Das Trinkwasser in Celle hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Mit 6,56 Grad deutscher Härte ist das Celler Leitungswasser weich; der gesetzliche Härtebereich weich endet bei 8,4 °dH. Die Stadtwerke Celle versorgen das gesamte Stadtgebiet aus einer einzigen Versorgungszone, dem Wasserwerk Garßen.
Kein einziger der 47 untersuchten Parameter erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Gefördert wird aus 16 Brunnen in rund 70 Metern Tiefe; Eisen und Mangan werden im Wasserwerk entfernt.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
6,56°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 1,2.
Waschmittel
weich
Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen.
Kalk
kaum
Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
9
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
5
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
Trinkwasserwerte Celle nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Celle GmbH.
| Parameter | Wasserwerk Garßen | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 6,56 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 42,5 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 2,72 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 1,33 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 10,8 | 200 | 5 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | <0,500 | 50 | unter Bestimmungsgrenze |
| Sulfatmg/l | 42,3 | 250 | 17 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 12,8 | 250 | 5 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| pH-Wert | 7,7 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 293 | 2790 | 11 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <3 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Kupfermg/l | <0,020 | 2 | unter Bestimmungsgrenze |
| Nickelµg/l | <6 | 20 | unter Bestimmungsgrenze |
| Arsenµg/l | <0,2 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Garßen, Probenahme 07.07.2025 bis 04.08.2025 (Probe P25-2272)
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.
6,56 °dH: kaum Kalk — dafür aggressiver gegenüber Rohren
So weiches Wasser hinterlässt in Celle kaum Ablagerungen. Es nimmt dafür Metalle leichter auf als hartes Wasser. Genau das passiert hinter dem Hausanschluss, wo die Analyse des Versorgers endet: Blei, Kupfer und Nickel aus den eigenen Rohren stehen in keiner dieser Zahlen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 14 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.
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Mit dem Trinkwasser hat all das nichts zu tun, und genau das ist die interessante Nachricht. Es stammt damit aus Grundwasserstockwerken, die von der Oberfläche durch mächtige Sandpakete getrennt sind. Diese Sande sind eiszeitlich, quarzreich und kalkarm — Wasser, das sie durchsickert, findet wenig zu lösen. Deshalb enthält das Wasser hinter Garßen nur 42,5 mg/l Calcium und 2,72 mg/l Magnesium, und deshalb ist es mit 6,56 °dH weich. Derselbe Untergrund erklärt auch, warum das Rohwasser überhaupt aufbereitet werden muss: In den sauerstoffarmen Sanden Norddeutschlands gehen Eisen und Mangan in Lösung.
Sulfat ist mit 17 % des Indikatorwerts der höchste Wert
Zum einen ist er nicht selbstverständlich. Nitrat im oberflächennahen Grundwasser ist in Niedersachsen ein Dauerthema, und dass in Celle nicht einmal ein halbes Milligramm pro Liter ankommt, ist das Ergebnis der Tiefe, aus der gefördert wird, und der Schutzzonen um das Wasserwerk. Ein Wert von unter 0,5 mg/l ist keine Naturkonstante, sondern der Zustand eines gut geschützten Grundwasserleiters.
Zum anderen beschreibt der Bericht genau das, was er untersucht hat. Uran, PFAS und die Pestizidsumme sind in diesem Prüfbericht nicht enthalten; sie waren nicht Teil der Untersuchung. Wer diese Werte für Celle sucht, findet sie hier nicht — und ein fehlender Wert ist etwas anderes als ein niedriger.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Celle auf Rang 217 — weicher als 92 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Celle · 6,56 °dH
Woher das Celler Trinkwasser kommt und wer dafür zuständig ist
Anders als in vielen vergleichbar großen Städten gibt es in Celle keine zweite Versorgungszone: Alle Ortsteile bekommen dasselbe Wasser aus Garßen, mit denselben Werten. Wer in Celle umzieht, muss die Waschmaschine nicht neu einstellen.
Hinter dem Hausanschluss endet die Analyse
Was das Wasserwerk misst, gilt für das Wasser, das das Wasserwerk verlässt. Die Verantwortung der Stadtwerke endet am Hausanschluss; danach ist der Eigentümer oder Vermieter zuständig. Alte Leitungen, tote Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, Metalle aus Armaturen: All das entsteht hinter der Übergabestelle, und keine Analyse aus Garßen kann darüber etwas sagen. In Celle kommt ein Detail hinzu, das mit dem weichen Wasser zusammenhängt: Kalkarmes Wasser bildet in Rohren kaum Deckschichten aus, die Metall vom Wasser trennen. Der Blick auf die eigene Installation lohnt hier deshalb eher mehr als in einer Stadt mit hartem Wasser.
Drei Handgriffe, die konkret etwas bringen:
- Ablaufen lassen, wenn das Wasser über Nacht oder über den Urlaub in der Leitung stand — so lange, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das kostet nichts und wirkt am zuverlässigsten.
- Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen. Aus warmem Wasser lösen sich Metalle leichter, und der Warmwasserspeicher ist der Ort, an dem sich Keime vermehren.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen — in Häusern, die vor 1973 gebaut wurden, nicht ausgeschlossen — eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Das ist der eine Fall, in dem eine eigene Analyse tatsächlich etwas beantwortet, was der Versorger nicht beantworten kann. Worauf man in Altbauten achtet, steht in unserem Beitrag zu Bleileitungen in Altbauten.
Passend zu diesen Werten
- Welche Mineralien im Trinkwasser stecken
- Schwermetalle aus dem Trinkwasser filtern
- Den Geschmack von Leitungswasser verbessern
- Woher unser Trinkwasser kommt
- Die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung
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Ihr Wasserversorger
Stadtwerke Celle GmbH
- Trinkwasserwerte und Analysen: stadtwerke-celle.de
- Störungsannahme: 0800 7864357
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Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
- Arzneimittelrückstände
- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Celle bedenkenlos trinken?
Ja. Die Analyse des Wasserwerks Garßen umfasst 47 Parameter, und keiner davon erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Geprüft wird laufend, durch das Labor der Stadtwerke Celle und durch unabhängige Labore; die Aufsicht liegt beim Gesundheitsamt des Landkreises Celle.
Der übliche Vorbehalt betrifft nicht das Wasserwerk, sondern das Haus: Für alles hinter dem Hausanschluss haftet der Eigentümer oder Vermieter, nicht der Versorger.
Wie hart ist das Wasser in Celle?
Das Wasser in Celle hat 6,56 °dH und fällt damit in den Härtebereich weich, der nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz bis 8,4 °dH reicht. Im Prüfbericht der Stadtwerke steht derselbe Wert als 1,17 mmol/l.
Praktisch heißt das für Geräte: Geschirrspüler auf die niedrigste Enthärterstufe stellen, Regeneriersalz reicht entsprechend lange. Wasserenthärtungsanlagen für das ganze Haus haben in Celle keinen Zweck.
Ist das Wasser in allen Celler Stadtteilen gleich?
Ja. Celle hat nur eine Versorgungszone: Blumlage, Neuenhäusen, Klein Hehlen, Groß Hehlen, Altencelle, Westercelle, Vorwerk, Garßen und alle übrigen Ortsteile bekommen dasselbe Wasser aus dem Wasserwerk Garßen.
Das ist für eine Stadt dieser Größe nicht selbstverständlich. In den Nachbarkreisen sieht es anders aus: Gifhorn etwa wird aus zwei Versorgungsgebieten beliefert, deren Härte um mehr als 5 °dH auseinanderliegt. Wer aus Celle wegzieht, sollte die Werte also neu nachsehen.
Woher kommt das Trinkwasser in Celle?
Das Celler Trinkwasser ist reines Grundwasser aus dem Stadtgebiet. Sechzehn Brunnen des Wasserwerks Garßen fördern es aus rund 70 Metern Tiefe, geschützt durch ein abgestuftes Wasserschutzgebiet rund um das Gewinnungsgebiet.
Oberflächenwasser aus der Aller wird nicht verwendet, und anders als Hannover oder Hildesheim bezieht Celle auch kein Fernwasser aus dem Harz. Aufbereitet wird nur, was der Untergrund mitgibt: Eisen und Mangan werden im Wasserwerk entfernt.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Celle trinken?
Ja, das Celler Leitungswasser eignet sich für die Zubereitung von Säuglingsnahrung. Zum Vergleich: Abgefülltes Wasser darf nur dann als geeignet für Säuglingsnahrung gekennzeichnet werden, wenn es höchstens 20 mg/l Natrium, 240 mg/l Sulfat und 10 mg/l Nitrat enthält. Celle liegt mit 10,8 mg/l Natrium, 42,3 mg/l Sulfat und unter 0,5 mg/l Nitrat unter allen drei Marken.
Zwei Punkte betreffen die eigene Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nie Warmwasser für die Flasche verwenden.
Wie schmecken Kaffee und Tee mit Celler Leitungswasser?
Säurebetonter als in Städten mit hartem Wasser. Karbonat puffert die Säuren im Kaffee ab, und davon ist in Celle wenig vorhanden — Filterkaffee wirkt dadurch klarer und fruchtiger, kann bei hellen Röstungen aber auch spitz schmecken. Eine gröbere Mahlung oder eine dunklere Röstung gleicht das aus.
Schwarzer Tee bleibt klar, weil sich kein Kalkfilm auf der Oberfläche bildet. Dafür treten die Gerbstoffe deutlicher hervor, der Tee wirkt herber.
Ist im Celler Trinkwasser Chlor?
Im Normalbetrieb nicht. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn ein konkreter Anlass besteht, etwa nach einem Rohrbruch oder einem mikrobiologischen Befund im Netz. Eine dauerhafte Desinfektion des Celler Netzes ist nicht dokumentiert.
Kommt es doch einmal zu einer befristeten Chlorung, ordnet sie das Gesundheitsamt an und der Versorger gibt sie öffentlich bekannt. Ob gerade eine Maßnahme läuft, steht immer bei den Stadtwerken Celle, nicht auf dieser Seite — wir aktualisieren die Messwerte jährlich.




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