Trinkwasser in Hannover: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Hannover

2,713,0 °dH

mittel · weich · 2 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Hannover hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. enercity versorgt die Kernstadt durchgehend mit eigenem Grundwasser: 8,6 bis 13,0 °dH, Härtebereich mittel. Randbereiche des Netzes in Laatzen und Seelze erhalten Fernwasser aus dem Harz mit 2,7 bis 2,9 °dH, Härtebereich weich.

Kein Messwert erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Für das Eigenwasser veröffentlicht der Versorger keine Einzelwerte, sondern Jahresspannen über drei Wasserwerke.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Waschmittel

mittelje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Werte auf einen Blick

13

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

1

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

2 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Hannover nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: enercity AG.

Parameterenercity-Eigenwasser (Wasserwerke Fuhrberger Feld, Elze-Berkhof, Grasdorf)Fernwasser Harzwasserwerke GmbH (Talsperrenwasser) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH8,6–13,02,7–2,9Mineralstoff
Calciummg/l50–8815,3–16,3Mineralstoff
Magnesiummg/l4,3–11,02,5–2,9Mineralstoff
Kaliummg/l2,6–5,50,9–1,0Mineralstoff
Natriummg/l20–296,5–8,0200 bis 15 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l<2,0–5,96,2–8,050 bis 16 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,030,001–0,0030,5 bis 1 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l51–12022,7–27,4250 bis 48 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l31–629,3–10,9250 bis 25 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l<0,3<0,02–0,081,5 unter Bestimmungsgrenze
pH-Wert7,57–7,948,9–9,06,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm433–625138–1732790 bis 22 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<1<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,001–0,012<0,001–0,00132 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<1–3,9<120 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<0,5–0,6<0,110 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l<1<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/l<0,10,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. enercity-Eigenwasser (Wasserwerke Fuhrberger Feld, Elze-Berkhof, Grasdorf), Stand Februar 2026, Untersuchungen Januar bis Dezember 2025 · Fernwasser Harzwasserwerke GmbH (Talsperrenwasser), Stand Februar 2026, Daten Januar bis Dezember 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Die Summe der Pestizide ist beim Eigenwasser nur als unterhalb der Bestimmungsgrenze angegeben, ohne Zahl — deshalb fehlt sie in der Tabelle.

2 Zonen, eine Grenze: Alle Werte enden am Hausanschluss

Welche Zone Ihre Adresse versorgt, entscheidet über die Zahlen in der Tabelle. Über das, was danach passiert, entscheidet sie nicht: Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen, in keiner der 2 Zonen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 18 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Für das Trinkwasser ist aber weniger die Ebene entscheidend als das, was nördlich und südlich von ihr liegt. Den größten Teil gewinnt enercity als Grundwasser vor der eigenen Haustür: im Fuhrberger Feld nördlich der Stadt, in Elze-Berkhof und in Grasdorf. Dazu kommt Quellwasser aus dem Deister. Und dann gibt es eine zweite Herkunft, rund neunzig Kilometer weiter südlich — die Harzer Talsperren Grane und Söse. Ihr Wasser läuft über die Harzwasserwerke in einzelne Randbereiche des enercity-Netzes.

Zwei Wässer in einem Netz, und ein Vielfaches dazwischen

Das Eigenwasser ist damit je nach Vergleichspunkt drei- bis fast fünfmal so hart wie das Fernwasser — und der Grund dafür steht schon in der Herkunft.

Talsperrenwasser ist im Kern gesammelter Niederschlag. Es steht Wochen bis Monate im Becken, nicht Jahre im Boden, und das Gestein des Oberharzes gibt kaum Calcium und Magnesium ab. Übrig bleibt ein sehr weiches Wasser, das für das Leitungsnetz erst entsäuert werden muss; daher der ungewöhnlich hohe pH-Wert von 8,9 bis 9,0, der immer noch im zulässigen Bereich von 6,5 bis 9,5 liegt. Das Grundwasser im Fuhrberger Feld nimmt sich dagegen Zeit. Es sickert durch eiszeitliche Sande und hat auf diesem Weg Gelegenheit, Mineralstoffe aufzunehmen: 50 bis 88 mg/l Calcium und 4,3 bis 11,0 mg/l Magnesium stehen in der Analyse, gegenüber 15,3 bis 16,3 und 2,5 bis 2,9 mg/l im Talsperrenwasser.

Wer welches Wasser bekommt, lässt sich nur zum Teil sagen. Für die Kernstadt ist die Lage eindeutig: Hannover wird durchgehend mit enercity-Eigenwasser versorgt. Das Fernwasser betrifft Randbereiche des Netzes außerhalb der Stadt — Laatzen mit Ingeln, Össelse, Gleidingen und Teilen von Rethen sowie Seelzer Ortsteile, unter anderem Almhorst, Döteberg und Gümmer. Laatzen und Seelze sind eigenständige Städte in der Region Hannover, die enercity mitversorgt. Eine straßengenaue Zuordnung veröffentlicht der Versorger nicht. Für einzelne Adressen in diesen Ortsteilen lässt sich deshalb nicht belegen, welches der beiden Wässer ankommt; im Zweifel hilft nur die Nachfrage bei enercity.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Hannover auf Rang 142 — weicher als 60 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Hannover · 13,0 °dH

Wie hart das Wasser in Hannover ist

Eine Stufe „sehr hart" gibt es im Gesetz nicht, auch wenn sie im Netz häufig auftaucht — und der Durchschnittswert von 13 °dH, der früher an dieser Stelle stand, liegt am oberen Rand der heute veröffentlichten Spanne.

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Sulfat ist mit 48 % des Indikatorwerts der höchste Wert

Beim Nitrat dreht sich das Verhältnis der beiden Zonen sogar um. Das Grundwasser aus dem Fuhrberger Feld liegt zwischen der Bestimmungsgrenze von 2,0 und 5,9 mg/l, das weiche Talsperrenwasser aus dem Harz bei 6,2 bis 8,0 mg/l. Beide sind weit vom Grenzwert von 50 mg/l entfernt, aber das weichere Wasser ist beim Nitrat nicht das sauberere. Weiches Wasser ist eben nicht automatisch das bessere — es ist ein anderes.

Sie gilt für die Stoffe, die gemessen wurden: Die Analyse des Harzer Fernwassers führt 68 Parameter auf, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50. PFAS weist keine der beiden Analysen getrennt aus, Hydrogencarbonat ebenfalls nicht. Und sie gilt für den Ort der Probenahme — ein Bleiwert unter 1 µg/l im Wasserwerk sagt nichts über die Leitung in Ihrem Haus.

Mehr als 1.000 Proben jährlich stammen aus dem Versorgungsnetz und den Wasserwerken selbst, so dass auf Abweichungen schnell reagiert werden kann.

Was 2,7 bis 13 °dH im Haushalt bedeuten

Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, selten genutzte Stränge, Armaturen, der Warmwasserspeicher — liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und darüber kann keine Analyse des Wasserwerks Auskunft geben. Drei Handgriffe sind deshalb unabhängig von den Werten sinnvoll:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das kostet nichts und wirkt am meisten.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. In der Warmwasserleitung lösen sich Metalle leichter, und dort vermehren sich Keime, die im kalten Netz keine Rolle spielen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen in Altbauten eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Das ist der eine Fall, in dem eine eigene Analyse wirklich etwas beiträgt, weil die Werte des Versorgers dazu nichts sagen können.

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Hannover bedenkenlos trinken?

Ja. Beide Versorgungszonen halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, und kein Messwert erreicht die Hälfte seiner gesetzlichen Marke.

Der übliche Vorbehalt gilt in Hannover wie überall: Die Zuständigkeit von enercity endet am Hausanschluss. Was danach kommt, verantwortet der Eigentümer oder Vermieter. Lassen Sie Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, kurz ablaufen, bevor Sie es trinken oder zum Kochen nehmen.

Wie hart ist das Wasser in Hannover?

Im Stadtgebiet zwischen 8,6 und 13,0 °dH, das ist der Härtebereich mittel. In den Randbereichen des enercity-Netzes, die Fernwasser aus dem Harz erhalten, sind es 2,7 bis 2,9 °dH und damit weich.

Wenn Sie einen einzelnen Zahlenwert für ein Formular brauchen, etwa für die Einstellung eines Geräts, nehmen Sie den oberen Rand der Spanne. Damit dosieren Sie eher zu vorsichtig als zu knapp.

Ist das Wasser in allen Stadtteilen von Hannover gleich?

In der Kernstadt ja. Hannover wird durchgehend mit enercity-Eigenwasser versorgt, ein einheitliches Wasser aus drei Wasserwerken.

Unterschiedlich wird es erst am Rand des Netzes, außerhalb der Stadt: Teile von Laatzen und mehrere Seelzer Ortsteile bekommen Fernwasser der Harzwasserwerke, das deutlich weicher ist. Eine straßengenaue Karte dazu veröffentlicht enercity nicht. Wer dort wohnt und es genau wissen will, fragt am besten direkt beim Versorger nach.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Hannover trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist das Hannoversche Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt im Eigenwasser zwischen der Bestimmungsgrenze und 5,9 mg/l, im Fernwasser bei 6,2 bis 8,0 mg/l — der Grenzwert beträgt 50 mg/l. Natrium und Fluorid sind ebenfalls niedrig.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung.

Woher kommt das Trinkwasser in Hannover?

Überwiegend aus Grundwasser der Region: enercity fördert in den Wasserwerken Fuhrberger Feld nördlich der Stadt, Elze-Berkhof und Grasdorf. Dazu kommt Quellwasser aus dem Deister.

Rohwasser liefern außerdem die Harzer Talsperren Grane und Söse über die Harzwasserwerke. Dieses Fernwasser erreicht allerdings nur Randbereiche des Netzes, nicht die Kernstadt. Rund um die Brunnen gelten Wasserschutzgebiete, unter anderem im Fuhrberger Feld, in Ramlingen und im Deistervorland.

Ist im Hannoverschen Leitungswasser Chlor?

In den veröffentlichten Analysen von enercity und der Harzwasserwerke ist kein Chlor ausgewiesen. Eine dauerhafte Desinfektion des Trinkwassers ist in Deutschland nicht die Regel, sondern die Ausnahme.

Vorübergehend kann ein Versorger nach Rohrbrüchen oder Bauarbeiten am Netz chloren. Solche Maßnahmen werden bekannt gegeben und sind zeitlich begrenzt. Wenn Ihr Wasser plötzlich nach Schwimmbad riecht, hilft ein Blick auf die Störungsmeldungen des Versorgers.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Hannover?

An enercity. Die Störungsannahme ist rund um die Uhr unter 0511 430-5111 erreichbar, zuständig für Trinkwasser, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Für alles hinter dem Hausanschluss ist der Versorger nicht zuständig: tropfende Armaturen, brauner Rost nach längerem Stillstand oder Probleme mit dem Warmwasserspeicher gehören zum Eigentümer oder zur Hausverwaltung. Ein behördliches Abkochgebot würde das Gesundheitsamt der Region Hannover aussprechen.