Trinkwasser in Salzgitter: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Salzgitter

3,36,3 °dH

weich · 3 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Salzgitter ist mit 3,3 bis 6,3 °dH weich und hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Kein Messwert der drei Salzgitteraner Versorgungszonen erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Der Nitratgehalt liegt bei 5,7 bis 6,1 mg/l, der Grenzwert bei 50 mg/l.

Der Unterschied zwischen den Zonen kommt aus der Herkunft: aufbereitetes Talsperrenwasser aus dem Oberharz in zwei Zonen, ein Grundwasseranteil in der dritten. Welcher Stadtteil zu welcher der beiden nördlichen Zonen gehört, weisen die Analysen nicht aus.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

6,3°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 1,1. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

weich

Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen.

Kalk

kaum

Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Nördliches Stadtgebiet 1
3,3
°dH · weich
erste Versorgungszone im Norden der Stadt — schwach mineralisiertes, entsäuertes Wasser, in den Werten die Signatur von aufbereitetem Talsperrenwasser aus dem Oberharz
Nördliches Stadtgebiet 2
6,3
°dH · weich
zweite Versorgungszone im Norden der Stadt — rund doppelt so hoch mineralisiert wie die übrigen Zonen, mit Grundwasseranteil
Südliches Stadtgebiet und Stadtteil Osterlinde
3,8
°dH · weich
südliches Stadtgebiet sowie der eigens genannte Stadtteil Osterlinde — Werte praktisch wie in der ersten nördlichen Zone

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

3 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Salzgitter nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: WEVG Salzgitter GmbH & Co. KG.

ParameterNördliches Stadtgebiet 1Nördliches Stadtgebiet 2Südliches Stadtgebiet und Stadtteil Osterlinde Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH3,36,33,8Mineralstoff
Calciummg/l19,636,021,2Mineralstoff
Magnesiummg/l2,45,33,7Mineralstoff
Kaliummg/l0,91,30,9Mineralstoff
Natriummg/l8,916,68,7200 8 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l5,76,16,150 12 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l30,157,127,4250 23 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l8,723,212,9250 9 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert9,148,269,016,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm1773261902790 12 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<1,1<1,1<1,110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,010<0,010<0,0102 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<1,0<1,0<1,020 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<0,10,1<0,110 1 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<0,6<0,6<0,610 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/l<0,001<0,0010,1 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/l<0,030<0,030<0,0300,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Nördliches Stadtgebiet 1, 10.02.2026 · Nördliches Stadtgebiet 2, 10.12.2025 · Südliches Stadtgebiet und Stadtteil Osterlinde, 04.05.2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Die drei Zonenanalysen sind unterschiedlich alt: Nördliches Stadtgebiet 2 vom 10. Dezember 2025, Nördliches Stadtgebiet 1 vom 10. Februar 2026, Südliches Stadtgebiet und Osterlinde vom 4. Mai 2026. Der Vergleich zwischen den Zonen ist damit keine Momentaufnahme desselben Tages.

Blei, Nickel, Uran, Arsen, PFAS und die Pestizidsumme stehen in den Originalanalysen in mg/l; in der Tabelle sind sie ungerundet in µg/l umgerechnet.

Nicht jede Zone weist dieselben Summenparameter aus: Für Nördliches Stadtgebiet 1 fehlt die Summe PFAS-4, für Nördliches Stadtgebiet 2 fehlen PFAS-20 und PFAS-4 vollständig. Wo eine Zone einen Parameter nicht ausweist, steht hier auch kein Wert.

6,3 °dH: kaum Kalk — dafür aggressiver gegenüber Rohren

So weiches Wasser hinterlässt in Salzgitter kaum Ablagerungen. Es nimmt dafür Metalle leichter auf als hartes Wasser. Genau das passiert hinter dem Hausanschluss, wo die Analyse des Versorgers endet: Blei, Kupfer und Nickel aus den eigenen Rohren stehen in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Das Trinkwasser dagegen stammt kaum aus dem Salzgitteraner Untergrund. Der größte Teil wird herangeführt, aus der Granetalsperre im Oberharz, die die Harzwasserwerke betreiben. Der Oberharz besteht aus Grauwacke, Tonschiefer und Sandstein, also aus Gestein, das so gut wie keinen Kalk enthält. Regen, der darüber abläuft und in der Talsperre gesammelt wird, findet schlicht nichts zum Lösen. Deshalb stehen in der Analyse für die erste nördliche Zone 19,6 mg/l Calcium, 2,4 mg/l Magnesium und eine elektrische Leitfähigkeit von 177 µS/cm — das Maß für alles zusammen, was im Wasser gelöst ist.

Drei Versorgungszonen, zwei verschiedene Wässer

Für die Waschmitteldosierung gilt deshalb in ganz Salzgitter dieselbe Einstellung.

Der Unterschied entsteht nicht in der Aufbereitung, sondern bei der Herkunft. Nördliches Stadtgebiet 1 (3,3 °dH) und Südliches Stadtgebiet mit Osterlinde (3,8 °dH) ähneln sich in jeder Zeile: rund 20 mg/l Calcium, unter 31 mg/l Sulfat, unter 13 mg/l Chlorid, 177 und 190 µS/cm Leitfähigkeit. Das ist die Signatur von aufbereitetem Talsperrenwasser.

Nördliches Stadtgebiet 2 fällt heraus: 36,0 mg/l Calcium, 57,1 mg/l Sulfat, 23,2 mg/l Chlorid, 326 µS/cm — durchgehend ungefähr das Doppelte. So sieht Wasser aus, das durch Sedimente gelaufen ist und ihnen unterwegs etwas abgenommen hat. Die WEVG weist für diese Zone einen Grundwasseranteil aus, und neben den Harzwasserwerken tritt die Avacon Wasser GmbH, früher Purena, als zweiter Vorlieferant auf. In einer einzigen Stadt laufen damit zwei Wässer aus zwei ganz unterschiedlichen Landschaften ins Netz.

Von den drei Analysen nennt nur die dritte einen Stadtteil beim Namen, Osterlinde. Welche der nördlichen Stadtteile zur ersten und welche zur zweiten Zone gehören, steht dort nicht, und eine Karte dazu ist öffentlich nicht abrufbar. Verbindlich beantworten kann das für eine Adresse nur die WEVG.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Salzgitter auf Rang 219 — weicher als 93 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Salzgitter · 6,3 °dH

Warum der pH-Wert bei 9 liegt

Der hohe pH-Wert ist gewollt und eine Folge der Aufbereitung. In den beiden Zonen mit Talsperrenwasser misst die WEVG 9,14 und 9,01, in der dritten Zone 8,26. Die Trinkwasserverordnung lässt einen Bereich von 6,5 bis 9,5 zu; alle drei Werte liegen darin.

Talsperrenwasser kommt weich und leicht sauer an, weil es kaum gelöste Härtebildner mitbringt, die überschüssige Kohlensäure abpuffern könnten. Deshalb wird es entsäuert, bevor es ins Netz geht — die Kohlensäure wird ausgetrieben oder gebunden, der pH-Wert steigt. Ein pH von 9,14 ist an dieser Stelle also keine Auffälligkeit, sondern eine Schutzmaßnahme für das Rohrnetz und für die Leitungen im Haus.

Zugleich ist es der einzige Wert der drei Analysen, der überhaupt in die Nähe einer gesetzlichen Grenze kommt: 0,36 Einheiten unter der Obergrenze.

Woher das Salzgitter Trinkwasser kommt

Salzgitter bezieht sein Trinkwasser aus zwei Richtungen: aus dem Hochbehälter Lindenberg und, seit 2016, aus der Granetalsperre im Oberharz. Das Talsperrenwasser durchläuft einen zweifachen Filterungsprozess und anschließend eine Desinfektion, bevor es verteilt wird. Rund um die Granetalsperre und im Einzugsgebiet der Harzwasserwerke im Harz liegen weitläufige Wasserschutzgebiete — das ist der Grund, warum in den Analysen bei Nitrat und Pestiziden so wenig steht.

Die WEVG betreibt das Netz und verantwortet die Qualität bis zum Hausanschluss. Erzeugt wird ein großer Teil des Wassers aber von Vorlieferanten: der Harzwasserwerke GmbH für das Talsperrenwasser, der Avacon Wasser GmbH für den Grundwasseranteil. Wer nachvollziehen will, wie aus Regen über einer Talsperre Trinkwasser wird, findet dort die einzelnen Stufen.

Passend zu diesen Werten

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Sulfat ist mit 23 % des Indikatorwerts der höchste Wert

Langweilig ist das nur, wenn man Zahlen als Warnliste liest. Als Herkunftsnachweis gelesen, sagen dieselben Werte eine Menge. Ein Nitratwert von 6 mg/l ist in Niedersachsen, wo Nitrat aus der Düngung das Grundwasserthema schlechthin ist, keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis von Einzugsgebieten, die im bewaldeten Harz und in Schutzzonen liegen.

Das hat eine praktische Kehrseite. Weiches, schwach gepuffertes Wasser bildet in den Leitungen kaum eine Kalkdeckschicht aus. Wo diese Schicht fehlt, steht das Wasser unmittelbarer mit dem Rohrmaterial in Kontakt. Die entscheidende Frage verschiebt sich damit vom Wasserwerk in den Keller: Ein unauffälliger Netzwert sagt in Salzgitter besonders wenig darüber aus, was am eigenen Hahn ankommt.

Ihr Wasserversorger

WEVG Salzgitter GmbH & Co. KG

Was 3,3 bis 6,3 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit der WEVG endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Armaturen, Warmwasserspeicher — gehört dem Eigentümer oder Vermieter. Drei Handgriffe decken das meiste ab:

  • Ablaufen lassen, wenn das Wasser länger in der Leitung stand, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste und wirksamste Schritt, und er kostet fast nichts.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen. Warmes Wasser löst Metalle leichter aus Leitungen und Armaturen, und in Speichern und selten genutzten Strängen finden Keime bessere Bedingungen als im kalten Netz.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen lohnt der Blick in den Keller. In Norddeutschland wurden Bleileitungen in Altbauten bis in die 1970er Jahre verlegt, und ein erheblicher Teil des Salzgitteraner Wohnungsbestands stammt aus dieser Zeit. Sicherheit bringt nur eine Probe am eigenen Hahn. Der Netzwert von unter 1,1 µg/l gilt für die Zone, nicht für Ihre Wohnung.

Stört trotzdem etwas — ein metallischer Ton, ein abgestandener Geruch, ein Beigeschmack, der erst am Hahn entsteht —, dann liegt die Ursache meist in den letzten Metern: ein verschmutzter Strahlregler, lange Standzeiten, ein alter Anschlussschlauch. Erst wenn diese ausscheiden, ist es die Zusammensetzung des Wassers selbst. Und die ändert man nicht im Wasserwerk, sondern zu Hause.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Salzgitter bedenkenlos trinken?

Ja. Alle drei Versorgungszonen halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, und kein Messwert erreicht auch nur die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Die Analysen umfassen 80 beziehungsweise 70 Parameter.

Der übliche Vorbehalt gilt in Salzgitter wie überall: Die Verantwortung der WEVG endet am Hausanschluss, danach zählt die Installation im Gebäude. Lassen Sie Wasser, das länger in der Leitung stand, kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt.

Wie hart ist das Wasser in Salzgitter?

Zwischen 3,3 und 6,3 °dH, je nach Versorgungszone: Nördliches Stadtgebiet 1 hat 3,3 °dH, das südliche Stadtgebiet mit Osterlinde 3,8 °dH, Nördliches Stadtgebiet 2 kommt auf 6,3 °dH. Alle drei fallen in den Härtebereich weich.

Das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz zieht die Grenze zum Bereich mittel bei 8,4 °dH und zu hart bei 14,0 °dH. Für die Dosierung von Waschmittel gilt in ganz Salzgitter dieselbe Stufe.

Ist das Wasser in allen Stadtteilen von Salzgitter gleich?

Nein. Die WEVG betreibt drei Versorgungszonen, und eine davon unterscheidet sich deutlich: Nördliches Stadtgebiet 2 hat mit 36,0 mg/l Calcium und 326 µS/cm ungefähr doppelt so viel gelöste Stoffe wie die beiden anderen Zonen.

Welcher Stadtteil an welcher der beiden nördlichen Zonen hängt, geht aus den veröffentlichten Analysen nicht hervor. Namentlich genannt wird nur Osterlinde, das zur südlichen Zone gehört. Für eine bestimmte Adresse gibt allein die WEVG verbindlich Auskunft.

Woher kommt das Trinkwasser in Salzgitter?

Zum größten Teil aus dem Oberharz. Die Granetalsperre, betrieben von den Harzwasserwerken, liefert seit 2016 nach Salzgitter; dazu kommt der Hochbehälter Lindenberg. Das Talsperrenwasser wird zweifach gefiltert und anschließend desinfiziert.

Ein Teil des Netzes erhält zusätzlich Grundwasser über die Avacon Wasser GmbH, früher Purena. Beide Vorlieferanten zusammen erklären, warum die Zonen so unterschiedlich zusammengesetzt sind.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Salzgitter trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, das die Trinkwasserverordnung erfüllt — das trifft auf alle drei Salzgitteraner Zonen zu. Der Nitratwert liegt mit 5,7 bis 6,1 mg/l weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Natrium mit 8,7 bis 16,6 mg/l weit unter 200 mg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und kein Wasser aus der Warmwasserleitung verwenden.

Schmeckt Kaffee mit dem weichen Salzgitteraner Wasser anders?

Ja, meist heller und säurebetonter als mit hartem Wasser. Calcium und Magnesium binden während der Extraktion einen Teil der Aromastoffe; fehlen sie weitgehend, tritt die Fruchtsäure der Bohne deutlicher hervor.

Für Filterkaffee und Espresso ist das eher ein Vorteil, weil kein Kalk den Geschmack flach zieht und die Maschine nicht verkalkt. Wer den Kaffee zu sauer findet, mahlt feiner oder brüht etwas länger, statt am Wasser anzusetzen.

Ist im Salzgitteraner Trinkwasser Chlor?

Das Wasser aus der Granetalsperre wird nach einem zweifachen Filterungsprozess desinfiziert, bevor es ins Netz geht. Bei aufbereitetem Oberflächenwasser ist dieser Schritt üblich und vorgeschrieben, damit das Wasser auf dem Weg durch das Netz mikrobiologisch stabil bleibt.

Wie viel Desinfektionsmittel dabei ankommt, weisen die drei Zonenanalysen nicht aus — dazu können wir deshalb keine Zahl nennen. Ein leichter Geruch verfliegt in der Regel, wenn das Wasser offen steht.