Wasserqualität in Freising

Wasserhärte in Freising

19,4 °dH

hart

Das Trinkwasser in Freising hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Mit 19,4 °dH liegt Freising im Härtebereich hart. Kein untersuchter Wert erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts; am höchsten liegt Nitrat mit 20 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l.

Gut ein Drittel dieser Härte stammt vom Magnesium: 26,36 mg/l neben 95,48 mg/l Calcium. Das ist mehr als üblich und verweist auf den Dolomit im Alpenschotter, aus dem die Freisinger Stadtwerke fördern.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

19,4°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,5.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Einheitliches Versorgungsnetz der Freisinger Stadtwerke – Stadt Freising und 23 angeschlossene Ortschaften
19,4
°dH · hart
Stadt Freising und 23 angeschlossene Ortschaften, gespeist aus vier Wasserwerken mit sieben Flach- und Tiefbrunnen

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Freising nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH.

ParameterEinheitliches Versorgungsnetz der Freisinger Stadtwerke – Stadt Freising und 23 angeschlossene Ortschaften Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH19,4Mineralstoff
Calciummg/l95,48Mineralstoff
Magnesiummg/l26,36Mineralstoff
Kaliummg/l3,07Mineralstoff
Natriummg/l23,77200 12 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l20,050 40 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l36,8250 15 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l32,9250 13 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,276,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm7592790 27 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,012 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<120 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l210 20 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/ln.n.0,1 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/ln.n.0,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Einheitliches Versorgungsnetz der Freisinger Stadtwerke – Stadt Freising und 23 angeschlossene Ortschaften, Probenahme 19.01.2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Wo das Datenblatt bei PFAS-20, PFAS-4 und den Pflanzenschutzmitteln eine glatte 0 zeigt, schreiben wir „n.n." – nicht nachweisbar ist etwas anderes als gemessen null. Die Zahlen daneben, 0,00010 mg/l und 0,000020 mg/l, sind die Grenzwerte, keine Messwerte.

19,4 °dH sind Kalk — und Kalk ist nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Freising liegt rund 35 Kilometer nordöstlich von München am nördlichen Rand der Münchner Schotterebene, dort, wo die Isar aus der Ebene in das tertiäre Hügelland übergeht.

Der Untergrund, auf dem die Stadt steht, ist zugleich ihr Wasserspeicher. Der Schotter der Ebene stammt aus den Nördlichen Kalkalpen: Die Isar hat ihn über Jahrtausende aus dem Gebirge herausgetragen und hier abgelagert. Kalk und Dolomit bestimmen dieses Material. Dolomit ist ein Doppelcarbonat aus Calcium und Magnesium — und genau das steht hinterher im Analysebericht.

Wie hart ist das Wasser in Freising?

Interessanter als die Zahl ist ihre Zusammensetzung. Das ist ungewöhnlich viel: Über die 183 harten Versorgungszonen in unserem Datenbestand gerechnet liegt der Magnesiumanteil im Mittel bei 21 Prozent, Freising kommt auf 31 und steht damit auf Platz 23.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Freising auf Rang 44 — härter als 81 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Freising · 19,4 °dH

Nitrat ist mit 40 % des Grenzwerts der höchste Wert

Blei, Nickel und Arsen lagen jeweils unter 1 µg/l, Kupfer unter 0,01 mg/l — also unter der Bestimmungsgrenze des Labors. Für die Summe der PFAS-20, die Summe der PFAS-4 und die Summe der Pflanzenschutzmittel weist der Bericht keinen Stoff über der Bestimmungsgrenze aus: nicht nachweisbar.

Ein Grundwasserleiter unter einer intensiv bewirtschafteten Ebene, in dem weder PFAS noch Pflanzenschutzmittelrückstände messbar sind, ist nicht die Regel, sondern das Ergebnis von Schutzgebieten, die seit Jahrzehnten um die Brunnen herum gelten. Die ausgewiesenen Wasserschutzzonen um die vier Gewinnungsgebiete sind der Grund, warum diese Zeilen im Bericht leer bleiben.

Trotzdem ist es der höchste Ausnutzungsgrad aller 49 Parameter und mehr als das Doppelte des Medians unseres Datenbestands, der bei 9,55 mg/l liegt. Nur etwa jede sechste Versorgungszone kommt auf 20 mg/l oder mehr. Nitrat ist der Parameter, an dem sich Landwirtschaft über einem Grundwasserleiter am ehesten ablesen lässt, und Freising liegt zwischen Ackerland und Hopfengarten.

Woher das Freisinger Trinkwasser kommt

Das Trinkwasser für Freising stammt vollständig aus eigener Gewinnung im Stadtgebiet und im nahen Umland. Die Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH betreibt vier Wasserwerke an vier Standorten mit insgesamt sieben Brunnen. Flachbrunnen fassen das obere Grundwasserstockwerk, Tiefbrunnen reichen in tiefere und besser geschützte Schichten hinab; die Mischung aus beidem ist es, die am Ende aus dem Hahn kommt. Wie dieser Weg vom Regen bis zur Leitung im Einzelnen verläuft, beschreiben wir im Beitrag woher unser Trinkwasser kommt.

Verteilt wird das Wasser über ein einziges Netz. Stadt Freising und 23 angeschlossene Ortschaften bekommen dasselbe Wasser, ohne getrennte Druckzonen mit eigenen Analysen — deshalb steht in unserer Tabelle nur eine Spalte, und deshalb gilt der Härtewert 19,4 °dH für alle angeschlossenen Adressen gleichermaßen. Nicht zu verwechseln ist das mit dem Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Freising-Süd: Der versorgt Gemeinden im Umland, nicht die Stadt.

Passend zu diesen Werten

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Was hinter dem Hausanschluss in Freising passiert

Die Zuständigkeit der Freisinger Stadtwerke endet am Hausanschluss. Alles, was danach kommt — Steigleitungen, Armaturen, der Warmwasserspeicher, selten genutzte Stränge —, liegt beim Eigentümer oder Vermieter. Über diesen Teil sagt die Analyse des Wasserwerks nichts aus, und er ist erfahrungsgemäß der Teil, der den Unterschied macht.

Ihr Wasserversorger

Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Freising bedenkenlos trinken?

Ja. Die Analyse der Freisinger Stadtwerke vom 19. Januar 2026 umfasst 49 Parameter, und keiner davon erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Der höchste Ausnutzungsgrad liegt bei Nitrat mit 20 von 50 mg/l.

Der übliche Vorbehalt gilt in Freising wie überall: Geprüft wird bis zum Hausanschluss. Was in Ihrer eigenen Installation passiert, steht in keinem Versorgerbericht — lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen.

Wie hart ist das Wasser in Freising?

19,4 °dH. Das entspricht dem Härtebereich hart, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz ab 14 °dH definiert. Der Wert gilt für das gesamte Versorgungsnetz der Freisinger Stadtwerke.

Für Geschirrspüler mit Enthärtungsanlage ist das die Zahl, die Sie einstellen: 19,4 °dH, nicht der Härtebereich. Viele Geräte fragen nach Grad deutscher Härte, manche nach mmol/l — welche Einheit gemeint ist, steht in der Bedienungsanleitung.

Woher kommt das Trinkwasser in Freising?

Aus eigener Gewinnung im Stadtgebiet und im nahen Umland. Die Freisinger Stadtwerke betreiben vier Wasserwerke an vier Standorten mit zusammen sieben Brunnen, darunter Flach- und Tiefbrunnen. Externe Zulieferer braucht die Stadt nicht, und Oberflächenwasser wird nicht aufbereitet.

Das Rohwasser stammt aus dem Grundwasser unter der Münchner Schotterebene. Dieser Schotter ist Alpenmaterial, das die Isar über Jahrtausende aus den Nördlichen Kalkalpen herangetragen hat. Um die vier Gewinnungsgebiete sind Wasserschutzzonen ausgewiesen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Freising trinken?

Ja, Freisinger Leitungswasser eignet sich zur Zubereitung von Säuglingsnahrung. Der Nitratwert liegt mit 20 mg/l unter dem für Säuglinge maßgeblichen Grenzwert von 50 mg/l, Blei und Nickel liegen unter 1 µg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus hilft nur eine Probe am eigenen Hahn.

Ist das Wasser in allen Freisinger Ortsteilen gleich?

Ja. Die Freisinger Stadtwerke betreiben ein einziges Versorgungsnetz für die Stadt und 23 angeschlossene Ortschaften. Es gibt keine getrennten Versorgungszonen mit eigenen Analysewerten, deshalb gelten 19,4 °dH und alle übrigen Werte überall im Netz.

Das unterscheidet Freising von größeren Städten mit mehreren Hochbehältern, wo sich die Härte je nach Stadtteil um mehrere Grad unterscheiden kann. Wer im Landkreis außerhalb des Freisinger Netzes wohnt, bekommt sein Wasser womöglich von einem anderen Versorger — dann gelten dessen Werte.

Ist dem Freisinger Trinkwasser Chlor zugesetzt?

Im Analysebericht vom 19. Januar 2026 ist keine Desinfektion ausgewiesen. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn es einen konkreten Anlass gibt, etwa nach einem mikrobiologischen Befund, nach einem Rohrbruch oder nach Arbeiten am Leitungsnetz.

Solche Maßnahmen sind zeitlich begrenzt und werden vom Versorger und vom Gesundheitsamt bekanntgegeben. Ob gerade eine läuft, steht dort und nicht auf dieser Seite, die die Jahresanalyse wiedergibt. Ein chlorähnlicher Geruch ohne solche Meldung kommt meist aus der Hausinstallation.

Wer ist bei einer Störung der Wasserversorgung in Freising zuständig?

Die Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH. Die Störungsannahme ist unter 08161 183-382 erreichbar und zuständig für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz und für Störungen an Druckentwässerungsanlagen.

Bei Problemen, die erst hinter dem Hausanschluss auftreten — trübes Wasser nur an einer einzelnen Zapfstelle, Druckverlust in einer Wohnung, Verfärbungen nach langen Standzeiten —, ist dagegen der Eigentümer oder die Hausverwaltung der richtige Ansprechpartner.