Wasserqualität in Landshut

Wasserhärte in Landshut

20,2 °dH

hart

Das Trinkwasser in Landshut hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte beträgt 20,2 °dH und fällt in den Härtebereich hart. Kein einziger der 34 untersuchten Parameter erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Die Stadtwerke versorgen die Stadt aus einem einzigen Netz.

Das Wasser stammt aus den Brunnen Siebensee und Schloßberg im Isartal, gefördert aus rund 20 Metern Tiefe. Den höchsten relativen Wert hat Uran mit 4,0 µg/l bei einem Grenzwert von 10 µg/l.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

20,2°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,6.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Gesamtes Versorgungsnetz (Brunnen Siebensee und Schloßberg)
20,2
°dH · hart
gesamtes Stadtgebiet Landshut, versorgt aus den Brunnen Siebensee und Schloßberg

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Landshut nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Landshut.

ParameterGesamtes Versorgungsnetz (Brunnen Siebensee und Schloßberg) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH20,2Mineralstoff
Calciummg/l99,8Mineralstoff
Magnesiummg/l27,1Mineralstoff
Kaliummg/l2,8Mineralstoff
Natriummg/l13,7200 7 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l9,750 19 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l39250 16 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l22,9250 9 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
LeitfähigkeitµS/cm7032790 25 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l0,0112 1 % des Grenzwerts
Nickelµg/l<220 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l4,010 40 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/ln.n.0,1 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/ln.n.0,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Gesamtes Versorgungsnetz (Brunnen Siebensee und Schloßberg), Februar 2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Die Metallwerte stehen im Prüfbericht in mg/l; hier sind sie in µg/l angegeben, wie es die Trinkwasserverordnung führt.

20,2 °dH sind Kalk — und Kalk ist nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 16 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Derselbe Fluss liefert Landshut auch sein Trinkwasser, wenn auch nicht direkt aus dem Bett. Die Isar hat ihr Tal über Jahrtausende mit Kies aufgefüllt, den sie aus den Kalkalpen herangeschafft hat. In diesem Kieskörper steht das Grundwasser, das die Stadtwerke Landshut aus rund 20 Metern Tiefe fördern. Damit ist auch schon entschieden, wie das Wasser schmeckt: Regen sickert durch kalk- und dolomitreichen Alpenschotter, löst dabei Calcium und Magnesium heraus und steht wenige Meter tiefer als hartes Grundwasser an.

Wie hart ist das Wasser in Landshut?

Der Wert gilt für das gesamte Stadtgebiet — die Stadtwerke verteilen aus einem einzigen Netz, es gibt keine Stadtteile mit anderen Werten.

Hinter den 20,2 °dH stehen 99,8 mg/l Calcium und 27,1 mg/l Magnesium. Interessant ist das Verhältnis der beiden: Auf das Magnesium entfällt knapp ein Drittel der Gesamthärte. Das ist ein hoher Anteil, und er passt zum Isarschotter, in dem neben Kalkstein auch Dolomit liegt — ein Gestein, das Magnesium mitbringt, wo reiner Kalk nur Calcium liefert.

Bemerkenswerter ist, was in Landshut fehlt. Sulfat 39 mg/l, Chlorid 22,9 mg/l, Natrium 13,7 mg/l: Die Mineralisierung besteht fast ausschließlich aus Härtebildnern, alles andere ist gering. In Gipsregionen wie Unterfranken steigt mit dem Calcium auch das Sulfat auf mehrere hundert Milligramm, und dann schmeckt man das bitter. Landshuter Wasser ist hart, aber sonst unauffällig zusammengesetzt — Kalk ohne Beiwerk. Zur Leitfähigkeit von 703 µS/cm trägt praktisch nur der gelöste Kalk bei.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Landshut auf Rang 37 — härter als 84 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Landshut · 20,2 °dH

Uran ist mit 40 % des Grenzwerts der höchste Wert

Das ist der Befund des Prüfberichts vom Februar 2026, und er ist keine Verlegenheitsformulierung.

Uran im Grundwasser ist im Alpenvorland natürlichen Ursprungs: Es stammt aus den Sedimenten, durch die das Wasser läuft, nicht aus einem Eintrag von oben. Für Uran findet man gelegentlich die Angabe, der Grenzwert liege bei 15 mg/l. Das ist doppelt falsch, in der Zahl und in der Einheit.

Ein Brunnen, der aus rund 20 Metern fördert, holt junges Grundwasser herauf — Wasser, das vor Jahren als Regen auf die Felder gefallen ist, nicht vor Jahrzehnten. Solches Wasser bildet ab, was an der Oberfläche geschieht, und Landshut liegt mitten im niederbayerischen Ackerland. Ein Nitratwert von 9,7 mg/l ist unter diesen Bedingungen kein Naturzustand, sondern ein Ergebnis: der Wasserschutzgebiete am Wasserwerk Siebensee und in der Wolfsteinerau, in denen für Landwirtschaft, Bauarbeiten und Gewerbe strenge Auflagen gelten, und eines seit Jahren laufenden Pilotprojekts, das den Eintrag aus der Landwirtschaft im Einzugsgebiet senken soll.

Der Prüfbericht nennt für den pH-Wert keine Zahl, sondern die Spanne 7,2 bis 7,4. Und „nicht nachweisbar“ bei PFAS und Pflanzenschutzmitteln heißt: Kein Einzelstoff lag über der Bestimmungsgrenze des Labors. Welche Bestimmungsgrenze das war, weist der Bericht nicht aus.

Aus zwei Brunnen im Stadtgebiet: Siebensee und Schloßberg. In den Randgebieten kaufen die Stadtwerke zusätzlich Wasser aus benachbarten Gebieten zu.

Was 20,2 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit der Stadtwerke Landshut endet am Hausanschluss. Was danach kommt, verantwortet der Eigentümer oder Vermieter, und darüber sagt keine Analyse des Wasserwerks etwas aus. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen: All das entsteht hinter der Übergabestelle.

Praktisch sind es drei Handgriffe:

  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. In Bayern waren Bleileitungen historisch seltener als im Norden Deutschlands, in Häusern aus der Zeit vor 1973 sind sie aber nicht ausgeschlossen. Genau für diesen Fall ist eine eigene Analyse sinnvoll, weil die Werte des Versorgers dazu nichts sagen können.

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Landshut bedenkenlos trinken?

Ja. Der Prüfbericht der Stadtwerke Landshut vom Februar 2026 führt 34 Parameter auf, und keiner davon erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Der höchste relative Wert ist Uran mit 4,0 µg/l bei einem Grenzwert von 10 µg/l.

Der übliche Vorbehalt gilt in Landshut wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach entscheidet die Hausinstallation über das, was am Hahn ankommt. Wasser, das über Nacht oder über den Urlaub in der Leitung stand, vor dem Trinken kurz ablaufen lassen.

Wie hart ist das Wasser in Landshut?

20,2 °dH, das ist der Härtebereich hart. Diese Angabe gilt für das gesamte Landshuter Versorgungsnetz, das aus den Brunnen Siebensee und Schloßberg gespeist wird.

Ältere Beiträge nennen für Landshut 18,7 oder „beinahe 19“ °dH. Solche Zahlen stammen aus früheren Analysen; maßgeblich ist der jeweils aktuelle Prüfbericht der Stadtwerke. Am Härtebereich ändert die Abweichung nichts, denn hart beginnt nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz bei 14,0 °dH.

Woher kommt das Trinkwasser in Landshut?

Aus Grundwasser, gefördert im Stadtgebiet: Die Brunnen Siebensee und Schloßberg holen es aus rund 20 Metern Tiefe aus dem Kieskörper des Isartals. Oberflächenwasser aus der Isar wird nicht aufbereitet.

In den Randgebieten kaufen die Stadtwerke zusätzlich Wasser aus benachbarten Gebieten zu. Aufbereitet wird über Feinsiebanlagen und Filter. Den vollständigen Prüfbericht mit allen 34 Parametern veröffentlichen die Stadtwerke auf ihrer Wasserseite; er ist unten verlinkt.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Landshut trinken?

Für Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt, und das trifft auf Landshut zu. Der Nitratwert liegt bei 9,7 mg/l, der Grenzwert bei 50 mg/l.

Beim Uran wird gelegentlich ein Wert von 2 µg/l zitiert. Der gehört zu einer Kennzeichnungsregel für Flaschenwasser: Nur unterhalb dieser Marke darf Mineralwasser mit dem Hinweis auf die Eignung für Säuglingsnahrung verkauft werden. Für Leitungswasser gilt der Grenzwert von 10 µg/l, Landshut liegt bei 4,0. Wichtiger für die Flasche sind zwei Handgriffe: ablaufen lassen und kein Warmwasser verwenden.

Ist im Landshuter Trinkwasser Chlor?

Im Regelfall nicht. Deutsche Versorger desinfizieren nur, wenn ein Anlass besteht, etwa nach einem mikrobiologischen Befund oder nach Bauarbeiten am Netz. Landshut fördert Grundwasser und bereitet es über Feinsiebanlagen und Filter auf.

Kommt es doch einmal zu einer vorübergehenden Chlorung, informieren die Stadtwerke darüber, und der Grenzwert wird dabei eingehalten. Wahrnehmbar ist Chlor für viele Menschen schon weit unterhalb dieser Schwelle, als Geruch beim Einschenken. Aktivkohle bindet es zuverlässig.

Ist das Wasser in allen Landshuter Stadtteilen gleich?

Im Kern ja. Die Stadtwerke veröffentlichen einen Prüfbericht für das gesamte Versorgungsnetz, es gibt keine Zonengrenzen und keine Karte, in der Sie Ihre Adresse suchen müssten.

Eine Einschränkung nennen die Stadtwerke selbst: In den Randgebieten wird Wasser aus benachbarten Gebieten zugekauft. Wo dieses Wasser einspeist, können Härte und Mineralgehalt etwas abweichen. Eine eigene Analyse dafür ist nicht veröffentlicht, und der Härtebereich hart dürfte für die Waschmitteldosierung überall gelten.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Landshut?

An die Störungsannahme der Stadtwerke Landshut unter 0871 14362109. Zuständig ist sie für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Wichtig ist die Grenze der Zuständigkeit: Alles vor dem Hausanschluss ist Sache der Stadtwerke, alles dahinter Sache des Eigentümers oder Vermieters. Bei braunem Wasser nach Arbeiten am Netz hilft es meist, den Hahn einige Minuten laufen zu lassen, bis das Wasser wieder klar nachläuft.