Wasserqualität in Rosenheim
Wasserhärte in Rosenheim
18,3 °dH
hart
Das Trinkwasser in Rosenheim hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte liegt bei 18,3 °dH und fällt damit in den Härtebereich hart. Rosenheim hat nur eine Versorgungszone. Kein Messwert der Analyse vom 7. Juli 2026 erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.
Das Grundwasser stammt aus den eiszeitlichen Kiesen des Inntals. Mehr als ein Viertel der Härte geht auf Magnesium zurück — ein Fingerzeig auf den Dolomit der Kalkalpen.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
18,3°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,3.
Waschmittel
hart
Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.
Kalk
sichtbar
In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
12
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
2
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
Trinkwasserwerte Rosenheim nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Rosenheim GmbH & Co. KG.
| Parameter | Hochbehälter Kreut, Kammer 1 | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 18,3 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 95,0 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 22,0 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 2,2 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 9,5 | 200 | 5 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | 9,6 | 50 | 19 % des Grenzwerts |
| Sulfatmg/l | 25,3 | 250 | 10 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 12,0 | 250 | 5 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| pH-Wert | 7,26 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 657 | 2790 | 24 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <1 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Kupfermg/l | <0,20 | 2 | unter Bestimmungsgrenze |
| Nickelµg/l | <2 | 20 | unter Bestimmungsgrenze |
| Uranµg/l | 1 | 10 | 10 % des Grenzwerts |
| Arsenµg/l | <0,4 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Summe PFAS-20µg/l | <0,005 | 0,1 | unter Bestimmungsgrenze |
| Pestizide gesamtµg/l | <0,050 | 0,5 | unter Bestimmungsgrenze |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Hochbehälter Kreut, Kammer 1, 07.07.2026
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.
Für 2019 gibt es zusätzlich Radon-Sonderanalysen; sie stammen aber aus einem anderen Jahr und einem anderen Probenahmeort und stehen deshalb nicht in dieser Tabelle.
18,3 °dH sind Kalk — und Kalk ist nicht das Problem
Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.
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Rosenheim trinkt weder aus dem Inn noch aus dem Simssee, sondern aus dem Grundwasser unter der Talsohle. Und genau dort liegt der Grund, warum die Werte auf dieser Seite so aussehen, wie sie aussehen.
Das Becken, in dem die Stadt liegt, hat ein Gletscher ausgeräumt. Der Inn-Gletscher der letzten Eiszeit schob Gesteinsschutt aus den Nördlichen Kalkalpen bis weit ins Vorland und ließ ihn liegen, als er abschmolz: mächtige Kiese und Sande, überwiegend aus Kalk und Dolomit. Wasser, das durch solchen Kies sickert, löst Calcium und Magnesium — und sonst wenig. Genau das zeigt der Prüfbericht. Auf der einen Seite 95 mg/l Calcium und 22 mg/l Magnesium, auf der anderen 25,3 mg/l Sulfat und 12,0 mg/l Chlorid. Härte ja, alles Übrige kaum.
Wie hart ist das Wasser in Rosenheim?
Eine vierte Stufe „sehr hart“ kennt das Gesetz nicht, auch wenn die Bezeichnung im Netz kursiert — und mit ihr die Vorstellung, 18,3 °dH seien ein Grenzfall zu etwas Schlimmerem. Sie sind ein harter Wert, wie ihn Süddeutschland oft hat.
Im Netz kursiert für Rosenheim auch die Zahl 19,5 °dH — ein Durchschnittswert ohne Datum und ohne einzelnen Beleg. Am Härtebereich ändert die Differenz nichts, beide Zahlen liegen über 14.
Ungewöhnlich an den 18,3 Grad ist ihre Zusammensetzung. Rechnerisch stammen gut fünf Grad aus dem Magnesium und gut dreizehn aus dem Calcium — Magnesium trägt also mehr als ein Viertel der Rosenheimer Härte. Der Grund steckt im Kies: Dolomit ist ein Calcium-Magnesium-Carbonat und das prägende Gestein der Nördlichen Kalkalpen, aus denen der Inn seinen Schutt bezogen hat.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Rosenheim auf Rang 55 — härter als 76 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Rosenheim · 18,3 °dH
Leitfähigkeit ist mit 24 % des Indikatorwerts der höchste Wert
Nitrat liegt bei 9,6 mg/l, der Grenzwert bei 50. Blei, Nickel, Kupfer und Arsen wurden nicht oberhalb der Bestimmungsgrenze gefunden, ebenso wenig die Summe der zwanzig PFAS, die Summe der vier PFAS und die Summe der Pflanzenschutzmittel.
Es heißt, dass kein Einzelstoff über der Nachweisgrenze des Labors lag — bei beiden PFAS-Summen unter 0,005 µg/l, bei den Pflanzenschutzmitteln unter 0,050 µg/l. Rosenheim unterschreitet beide bereits heute. Der Versorger hat zusätzlich am 15. Juli 2025 eine eigene PFAS-Sonderanalyse an der Einlaufleitung des Hochbehälters Kreut untersuchen lassen, mit demselben Ergebnis.
Warum das nicht langweilig ist: Ein Nitratwert von 9,6 mg/l ist etwas anderes als einer von 45. Beide halten den Grenzwert ein, aber nur einer von beiden sagt etwas über das Einzugsgebiet aus. Das Rosenheimer Becken ist landwirtschaftlich genutzt, und Grundwasser unter solchen Flächen liegt vielerorts bei einem Mehrfachen dieses Wertes. Dasselbe Muster zeigt die Leitfähigkeit: 657 µS/cm sind für ein Wasser mit 18,3 °dH wenig. Fast die gesamte gelöste Fracht besteht aus Calcium und Magnesium — Natrium, Kalium, Chlorid, Sulfat und Nitrat kommen zusammen auf keine 60 mg/l. Unauffällige Werte sind eben nicht alle gleich unauffällig.
Woher das Rosenheimer Trinkwasser kommt
Aus dem Grundwasser des Inntals, gefördert im Wasserwerk Willig über sechs Vertikalfilterbrunnen. Rund um das Werk erstreckt sich ein weitläufiges Wasserschutzgebiet mit eigenen Regeln für die Nutzung des Bodens. Sand und Kies wirken dabei selbst als Filter — die Deckschichten über dem Grundwasserleiter sind der Grund, warum aus einem landwirtschaftlich geprägten Becken ein Wasser mit 9,6 mg/l Nitrat kommt.
Blei kommt darin nicht vor — wenn Blei im Rosenheimer Leitungswasser auftaucht, dann hinter dem Hausanschluss.
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Was 18,3 °dH im Haushalt bedeuten
Die Zuständigkeit der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Was danach passiert, verantwortet der Eigentümer oder Vermieter — und dazu kann keine Analyse des Wasserwerks etwas sagen. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen: All das entsteht hinter der Übergabestelle.
- Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — so lange, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das ist der einfachste und wirksamste Handgriff, und er kostet nichts.
- Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und Warmwasser ist der Ort, an dem sich Legionellen vermehren.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Der Prüfbericht weist Blei mit weniger als 1 µg/l aus, aber gemessen wurde im Hochbehälter, nicht in Ihrer Küche.
Ihr Wasserversorger
Stadtwerke Rosenheim GmbH & Co. KG
- Trinkwasserwerte und Analysen: swro.de
- Störungsannahme: 08031 365-2222
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Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
- Arzneimittelrückstände
- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Rosenheim bedenkenlos trinken?
Ja. Die Vollanalyse vom 7. Juli 2026 hält sämtliche Grenz- und Indikatorwerte der Trinkwasserverordnung ein, und zwar mit erheblichem Abstand: Kein untersuchter Parameter erreicht die Hälfte des jeweils zulässigen Wertes.
Der übliche Vorbehalt gilt in Rosenheim wie überall: Die Verantwortung der Stadtwerke endet am Hausanschluss, danach zählt der Zustand der Hausinstallation. Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, lassen Sie am besten kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft.
Wie hart ist das Wasser in Rosenheim?
18,3 °dH. Das ist der Härtebereich hart, der nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz bei 14,0 °dH beginnt. Der Wert stammt aus dem Prüfbericht vom 7. Juli 2026 für den Hochbehälter Kreut, Kammer 1.
Weil Rosenheim nur eine Versorgungszone hat, gilt die Zahl für das gesamte Stadtgebiet. Geräte, die die Härte in Millimol pro Liter verlangen, stellen Sie auf rund 3,3 mmol/l ein.
Woher kommt das Trinkwasser in Rosenheim?
Aus dem Grundwasser des Inntals. Sechs Vertikalfilterbrunnen des Wasserwerks Willig fördern es, die Stadtwerke Rosenheim bereiten es auf und verteilen es über den Hochbehälter Kreut.
Der Grundwasserleiter besteht aus Kiesen und Sanden, die der Inn-Gletscher der letzten Eiszeit aus den Nördlichen Kalkalpen ins Vorland geschoben hat. Rund um das Wasserwerk liegt ein weitläufiges Wasserschutzgebiet mit eigenen Regeln für die Nutzung des Bodens.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Rosenheim trinken?
Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Rosenheimer Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt bei 9,6 mg/l und damit weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Natrium bei 9,5 mg/l bei einem Indikatorwert von 200 mg/l. Die Wasserhärte spielt dabei keine Rolle.
Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau lohnt eine Probe am eigenen Hahn.
Ist das Wasser in allen Rosenheimer Stadtteilen gleich?
Ja. Rosenheim wird aus einem einzigen Wasserwerk versorgt und über einen Hochbehälter verteilt. Eine zweite Versorgungszone gibt es nicht und damit auch keine Adresse im Stadtgebiet, an der das Wasser weicher oder härter aus dem Hahn kommt.
Unterschiede, die Ihnen trotzdem auffallen — Trübung, metallischer Geschmack, bräunliche Fahnen nach Netzarbeiten —, stammen aus dem Hausnetz oder aus dem Leitungsabschnitt davor, nicht aus der Gewinnung.
Ist im Rosenheimer Trinkwasser Chlor?
Im Regelfall nein. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn mikrobiologische Befunde oder Arbeiten am Netz es erfordern, und dann zeitlich befristet. Eine dauerhafte Chlorung ist für Rosenheim nicht dokumentiert.
Ob gerade eine solche Maßnahme läuft, steht bei den Stadtwerken Rosenheim und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite. Riecht Ihr Wasser dauerhaft nach Schwimmbad, ohne dass eine Meldung vorliegt, lohnt zuerst ein Blick auf Perlator und Schläuche im Haus.
Wen rufe ich bei einer Störung der Wasserversorgung in Rosenheim an?
Die Störungsannahme der Stadtwerke Rosenheim unter (08031) 365-2222. Zuständig ist sie für den Entstördienst Trinkwasser, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.
Dorthin gehören auch Fragen zu Rohrbrüchen, zu Trübungen nach Netzarbeiten und zur vollständigen Analyse Ihres Versorgungsgebiets. Für Abkochgebote und andere amtliche Anordnungen ist das Gesundheitsamt zuständig. Vitalhelden ist ein Fachhandel für Trinkwasserfilter und in solchen Fällen nicht der richtige Ansprechpartner.




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