Wasserqualität in Altötting
Wasserhärte in Altötting
7,7 °dH
weich
Das Trinkwasser in Altötting ist mit 7,7 °dH weich und hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Kein einziger der 357 untersuchten Parameter erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Den höchsten Anteil hat Natrium mit 60,1 mg/l bei einem Indikatorwert von 200 mg/l.
Die Stadt fördert aus fünf eigenen Brunnen an der Osterwies, drei davon aus 180 bis 200 Metern Tiefe. Aus dieser Tiefe stammt auch die ungewöhnliche Kombination aus wenig Calcium und viel Natrium.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
7,7°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 1,4.
Waschmittel
weich
Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen.
Kalk
kaum
Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
8
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
6
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
Trinkwasserwerte Altötting nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadt Altötting – Städtisches Wasserwerk.
| Parameter | Versorgungsnetz Stadt | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 7,7 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 28,1 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 16,4 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 1 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 60,1 | 200 | 30 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | 1,1 | 50 | 2 % des Grenzwerts |
| Sulfatmg/l | 7,2 | 250 | 3 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | <1,0 | 250 | unter Bestimmungsgrenze |
| Bleiµg/l | <1 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Kupfermg/l | <0,005 | 2 | unter Bestimmungsgrenze |
| Uranµg/l | 0,3 | 10 | 3 % des Grenzwerts |
| Arsenµg/l | 2 | 10 | 20 % des Grenzwerts |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Versorgungsnetz Stadt, 15.01.2026 / 28.04.2026
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.
Die Angaben beruhen auf zwei Probenahmen des Wasserwerks, am 15. Januar und am 28. April 2026.
Der Bericht nennt keine Werte für pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Nickel und Pflanzenschutzmittel — deshalb fehlen sie auch in der Tabelle auf dieser Seite.
7,7 °dH: kaum Kalk — dafür aggressiver gegenüber Rohren
So weiches Wasser hinterlässt in Altötting kaum Ablagerungen. Es nimmt dafür Metalle leichter auf als hartes Wasser. Genau das passiert hinter dem Hausanschluss, wo die Analyse des Versorgers endet: Blei, Kupfer und Nickel aus den eigenen Rohren stehen in keiner dieser Zahlen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 12 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.
Leitungsgebundene Systeme
-
Auf den Tisch
Alvito Auftischfilter Pure
ab €119,00
-
An den Wasserhahn
Alb Duo Wasserhahnfilter (schwarz)
ab €169,90
-
Unter die Spüle
Alvito Einbau Wasserfilter Split
ab €289,00
Oder direkt zur Bauform:
Qualität aus Deutschland
Geprüfte Filterleistung
Persönlich & kompetent
Gratis Retouren in DE
10.000+ zufriedene Kunden
Sie holt es tief. Das Wasserwerk an der Osterwies betreibt fünf Brunnen: drei Tiefbrunnen in der Nähe des Werks fördern Rohwasser aus etwa 180 bis 200 Metern, zwei weitere im Staatsforst Altötting aus rund 60 Metern. Was aus dieser Tiefe kommt, hat mit dem Regen der vergangenen Woche nichts mehr zu tun, und man sieht es der Analyse an: 28,1 mg/l Calcium, aber 60,1 mg/l Natrium. Chlorid liegt gleichzeitig unter 1,0 mg/l. Streusalz, Abwasser oder alte Meeresablagerungen scheiden damit als Herkunft aus — die bringen Natrium und Chlorid immer gemeinsam. Das Natrium stammt aus dem Grundwasserleiter selbst: In tiefen, sauerstoffarmen Schichten tauschen Tonminerale Calcium gegen Natrium. Genau das ist hier passiert, und deshalb ist das Altöttinger Wasser weich.
Wie hart ist das Wasser in Altötting?
Das Verhältnis ist ungewöhnlich: In den meisten deutschen Wässern kommt der weit überwiegende Teil der Härte vom Calcium, in Altötting steuert das Magnesium fast die Hälfte bei.
Gegenüber dem übrigen Oberbayern ist das ein deutlicher Unterschied — Landshut liegt bei 20,2 °dH, Rosenheim bei 18,3, München bei 15,8.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Altötting auf Rang 209 — weicher als 88 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Altötting · 7,7 °dH
Natrium ist mit 30 % des Indikatorwerts der höchste Wert
Danach folgt Arsen mit 2 µg/l bei einem Grenzwert von 10 µg/l. Alles Weitere liegt darunter, das meiste weit darunter.
Die beiden höchsten Werte, Natrium und Arsen, sind geogen: Sie stammen aus dem Gestein, durch das das Wasser sickert, nicht von der Oberfläche. Arsen im einstelligen Mikrogrammbereich ist in den tertiären Grundwasserleitern des Alpenvorlands nichts Ungewöhnliches.
Und der niedrigste Wert sagt am meisten. 1,1 mg/l Nitrat sind gut zwei Prozent des Grenzwerts. Der Landkreis ist landwirtschaftlich geprägt, und in solchen Landschaften stehen im Trinkwasser häufig 10, 20 oder 30 mg/l. Dass hier 1,1 gemessen werden, hat zwei Gründe: die Tiefe der drei Hauptbrunnen unter mächtigen, dichten Deckschichten, und die Lage der beiden flacheren Brunnen im Staatsforst. Unter Wald wird nicht gedüngt.
Was der Bericht zu PFAS sagt
Perfluoroctansäure ist in diesem Landkreis kein abstraktes Thema. PFOA wurde über Jahrzehnte im Chemiepark Gendorf eingesetzt, das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit verfolgt die Folgen seit Jahren, und in der Vergangenheit war der Stoff im Trinkwasser der Region ein Befund.
Im aktuellen Untersuchungsbericht der Stadt steht dazu eine Zahl: PFOA liegt unter 0,0010 µg/l und damit unter der Bestimmungsgrenze. Seit Januar 2026 gilt für die Summe von zwanzig PFAS-Verbindungen ein Grenzwert von 0,100 µg/l. Der Altöttinger Bericht weist allerdings nur Einzelstoffe aus, keine Summenwerte — wer den Summenwert sucht, findet ihn dort nicht. Das ist keine Überschreitung, sondern eine Lücke in der Darstellung.
Passend zu diesen Werten
- Welche Mineralien im Trinkwasser stecken
- Schwermetalle aus dem Trinkwasser filtern
- Den Geschmack von Leitungswasser verbessern
- Die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung
Weiterlesen
Woher das Altöttinger Trinkwasser kommt
Das Wasserwerk an der Osterwies versorgt damit nicht nur Altötting, sondern auch die Nachbargemeinden Neuötting und Winhöring. Ein Netz, eine Versorgungszone — deshalb sind die Werte über das ganze Stadtgebiet gleich, und es gibt keine Stadtteile mit anderem Wasser.
Aufbereitet werden muss das Rohwasser trotzdem. Es enthält Eisen und Mangan und wenig Sauerstoff, was für tiefes Grundwasser unter dichten Deckschichten typisch ist. Beide Stoffe sind gesundheitlich unproblematisch, färben Wasser aber bräunlich bis schwärzlich und lagern sich in Leitungen ab. Die übliche Behandlung ist Belüftung mit anschließender Filtration. Wie Grundwasser insgesamt aus dem Boden bis in die Leitung kommt, haben wir gesondert beschrieben.
Zuständig für Gewinnung, Aufbereitung und Kontrolle ist das Städtische Wasserwerk der Stadt Altötting, das die Analysewerte auf einer eigenen Rubrikseite veröffentlicht.
Ihr Wasserversorger
Stadt Altötting – Städtisches Wasserwerk
- Trinkwasserwerte und Analysen: altoetting.de
Was zwischen Wasserwerk und Wasserhahn passiert
Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, selten benutzte Stränge, Armaturen, der Perlator am Auslauf — gehört dem Eigentümer oder Vermieter, und keine Analyse des Wasserwerks kann darüber Auskunft geben. Genau dort entsteht das meiste von dem, was für schlechte Wasserqualität gehalten wird: metallischer Geschmack, trübes Wasser nach dem Urlaub, muffiger Geruch aus einem lange ungenutzten Hahn.
Ein Punkt hängt unmittelbar am weichen Wasser: Kalk legt sich in Rohren als dünne Schicht ab und wirkt dort wie ein Schutzfilm über dem Metall. Wo wenig Kalk im Wasser ist, bildet sich diese Schicht nur langsam. Für Altbauten mit Kupfer- oder verzinkten Stahlleitungen heißt das: Standzeiten kurz halten.
Filterleistung
Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
- Arzneimittelrückstände
- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Altötting bedenkenlos trinken?
Ja. Der Untersuchungsbericht des Städtischen Wasserwerks umfasst 357 Parameter, und kein einziger davon erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Den höchsten Anteil hat Natrium mit 60,1 mg/l bei 200 mg/l.
Der übliche Vorbehalt gilt in Altötting wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach ist der Eigentümer zuständig. Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, vor der Entnahme kurz ablaufen lassen.
Wie hart ist das Wasser in Altötting?
7,7 °dH. Das ist der Härtebereich weich, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz unterhalb von 8,4 °dH definiert. Der Wert gilt für das gesamte Stadtgebiet, weil Altötting nur eine Versorgungszone hat.
Zum Einordnen: Die meisten oberbayerischen Städte liegen deutlich höher, München bei 15,8 °dH und Landshut bei 20,2 °dH. Altötting gehört damit zu den weichsten Wässern der Region.
Woher kommt das Trinkwasser in Altötting?
Aus fünf Brunnen des städtischen Wasserwerks an der Osterwies. Drei Tiefbrunnen in der Nähe des Werks fördern aus etwa 180 bis 200 Metern, zwei weitere Brunnen im Staatsforst Altötting aus rund 60 Metern Tiefe.
Fernwasser oder aufbereitetes Oberflächenwasser kommen nicht dazu. Dasselbe Wasserwerk beliefert auch die Nachbargemeinden Neuötting und Winhöring.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Altötting trinken?
Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Altöttinger Leitungswasser geeignet. Der Nitratwert liegt bei 1,1 mg/l gegenüber einem Grenzwert von 50 mg/l, Blei und Kupfer sind im Netz nicht nachweisbar.
Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft, und niemals Warmwasser aus der Leitung verwenden. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus hilft nur eine Probe am eigenen Hahn.
Wie schmeckt Kaffee mit Altöttinger Leitungswasser?
Eher säurebetont und klar. Weiches Wasser puffert die Fruchtsäuren im Kaffee kaum ab, deshalb kommen helle Röstungen deutlicher heraus als in kalkreichen Regionen — manchen schmeckt das spitz.
Wer das ausgleichen will, mahlt etwas feiner oder brüht ein paar Grad heißer. Für die Espressomaschine ist der Wert praktisch: Entkalkungsintervalle werden länger. Ein Wasserfilter in der Maschine ist bei 7,7 °dH meist nicht nötig, ein Blick in die Herstellerangabe entscheidet.
Ist im Altöttinger Leitungswasser Chlor?
Im Regelfall nicht. Deutsche Versorger setzen Chlor nur ein, wenn mikrobiologische Befunde es erfordern, und der Untersuchungsbericht des Städtischen Wasserwerks weist keine dauerhafte Desinfektion aus.
Nach Rohrbrüchen oder Arbeiten am Netz kann eine vorübergehende Chlorung angeordnet werden. Sie wird dann vom Versorger oder vom Gesundheitsamt bekannt gegeben und ist an einem schwimmbadähnlichen Geruch erkennbar, der sich beim Stehenlassen des Wassers verliert.
An wen wende ich mich bei einer Störung oder trübem Wasser in Altötting?
An das Städtische Wasserwerk der Stadt Altötting. Es betreibt Gewinnung, Aufbereitung und Netz und ist erster Ansprechpartner bei Rohrbrüchen, Druckabfall, Verfärbungen oder Fragen zur Analyse; die aktuellen Werte stehen auf seiner Rubrikseite.
Trübes oder bräunliches Wasser tritt oft nach Arbeiten am Netz auf und verschwindet nach einigen Minuten Ablaufen. Bleibt es, ist das ein Fall für den Versorger. Beschwerden über Wasser, das nur in einer einzelnen Wohnung auffällt, gehören dagegen zum Eigentümer.




Qualität aus Deutschland
Geprüfte Filterleistung
Persönlich & kompetent
Gratis Retouren in DE
10.000+ zufriedene Kunden