Wasserqualität in Trier

Wasserhärte in Trier

4,79,3 °dH

weich · mittel · 2 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Trier hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte in Trier liegt je nach Stadtteil bei 4,7 oder 9,3 °dH: Wasser aus dem Wasserwerk Irsch ist weich, Wasser aus dem Wasserwerk Kylltal mittelhart. Beide Werte stammen aus Berichten der Stadtwerke Trier vom Dezember 2025.

Die Besonderheit ist dieser Unterschied selbst: Trier versorgt sich aus zwei Wasserwerken, deren Härte sich fast um das Doppelte unterscheidet. Das wirkt sich auf Waschmitteldosierung und Verkalkung aus.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

9,3°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 1,7. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

weichje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Kalk

kaum

Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Wasserwerk Irsch
4,7
°dH · weich
Oberflächenwasser aus der Riveristalsperre im Hunsrück, im Wasserwerk über Kalkstein aufgehärtet
Wasserwerk Kylltal
9,3
°dH · mittel
Grundwasser aus Brunnen im Kylltal in der Eifel

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

2 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Trier nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Trier (SWT).

ParameterWasserwerk IrschWasserwerk Kylltal Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH4,79,3Mineralstoff
Calciummg/l28,937,8Mineralstoff
Magnesiummg/l2,917,3Mineralstoff
Kaliummg/l0,73,2Mineralstoff
Natriummg/l4,314,0200 7 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l3,77,450 15 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l7,419250 8 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l9,720250 8 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,937,676,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm173,2345,02790 12 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<0,3<0,310 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,002<0,0022 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<0,5<0,520 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<0,20,810 8 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<0,6<0,610 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/ln.n.0,0060,1 6 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/ln.n.n.n.0,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Irsch, 01.12.2025 · Wasserwerk Kylltal, 02.12.2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

2 Zonen, eine Grenze: Alle Werte enden am Hausanschluss

Welche Zone Ihre Adresse versorgt, entscheidet über die Zahlen in der Tabelle. Über das, was danach passiert, entscheidet sie nicht: Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen, in keiner der 2 Zonen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Trier liegt im Moseltal zwischen Eifel und Hunsrück und ist mit über 2.000 Jahren die älteste Stadt Deutschlands.

Zwei Wasserwerke, zwei Härtebereiche

Trier hat keinen einheitlichen Härtewert. Das ist fast der doppelte Wert — und er fällt in einen anderen gesetzlichen Härtebereich.

Einen Bereich „sehr hart" kennt das Gesetz nicht, auch wenn die Bezeichnung im Netz kursiert.

Interessant ist, woher der Unterschied kommt. Beim Calcium liegen die beiden Wässer gar nicht weit auseinander: 28,9 mg/l in Irsch, 37,8 mg/l im Kylltal. Den Ausschlag gibt das Magnesium mit 2,9 gegenüber 17,3 mg/l, knapp dem Sechsfachen. Die Härte im Kylltal-Gebiet ist zu einem ungewöhnlich großen Teil Magnesiumhärte — nicht Kalk im engeren Sinn.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Trier auf Rang 189 — weicher als 80 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Trier · 9,3 °dH

Warum das Wasser aus Irsch aufgehärtet wird

Weil es aus der Talsperre noch weicher ankommt, als es später aus dem Hahn läuft. Die Riveristalsperre staut Niederschlagswasser aus dem Hunsrück. Dieses Wasser hat kaum Zeit im Gestein verbracht und entsprechend wenig daraus gelöst. Im Wasserwerk Irsch wird es gefiltert und anschließend über Kalkstein geleitet — dabei nimmt es Calcium auf und wird härter.

Das ist kein kosmetischer Eingriff. Sehr weiches, schwach gepuffertes Wasser greift metallische Leitungen stärker an; die Aufhärtung stabilisiert es, bevor es ins Netz geht. Wie unterschiedlich mineralisiert die beiden Trierer Wässer trotzdem bleiben, zeigt die elektrische Leitfähigkeit: 173,2 µS/cm aus Irsch gegenüber 345 µS/cm aus dem Kylltal.

Woher das Trierer Trinkwasser kommt

Aus zwei Richtungen: aus der Riveristalsperre im Hunsrück und aus Brunnen im Kylltal in der Eifel. Die Stadtwerke Trier betreiben dafür die beiden Wasserwerke Irsch und Kylltal.

Der Härteunterschied ist im Kern ein Unterschied in der Verweilzeit. Talsperrenwasser ist eingestauter Niederschlag; Grundwasser aus dem Kylltal hat den Untergrund durchlaufen und dabei gelöst, was löslich war. Deshalb liegt im Kylltal nicht nur die Härte höher, sondern auch Natrium mit 14,0 gegenüber 4,3 mg/l, Sulfat mit 19 gegenüber 7,4 mg/l und Chlorid mit 20 gegenüber 9,7 mg/l.

Jedes Schutzgebiet hat drei unterschiedlich strenge Zonen, die das Wasser vor Einträgen aus Landwirtschaft und Bautätigkeit schützen sollen.

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Was in den Analysen steht

Beide Berichte sind unauffällig, und zwar mit Abstand. Nitrat liegt bei 7,4 mg/l im Kylltal und 3,7 mg/l in Irsch — der Grenzwert beträgt 50 mg/l.

Der Nitratwert ist dabei der bemerkenswerteste. Grundwasser aus einer landwirtschaftlich genutzten Flussaue liegt häufig ein Vielfaches darüber. Dass es im Kylltal bei 7,4 mg/l bleibt, hat mit den Schutzzonen um die Brunnen zu tun — genau dafür gibt es sie.

Im Wasserwerk Irsch wurden keine nachgewiesen. Im Kylltal ergibt die Summe der zwanzig geregelten Verbindungen 0,006 µg/l — und die Summe der vier besonders relevanten denselben Wert. Alles, was gefunden wurde, gehört also zu diesen vier.

Ihr Wasserversorger

Stadtwerke Trier (SWT)

Was hinter dem Hausanschluss in Trier passiert

Die Zuständigkeit der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Armaturen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht — liegt beim Eigentümer oder Vermieter. Dazu kann kein Bericht eines Wasserwerks etwas sagen, egal wie viele Parameter darin stehen.

Drei Dinge sind praktisch und kosten fast nichts:

  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. Warmes Wasser löst Metalle leichter aus Rohren und Armaturen, und im Warmwasserbereich vermehren sich Legionellen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für genau diesen Fall ist eine Analyse das richtige Mittel, weil die Werte des Versorgers dazu nichts hergeben.

In Trier kommt ein Punkt hinzu. Weiches, schwach gepuffertes Wasser nimmt Metalle bereitwilliger auf als hartes — das ist ja der Grund, warum in Irsch überhaupt aufgehärtet wird. In Neubauten mit Kunststoff- oder Edelstahlleitungen spielt das keine Rolle. In alten Installationen mit Blei- oder Kupferrohren ist es ein Argument mehr, den ersten Schwall nicht ins Glas zu füllen.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Trier bedenkenlos trinken?

Ja. Die Berichte der Stadtwerke Trier vom Dezember 2025 halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung in beiden Wasserwerken ein, und zwar mit deutlichem Abstand. Auffällige Werte gibt es weder in Irsch noch im Kylltal.

Der Vorbehalt gilt in Trier wie überall: Die Verantwortung der Stadtwerke endet am Hausanschluss, danach ist der Eigentümer oder Vermieter zuständig. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, vor der Entnahme kurz ablaufen.

Wie hart ist das Wasser in Trier?

Das kommt auf den Stadtteil an. Aus dem Wasserwerk Irsch kommt Wasser mit 4,7 °dH, das ist weich. Aus dem Wasserwerk Kylltal kommt Wasser mit 9,3 °dH, das ist mittelhart.

Beide Werte liegen weit unterhalb dessen, was in Deutschland als hart gilt — der Bereich hart beginnt erst bei 14,0 °dH. Trotzdem trennt die beiden Trierer Zonen eine Bereichsgrenze, die bei 8,4 °dH verläuft, und das ist für die Waschmitteldosierung relevant.

Ist das Wasser in allen Trierer Stadtteilen gleich?

Nein. Trier wird aus zwei Wasserwerken versorgt, deren Wasser sich in der Härte fast um das Doppelte unterscheidet: 4,7 °dH aus Irsch, 9,3 °dH aus dem Kylltal. Auch der übrige Mineralstoffgehalt liegt im Kylltal etwa doppelt so hoch.

Welches Werk Ihre Adresse versorgt, sagen Ihnen die Stadtwerke Trier. Wer es selbst abschätzen will: Bildet sich im Wasserkocher nach einigen Wochen ein sichtbarer Belag, spricht das für Kylltal-Wasser; bleibt der Boden weitgehend blank, für Irsch.

Woher kommt das Trinkwasser in Trier?

Aus zwei Gebieten. Das Wasserwerk Irsch bereitet Oberflächenwasser aus der Riveristalsperre im Hunsrück auf, das Wasserwerk Kylltal fördert Grundwasser aus Brunnen im Kylltal in der Eifel.

Historisch ist das eine Fortsetzung: Schon die Römer versorgten Trier über die Ruwerwasserleitung aus dem Ruwertal östlich der Stadt. Der Riveris, den die Talsperre staut, ist ein Zufluss der Ruwer — die Stadt bezieht ihr Wasser also bis heute aus demselben Tal.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Trier trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Trierer Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt mit 3,7 mg/l in Irsch und 7,4 mg/l im Kylltal weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Natrium mit 4,3 beziehungsweise 14,0 mg/l ebenfalls sehr niedrig.

Wichtiger als die Werte des Wasserwerks ist die eigene Installation: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und niemals Warmwasser verwenden. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist im Trierer Trinkwasser Chlor?

Im Regelfall nein. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn es einen konkreten Anlass gibt — etwa nach einem Rohrbruch, nach Arbeiten am Netz oder bei einem mikrobiologischen Befund. Solche Chlorungen sind zeitlich begrenzt und werden vom Versorger bekannt gegeben.

Wenn Ihr Wasser dauerhaft nach Chlor riecht, ohne dass eine Meldung vorliegt, ist die Ursache eher im Haus zu suchen. Aktuelle Hinweise zu Maßnahmen im Netz stehen immer bei den Stadtwerken Trier, nicht auf dieser Seite.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Trier?

An den Entstördienst der Stadtwerke Trier unter 0800 7172699. Die Nummer gilt für den Ausfall der Trinkwasserversorgung ebenso wie für Verstopfungen im Abwassernetz und für Störungen an Druckentwässerungsanlagen.

Zuständig sind die Stadtwerke bis zum Hausanschluss. Bei Problemen dahinter — trübes Wasser nur an einem Hahn, Druckverlust in einer einzelnen Wohnung, Verfärbungen nach längerer Abwesenheit — ist der Eigentümer oder Vermieter der richtige Ansprechpartner, nicht der Versorger.