Wasserqualität in
Ettlingen

Trinkwasser und Wappen Ettlingen

Ettlinger Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 8. Juni 2021
Lesedauer: 0 Minuten

Da Trinkwasser zu den wichtigsten Lebensmitteln zählt, ist es wenig verwunderlich, wenn die Qualität stets strengsten Prüfungen genügen muss. So legt die deutsche Trinkwasserverordnung entsprechende Grenzwerte fest, die gesundheitsschädigende Folgen hervorrufen können, falls sie überschritten werden. Die Wasserqualität des Ettlinger Trinkwassers ist sehr hoch, denn die Wasserversorgungsunternehmen und die Gesundheitsbehörden arbeiten Hand in Hand, um die Vorschriften einzuhalten.

Beim Ettlinger Leitungswasser handelt es sich um weitgehend naturbelassenes Trinkwasser mit einem hohen Kalkgehalt, der in Bezug auf die Wasserhärte einem Wert von 17,1 dH entspricht. Diesen erreicht das Trinkwasser aufgrund der hohen Anteile von Magnesium und Calcium.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Ettlingen.

Wasserhärte in Ettlingen

Wasserhärte

17,1
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

17,1 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist hart

Der hohe Härtegrad von 17,1 dH resultiert aus der Kombination von Magnesium und Calcium. Der Calciumgehalt im Ettlinger Trinkwasser beläuft sich laut Wasseranalyse auf 108 mg/l, doch ist Kalk im Wasser nicht gesundheitsgefährdend. Der menschliche Organismus benötigt Calcium und Magnesium für den Aufbau und den Erhalt der Knochenstruktur und der Zähne.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Ettlingen

Nitrat

6,4 %*

3,2 / 50 mg/l
Im Ettlinger Trinkwasser misst man einen Wert, der mit 3,2 mg/l weit unter dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung liegt. Daher informieren die Stadtwerke Ettlingen, dass sogar „eine Verwendung für die Zubereitung von Säuglingsnahrung uneingeschränkt möglich“ sei.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

- %*

k.A. / 0,01 mg/l
Bei Blei handelt es sich um ein gefährliches Schwermetall. Deshalb wurde der Grenzwert in der Trinkwasserverordnung auf 0,010 mg/l festgelegt.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

0 %*

< Bestimmungs-
grenze / 2 mg/l
Der Kupfergehalt im Ettlinger Trinkwasser ist so gering, dass er unterhalb der Bestimmungsgrenze liegt. Der menschliche Organismus benötigt zwar einen gewissen Anteil an Kupfer, sollte dieser aber jenseits des Grenzwertes liegen, könnte er gesundheitliche Schäden verursachen
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

- %*

k.A. / 0,02 mg/l
Das Ettlinger Trinkwasser weist scheinbar einen Nickelwert unterhalb des messbaren Bereichs auf. Der Grenzwert liegt bei nur 0,020 mg/l und zeigt damit gleichzeitig, wie wichtig es ist, den Nickelwert äußerst gering zu halten.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

- %*

k.A. / 0,01 mg/l
Das radioaktive Schwermetall kommt meist in Gesteinsschichten vor. Von dort befördern Auswaschungen es ins Grundwasser. Im Trinkwasser von Ettlingen liegt der Uranwert aber ebenfalls scheinbar jenseits der messbaren Bereiche.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Ettlinger Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Ettlingen?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

0,61 %*

Natrium

9,2 mg/l - Der größte Natriumanteil ist im Blut und in der Zellumgebung vorhanden. Der Mineralstoff wirkt ausgleichend auf den Flüssigkeitshaushalt und unterstützt die Funktionen von Nerven und Muskeln.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
10,80 %*

Calcium

108 mg/l - Calcium findet man hauptsächlich in den Knochen und Zähnen, dort wirkt er aufbauend und unterstützend. Calcium ist überdies wichtig für die Muskelkontraktionen, das Herz und die Funktion der meisten Enzyme.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
2,54 %*

Magnesium

8,9 mg/l - Wie Calcium wirkt auch Magnesium auf das Herz und die Zellen im Körper. Es sorgt für die Kommunikation zwischen Nerven und Muskeln, ein zu niedriger Magnesiumwert verursacht bei körperlich anstrengender Tätigkeit oft Muskelkrämpfe.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,04 %*

Kalium

1,4 mg/l - Die richtige Funktion der Zellen basiert auf einem ausgewogenen Kaliumwert. Sinkt dieser, beeinträchtigt es den Herzrhythmus und kann zu fatalen Folgen führen.

MEHR INFOS ZU KALIUM
0,76 %*

Chlorid

17,4 mg/l - Auch durch einen zu niedrigen Chloridwert leidet die Herzfunktion, schließlich ist der Mineralstoff an den meisten Stoffwechselvorgängen beteiligt. Überdies wirkt er auf die Verdauung und unterstützt den Organismus bei der Abwehr von Krankheitserregern.

MEHR INFOS ZU CHLORID
2,59 %*

Sulfat

38,9 mg/l - Auch Sulfat zählt zu den wichtigen Mineralstoffen im Körper, denn die natürliche Schwefelverbindung nimmt Einfluss auf den Aufbau der Proteine, ist relevant für die Knorpelsubstanz und fördert die Gallenfunktion.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Ettlingen besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Ettlingen zuständig?

Im Wasserwerk Rheinwald zwischen Bietigheim und Elchesheim-Illingen sorgt man tagtäglich dafür, dass das aus den Brunnen geförderte Grundwasser aufbereitet, analysiert und nach umfangreichen Prüfungen in das Ettlinger Stadtgebiet gepumpt und von dort über ein Trinkwassernetz von ca. 300 Kilometern an die Haushalte verteilt wird.

Kontakt - Wasserwerke Ettlingen

Wasserwerk Rheinwald

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Ettlingen
Störungsannahme:
07243-101-666 / 07243-338-666

Welche Parameter können im Ettlinger Leitungswasser bedenklich werden?

Die Messwerte hinsichtlich der Qualität des Ettlinger Trinkwassers bewegen sich im guten bis sehr guten Bereich. Zu beachten bleibt aber die Entwicklung z.B. von Nitrat, Blei, Kupfer oder Uran, denn bewegen sich die Werte in Richtung der Grenzwerte, oder übersteigen sie diese sogar, kann es zu gesundheitlichen Schäden kommen. Auch wenn beispielsweise Blei- und/oder Kupferwerte bei den Analysen des Grundwassers kaum messbar sind, könnten Prüfungen in Haushalten mit alten Blei- oder Kupferleitungen ganz andere Ergebnisse erzielen.
Vitalhelden

Wasser testen oder
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Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

Testen ist teuer
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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Ettlingen

Wasser ist eine elementare Ressource und erfordert daher gewisse Schutzmechanismen. Zu diesem Zweck werden Wasserschutzgebiete und -schutzzonen ausgewiesen, die sich in gewissen Radien um die Förderbrunnen ziehen. Das Ettlinger Wasser stammt aus dem modernen Wasserwerk Rheinwald bei Elchesheim-Illingen. Es liegt inmitten der idyllischen Rheinauewäldern und bildet die Basis dafür, dass mittels starker Pumpen das Grundwasser aus der Erde gepumpt, aufbereitet und schließlich der Bevölkerung als Trinkwasser zur Verfügung gestellt werden kann.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Ettlingen

In der Ettlinger Region liegen einige schöne Seen, die zum Teil auch als Badeseen genutzt werden. Hier kontrollieren in bestimmten Abständen Vertreter der Gesundheitsämter die Wasserqualität und geben die Seen für Wasser-Fans frei. Zu den schönsten lokalen Gewässern in und um Ettlingen zählen der Buchtziger Badesee und der Epplesee. Angler freuen sich ebenfalls über eine gute Wasserqualität etwa im Hurstsee, auch bekannt als Sulzbacher See, sowie im Glasersee.

Besonderheiten zum Ettlinger Trinkwasser

Den regionalen Stadtwerken liegt es besonders am Herzen, der Bevölkerung Einblicke in die Arbeit der Wasserwerke zu bieten. Dazu zählt das Wasserwerk Rheinwald. Bei rund zweistündigen Besichtigungen erfährt man, welche Anforderungen das Grundwasser auf seinem Weg zum Trinkwasser erfüllen muss und wie etwa die Anlagen zur Wassergewinnung funktionieren. Historisch wird es in der Jubiläumsschrift „150 Jahre Wasserversorgung in Ettlingen“: Bereits 1870 machte man sich Gedanken über die Konstruktion der ersten städtischen Wasserleitung.

Häufig gestellte Fragen zum Ettlinger Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Ettlinger Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Ettlingen wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Ettlinger Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Ettlinger Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Ettlinger Leitungswasser trinken?

Die Ettlinger Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Ettlingen sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Ettlinger Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Ettlingen über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Ettlinger Trinkwasser Legionellen?

Die Ettlinger Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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