Wasserqualität in
Hirschberg

Trinkwasser und Wappen Hirschberg

Hirschberger Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 7. Juni 2021
Lesedauer: 0 Minuten

Hirschberg an der Bergstraße liegt im Nordwesten von Baden-Württemberg und gehört zum Rhein-Neckar-Kreis sowie zur Metropolregion Rhein-Neckar. Die Ortschaft ist Teil des Naturparkes Neckartal-Odenwald, dessen unbebaute Flächen meist zum Landschaftsschutzgebiet Bergstraße-Nord zählen. Ihr Trinkwasser erhält die Gemeinde aus Brunnen, die sich auf der Gemarkung des benachbarten Heddesheim befinden. Regelmäßig führt man eine umfangreiche Wasseruntersuchung durch und analysiert die Zusammensetzung und Qualität des Trinkwassers. Sämtliche Messungen basieren auf den Vorschriften der deutschen Trinkwasserverordnung.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Hirschberg.

Wasserhärte in Hirschberg

Wasserhärte

21,4
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

21,4 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist sehr hart

Angaben zur Wasserhärte beziehen sich auf die Verbindung der Mineralien Calcium und Magnesium. Je höher ihr Anteil im Wasser ist, desto höher der Härtegrad. Man spricht in diesem Fall von hartem bzw. kalkhaltigem Wasser.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Hirschberg

Nitrat

93,2 %*

46,6 / 50 mg/l
Überweidung und Überdüngung führen oft dazu, dass das in der Natur vorkommende Nitrat die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung erreicht und damit zum gesundheitsschädlichen Faktor im Grundwasser wird.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

10 %*

<0,001 / 0,01 mg/l
Das giftige Schwermetall Blei wird zum größten Teil aus dem Grundwasser gefiltert. Kommt es zu hohen Bleianteilen im eigenen Haushalt, könnten alte Wasserleitungen aus Blei die Ursache sein.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

1 %*

<0,02 / 2 mg/l
Kupfer übernimmt im Körper als Spurenelement wichtige Funktionen. Ist allerdings im Trinkwasser ein überhöhter Kupferwert messbar, birgt dieser eine Gefahr für den Organismus. Daher legte man den Grenzwert auf 2,0 mg/l fest.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

15 %*

<0,003 / 0,02 mg/l
Der Grenzwert für Nickel im Trinkwasser liegt laut Trinkwasserverordnung bei 0,020 mg/l, denn auch Nickel zählt zu den Schwermetallen. Enthalten Leitungen und Armaturen im Haus oder der Wohnung ebenfalls Nickel, steigen die Messwerte entsprechend an.
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Uran

20 %*

<0,002 / 0,01 mg/l
Uran findet man in diversen mineralischen Verbindungen, etwa in Felsen. Fließt Grundwasser durch solche Gesteinsschichten, wird es mit Uran angereichert. Der Grenzwert liegt bei 0,01 mg/l, in Hirschberg mit 0,002 mg/l jedoch deutlich darunter.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Hirschberger Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Hirschberg?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

1,27 %*

Natrium

19 mg/l - In der Zellumgebung und im Blut findet man den höchsten Natriumanteil. Natrium ist wichtig für die Muskel- und Nervenfunktionen sowie für den Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
12 %*

Calcium

120 mg/l - Der Mineralstoff Calcium wirkt positiv auf Knochen und Zähne und sorgt für die Funktion vieler Enzyme sowie für einen normalen Herzrhythmus. Auch ist er an den Muskelkontraktionen beteiligt.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
5,71 %*

Magnesium

20 mg/l - Im Zusammenspiel mit Calcium wirkt sich Magnesium positiv auf die Herztätigkeit aus, stellt die Kommunikation zwischen Nerven- und Muskelzellen her und reguliert die Muskelkontraktionen.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,04 %*

Kalium

1,7 mg/l - Ein ausgewogener Kalium-Gehalt ist insbesondere wichtig für die richtige Funktion der Zellen. Schon geringfügige Abweichungen können Herzrhythmusstörungen und weitere ernsthafte Auswirkungen verursachen.

MEHR INFOS ZU KALIUM
1,99 %*

Chlorid

45,6 mg/l - In Form von Salzsäure zählt Chlorid zu den Bestandteilen des Magensaftes, der für die Verdauung und die Abwehr von Krankheitserregern verantwortlich ist. Auch beeinflusst Chlorid den Wasserhaushalt sowie das Säure-Basen-Verhältnis.

MEHR INFOS ZU CHLORID
4,94 %*

Sulfat

74,1 mg/l - Die natürliche Schwefelverbindung Sulfat wirkt verdauungsfördernd und ist beteiligt am Aufbau der Proteine. Außerdem fördert Sulfat den Gallefluss.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Hirschberg besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Hirschberg zuständig?

Da man in Hirschberg selbst kein Trinkwasser fördert, sind dafür der Zweckverband Gruppenwasserversorgung obere Bergstraße sowie der Wassergewinnungsverband Lobdengau zuständig. Einmal jährlich erfolgt eine sogenannte große Wasseruntersuchung, bei der etwa im Jahr 2020 das Hygiene-Institut Heidelberg die Analyse durchführte. Doch auch tagtäglich wird das Grundwasser nach den bestehenden Richtlinien aufbereitet und entsprechend der Trinkwasserverordnung analysiert.

Kontakt - Wasserwerke Hirschberg

Zweckverband Gruppenwasserversorgung obere Bergstraße und Wassergewinnungsverband Lobdengau

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Hirschberg
Störungsannahme:
06203-101-230 (Zweckverband obere Bergstraße)
06203-701-52 (Wassergewinnungsverband Lobdengau)

Welche Parameter können im Hirschberger Leitungswasser bedenklich werden?

Betrachtet man die aktuelle Trinkwasseranalyse, liegen der tatsächliche Nitrat-Wert (46,6 mg/l) und der von der Trinkwasserverordnung festgelegte Grenzwert (50,0 mg/l) nah beieinander. Dies kann ein Indiz für regionale Überdüngung oder Überweidung sein. Wie in vielen Gegenden in Deutschland stellt Nitrat somit ein großes Problem dar. Der Wert selbst wird in der Wasseranalytik als Indikator für ausgebrachte Düngemittel verwendet. Das Nitrat ist im Trinkwasser nicht das große Problem, sondern vielmehr die damit einhergehenden schädlichen Schwermetalle z.B. Blei, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Arsen und Uran.

Hinzu kommen bei konventioneller Landwirtschaft diverse Rückstände von Spritzschutz- und Pflanzenschutzmitteln. Bei intensiver Düngung und Ausbringung um Hirschberg können sich diese im Boden anreichern und über die Pflanzen in die Nahrungskette sowie das Grundwasser gelangen.

Messungen von Blei- und Kupferwerte in den Haushalten könnten insbesondere dann andere Ergebnisse liefern, wenn es sich um ältere Wasserrohre oder Armaturen handelt.

Vitalhelden

Wasser testen oder
direkt filtern?

Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

Testen ist teuer
Test verbessert nichts
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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Hirschberg

Diverse Wasserschutzzonen bzw. Wasserschutzgebiete erstrecken sich rund um Hirschberg an der Bergstraße. Hier sorgt man mit Hilfe von akribischen und nach DIN-Vorschriften zertifizierten Prüfungen für die hohe Qualität des Wassers, das vom Wasserwerk Ladenburg aus vier Brunnen gefördert und an die Haushalte verteilt wird. Jährlich kommt man so auf etwa 2 Millionen m³ Trinkwasser.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Hirschberg

Unweit von Hirschberg liegt der Heddesheimer Badesee. Eine Wasserfläche von rund 200.000 m² lädt zum Badespaß ein. Ebenfalls in der Nähe befindet sich der Waidsee, ein sogenannter Grundwassersee, der zwischen 1966 und 1970 angelegt wurde. Beide Seen überzeugen mit guter Wasserqualität.

Besonderheiten zum Hirschberger Trinkwasser

Die Gemeinde Hirschberg an der Bergstraße ist bekannt für zahlreiche historische Bauwerke, so der Ortsteil Leutershausen etwa für Schloss Wiser aus dem Jahr 1716. Besucher, die sich für die Historie des Trinkwassers interessieren, werden im „Brunnendorf“ Leutershausen ebenfalls fündig, denn hier befinden sich gleich 7 der insgesamt 17 Brunnen im Gemeindegebiet Hirschberg. Ein entspannter Spaziergang verführt dazu, in diese Brunnenhistorie einzutauchen und die Geschichten „von damals“ kennenzulernen.

Häufig gestellte Fragen zum Hirschberger Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Hirschberger Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Hirschberg wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Hirschberger Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Hirschberger Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Hirschberger Leitungswasser trinken?

Die Hirschberger Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Hirschberg sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Hirschberger Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Hirschberg über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Hirschberger Trinkwasser Legionellen?

Die Hirschberger Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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