Wasserqualität in
Vorarlberg

Trinkwasser und Wappen in Vorarlberg

Leitungswasser in Vorarlberg - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 3. November 2021
Lesedauer: 11 Minuten

Das ca. 2.600 km² umfassende Bundesland Vorarlberg liegt im Westen von Österreich. Das „Ländle“ grenzt im Norden ans Allgäu, im Osten an die Verwallgruppe, den Arlberg und die Lechtaler Alpen, im Süden an die Gebirgszüge von Silvretta und Rätikon und im Westen an Alpenrhein und Bodensee. Rund 4.100 Flusskilometer der knapp 4.000 Fließgewässer ziehen sich durch Vorarlberg und tragen zur eindrucksvollen Charakteristik des Bundeslandes bei.

Ca. 400.000 Einwohner leben im flächenmäßig zweitkleinsten österreichischen Bundesland, das als Alpenland sozusagen am Anfang der Wasserkette steht. Aus diesem Grund verwaltet die Mehrzahl der 96 Gemeinden die eigene Trinkwasserversorgung, damit der tägliche Bedarf von rund 140 Liter pro Person gedeckt werden kann. Um dies zu gewährleisten, haben sich drei Wasserverbände, 85 Gemeindewasserversorger und mehr als 100 Genossenschaften zusammengeschlossen. Dazu zählt der Trinkwasserverband Rheintal als größter Wasserversorger.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Vorarlberg.

Wasserhärte in Vorarlberg

Der Grad der Wasserhärte ist abhängig vom Kalkgehalt. Dieser wird u.a. von Calcium und Magnesium beeinflusst, auf die unser Organismus angewiesen ist. Er benötigt sie zum Aufbau und Erhalt der Knochen und Zähne, kann sie allerdings selbst nicht bilden. Daher ist er auf die Versorgung von außen durch Nahrung und Trinkwasser angewiesen. Insofern ist auch kalkhaltiges Wasser für unseren Organismus von Vorteil.

Vorarlberg weist aufgrund seiner Lage unterschiedliche geologische Strukturen auf. Demzufolge ist es schwierig, eine für das gesamte Land zutreffende Wasserhärte zu definieren: In der Silvretta-Region liegt sie bei rund 4 dH (sehr weiches Wasser), während man im Klostertal eine Wasserhärte von rund 30 dH (sehr hartes Wasser) misst.

Die Stadtwerke Bregenz veröffentlichen eine Wasserhärte von 11,6 dH, die im mittelharten Bereich liegt. Im Stadtgebiet von Dornbirn liegt der Härtegrad zwischen 15,4 und 16,1 dh und damit ebenfalls im mittelharten Bereich. Die Stadtwerke Feldkirch messen bei Quellwasser einen Härtegrad zwischen 7 und 9 dH (weiches Wasser), das Grundwasser aus dem Frastanzerried besitzt dagegen einen Härtegrad zwischen 15 und 17 dH (mittelhartes Wasser). Die Stadtwerke Hohenems geben über das Internetportal der Stadt bekannt, dass die Wasserhärte des Ledi-Quellwassers bei 9,2 dH und die der Hermanns- und Zacherquellen in Emsreute bei 16,1 dH liegt und somit das Stadtgebiet über mittelhartes Wasser verfügt. Allein im Ortsteil Emsreute stuft man das Wasser als „ziemlich hart“ ein. In der vom Wasserwerk Lustenau im März 2021 veröffentlichten Trinkwasseranalyse bescheinigt man dem Trinkwasser eine Gesamthärte von 11,3 dH, die damit im unteren mittleren Bereich liegt.

Weitere Details veröffentlichen die zuständigen Stellen für Ortschaften und Städte wie Bludenz, Egg, Götzis, Rankweil und Wolfurt.

Weiterführende Details – etwa zur Wasserhärte und zu Parametern, die in einer Trinkwasseranalyse berücksichtigt werden – haben wir hier zusammengefasst.

Informationen zur Vorarlberger Wasserqualität

In seiner Broschüre zur Wasserversorgung berichtet das Amt der Vorarlberger Landesregierung u.a. darüber, welche Gefahren eine Keimbelastung für das Trinkwasser mit sich bringt. So stellte man beispielsweise fest, dass viele Keime eher Quellwasser betreffen als Grundwasserbrunnen, denn die Gesteinsschichten wirken wie ein facettenreiches Filtersystem. Gleichzeitig verhindert die relativ lange Verweildauer dort eine Vermehrung von Keimen.

Frisch versickertes Oberflächenwasser kommt dagegen eher in sprudelnden Quellen vor. Befindet sich zudem eine noch nicht von einer Schutzzone umgebene Quellfassung unterhalb landwirtschaftlich genutzter Flächen, die z.B. mit Gülle gedüngt wurden, besteht die große Gefahr, dass das Wasser nicht nur mit den eher natürlichen Bodenkeimen, sondern auch mit Fäkalkeimen kontaminiert wurde.

Wie gut ist die österreichische Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Vorarlberg zuständig?

Wasserversorgungsunternehmen und Wasserwerke sind gleichermaßen für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Trinkwasserverordnung zuständig. Regelmäßige Kontrollen, die in festgelegten Intervallen (täglich, wöchentlich, monatlich und jährlich) vorgenommen werden, minimieren das Risiko einer Trinkwasserverunreinigung. Die Verantwortlichen prüfen gemäß der Trinkwasserverordnung und weiterer gesetzlicher Vorgaben.

Zudem schreibt das Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz zusätzliche regelmäßige Kontrollen vor. Akkreditierte Labore sowie das Bregenzer Institut für Umwelt und Lebensmittelsicherheit nehmen jährlich etwa 2.000 Trinkwasserproben und -analysen vor.

Doch nicht nur das Wasser, das aus Quellen und Grundwasservorkommen gefördert wird, muss sich solcher Untersuchungen stellen. Auch Wasserressourcen, die aktuell nicht genutzt werden, unterliegen den Verordnungen der Wasserkreislauferhebung und der Gewässerzustandsüberwachung.

Kontakt - Wasserwerke Vorarlberg

  • Fragen Sie bei ihrer Ortschaft nach oder nutzen Sie eine Suchmaschine um ihr zuständiges Wasserwerk zu ermitteln.

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Offenbach

Welche Parameter können im Vorarlberger Leitungswasser bedenklich werden?

Wasserversorger und Wasserwerke sind dazu verpflichtet, bei ihren Proben und Analysen die geltende Trinkwasserverordnung einzuhalten und sich nach den dort aufgeführten Grenzwerten zu richten. Diese schreiben vor, welche Parameter in welchem Umfang für die Menschen noch ungefährlich sind.

In regelmäßigen Abständen erfolgen z.B. tägliche, wöchentliche, monatliche oder jährliche Untersuchungen. Zusätzlich prüfen unabhängige Institute das Wasser in den einzelnen Ortschaften. Die jeweiligen Ergebnisse veröffentlicht man im Rahmen einer Trinkwasseranalyse, die der Bevölkerung meist auf den Internetportalen der Wasserwerke und Stadtwerke zur Verfügung gestellt wird.

Bei einer solchen Trinkwasseranalyse werden z.B. erhöhte Nitratwerte sichtbar. Oft resultieren sie aus Überdüngung oder Überweidung, durch die das Nitrat in das Grundwasser gelangt. Gefährlich werden können ebenfalls Pestizide, Mineralöle, organische Lösungsmittel und Schwermetalle. In Vorarlberg gelten z.B. in Firmen verschärfte Verwendungs- und Lagervorschriften sowie ausdrückliche Verbote für viele kritische Substanzen.

Falsch entsorgte Arzneimittel und andere Praxisabfälle sowie Mikroplastik sind weitere Faktoren für die Verunreinigung des Grundwassers.

Selbst Haushalte sind vor diesem Problem nicht geschützt. Denn gerade in Häusern mit alten Wasserleitungen aus Blei und Kupfer fließen buchstäblich gesundheitsgefährdende Partikel ins Trinkwasser.

Vitalhelden

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Woher kommt das Trinkwasser in Vorarlberg?

In Vorarlberg stammt das Trinkwasser zu etwa 70% aus Grundwasser und zu ca. 30% aus rund 800 Quellen. Dieses Wasser steht ausreichend zur Verfügung, so dass man auf die Zufuhr von Oberflächenwasser, etwa aus dem Bodensee, verzichten kann.

Das Quellwasser besteht aus Niederschlagswasser, das in den Bergen versickert und dabei diverse Gesteinsstufen durchfließt. Trifft es auf eine wasserundurchlässige Schicht, sucht es sich einen anderen Weg und sprudelt aus dem Boden hervor. Die wichtigsten Quellen Vorarlbergs befinden sich in den Silvretta- und Rätikon-Gebirgsregionen. Dort sprudeln an manchen von ihnen mehr als 100 Liter Wasser pro Sekunde. Mit solchen Wassermengen könnte man über 60.000 Einwohner versorgen.

Das Vorarlberger Grundwasser sickert ebenfalls durch die Gesteinsschichten und wird dort über Brunnenanlagen gefördert. Im Walgau und im Rheintal befinden sich die größten Grundwasservorkommen des Bundeslandes.

Um diese lebenswichtigen Ressourcen zu schützen, umgibt man sowohl Quellen als auch Brunnenanlagen mit Trinkwasser-Schutzzonen. In der unmittelbaren Umgebung der Brunnen ist es die Schutzzone I, die meist durch Umzäunungen gekennzeichnet ist. Die Schutzzone II ist so angelegt, dass das Wasser mindestens 60 Tage benötigt, um von der Grenze bis zur Quell- oder Brunnenfassung zu gelangen. Außerdem bestehen besondere Auflagen, die das Wasser vor Verunreinigungen schützen. Die Schutzzone III unterliegt ebenfalls strenger Ge- und Verbote, um die Region z.B. vor schwer abbaubaren Substanzen zu schützen.

In der Regel sind die Schongebiete gleichzeitig als Wasserschutzgebiete ausgewiesen. Allerdings herrscht in Vorarlberg noch ein Defizit, denn etwa 87% der Quellen besitzen keine oder nur mangelhaft definierte Schutzzonen und Wasserschutzgebiete.

Weitere Informationen

Schon in frühen Zeiten reichten die Wasserressourcen in Vorarlberg. Gleichzeitig bestand aber die Schwierigkeit, besonders abgelegene und vor allen Dingen höher gelegene Gemeinden konstant mit Trinkwasser zu versorgen. So entstand mit der Zeit die dezentrale Wassergewinnung, bei der man sich überwiegend aus Quellen selbst versorgte. Hoch gelegene Quellen nutzte man, um „Laufbrunnen“ zu speisen und kleinere Gemeinden mit Wasser zu versorgen. Noch heute sieht man diese teils eindrucksvoll gearbeiteten Dorfbrunnen.

Viele Almen und abgelegene Gehöfte versorgen sich heute ebenfalls noch über Einzelwasseranlagen aus Quellen.

Der Bevölkerungszuwachs war Anfang des 20. Jahrhunderts einer der Auslöser für die weitere Entwicklung der Wasserversorgung. Man schloss sich zu Wassergenossenschaften und Interessengemeinschaften zusammen, um die technischen Anlagen weiter auszubauen. Die Saminataler Hochdruckleitung war erstmals ausschlaggebend dafür, dass jedes Haus sowie seine Stockwerke mit Druckwasserleitungen versehen werden konnten.

Häufig gestellte Fragen zum Vorarlberger Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Vorarlberger Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Vorarlberg wird gemäß der Vorarlberger Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Vorarlberger Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Vorarlberger Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Vorarlberger Leitungswasser trinken?

Die Vorarlberger Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Die Vorarlberger Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Vorarlberg sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Vorarlberger Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. Normalerweise wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Vorarlberg über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Vorarlberger Trinkwasser Legionellen?

Die Vorarlberger Wasserwerke liefern ausnahmslos aufbereitetes Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im Vorarlberger Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

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