Wasserqualität in Berlin-Marzahn

Wasserhärte in Berlin-Marzahn

20,020,3 °dH

hart · 2 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Berlin-Marzahn hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte liegt je nach lieferndem Wasserwerk zwischen 20,0 und 20,3 °dH und fällt damit in den Härtebereich hart. Für den Ortsteil Marzahn kommen die Wasserwerke Kaulsdorf und Friedrichshagen infrage.

Welches der beiden eine Marzahner Adresse versorgt, ist nicht veröffentlicht. Die Härte ist in beiden fast gleich, der Sulfatgehalt nicht: 175 gegenüber 112 mg/l bei einem Indikatorwert von 250 mg/l.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

20,3°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,6. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Wasserwerk Friedrichshagen
20,3
°dH · hart
mögliche Versorgungszone für den Ortsteil Marzahn, Zuordnung nicht abschließend belegt
Wasserwerk Kaulsdorf
20,0
°dH · hart
mögliche Versorgungszone für den Ortsteil Marzahn, Zuordnung nicht abschließend belegt

Die Werte auf einen Blick

14

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

0

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

2 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Berlin-Marzahn nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Berliner Wasserbetriebe (BWB).

ParameterWasserwerk FriedrichshagenWasserwerk Kaulsdorf Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH20,320,0Mineralstoff
Calciummg/l122121Mineralstoff
Magnesiummg/l13,613,8Mineralstoff
Kaliummg/l5,64,9Mineralstoff
Natriummg/l4224200 21 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l4,381,9250 9 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,03<0,030,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l175112250 70 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l6550250 26 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l0,190,211,5 14 % des Grenzwerts
pH-Wert7,47,36,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm8807802790 32 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<0,50<0,5010 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,0050<0,00502 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<3,0<3,020 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l0,20,410 4 % des Grenzwerts
Arsenµg/l0,32<0,3010 3 % des Grenzwerts
Summe PFAS-20µg/l0,00390,00190,1 4 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/l-/--/-0,5 0 % des Grenzwerts

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Friedrichshagen, Jahresmedianwerte 2025 · Wasserwerk Kaulsdorf, Jahresmedianwerte 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Blei, Nickel, Uran, Arsen und die beiden PFAS-Summen stehen hier in µg/l, im Bericht der Berliner Wasserbetriebe in mg/l. Kupfer bleibt in mg/l.

Hydrogencarbonat und die Karbonathärte fehlen in der Tabelle: Die Berliner Wasserbetriebe weisen sie nicht aus.

Die Analyse zeigt, was gemessen wurde — nicht, was drin ist

Geprüft wird, was die Trinkwasserverordnung vorschreibt, und geliefert wird innerhalb dieser Grenzen — dafür steht die BWB. Zwei Dinge stehen in dieser Tabelle trotzdem nicht: was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — und was gar nicht erst untersucht wird.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 19 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Für das Wasser ist die Geologie unter diesen Feldern entscheidend. Marzahn liegt auf der Barnim-Hochfläche, am Rand des Berliner Urstromtals — jener breiten Rinne aus eiszeitlichen Sanden, durch die Spree und Havel fließen und in der das gesamte Berliner Trinkwasser gewonnen wird. Die Wuhle entwässert das Marzahner Gelände nach Süden in Richtung Spree. Ein eigenes Wasserwerk hat der Ortsteil nicht.

Das Wasser, das in Marzahn aus dem Hahn kommt, stammt aus Tiefbrunnen im Urstromtal, und ein großer Teil davon ist Wasser aus Spree und Müggelsee, das durch die Sande gesickert ist. Auf diesem Weg nimmt es Calcium und Magnesium auf — deshalb ist das Wasser hart. Wie Trinkwasser aus dem Untergrund gewonnen wird, erklären wir an anderer Stelle ausführlich.

Für Marzahn kommen zwei Wasserwerke infrage

Das Wasserwerk Kaulsdorf liegt wenige Kilometer südlich von Marzahn, das Wasserwerk Friedrichshagen rund zehn Kilometer südöstlich am Nordufer des Müggelsees.

Die Berliner Wasserbetriebe bieten dafür eine Abfrage nach Postleitzahl an; eine veröffentlichte Liste, die Ortsteile oder Straßenzüge den neun Berliner Wasserwerken zuordnet, gibt es nicht. Das liegt am Betrieb selbst: Die Werke speisen in ein gemeinsames Netz, und die Grenzen zwischen ihren Einzugsbereichen verschieben sich mit Verbrauch und Fahrweise.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Berlin-Marzahn auf Rang 36 — härter als 84 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Berlin-Marzahn · 20,3 °dH

Die Härte ist fast gleich, das Sulfat nicht

Das sind rund 70 Prozent des Indikatorwerts von 250 mg/l — der höchste Sulfatwert aller neun Berliner Wasserwerke gegen einen deutlich niedrigeren gleich nebenan.

Es sind also zwei unterschiedlich zusammengesetzte Wässer mit zufällig derselben Härte.

Woher der Unterschied kommt, steht in der Analyse nicht — sie nennt Messwerte, keine Ursachen. Der Zusammenhang mit der Spree ist für Berlin allerdings gut untersucht: Im Lausitzer Braunkohlerevier wird Sulfat freigesetzt, gelangt in die Spree und wandert flussabwärts. In Berlin kommt es dort an, wo die Spree einströmt — am Müggelsee, an dem das Wasserwerk Friedrichshagen liegt. Die beiden nächsthöchsten Sulfatwerte Berlins stehen ebenfalls an der Spree: 163 mg/l in der Wuhlheide und 152 mg/l in Tiefwerder.

Für die Summe der Pestizide trägt der Bericht keine Zahl ein, sondern die Angabe „-/-": Eine Summe ließ sich nicht bilden, weil alle Einzelstoffe unter der Bestimmungsgrenze lagen.

Wer das Wasser gewinnt und kontrolliert

Aufbereitet wird das geförderte Grundwasser im Wesentlichen durch Belüftung und Filtration; Chlor kommt nur zum Einsatz, wenn es einen konkreten Anlass gibt.

Die veröffentlichte Tabelle je Wasserwerk umfasst 20 Parameter — geprüft wird deutlich mehr, aber diese 20 sind es, die öffentlich einsehbar sind und aus denen die Werte auf dieser Seite stammen. Die Zahlen sind Jahresmedianwerte für 2025, kein Ergebnis einer einzelnen Probenahme.

Passend zu diesen Werten

Weiterlesen

Was hinter dem Hausanschluss in Berlin-Marzahn passiert

Die Zuständigkeit der Berliner Wasserbetriebe endet am Hausanschluss. Alles danach gehört dem Eigentümer, und darüber sagt keine Analyse eines Wasserwerks etwas aus. In Marzahn ist der Wohnungsbestand vergleichsweise jung — die Großsiedlung entstand zwischen 1977 und 1990, und in Gebäuden dieser Jahre sind Bleileitungen unüblich, weil Blei in der Hausinstallation lange davor abgelöst wurde. Im alten Dorfkern und in den älteren Siedlungshäusern am Rand sieht der Bestand anders aus.

  • Ablaufen lassen, wenn das Wasser länger in der Leitung stand — so lange, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das kostet nichts und wirkt sofort. In Wohnungen, die tagelang leer stehen, ist es der wichtigste Handgriff überhaupt.
  • Kein Warmwasser zum Kochen oder Trinken. Dort lösen sich Metalle leichter. Zentrale Warmwasserbereitung ist in der Großsiedlung die Regel, und für solche Großanlagen schreibt die Trinkwasserverordnung eine regelmäßige Untersuchung auf Legionellen im Warmwasser vor; zuständig dafür ist der Eigentümer, nicht der Versorger.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für Blei aus alten Hausinstallationen ist das der einzige Weg zu einer belastbaren Antwort — ein Wert unter 0,50 µg/l im Wasserwerk sagt über Ihr Steigrohr nichts.

Bevor Sie das angehen, lohnt der Blick auf die naheliegenden Ursachen: ein verkalkter Perlator an der Armatur, lange Standzeiten in der Leitung, eine vorübergehende Desinfektion im Netz. Erst wenn die ausscheiden, ist es tatsächlich die Zusammensetzung des Wassers.

Ihr Wasserversorger

Berliner Wasserbetriebe (BWB)

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Berlin-Marzahn bedenkenlos trinken?

Ja. Beide Wasserwerke, die für Marzahn infrage kommen, halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, und die Berliner Wasserbetriebe kontrollieren laufend.

Der übliche Vorbehalt betrifft nicht das Wasserwerk: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach entscheidet der Zustand der Hausinstallation über das, was aus dem Hahn kommt. Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, kurz ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft.

Wie hart ist das Wasser in Berlin-Marzahn?

20,0 oder 20,3 °dH — je nachdem, ob das Wasserwerk Kaulsdorf oder das Wasserwerk Friedrichshagen liefert. Beide Werte liegen im Härtebereich hart, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz ab 14 °dH definiert.

Für den Haushalt ist der Unterschied ohne Bedeutung: 0,3 Grad deutscher Härte ändern weder an der Waschmitteldosierung noch am Entkalkungsintervall etwas. Wer ein Gerät auf die Wasserhärte einstellen muss, wählt in Marzahn die höchste Stufe.

Ist das Wasser in allen Teilen von Marzahn gleich hart?

Nach den veröffentlichten Zahlen praktisch ja: Zwischen 20,0 und 20,3 °dH liegen drei Zehntel Grad. Eine Zuordnung einzelner Straßen oder Ortslagen zu einem der beiden Wasserwerke veröffentlichen die Berliner Wasserbetriebe nicht.

Beim Sulfat ist der Abstand zwischen den beiden Zonen größer als bei der Härte. Wer wissen will, welches Werk die eigene Adresse versorgt, kommt um die Abfrage nach Postleitzahl nicht herum — auch weil sich Einzugsbereiche im gemeinsamen Netz verschieben können.

Woher kommt das Trinkwasser in Berlin-Marzahn?

Aus Tiefbrunnen im Berliner Urstromtal, gefördert von den Berliner Wasserbetrieben. Für Marzahn kommen die Wasserwerke Kaulsdorf und Friedrichshagen infrage, das eine wenige Kilometer südlich, das andere rund zehn Kilometer südöstlich am Müggelsee.

Ein erheblicher Teil dieses Grundwassers ist Uferfiltrat: Wasser aus Spree und Müggelsee, das durch die eiszeitlichen Sande gesickert ist. Fernleitungen aus dem Umland gibt es nicht — Berlin deckt seinen Bedarf vollständig aus dem eigenen Stadtgebiet.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Berlin-Marzahn trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist das Marzahner Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt mit 1,92 beziehungsweise 4,38 mg/l weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Blei bleibt am Wasserwerk unter 0,50 µg/l, Natrium erreicht höchstens 42 mg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: das Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und kein Wasser aus der Warmwasserleitung verwenden. Bei Verdacht auf alte Bleileitungen hilft nur eine Probe am eigenen Hahn.

Ist dem Marzahner Trinkwasser Chlor zugesetzt?

Im Regelfall nicht. Die Berliner Wasserbetriebe bereiten das geförderte Grundwasser ohne dauerhafte Desinfektion auf. Chlor kommt nur bei konkretem Anlass zum Einsatz, etwa nach einem Rohrbruch oder nach Arbeiten am Netz.

Ein solcher Einsatz ist zeitlich begrenzt, und die Trinkwasserverordnung verpflichtet den Versorger, die betroffenen Haushalte zu informieren. Bemerkbar macht sich Chlor im Leitungswasser als Schwimmbadgeruch, der nach kurzem Ablaufenlassen oder in einer offenen Karaffe meist verschwindet.

Wer ist zuständig, wenn in Marzahn braunes Wasser aus dem Hahn kommt?

Bei einer Störung im Leitungsnetz die Berliner Wasserbetriebe, erreichbar über den Entstördienst Trinkwasser. Braunes oder rostfarbenes Wasser tritt typischerweise nach einem Rohrbruch oder nach Arbeiten am Netz auf: Abgelagertes Eisen löst sich und färbt das Wasser, ohne dass sich die Analysewerte ändern müssen.

Bleibt die Verfärbung nach mehreren Minuten Ablaufenlassen bestehen oder betrifft sie nur eine Wohnung im Haus, liegt die Ursache eher in der Hausinstallation. Dann sind Eigentümer oder Hausverwaltung die richtigen Ansprechpartner.