Wasserqualität in Potsdam

Wasserhärte in Potsdam

10,620,5 °dH

mittel · hart · 5 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Potsdam hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte in Potsdam reicht von 10,6 °dH im Gebiet des Wasserwerks Ferch bis 20,5 °dH im Gebiet des Wasserwerks Wildpark. Vier der fünf Potsdamer Versorgungszonen liegen im Härtebereich hart, das Gebiet Ferch im Bereich mittel.

Die fünf Wasserwerke fördern Grundwasser aus verschiedenen Einzugsgebieten. Deshalb unterscheiden sich auch Natrium, Chlorid und Sulfat je nach Stadtteil deutlich.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

20,5°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,7. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

mittelje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Wasserwerk Ferch
10,6
°dH · mittel
Babelsberg Süd (südlicher Teil), Teltower Vorstadt Süd, Schlaatz, Waldstadt I, Waldstadt II, Forst Potsdam Süd-Ost, Gemeinde Schwielowsee
Wasserwerk Leipziger Strasse
14,1
°dH · hart
Südliche Innenstadt, Klein Glienicke, Babelsberg Nord, Babelsberg Süd (nördlicher Teil), Templiner Vorstadt, Teltower Vorstadt Nord, Forst Potsdam Süd-West
Wasserwerk Rehbruecke
17,5
°dH · hart
Industriegelände, Stern, Drewitz, Kirchsteigfeld, Schwielowsee OT Caputh
Wasserwerk Nedlitz
19,0
°dH · hart
Nedlitz, Bornstedt Ost, Nauener Vorstadt, Berliner Vorstadt, Uetz-Paaren, Marquardt, Satzkorn, Fahrland, Neu Fahrland, Groß Glienicke
Wasserwerk Wildpark
20,5
°dH · hart
Bornim, Bornstedt West, Eiche, Grube, Golm, Jägervorstadt, Brandenburger Vorstadt, Potsdam West, Wildpark, Nördliche Innenstadt, Schwielowsee OT Geltow

Die Werte auf einen Blick

14

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

0

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

5 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Potsdam nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP).

ParameterWasserwerk FerchWasserwerk Leipziger StrasseWasserwerk RehbrueckeWasserwerk NedlitzWasserwerk Wildpark Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH10,614,117,519,020,5Mineralstoff
Calciummg/l6590110125125Mineralstoff
Magnesiummg/l6,08,59,711,512,0Mineralstoff
Kaliummg/l1,03,47,56,04,2Mineralstoff
Natriummg/l845504090200 45 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l<0,50001,62,53,31,850 7 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,0300<0,0300<0,0300<0,0300<0,03000,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l6080125155145250 62 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l20708565140250 56 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Hydrogencarbonatmg/l150220230230270Mineralstoff
Fluoridmg/l0,140,150,20,20,251,5 17 % des Grenzwerts
pH-Wert7,5–7,77,6–7,87,4–7,67,4–7,67,4–7,66,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm350–420600–750790–860800–8801000–12002790 bis 43 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<0,3<0,3<0,3<0,3<0,310 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,001<0,001<0,001<0,005<0,0012 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<0,5<0,5<0,5<0,5<0,520 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<0,10,6<0,11,20,210 12 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<0,3<0,3<0,3<1,0<0,310 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/l<0,001<0,0010,00310,0170,00170,1 17 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/l<0,30<0,30<0,30<0,30<0,300,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Ferch, Analyse am Ausgang der Wasserwerke, Stand 24.07.2025 · Wasserwerk Leipziger Strasse, Analyse am Ausgang der Wasserwerke, Stand 24.07.2025 · Wasserwerk Rehbruecke, Analyse am Ausgang der Wasserwerke, Stand 24.07.2025 · Wasserwerk Nedlitz, Analyse am Ausgang der Wasserwerke, Stand 24.07.2025 · Wasserwerk Wildpark, Analyse am Ausgang der Wasserwerke, Stand 24.07.2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Für pH-Wert und elektrische Leitfähigkeit veröffentlicht die EWP nur einen Schwankungsbereich, keinen Einzelwert – deshalb stehen beide hier als Spanne.

Die Analyse zeigt, was gemessen wurde — nicht, was drin ist

Geprüft wird, was die Trinkwasserverordnung vorschreibt, und geliefert wird innerhalb dieser Grenzen — dafür steht die EWP. Zwei Dinge stehen in dieser Tabelle trotzdem nicht: was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — und was gar nicht erst untersucht wird.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 20 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Aus den Seen selbst wird kein Trinkwasser entnommen. Das Potsdamer Trinkwasser ist Grundwasser, das über Brunnenanlagen gefördert und anschließend in fünf Wasserwerken aufbereitet wird — Ferch, Leipziger Straße, Rehbrücke, Nedlitz und Wildpark. Mehr als 180.000 Einwohner hängen daran. Und genau diese Fünfzahl ist der Grund, warum es die eine Potsdamer Wasserhärte nicht gibt.

Die fünf Werke fördern nicht aus einem gemeinsamen Vorrat, sondern jedes aus seinem eigenen Einzugsgebiet. Wie weit die auseinanderliegen, zeigt nicht die Härte, sondern die elektrische Leitfähigkeit: In Ferch, südlich des Schwielowsees, liegt sie zwischen 350 und 420 µS/cm, im Wasserwerk Wildpark westlich der Innenstadt zwischen 1000 und 1200. Das ist ungefähr das Dreifache an gelösten Salzen, bei einer Luftlinie von gut zehn Kilometern.

Warum die Wasserhärte in Potsdam fast um das Doppelte schwankt

Weil fünf Wasserwerke fünf verschiedene Grundwasservorräte anzapfen. Die Härte reicht von 10,6 bis 20,5 °dH — je nachdem, welches Werk die Adresse beliefert:

  • Wasserwerk Ferch — 10,6 °dH, Härtebereich mittel. Babelsberg Süd, Teltower Vorstadt Süd, Schlaatz, Waldstadt I und II.
  • Wasserwerk Leipziger Straße — 14,1 °dH, hart. Südliche Innenstadt, Babelsberg Nord, Templiner Vorstadt, Klein Glienicke.
  • Wasserwerk Rehbrücke — 17,5 °dH, hart. Stern, Drewitz, Kirchsteigfeld, Industriegelände.
  • Wasserwerk Nedlitz — 19,0 °dH, hart. Nauener und Berliner Vorstadt, Fahrland, Marquardt, Groß Glienicke, Satzkorn.
  • Wasserwerk Wildpark — 20,5 °dH, hart. Nördliche Innenstadt, Brandenburger Vorstadt, Potsdam West, Bornim, Eiche, Golm, Grube.

Das ist fast der Faktor zwei innerhalb einer Stadt, bei einem Versorger und zu einem Preis. Praktisch heißt das: Nur im Gebiet des Wasserwerks Ferch dosieren Sie Waschmittel nach der mittleren Stufe, in den übrigen vier nach der harten. Wer in Bornim oder Golm wohnt, sieht den Unterschied an den Ablagerungen in Wasserkocher und Spülmaschine; wer am Schlaatz wohnt, deutlich seltener.

Ein Liter aus dem Wildparker Netz liefert 125 mg Calcium und 12 mg Magnesium, ein Liter aus Ferch 65 und 6.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Potsdam auf Rang 34 — härter als 85 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Potsdam · 20,5 °dH

Welches Wasserwerk versorgt Ihre Adresse?

Für die meisten Potsdamer Stadtteile ist das eindeutig, für einige nicht. Babelsberg Süd wird im südlichen Teil aus Ferch, im nördlichen aus der Leipziger Straße gespeist. Die Teltower Vorstadt ist zwischen denselben beiden Werken geteilt. Bornstedt gehört im Osten zu Nedlitz, im Westen zu Wildpark.

Für eine Adresse in diesen drei Stadtteilen lässt sich aus dem Stadtteilnamen allein nicht ableiten, ob 10,6 oder 14,1 °dH aus dem Hahn kommen — und zwischen Nedlitz und Wildpark liegen immerhin anderthalb Grad. Wenn es Ihnen auf den genauen Wert ankommt, etwa für ein Aquarium oder eine Kaffeemaschine mit Härteeinstellung, fragen Sie die EWP für Ihre Adresse an.

Nicht nur Potsdamer trinken aus diesen Werken: Die Gemeinde Schwielowsee wird ebenfalls beliefert, Caputh aus Rehbrücke, Geltow aus Wildpark, der Hauptort aus Ferch.

Sulfat, Chlorid und Natrium — die Werte, die den Unterschied tragen

Kein Messwert im Potsdamer Trinkwasser erreicht auch nur die Hälfte eines gesundheitsbezogenen Grenzwerts. Der höchste Wert im Verhältnis zu seiner Vorgabe ist Sulfat im Wasserwerk Nedlitz: 155 mg/l bei einem Indikatorwert von 250 mg/l.

Interessanter als die Höhe ist die Verteilung. Natrium reicht von 8 mg/l in Ferch bis 90 mg/l in Wildpark, Chlorid von 20 auf 140 mg/l — das Elffache und das Siebenfache. Härte allein würde sich mit dem Kalkgehalt erklären lassen; dass Natrium und Chlorid im selben Maß mitsteigen, zeigt, dass die Werke tatsächlich verschiedene Grundwasserstockwerke anzapfen und nicht nur unterschiedlich stark denselben.

Zwei Werte fallen positiv auf. Nitrat erreicht in keiner Zone mehr als 3,3 mg/l, in Ferch liegt es unter der Bestimmungsgrenze von 0,5 mg/l — bei einem Grenzwert von 50 mg/l und in einem Bundesland mit viel Landwirtschaft ist das ein niedriger Wert. Uran liegt selbst im Höchstfall Nedlitz bei 1,2 µg/l, gut ein Zehntel des Grenzwerts von 10 µg/l. Blei, Nickel und Arsen sind in allen fünf Zonen nicht nachweisbar.

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Woher das Potsdamer Trinkwasser kommt

Aus dem Grundwasser unter der Stadt und ihrem Umland, gefördert über Brunnenanlagen und in den fünf Wasserwerken aufbereitet. Um die Gewinnungsanlagen gelten Wasserschutzzonen der Kategorien I, II und III sowie ausgewiesene Wasserschutzgebiete — die engste Zone unmittelbar am Brunnen, die weiteste über das gesamte Einzugsgebiet.

Zuständig für Förderung, Aufbereitung und Kontrolle ist die Energie und Wasser Potsdam GmbH, die EWP, ein Unternehmen der Stadtwerke Potsdam. Die veröffentlichte Analyse vom 24. Juli 2025 gibt die Werte am Ausgang der Wasserwerke an und umfasst deutlich mehr als die hier gezeigten Parameter, einschließlich Mikrobiologie, organischer Stoffe und Arzneimittelrückstände.

Eine Potsdamer Besonderheit steht ebenfalls im Bericht: Auf eine Untersuchung des Trinkwassers auf radioaktive Stoffe wird verzichtet. Das ist keine Lücke, sondern eine im Gesetz vorgesehene Ausnahme — sie gilt aber nicht überall und ist deshalb erwähnenswert.

Ihr Wasserversorger

Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP)

Was hinter dem Hausanschluss in Potsdam passiert

Die Zuständigkeit der EWP endet am Hausanschluss. Alles danach gehört dem Eigentümer oder Vermieter, und über diesen Abschnitt sagt keine Wasserwerksanalyse etwas aus. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen: All das entsteht hinter der Übergabestelle.

Drei Handgriffe helfen, und sie kosten nichts:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — so lange, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Danach ist es Wasser aus dem Netz und nicht mehr aus Ihrem Rohr.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. Dort lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasser vermehren sich Legionellen, die im Kaltwassernetz keine Rolle spielen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen — in Potsdams Altbaubestand nicht auszuschließen — eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für diesen einen Fall ist eine Analyse tatsächlich sinnvoll, weil die Zahlen des Versorgers dazu nichts sagen können. Woran sich Bleileitungen in Altbauten erkennen lassen, steht im verlinkten Beitrag.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Potsdam bedenkenlos trinken?

Ja. In allen fünf Potsdamer Versorgungszonen werden die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten, und kein Wert erreicht auch nur die Hälfte eines gesundheitsbezogenen Grenzwerts. Blei, Nickel und Arsen liegen durchgehend unter der Bestimmungsgrenze.

Der übliche Vorbehalt gilt in Potsdam wie überall: Die Verantwortung der EWP endet am Hausanschluss, danach zählt die Installation im Haus. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen.

Wie hart ist das Wasser in Potsdam?

Zwischen 10,6 und 20,5 °dH, je nach Wasserwerk: Ferch 10,6, Leipziger Straße 14,1, Rehbrücke 17,5, Nedlitz 19,0 und Wildpark 20,5 Grad deutscher Härte.

Vier der fünf Zonen fallen damit in den Härtebereich hart, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz ab 14,0 °dH definiert. Nur das Gebiet des Wasserwerks Ferch liegt mit 10,6 °dH im Bereich mittel, der von 8,4 bis 14,0 °dH reicht.

Welches Wasserwerk versorgt meinen Stadtteil in Potsdam?

Ferch versorgt Schlaatz, Waldstadt I und II sowie den Süden von Babelsberg. Die Leipziger Straße speist die Südliche Innenstadt, Babelsberg Nord, Templiner Vorstadt und Klein Glienicke. Rehbrücke liefert nach Stern, Drewitz und Kirchsteigfeld.

Nedlitz versorgt Nauener und Berliner Vorstadt, Fahrland, Marquardt, Satzkorn und Groß Glienicke, Wildpark die Nördliche Innenstadt, Brandenburger Vorstadt, Potsdam West, Bornim, Eiche, Golm und Grube. In Babelsberg Süd, der Teltower Vorstadt und Bornstedt verläuft die Grenze mitten durch den Stadtteil — dort hilft nur eine Auskunft der EWP zur Adresse.

Woher kommt das Trinkwasser in Potsdam?

Aus dem Grundwasser unter Potsdam und seinem Umland. Fünf Wasserwerke fördern es über Brunnenanlagen und bereiten es auf: Ferch, Leipziger Straße, Rehbrücke, Nedlitz und Wildpark. Gefördert wird Grundwasser über Brunnen, nicht Oberflächenwasser aus den Seen.

Um die Gewinnungsanlagen gelten Wasserschutzzonen der Kategorien I bis III und ausgewiesene Wasserschutzgebiete. Zuständig ist die Energie und Wasser Potsdam GmbH, ein Unternehmen der Stadtwerke Potsdam.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Potsdam trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Potsdamer Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt zwischen unter 0,5 und 3,3 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l, Nitrit unter der Bestimmungsgrenze, Uran im Höchstfall bei 1,2 µg/l von 10 zulässigen.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie nie Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist im Potsdamer Trinkwasser Chlor enthalten?

Im Regelfall nicht. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn es notwendig ist — etwa nach Rohrbrüchen, Bauarbeiten am Netz oder einem mikrobiologischen Befund. Solche Maßnahmen sind zeitlich begrenzt und werden vom Versorger bekannt gegeben.

Ob gerade eine Desinfektion läuft, steht bei der EWP und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite. Wir aktualisieren Messwerte, keine Tagesmeldungen. Erkennbar ist eine Chlorung meist am Geruch; sie verfliegt, wenn das Wasser offen steht.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Potsdam?

An die Störungsannahme der Stadtwerke Potsdam unter 0331 661-2020, rund um die Uhr erreichbar. Zuständig ist sie für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Alles hinter dem Hausanschluss fällt dagegen in die Zuständigkeit des Eigentümers oder Vermieters, nicht der EWP: brauner Erstablauf nach dem Urlaub, tropfende Armaturen, ein Legionellenbefund im Warmwasser. Für Mehrfamilienhäuser mit Großanlagen zur Warmwasserbereitung ist die Untersuchung sogar vorgeschrieben.