Wasserqualität in Bremen

Wasserhärte in Bremen

6,313,5 °dH

weich · mittel · 4 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Bremen hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Gesamthärte liegt je nach Versorgungszone zwischen 6,3 und 13,5 °dH. Drei der vier Bremer Zonen fallen in den Härtebereich weich, die Zone Bremen-Tenever mit 13,5 °dH in den Bereich mittel.

Einen einheitlichen Härtewert für die ganze Stadt gibt es nicht: Tenever liegt mehr als doppelt so hoch wie die Zone Bremen-Stadt mit 6,3 °dH. Mehr als die Härte veröffentlicht swb je Zone nicht.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

13,5°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,4. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

weichje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Kalk

kaum

Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Bremen-Stadt
6,3
°dH · weich
weichste der vier Versorgungszonen; welche Stadtteile sie umfasst, ist nicht veröffentlicht
Bremen-Nord
7,5
°dH · weich
benannt nach dem Stadtbezirk Bremen-Nord mit Burglesum, Vegesack und Blumenthal; die Zonengrenze ist nicht veröffentlicht
Bremen-Mahndorf
8,0
°dH · weich
benannt nach dem Ortsteil Mahndorf im Osten der Stadt; der Zuschnitt der Zone ist nicht veröffentlicht
Bremen-Tenever
13,5
°dH · mittel
benannt nach dem Ortsteil Tenever im Stadtteil Osterholz; härteste der vier Zonen, Zuschnitt nicht veröffentlicht

Alle veröffentlichten Werte

4 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Bremen nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: swb Vertrieb Bremen GmbH (Netzbetrieb wesernetz Bremen GmbH).

ParameterBremen-StadtBremen-NordBremen-MahndorfBremen-Tenever Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH6,37,58,013,5Mineralstoff

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Bremen-Stadt, Trinkwasseranalyse Stand Januar 2026 · Bremen-Nord, Trinkwasseranalyse Stand Januar 2026 · Bremen-Mahndorf, Trinkwasseranalyse Stand Januar 2026 · Bremen-Tenever, Trinkwasseranalyse Stand Januar 2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Als Stand ist Januar 2026 angegeben, ein genaues Probenahmedatum nennt swb nicht.

4 Zonen, eine Grenze: Alle Werte enden am Hausanschluss

Welche Zone Ihre Adresse versorgt, entscheidet über die Zahlen in der Tabelle. Über das, was danach passiert, entscheidet sie nicht: Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen, in keiner der 4 Zonen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 1 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Dieselbe Zweiteilung — nasse Marsch am Fluss, sandige Geest an den Rändern — steht auch hinter dem Trinkwasser. Bremen gewinnt sein Wasser zu 100 Prozent aus Grundwasser, und das Grundwasser der norddeutschen Tiefebene ist kalkarm, dafür reich an gelöster Kohlensäure, an Eisen und an Mangan. Genau darauf sind die Wasserwerke ausgelegt: Sie treiben die Kohlensäure aus, filtern Eisen und Mangan über Quarzkies und Quarzsand und stellen den pH-Wert mit Natriumhydroxid und Dolomit ein. Dass das Bremer Wasser überwiegend weich ist, ist deshalb keine Betriebsentscheidung, sondern Geologie.

Warum das Wasser in Tenever mehr als doppelt so hart ist wie in der Innenstadt

Weil Bremen nicht aus einer einzigen Quelle trinkt. swb weist vier Versorgungszonen mit vier verschiedenen Härtewerten aus, und zwischen der weichsten und der härtesten liegt mehr als der Faktor zwei.

Bremen-Mahndorf liegt mit 8,0 °dH nur 0,4 Grad unter der Grenze zum mittleren Bereich. Die Einstufung weich entspricht der veröffentlichten Zahl, knapp ist sie trotzdem — und weil swb für keine der vier Zonen Calcium und Magnesium nennt, lässt sich die Angabe nicht über die Härteformel gegenrechnen.

Woher der Unterschied kommt, ist nur teilweise belegbar. Bremen fördert selbst und kauft zusätzlich Fernwasser ein. Wasser aus dem Harz stammt überwiegend aus Talsperren und ist ausgesprochen weich, Grundwasser aus der Geest liegt höher. Welche Zone welchen Anteil bekommt, veröffentlicht swb nicht.

Und welche Straße zu welcher Zone gehört, steht ebenfalls nirgends. Die Namen benennen Gebiete, ohne sie abzugrenzen: Bremen-Nord ist als Stadtbezirk mit Burglesum, Vegesack und Blumenthal bekannt, Mahndorf und Tenever sind einzelne Ortsteile im Osten der Stadt, und was alles unter Bremen-Stadt fällt, bleibt offen. Wer es für die eigene Adresse genau wissen will, fragt bei swb nach der Versorgungszone.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Bremen auf Rang 129 — weicher als 55 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Bremen · 13,5 °dH

Vier Werte, kein Durchschnitt

swb nennt je Versorgungszone genau eine Zahl, die Gesamthärte, in Millimol pro Liter und in Grad deutscher Härte. Nitrat, Natrium, Sulfat, Blei oder Uran sind für die einzelnen Bremer Zonen nicht aufgeschlüsselt. Kein Wert, der für Bremen geprüft vorliegt, erreicht damit die Hälfte eines Grenz- oder Indikatorwerts der Trinkwasserverordnung — auch deshalb, weil die Härte der einzige veröffentlichte Wert ist und für Härte gar kein Grenzwert existiert.

Woher das Bremer Trinkwasser kommt

Vollständig aus Grundwasser, nicht aus der Weser. Das Wasserwerk Bremen-Blumenthal fördert jährlich mehr als 5,5 Millionen Kubikmeter. Dazu kommen Lieferungen der Harzwasserwerke, des Trinkwasserverbands Verden und des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands. Für eine Stadt an einem großen Fluss ist das keine Selbstverständlichkeit: Andernorts wird Uferfiltrat oder aufbereitetes Flusswasser eingespeist, in Bremen kommt das gesamte Trinkwasser aus dem Untergrund.

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Was 6,3 bis 13,5 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Was dahinter passiert, verantwortet der Eigentümer oder Vermieter, und darüber sagt keine Analyse des Wasserwerks etwas: alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge mit tagelangen Standzeiten, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen. Bei weichem Wasser hat dieser Punkt eine zusätzliche Seite. Wasser mit wenig Calcium und viel freier Kohlensäure greift Metall stärker an als hartes — genau deshalb entsäuern die Bremer Wasserwerke und heben den pH-Wert an, bevor das Wasser ins Netz geht.

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste Handgriff, und er kostet nichts.
  • Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasser vermehren sich Legionellen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen in Altbauten eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für diesen einen Fall ist eine Analyse sinnvoll, weil die Werte des Versorgers dazu nichts sagen können.

In Tenever liegt der Fall anders: 13,5 °dH sind mittlerer Bereich, dort lohnt das regelmäßige Entkalken von Wasserkocher und Kaffeemaschine. Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe, die der Körper braucht und nicht selbst bilden kann, und weiches Wasser liefert davon wenig — wie wenig genau, lässt sich für Bremen nicht beziffern, weil beide Werte nicht veröffentlicht sind.

Was in Bremen den Geschmack prägt, ist die Herkunft aus dem sandigen Untergrund und das, was die Aufbereitung daraus macht — nicht das Leitungsnetz. Bevor Sie an das Wasser selbst denken, lohnt der Blick auf die kurzen Wege: ein zugesetzter Strahlregler, ein Auslauf, der tagelang nicht benutzt wurde, eine Karaffe mit Belag. Bleibt der Eindruck danach bestehen, liegt es an der Zusammensetzung, und dafür gibt es Wege, den Geschmack von Leitungswasser zu verbessern. Ändern wird swb daran nichts, und dazu besteht auch kein Anlass: Die veröffentlichten Werte bewegen sich im gesetzlichen Rahmen.

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Bremen bedenkenlos trinken?

Ja. Das Bremer Leitungswasser erfüllt die Anforderungen der Trinkwasserverordnung, und nach den veröffentlichten Daten wird kein Grenzwert auch nur zur Hälfte ausgeschöpft.

Der übliche Vorbehalt gilt in Bremen wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, dahinter ist der Eigentümer oder Vermieter zuständig. Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, lassen Sie vor dem Trinken kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft.

Wie hart ist das Wasser in Bremen?

Zwischen 6,3 und 13,5 °dH, je nach Versorgungszone: Bremen-Stadt 6,3, Bremen-Nord 7,5, Bremen-Mahndorf 8,0 und Bremen-Tenever 13,5 °dH. Die ersten drei liegen im Härtebereich weich, der unter 8,4 °dH endet, Tenever im Bereich mittel von 8,4 bis 14,0 °dH.

Einen Durchschnittswert für die ganze Stadt geben wir nicht an. Er läge im weichen Bereich und wäre für Tenever um eine ganze Stufe falsch.

Ist das Wasser in allen Bremer Stadtteilen gleich?

Nein, und der Unterschied ist groß: Tenever liegt mit 13,5 °dH mehr als doppelt so hoch wie Bremen-Stadt mit 6,3 °dH. Praktisch spürbar wird das bei Waschmitteldosierung, Kalkbelag und Entkalkungsintervall.

Welche Adresse zu welcher Zone gehört, veröffentlicht swb nicht. Die vier Zonennamen benennen Gebiete, grenzen sie aber nicht ab. Wer sicher gehen will, fragt beim Versorger unter Angabe der Anschrift nach der Versorgungszone.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Bremen trinken?

Ja. Leitungswasser, das die Trinkwasserverordnung erfüllt, eignet sich zur Zubereitung von Säuglingsnahrung, und weiches Wasser ist dafür kein Nachteil. Der Nitratwert wird für die einzelnen Bremer Zonen nicht veröffentlicht; seine Einhaltung überwachen Versorger und Gesundheitsamt.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Woher kommt das Trinkwasser in Bremen?

Zu 100 Prozent aus Grundwasser — trotz der Weser fließt kein aufbereitetes Flusswasser ins Bremer Netz. Das Wasserwerk Bremen-Blumenthal fördert jährlich mehr als 5,5 Millionen Kubikmeter; entfernt werden bei der Aufbereitung Kohlensäure, Eisen und Mangan.

Dazu kauft swb Fernwasser bei den Harzwasserwerken, beim Trinkwasserverband Verden und beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband. Geschützt sind die Gewinnungsgebiete durch Wasserschutzzonen sowie die Wasserschutzgebiete Blumenthal, Wulsdorf und Langen-Leherheide.

Ist im Bremer Trinkwasser Chlor?

Im Normalbetrieb nicht. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn es zur Sicherheit nötig ist, etwa nach einer Rohrreparatur oder einem mikrobiologischen Befund. Eine dauerhafte Chlorung ist für Bremen nicht dokumentiert.

Kommt es zu einer befristeten Maßnahme, informiert der Versorger darüber, und der Grenzwert der Trinkwasserverordnung wird auch dann eingehalten. Ein chloriger Geruch verfliegt weitgehend, wenn das Wasser eine halbe Stunde offen in einer Karaffe steht.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Bremen?

An die Störungsannahme unter 0800-102-7000. Sie ist zuständig für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Sielnetz und für Störungen an Druckentwässerungsanlagen. Das Leitungsnetz betreibt die wesernetz Bremen GmbH.

Betrifft das Problem nur die eigene Wohnung oder das eigene Haus — rostbraunes Wasser aus einem einzelnen Hahn, plötzlicher Druckverlust —, liegt die Ursache meist hinter dem Hausanschluss. Dann ist der Eigentümer oder Vermieter zuständig, nicht der Versorger.