Wasserqualität in Hamburg
Wasserhärte in Hamburg
5,43–17,43 °dH
hart · mittel · weich · 16 Versorgungszonen
Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.
Welche Zone versorgt mich?
Das Trinkwasser in Hamburg hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte reicht von 5,43 °dH im Wasserwerk Neugraben bis 17,43 °dH im Wasserwerk Stellingen. Damit deckt Hamburg alle drei Härtebereiche ab: weich, mittel und hart. Der Grund sind 17 Wasserwerke mit je eigenem Grundwasserleiter.
Welches Werk eine einzelne Adresse versorgt, lässt sich aus den veröffentlichten Daten nicht belegen. Der höchste Sulfatwert liegt bei 151 mg/l und damit unter dem Indikatorwert von 250 mg/l.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
17,43°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,1. Gilt für die härteste Zone.
Waschmittel
hartje nach Zone
Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.
Kalk
sichtbar
In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
12
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
2
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
16 VersorgungszonenTrinkwasserwerte Hamburg nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: HAMBURG WASSER (Hamburger Wasserwerke GmbH).
| Parameter | Wasserwerk Stellingen | Wasserwerk Baursberg | Wasserwerk Schnelsen | Wasserwerk Großhansdorf | Wasserwerk Rothenburgsort | Wasserwerk Lohbrügge | Wasserwerk Langenhorn | Wasserwerk Haseldorfer Marsch | Wasserwerk Glinde | Wasserwerk Bergedorf | Wasserwerk Walddörfer | Wasserwerk Bostelbek | Wasserwerk Großensee | Wasserwerk Süderelbmarsch | Wasserwerk Nordheide | Wasserwerk Neugraben | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 17,43 | 14,76 | 13,96 | 12,53 | 11,59 | 10,83 | 10,31 | 10,24 | 10,14 | 9,33 | 8,75 | 7,94 | 7,28 | 6,73 | 5,86 | 5,43 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 110 | 92 | 85 | 79 | 72 | 62 | 55 | 57 | 62 | 56 | 53 | 51 | 46 | 42 | 38 | 34 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 9 | 8 | 9 | 7 | 7 | 10 | 12 | 10 | 6 | 7 | 6 | 3 | 4 | 4 | 3 | 3 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 2,5 | 2,4 | 2,9 | 1,5 | 2,5 | 2,8 | 4,5 | 3,6 | 1,8 | 1,9 | 2,1 | 1,0 | 1,3 | 1,6 | 1,0 | 1,4 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 33,8 | 61,6 | 37,2 | 11,6 | 22,6 | 26,5 | 84,1 | 35,9 | 12,1 | 44 | 16,8 | 9,3 | 9,4 | 15 | 8,2 | 8,7 | 200 | 42 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | 0,9 | 2,8 | 1 | 1,8 | 1,5 | 2,2 | 1,1 | 10,1 | 0,6 | 1,6 | 1,3 | <0,2 | 0,7 | 0,6 | <0,2 | 0,3 | 50 | 20 % des Grenzwerts |
| Sulfatmg/l | 151 | 114 | 55 | 26 | 37 | 18 | 24 | 49 | 48 | 14 | 9 | 31 | 9 | 25 | 13 | 12 | 250 | 60 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 49 | 94 | 71 | 19 | 40 | 30 | 86 | 58 | 21 | 55 | 15 | 17 | 12 | 23 | 11 | 10 | 250 | 38 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| pH-Wert | 7,43 | 7,67 | 7,52 | 7,35 | 7,48 | 7,49 | 7,74 | 7,57 | 7,52 | 7,6 | 7,53 | 7,65 | 7,66 | 7,85 | 7,84 | 7,97 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 757 | 822 | 674 | 476 | 510 | 486 | 734 | 537 | 409 | 527 | 370 | 321 | 293 | 311 | 243 | 232 | 2790 | 29 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Kupfermg/l | <0,001 | <0,001 | <0,001 | <0,001 | <0,001 | <0,001 | <0,001 | <0,001 | <0,001 | <0,001 | <0,001 | 0,002 | <0,001 | <0,001 | <0,001 | <0,001 | 2 | 0 % des Grenzwerts |
| Nickelµg/l | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | 20 | unter Bestimmungsgrenze |
| Uranµg/l | <0,1 | 0,5 | <0,1 | 0,2 | <0,1 | <0,1 | <0,1 | <0,1 | <0,1 | <0,1 | <0,1 | <0,1 | <0,1 | <0,1 | <0,1 | <0,1 | 10 | 5 % des Grenzwerts |
| Arsenµg/l | <0,5 | <0,5 | <0,5 | <0,5 | <0,5 | <0,5 | <0,5 | <0,5 | <0,5 | <0,5 | <0,5 | <0,5 | <0,5 | <0,5 | <0,5 | <0,5 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Summe PFAS-20µg/l | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | 0,1 | unter Bestimmungsgrenze |
| Pestizide gesamtµg/l | – | n.n. | n.n. | n.n. | – | – | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | n.n. | – | n.n. | 0,5 | unter Bestimmungsgrenze |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Stellingen, 29.01.2026 · Wasserwerk Baursberg, 29.01.2026 · Wasserwerk Schnelsen, 29.01.2026 · Wasserwerk Großhansdorf, 29.01.2026 · Wasserwerk Rothenburgsort, 29.01.2026 · Wasserwerk Lohbrügge, 29.01.2026 · Wasserwerk Langenhorn, 29.01.2026 · Wasserwerk Haseldorfer Marsch, 29.01.2026 · Wasserwerk Glinde, 29.01.2026 · Wasserwerk Bergedorf, 29.01.2026 · Wasserwerk Walddörfer, 29.01.2026 · Wasserwerk Bostelbek, 29.01.2026 · Wasserwerk Großensee, 29.01.2026 · Wasserwerk Süderelbmarsch, 29.01.2026 · Wasserwerk Nordheide, 29.01.2026 · Wasserwerk Neugraben, 29.01.2026
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.
Kupfer weist HAMBURG WASSER in µg/l aus; hier steht der Wert in mg/l, der üblichen Einheit für Kupfer im Trinkwasser.
Bei den Wasserwerken Lohbrügge, Nordheide, Rothenburgsort und Stellingen fehlt die Zeile für die Pflanzenschutzmittel-Summe: HAMBURG WASSER nennt dort nur, dass jeder Einzelstoff unter der Bestimmungsgrenze liegt, keine Zahl.
„n.n.“ bei PFAS und Pflanzenschutzmitteln heißt: Kein Einzelstoff lag über der Bestimmungsgrenze — nicht, dass gemessen null gefunden wurde.
Die Analyse zeigt, was gemessen wurde — nicht, was drin ist
Geprüft wird, was die Trinkwasserverordnung vorschreibt, und geliefert wird innerhalb dieser Grenzen — dafür steht HAMBURG WASSER. Zwei Dinge stehen in dieser Tabelle trotzdem nicht: was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — und was gar nicht erst untersucht wird.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.
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Für das Trinkwasser spielen Elbe und Alster keine Rolle. Das Hamburger Trinkwasser stammt ausschließlich aus Grundwasser. Aus 20 bis fast 430 Metern Tiefe holen es mehr als 445 Vertikalfilterbrunnen wieder herauf.
Diese Spanne von 20 bis 430 Metern ist der Schlüssel zu allem, was in der Tabelle weiter unten steht. Ein Brunnen in dreißig Metern Tiefe fördert anderes Wasser als einer in vierhundert, auch wenn beide im selben Stadtgebiet stehen. Und weil HAMBURG WASSER nicht ein Wasserwerk betreibt, sondern siebzehn, gibt es am Ende nicht ein Hamburger Trinkwasser: Die sechzehn abrufbaren Detailanalysen reichen von 5,43 bis 17,43 °dH.
Warum die Wasserhärte in Hamburg von 5,43 bis 17,43 °dH reicht
Weil jedes Wasserwerk sein eigenes Einzugsgebiet und seinen eigenen Grundwasserleiter hat.
Fünf der sechzehn Werke liefern weiches Wasser, neun mittleres, zwei hartes.
Ein Muster steckt darin. Die weichen Werke stehen im Süden und Osten: Neugraben, Nordheide, Süderelbmarsch, Großensee und Bostelbek fördern aus den sandigen, kalkarmen Schichten der Geest. Die harten Werke stehen im Westen: Baursberg mit 14,76 und Stellingen mit 17,43 °dH.
Welches Werk Ihre Adresse versorgt, lässt sich aus den veröffentlichten Daten allerdings nicht ableiten. Die Werke speisen ein gemeinsames Netz, und HAMBURG WASSER veröffentlicht die Analysen je Wasserwerk, nicht je Stadtteil. Fünf Werke stehen zudem gar nicht in Hamburg: Glinde, Großensee, Großhansdorf und die Haseldorfer Marsch liegen in Schleswig-Holstein, die Nordheide in Niedersachsen. Der Name eines Werks ist ein Standort, keine Gebietszuweisung. Wer es genau wissen will, fragt bei HAMBURG WASSER nach oder misst am eigenen Hahn.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Hamburg auf Rang 70 — härter als 70 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Hamburg · 17,43 °dH
151 mg/l Sulfat — der auffälligste Einzelwert
Der höchste Sulfatwert im Hamburger Verbund steht im Wasserwerk Stellingen: 151 mg/l, das sind 60 Prozent des Indikatorwerts von 250 mg/l. Kein anderer Wert kommt seinem Beurteilungswert auch nur nahe: Blei liegt in allen sechzehn Werken unter 1 µg/l, der höchste Nitratwert steht mit 10,1 mg/l in der Haseldorfer Marsch bei einem Grenzwert von 50.
Interessant ist der Wert aus einem anderen Grund: Er erklärt die Härtespanne mit. Die drei sulfatreichsten Werke sind zugleich die drei härtesten, und zwar in genau derselben Reihenfolge — Stellingen mit 151 mg/l, Baursberg mit 114, Schnelsen mit 55. Calcium und Sulfat stammen aus denselben Schichten und steigen gemeinsam. Aber wo Hamburgs Wasser hart wird, ist Sulfat der Marker.
Warum viel gelöstes Salz nicht viel Härte bedeutet
Ein zweites Muster liegt quer zur Härte, und es ist der Grund, warum ein Durchschnittswert für Hamburg wenig taugt. Die elektrische Leitfähigkeit misst alles, was im Wasser gelöst ist; die Härte misst nur Calcium und Magnesium. In Hamburg laufen die beiden Größen auseinander.
Das Wasserwerk Langenhorn hat mit 734 µS/cm die dritthöchste Leitfähigkeit der Stadt, mehr als das Dreifache von Neugraben. Trotzdem liegt Langenhorn mit 10,31 °dH nur im Mittelfeld — weicher als Großhansdorf, das bei 476 µS/cm auf 12,53 °dH kommt. Der Unterschied steckt in Natrium und Chlorid: 84,1 und 86 mg/l in Langenhorn gegenüber 11,6 und 19 mg/l in Großhansdorf.
Praktisch heißt das: Ein Umzug innerhalb Hamburgs kann den Geschmack verändern, ohne dass sich an Kalk und Kesselstein etwas ändert.
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Weiterlesen
Woher das Hamburger Trinkwasser kommt
Ein akkreditiertes Prüflabor untersucht die biologische und chemische Zusammensetzung, bevor das Wasser ins Netz geht; jede der sechzehn abrufbaren Detailanalysen weist 300 Parameter aus, alle vom 29. Januar 2026. Für das siebzehnte Werk, Curslack, war keine Analyseseite erreichbar; es fehlt deshalb in der Tabelle.
Ihr Wasserversorger
HAMBURG WASSER (Hamburger Wasserwerke GmbH)
- Trinkwasserwerte und Analysen: hamburgwasser.de
- Störungsannahme: 040-7888-33-333
Was hinter dem Hausanschluss in Hamburg passiert
Die Zuständigkeit von HAMBURG WASSER endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Armaturen, selten genutzte Stränge, der Perlator am Wasserhahn — liegt beim Eigentümer oder Vermieter. Dazu kann keine Werksanalyse etwas sagen, und in einer Stadt mit so viel Altbau entscheidet sich hier am ehesten, was aus dem Hahn kommt.
Drei Handgriffe, die nichts kosten:
- Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft.
- Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. Aus warmem Wasser lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasser vermehren sich Legionellen.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für diesen einen Fall ist eine Analyse sinnvoll, weil die Werksanalyse nichts dazu sagen kann: Alle sechzehn Werke geben Blei mit weniger als 1 µg/l ins Netz.
Filterleistung
Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
- Arzneimittelrückstände
- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Hamburg bedenkenlos trinken?
Ja. Alle 16 Hamburger Detailanalysen vom 29. Januar 2026 halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Blei, Nickel und Arsen liegen unter der Bestimmungsgrenze, PFAS und Pflanzenschutzmittel sind nicht nachweisbar, und der höchste Nitratwert erreicht 10,1 mg/l bei einem Grenzwert von 50.
Der Vorbehalt gilt in Hamburg wie überall: Die Verantwortung von HAMBURG WASSER endet am Hausanschluss. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen.
Wie hart ist das Wasser in Hamburg?
Zwischen 5,43 und 17,43 °dH, je nachdem, welches Wasserwerk liefert. Das weichste Wasser kommt aus Neugraben, das härteste aus Stellingen. Fünf der 16 Werke liegen im Bereich weich (unter 8,4 °dH), neun im Bereich mittel (8,4 bis 14,0) und zwei im Bereich hart (über 14,0).
Ein Durchschnittswert für die ganze Stadt führt bei dieser Spanne in die Irre. Für die Waschmitteldosierung zählt die Härte an Ihrem Hahn.
Ist das Wasser in allen Hamburger Stadtteilen gleich?
Nein, und der Unterschied ist groß. Zwischen dem weichsten und dem härtesten Wasserwerk liegen genau zwölf Grad deutscher Härte, beim Sulfat 9 gegenüber 151 mg/l, bei der Leitfähigkeit 232 gegenüber 822 µS/cm.
Welches Werk eine bestimmte Adresse versorgt, veröffentlicht HAMBURG WASSER nicht. Die Werke speisen ein gemeinsames Verbundnetz, und ihr Anteil an einer Straße kann wechseln. Ein Härteteststreifen am eigenen Hahn ist deshalb aussagekräftiger als jede Stadtteilliste.
Woher kommt das Trinkwasser in Hamburg?
Ausschließlich aus Grundwasser. Regenwasser versickert, wird in den Erd- und Gesteinsschichten auf natürliche Weise gefiltert und erreicht nach etwa 50 Tagen die Grundwasserschicht. Mehr als 445 Vertikalfilterbrunnen fördern es aus 20 bis fast 430 Metern Tiefe wieder herauf.
Elbe und Alster spielen für die Trinkwasserversorgung keine Rolle. Fünf der Wasserwerke stehen außerhalb Hamburgs: Glinde, Großensee, Großhansdorf und die Haseldorfer Marsch in Schleswig-Holstein, die Nordheide in Niedersachsen.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Hamburg trinken?
Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Hamburger Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt in den 16 Werken zwischen weniger als 0,2 und 10,1 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l. Auch der höchste Natriumwert, 84,1 mg/l im Wasserwerk Langenhorn, bleibt weit unter dem Wert von 200 mg/l.
Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: das Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und kein Wasser aus der Warmwasserleitung verwenden.
Ist im Hamburger Trinkwasser Chlor?
In der Regel nein. Chlor wird in Deutschland nur zugesetzt, wenn mikrobiologische Befunde es erfordern, etwa nach Rohrbrüchen oder Arbeiten am Netz. Solche Maßnahmen sind zeitlich begrenzt, und der Grenzwert wird dabei nicht überschritten.
Ob gerade gechlort wird, meldet HAMBURG WASSER für das betroffene Gebiet. Auf dieser Seite steht es nicht: Wir prüfen die Messwerte jährlich, laufende Ereignisse gehören dorthin, wo sie tagesaktuell gepflegt werden.
Sagen die Hamburger Badeseen etwas über das Leitungswasser aus?
Nein. Badegewässer und Trinkwasser sind getrennte Systeme: Das Hamburger Trinkwasser stammt ausschließlich aus Grundwasser, die Seen werden nach anderen Kriterien und für einen anderen Zweck beprobt.
Geprüft werden sie trotzdem. Für das Naturbad Stadtparksee lag zuletzt keine bakterielle Beanstandung vor, wohl aber ein Vorkommen von Zerkarien; an der Badestelle Süd am Öjendorfer See gab es keine Beanstandung, am Boberger See wurden Blaualgen im Ufersaum festgestellt. Aktuelle Badegewässerdaten führt die Stadt Hamburg.
An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Hamburg?
An die Störungsannahme von HAMBURG WASSER unter 040-7888-33-333. Dort laufen der Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Versorgung, der Entstördienst Siele für Verstopfungen im Abwassernetz und der Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen zusammen.
Für Probleme hinter dem Hausanschluss ist der Versorger nicht zuständig: Verfärbungen, die nur in Ihrer Wohnung auftreten, tropfende Armaturen oder ein Legionellenbefund im Warmwasser gehen an Eigentümer oder Hausverwaltung. Ein Abkochgebot oder eine Chlorung ordnet nicht der Versorger an, sondern das Gesundheitsamt.




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