Trinkwasser in Oldenburg: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Oldenburg

6,612,0 °dH

mittel · weich · 3 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Oldenburg hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte liegt je nach Versorgungszone zwischen 6,6 und 12,0 °dH und damit in den Härtebereichen weich und mittel. Kein Messwert der drei Oldenburger Analysen erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Oldenburg wird aus drei Wasserwerken versorgt, deren Wasser sich stark unterscheidet: Sandkrug liefert 6,6 °dH, Donnerschwee 11,8, Alexanderfeld 12,0. Welche Adresse zu welcher Versorgungszone gehört, veröffentlicht der Versorger nicht.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

12,0°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,1. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

mittelje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Versorgungszone Oldenburg Alexanderfeld
12,0
°dH · mittel
versorgt aus dem Wasserwerk Alexandersfeld
Versorgungszone Oldenburg Donnerschwee (Wasserwerk Donnerschwee)
11,8
°dH · mittel
versorgt aus dem Wasserwerk Donnerschwee, Probenahme am Werksausgang Donnerschweer Straße 257
Versorgungszone Oldenburg Sandkrug (V403V0001)
6,6
°dH · weich
versorgt aus dem Wasserwerk Sandkrug südlich der Stadtgrenze

Die Werte auf einen Blick

13

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

1

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

3 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Oldenburg nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Verkehr und Wasser GmbH (VWG Oldenburg).

ParameterVersorgungszone Oldenburg AlexanderfeldVersorgungszone Oldenburg Donnerschwee (Wasserwerk Donnerschwee)Versorgungszone Oldenburg Sandkrug (V403V0001) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH12,011,86,6Mineralstoff
Calciummg/l736741Mineralstoff
Magnesiummg/l7,77,73,8Mineralstoff
Kaliummg/l2,94,81,9Mineralstoff
Natriummg/l192112200 11 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l4,4111,150 22 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,07<0,07<0,070,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l575930250 24 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l347219250 29 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l<0,18<0,18<0,181,5 unter Bestimmungsgrenze
pH-Wert7,47,67,66,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm4705202872790 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<1<1<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l0,01<0,0010,0272 1 % des Grenzwerts
Nickelµg/l1,12,02,020 10 % des Grenzwerts
Uranµg/l<1<1<110 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l<0,5<0,5<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/l0,0080,0010,1 8 % des Grenzwerts

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Versorgungszone Oldenburg Alexanderfeld, Probenahme 14.10.2025, Analyse 13.11.2025 (Prüfbericht P259206) · Versorgungszone Oldenburg Donnerschwee (Wasserwerk Donnerschwee), Probenahme 12.03.2025 (Prüfbericht P258737, Netzleitung Wasserturm, Wasserwerksausgang) · Versorgungszone Oldenburg Sandkrug (V403V0001), Probenahme 14.10.2025, Analyse 13.11.2025 (Prüfbericht P259205)

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Wo die Prüfberichte keinen Summenwert nachweisen konnten, zeigt die Tabelle keine Zahl: In Sandkrug betrifft das PFAS-20, PFAS-4 und die Pestizidsumme, in Donnerschwee PFAS-4 und die Pestizidsumme.

3 Zonen, eine Grenze: Alle Werte enden am Hausanschluss

Welche Zone Ihre Adresse versorgt, entscheidet über die Zahlen in der Tabelle. Über das, was danach passiert, entscheidet sie nicht: Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen, in keiner der 3 Zonen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 18 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Es kommt aus den Brunnen dreier Wasserwerke — Alexandersfeld, Donnerschwee und Sandkrug —, in denen Unterwasserpumpen das Rohwasser aus bis zu 45 Metern Tiefe fördern. Diese eiszeitlichen Geestsande sind quarzreich und kalkarm, Wasser findet auf dem Weg durch sie wenig zu lösen. Das erklärt, warum das Oldenburger Leitungswasser nirgends hart ist. Es erklärt nicht, warum die drei Werke so unterschiedliche Zahlen liefern.

6,6 oder 12,0 °dH — je nachdem, welches Wasserwerk liefert

Die Wasserhärte in Oldenburg hängt davon ab, aus welcher der drei Versorgungszonen die Wohnung beliefert wird. Zwischen der weichsten und der härtesten Zone liegt fast der Faktor zwei — ein Unterschied, wie ihn sonst eher zwei Städte als zwei Stadtteile aufweisen.

Sandkrug ist damit die einzige der drei Zonen im weichen Bereich; Donnerschwee und Alexanderfeld liegen im mittleren, aber mit gut zwei Grad Abstand zu dessen Obergrenze.

Im Sandkruger Wasser ist schlicht weniger gelöst.

Welche Straße von welchem Wasserwerk versorgt wird, lässt sich allerdings nicht belegen. EWE NETZ führt die drei Versorgungszonen unter den Namen der Wasserwerke, veröffentlicht aber keine Karte, die Stadtteile oder Straßenzüge einer Zone zuordnet. Die Zonennamen sind Werksnamen, keine Stadtteilgrenzen: Alexandersfeld und Donnerschwee sind zwar auch Oldenburger Stadtteile, Sandkrug dagegen liegt südlich der Stadtgrenze im Landkreis Oldenburg. Wer es genau wissen will, erfragt die Versorgungszone zur eigenen Hausadresse beim Versorger.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Oldenburg auf Rang 159 — weicher als 67 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Oldenburg · 12,0 °dH

Chlorid ist mit 29 % des Indikatorwerts der höchste Wert

In allen drei Oldenburger Versorgungszonen bleibt jeder gemessene Wert unter der Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Der höchste Nitratwert im Netz sind 11 mg/l in Donnerschwee, erlaubt sind 50.

Erstens sind die Berichte unterschiedlich umfangreich, und das ist eine Information für sich: 106 untersuchte Parameter in Alexanderfeld, 138 in Donnerschwee, 113 in Sandkrug. Ein Wert, der in einem Bericht nicht auftaucht, ist nicht niedrig — er ist nicht gemessen. Für Alexanderfeld etwa weist der Bericht keine Pestizidsumme aus, Hydrogencarbonat fehlt in allen dreien. Wo die Analysen PFAS erfassen, tun sie es mit Zahlen: 0,008 µg/l Summe PFAS-20 in Alexanderfeld, 0,001 in Donnerschwee, bei einem seit dem 12. Januar 2026 geltenden Grenzwert von 0,1 µg/l. In Sandkrug war die Summe nicht nachweisbar. Das sind Spuren weit unterhalb des Zulässigen, aber es sind echte Messwerte und keine Nullen.

Zweitens ist der Abstand zwischen den Zonen selbst der interessante Teil. Nitrat steigt von 1,1 mg/l in Sandkrug über 4,4 in Alexanderfeld auf 11 in Donnerschwee, Chlorid im selben Muster von 19 über 34 auf 72 mg/l. Beide Werte reagieren auf Einträge von oben, und sie steigen hier gemeinsam. Woher das Chlorid in Donnerschwee stammt — Streusalz, Landwirtschaft oder salzhaltige Schichten im Untergrund am Rand der Hunte-Marsch —, sagt der Prüfbericht nicht. Er sagt nur, dass das Sandkruger Grundwasser von alldem fast nichts trägt und das Donnerschweer messbar mehr, bei jeweils großem Abstand zum Grenzwert. Wie gut ein Grundwasserleiter geschützt ist, liest man an solchen Zahlen und nicht an der Überschrift „alle Grenzwerte eingehalten“.

Woher das Oldenburger Trinkwasser kommt und wer dafür zuständig ist

Versorger ist die Verkehr und Wasser GmbH, die Oldenburger VWG; die Betriebsführung des Trinkwassernetzes liegt bei der EWE NETZ GmbH, die auch die Analysen je Versorgungszone veröffentlicht.

Der Prüfbericht selbst weist gar keine Gesamthärte aus. Die 11,8 °dH stammen von der Rubrikseite des Versorgers. Rechnet man die Härte aus dem Calcium und Magnesium desselben Berichts nach, kommt man auf 11,2 °dH — gut ein halbes Grad weniger. An der Einordnung in den mittleren Härtebereich ändert die Differenz nichts.

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Hinter dem Hausanschluss endet die Analyse

Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss. Was danach kommt, liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und darüber sagt keine Wasserwerksanalyse etwas. Wie stark das ins Gewicht fällt, zeigt in Oldenburg ausgerechnet das Kupfer: unter 0,001 mg/l in Donnerschwee, 0,010 in Alexanderfeld, 0,027 in Sandkrug, bei einem Grenzwert von 2 mg/l. Kupfer ist der Parameter, der sich zwischen Werksausgang und Küchenhahn am ehesten verändert, weil er aus der Installation stammt und nicht aus dem Brunnen.

Drei Handgriffe sind deshalb überall in Oldenburg sinnvoll:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — so lange, bis es gleichmäßig kalt nachläuft.
  • Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und im warmen Wasser vermehren sich Legionellen, die im Kaltwassernetz keine Rolle spielen.
  • Bei Verdacht auf alte Leitungen — Oldenburg hat einen erheblichen Altbaubestand, und Bleileitungen in Altbauten sind nicht überall ausgetauscht — eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für diesen einen Fall ist eine Analyse tatsächlich aussagekräftig, weil die Versorgeranalyse dazu nichts sagen kann.

Ihr Wasserversorger

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Oldenburg bedenkenlos trinken?

Ja. Alle drei Oldenburger Versorgungszonen halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, und kein einziger Messwert erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Untersucht wurden je nach Zone 106 bis 138 Parameter.

Der übliche Vorbehalt gilt auch in Oldenburg: Die Prüfpflicht des Versorgers endet am Hausanschluss, danach ist der Eigentümer verantwortlich. Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, lassen Sie am besten kurz ablaufen, bevor Sie es trinken oder zum Kochen verwenden.

Wie hart ist das Wasser in Oldenburg?

Zwischen 6,6 und 12,0 °dH, je nach Versorgungszone: Sandkrug 6,6, Donnerschwee 11,8, Alexanderfeld 12,0. Sandkrug fällt damit in den Härtebereich weich, die beiden anderen Zonen in den Bereich mittel, der nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz von 8,4 bis 14,0 °dH reicht.

Für Geräte mit Härteeinstellung — Spülmaschine, Kaffeevollautomat — brauchen Sie den Wert Ihrer Zone. Wenn Sie ihn nicht kennen, ist die mittlere Einstellung die sichere Wahl: In zwei von drei Zonen trifft sie zu, in der dritten liegt sie eine Stufe zu hoch.

Ist das Wasser in allen Oldenburger Stadtteilen gleich?

Nein. Zwischen der weichsten und der härtesten Versorgungszone liegen 5,4 Grad deutscher Härte, und auch sonst unterscheiden sich die Zonen deutlich: 19 gegenüber 72 mg/l Chlorid, 1,1 gegenüber 11 mg/l Nitrat.

Welche Adresse zu welcher Zone gehört, veröffentlicht EWE NETZ nicht. Die Zonen tragen die Namen der Wasserwerke Alexandersfeld, Donnerschwee und Sandkrug, decken sich aber nicht mit den gleichnamigen Stadtteilen — Sandkrug liegt sogar außerhalb der Stadtgrenze. Diese Auskunft gibt nur der Versorger selbst.

Woher kommt das Trinkwasser in Oldenburg?

Aus Grundwasser. Unterwasserpumpen fördern es in den Brunnen der drei Wasserwerke Alexandersfeld, Donnerschwee und Sandkrug aus bis zu 45 Metern Tiefe.

Im Wasserwerk wird das Rohwasser mit Sauerstoff angereichert und filtriert: In den sauerstoffarmen Sanden Norddeutschlands gehen Eisen und Mangan in Lösung, beide müssen vor der Einspeisung wieder heraus. Anschließend lagert das fertige Trinkwasser in Reinwasserbehältern zwischen 4.250 und 5.000 Kubikmetern, bevor es ins Netz geht.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Oldenburg trinken?

Ja. Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt, und das ist in allen drei Oldenburger Zonen der Fall. Blei, Uran und Arsen waren nirgends nachweisbar.

Ein Detail lohnt den Blick: Abgefülltes Wasser darf nur dann als „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ ausgelobt werden, wenn es höchstens 10 mg/l Nitrat enthält. Sandkrug (1,1) und Alexanderfeld (4,4) liegen klar darunter, Donnerschwee mit 11 mg/l knapp darüber. Für Trinkwasser gilt der Grenzwert von 50 mg/l, den auch Donnerschwee weit unterschreitet.