Wasserqualität in Herne

Wasserhärte in Herne

7,311,3 °dH

mittel · weich · 2 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Herne hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Herne wird aus zwei Wasserwerken versorgt: Das Wasser aus dem Wasserwerk Witten ist mit 7,3 °dH weich, das aus dem Wasserwerk Haltern liegt mit 11,3 °dH im Härtebereich mittel. Kein gemessener Wert erreicht die Hälfte seines Grenzwerts.

Die Grenze zwischen beiden Zonen folgt fast genau der alten Stadtgrenze zu Wanne-Eickel, das 1975 zu Herne kam. Wanne, Eickel, Crange und Röhlinghausen bekommen Wasser aus dem Münsterland, die Innenstadt und Sodingen weicheres aus dem Ruhrtal.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

11,3°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,0. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

mittelje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Wasserwerk Haltern
11,3
°dH · mittel
Crange, Unser-Fritz, Wanne, Bickern, Baukau, Horsthausen, Holsterhausen, Eickel und Röhlinghausen — Rohwasser aus den Talsperren Haltern und Hullern, versickert über die Halterner Sande
Wasserwerk Witten
7,3
°dH · weich
übriges Stadtgebiet Herne, unter anderem Innenstadt, Sodingen und Börnig — Rohwasser aus dem Ruhrtal

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

2 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Herne nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: GELSENWASSER AG.

ParameterWasserwerk HalternWasserwerk Witten Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH11,37,3Mineralstoff
Calciummg/l7341Mineralstoff
Magnesiummg/l4,86,8Mineralstoff
Kaliummg/l5,33,8Mineralstoff
Natriummg/l1924200 12 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l11,610,750 23 % des Grenzwerts
Nitritmg/l0,060,010,5 12 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l4835250 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l2638250 15 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l0,160,091,5 11 % des Grenzwerts
pH-Wert7,557,926,5–9,5 im Bereich
Bleiµg/l<0,5<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,005<0,0052 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<2<220 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l1,0<110 10 % des Grenzwerts
Arsenµg/l0,7<0,510 7 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/l<0,025<0,0250,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Haltern, Jahresmittelwerte 2025 · Wasserwerk Witten, Jahresmittelwerte 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Die elektrische Leitfähigkeit fehlt in der Tabelle: In beiden Analysen steht dort 2790 µS/cm — das ist der Grenzwert der Trinkwasserverordnung, kein Messwert.

2 Zonen, eine Grenze: Alle Werte enden am Hausanschluss

Welche Zone Ihre Adresse versorgt, entscheidet über die Zahlen in der Tabelle. Über das, was danach passiert, entscheidet sie nicht: Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen, in keiner der 2 Zonen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Trinkwasser kommt aus keinem dieser Gewässer und nicht aus dem Untergrund der Stadt: In Herne steht kein Wasserwerk. Das Leitungswasser wird von außen herangeführt, aus zwei entgegengesetzten Richtungen — aus dem Wasserwerk Witten an der Ruhr im Südosten und aus dem Wasserwerk Haltern am Rand des Münsterlands im Norden. Zwei Werke, zwei Untergründe — und zwei verschiedene Wässer in einem Stadtgebiet.

Zwei Wasserwerke, zwei Härtebereiche

Woher diese Grenze stammt, sagt keine der Analysen. Auffällig ist aber, wie genau sie einer alten Stadtgrenze folgt: Sieben der neun Stadtteile in der Halterner Zone — Wanne, Eickel, Crange, Unser-Fritz, Bickern, Holsterhausen und Röhlinghausen — gehörten bis Ende 1974 zur eigenständigen Stadt Wanne-Eickel, die erst zum 1. Januar 1975 mit Herne zusammengelegt wurde. Zwei Städte, zwei gewachsene Rohrnetze, zwei Lieferrichtungen — die Fusion hat daran offenbar nichts geändert. Deckungsgleich ist die Grenze nicht — Baukau und Horsthausen zählten zum alten Herner Stadtgebiet und hängen trotzdem an Haltern.

Die zweite Zone ist in der Quelle nur als übriges Stadtgebiet beschrieben. Welcher Straßenzug an welchem Werk hängt, steht nirgends, und an Netzknoten sind Durchmischungen möglich. Wer an der Kante zwischen Baukau und der Innenstadt wohnt, erfährt die Zuordnung nur beim Versorger, mit Angabe der Adresse.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Herne auf Rang 173 — weicher als 73 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Herne · 11,3 °dH

Der Unterschied steckt nicht nur im Kalk

Die beiden Wässer unterscheiden sich auch dort, wo man es nicht erwartet. Im weichen Wasser steckt also mehr Magnesium als im mittleren. Wer weich mit mineralarm gleichsetzt, liegt in Herne falsch: Natrium (24 gegen 19 mg/l) und Chlorid (38 gegen 26) fallen in Witten ebenfalls höher aus.

Das ist der Fingerabdruck zweier Herkünfte. Das Wasserwerk Witten steht fünfzehn Kilometer südöstlich an der Ruhr, deren Einzugsgebiet im Sauerland auf Schiefer und Grauwacke liegt — Gestein, das wenig Calcium abgibt. Das Wasserwerk Haltern liegt dreißig Kilometer nördlich zwischen Stausee und Lippe: Dort versickert Oberflächenwasser aus den Talsperren Haltern und Hullern in Becken, läuft durch die mächtigen Halterner Sande und wird erst danach als Grundwasser gefördert. Der alte Beitrag auf dieser Seite schrieb, das Rohwasser beider Werke stamme aus der Ruhr. Für Witten stimmt das, für Haltern nicht.

Dass es in Herne selbst keine Wasserschutzgebiete gibt, hat denselben Grund: Geschützt wird dort, wo gefördert wird — in den Ruhrauen bei Witten und rund um den Halterner Stausee. Herne schützt sein Trinkwasser auf fremdem Gebiet. Die technische Betriebsführung liegt bei der GELSENWASSER AG, die kaufmännische bei der Stadtwerke Herne AG, die auch die Analysen veröffentlicht.

Nitrat ist mit 23 % des Grenzwerts der höchste Wert

Was hier aus dem Hahn kommt, hängt kaum vom Untergrund der Stadt ab, sondern von einer Entscheidung, die im Revier vor über hundert Jahren fiel: das Trinkwasser nicht dort zu gewinnen, wo die Menschen wohnen.

Eine Grenze hat die Aussage trotzdem. Der Halterner Bericht nennt über 70 Parameter, der Wittener rund 60, von allgemeinen Kennwerten über Metalle und organische Spurenstoffe bis zu Radioaktivität und Mikrobiologie. PFAS gehören in beiden nicht dazu, und auch Trifluoressigsäure, die im alten Beitrag auf dieser Seite vorkam, steht in keiner Analyse. Zu diesen Stoffen sagt diese Seite deshalb nichts — auch nicht, dass sie unauffällig seien. Ein unauffälliger Befund reicht so weit wie die Liste, auf der er beruht.

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Was hinter dem Hausanschluss in Herne passiert

Ab dem Hausanschluss ist nicht mehr der Versorger zuständig, sondern der Eigentümer oder Vermieter. Über diesen Abschnitt sagt keine Analyse des Wasserwerks etwas aus, und in Herne ist er nicht nebensächlich: Ein großer Teil des Wohnbestands stammt aus der Zechenzeit, vieles davon aus Werkssiedlungen. Alte oder selten genutzte Leitungen, Biofilme und gelöste Metalle aus Armaturen entstehen hinter der Übergabestelle.

Drei Dinge helfen konkret:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das kostet nichts und wirkt am zuverlässigsten.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. Dort lösen sich Metalle leichter, und im erwärmten Wasser vermehren sich Legionellen, nicht im Kaltwasser.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen in Altbauten eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Nur dafür lohnt eine Analyse wirklich: Der Bleiwert beider Wasserwerke liegt unter der Bestimmungsgrenze — was in der Wand steckt, misst er nicht.

Wie das Wasser in Herne schmeckt, hängt vom Stadtteil ab: in Wanne und Eickel etwas mehr Kalk aus dem Halterner Sand, in der Innenstadt etwas mehr Salz aus dem Ruhrtal. Schmeckt Ihnen das Wasser am eigenen Hahn trotzdem nicht, prüfen Sie zuerst die naheliegenden Ursachen: einen verkalkten Perlator, eine lange Standzeit, einen alten Anschlussschlauch.

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Herne bedenkenlos trinken?

Ja. In beiden Herner Versorgungszonen werden die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten, und kein veröffentlichter Messwert erreicht die Hälfte des jeweils zulässigen Werts.

Der übliche Vorbehalt gilt in Herne wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach liegt sie beim Eigentümer oder Vermieter. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen, bevor Sie es trinken oder zum Kochen nehmen.

Wie hart ist das Wasser in Herne?

Es kommt auf den Stadtteil an: 7,3 °dH im Wasser aus dem Wasserwerk Witten, 11,3 °dH im Wasser aus dem Wasserwerk Haltern. Das ist einmal der Härtebereich weich und einmal mittel.

Die Analysen geben die Härte zusätzlich in Millimol je Liter an: 1,3 mmol/l für Witten und 2,02 mmol/l für Haltern. Wenn ein Gerät oder ein Waschmittel diese Einheit verlangt, sind das die Zahlen, die Sie eintragen.

Ist das Wasser in allen Herner Stadtteilen gleich?

Nein, Herne hat zwei Versorgungszonen. Crange, Unser-Fritz, Wanne, Bickern, Baukau, Horsthausen, Holsterhausen, Eickel und Röhlinghausen bekommen Wasser aus dem Wasserwerk Haltern, das übrige Stadtgebiet aus dem Wasserwerk Witten.

Wo die Grenze im Rohrnetz genau verläuft, ist nicht veröffentlicht, und an Netzknoten sind Durchmischungen möglich. Wer es für die eigene Adresse sicher wissen will, fragt beim Versorger nach — anders lässt sich die Zuordnung einzelner Straßen nicht belegen.

Woher kommt das Trinkwasser in Herne?

Aus zwei Wasserwerken außerhalb der Stadt, denn in Herne selbst wird kein Trinkwasser gewonnen. Das Wasserwerk Witten liegt rund fünfzehn Kilometer südöstlich an der Ruhr, das Wasserwerk Haltern rund dreißig Kilometer nördlich zwischen Halterner Stausee und Lippe.

Betrieben wird die Versorgung technisch von der GELSENWASSER AG. Die kaufmännische Geschäftsführung liegt bei der Stadtwerke Herne AG, die auch die beiden Jahresanalysen veröffentlicht.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Herne trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist das Herner Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt bei 11,6 mg/l im Halterner und 10,7 mg/l im Wittener Wasser, der Grenzwert beträgt 50 mg/l. Auch Blei, Nickel und Kupfer sind in beiden Zonen nicht nachweisbar.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung.

Ist Chlor im Herner Leitungswasser?

In den beiden Jahresanalysen für 2025 ist keine Chlorung ausgewiesen. In Deutschland wird Trinkwasser nur desinfiziert, wenn es nötig ist, meist zeitlich befristet nach Arbeiten am Netz oder einem mikrobiologischen Befund.

Wer einen Chlorgeruch am eigenen Hahn bemerkt, fragt am besten beim Versorger nach, ob im betroffenen Netzabschnitt gerade desinfiziert wird. Häufiger steckt hinter einem ungewohnten Geruch allerdings die Hausinstallation und nicht das Wasserwerk.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Herne?

An die Störungsannahme der Stadtwerke Herne unter 0209 708660. Zuständig ist sie für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Bei trübem, verfärbtem oder ungewöhnlich riechendem Wasser lohnt vorher ein kurzer Test: Tritt das Problem nur an einer Zapfstelle auf, liegt die Ursache in der Hausinstallation, und Ansprechpartner ist der Eigentümer oder Vermieter. Betrifft es alle Hähne im Haus, ist der Anruf beim Versorger richtig.