Wasserqualität in Leverkusen

Wasserhärte in Leverkusen

4,57,8 °dH

weich · 3 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Leverkusen liegt je nach Versorgungszone zwischen 4,5 und 7,8 °dH und fällt damit durchgehend in den Härtebereich weich. Alle Grenz- und Indikatorwerte der Trinkwasserverordnung werden eingehalten; kein Messwert der EVL-Analyse vom Februar 2025 erreicht die Hälfte seines Grenzwerts.

Der Unterschied zwischen den Zonen hat eine geologische Ursache: Zwei Einspeisungen führen Talsperrenwasser aus dem Bergischen Land, die dritte Grundwasser aus den Rheinterrassen — mit 400 statt 196 µS/cm Leitfähigkeit.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

7,8°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 1,4. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

weich

Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen.

Kalk

kaum

Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Fernwasserversorgung Große Dhünn (FWGD) — Talsperrenwasser
5,4
°dH · weich
aufbereitetes Talsperrenwasser aus der Großen Dhünn-Talsperre im Bergischen Land, größter Anteil der Leverkusener Versorgung
Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper (WVV) — Talsperrenwasser
4,5
°dH · weich
Talsperrenwasser des Wasserversorgungsverbands Rhein-Wupper, weichste der drei Leverkusener Einspeisungen
Wasserwerk Rheindorf (WWR) — Grundwasser
7,8
°dH · weich
Grundwasser aus den Kiesen und Sanden der Rheinterrassen im Norden der Stadt, Wasserwerk in Betrieb seit 1902, rund 30 Prozent der Versorgung

Die Werte auf einen Blick

10

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

4

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

3 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Leverkusen nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL).

ParameterFernwasserversorgung Große Dhünn (FWGD) — TalsperrenwasserWasserversorgungsverband Rhein-Wupper (WVV) — TalsperrenwasserWasserwerk Rheindorf (WWR) — Grundwasser Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH5,44,57,8Mineralstoff
Calciummg/l33,426,441,7Mineralstoff
Magnesiummg/l3,43,48,6Mineralstoff
Kaliummg/l1,51,53,1Mineralstoff
Natriummg/l5,25,222,4200 11 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l10,711,116,850 34 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l13,413,436,2250 14 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l9,39,531,2250 12 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,988,177,886,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm2291964002790 14 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<0,5<0,5<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,02<0,02<0,022 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<1<1<120 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<0,1<0,1<0,110 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l<0,5<0,5<0,510 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Fernwasserversorgung Große Dhünn (FWGD) — Talsperrenwasser, Februar 2025 · Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper (WVV) — Talsperrenwasser, Februar 2025 · Wasserwerk Rheindorf (WWR) — Grundwasser, Februar 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

7,8 °dH: kaum Kalk — dafür aggressiver gegenüber Rohren

So weiches Wasser hinterlässt in Leverkusen kaum Ablagerungen. Es nimmt dafür Metalle leichter auf als hartes Wasser. Genau das passiert hinter dem Hausanschluss, wo die Analyse des Versorgers endet: Blei, Kupfer und Nickel aus den eigenen Rohren stehen in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 15 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Geografisch sitzt die Stadt auf einer Kante. Im Westen liegt die Rheinaue mit ihren Kies- und Sandterrassen, flach und weit; im Osten steigt das Bergische Land an, Schiefer und Grauwacke unter dünnen Böden. Zwei Flüsse aus dem Bergischen queren das Stadtgebiet: die Wupper, die in Leverkusen in den Rhein mündet, und die Dhünn, die kurz davor in die Wupper läuft.

Diese Kante steht auch im Wasser. Rund 30 Kilometer flussaufwärts ist die Dhünn zur Großen Dhünn-Talsperre gestaut, und von dort kommt der größte Teil des Leverkusener Trinkwassers. Talsperrenwasser aus dem Bergischen Land ist arm an gelösten Stoffen, weil das Gestein im Einzugsgebiet kaum etwas abgibt. Das Grundwasser, das im Wasserwerk Rheindorf gefördert wird, steht dagegen in den Kiesen und Sanden der Rheinterrassen und führt deutlich mehr mit sich. Deshalb hat Leverkusen nicht einen Härtewert, sondern drei.

Wie hart ist das Wasser in Leverkusen?

Interessant ist die Spanne. Zwischen 4,5 und 7,8 °dH liegt fast der gesamte weiche Bereich — das Wasser aus Rheindorf enthält mit 41,7 mg/l Calcium und 8,6 mg/l Magnesium fast doppelt so viel wie das des Wasserversorgungsverbands Rhein-Wupper mit 26,4 und 3,4 mg/l.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Leverkusen auf Rang 205 — weicher als 87 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Leverkusen · 7,8 °dH

Warum drei Zonen drei verschiedene Werte haben

Das Wasserwerk Rheindorf ist die älteste der drei Quellen: Es fördert seit 1902 aus dem Grundwasservorrat unter der Rheinniederung und war lange die einzige Versorgung der Stadt. Erst mit dem Anschluss an die Talsperren im Bergischen Land kam das weichere Wasser dazu — und mit ihm der Unterschied, um den es auf dieser Seite geht.

Die Härte ist dabei nur der auffälligste Unterschied. Das ist kein Befund, sondern eine Landschaftsbeschreibung — Regenwasser, das über Schiefer abläuft und in einer Talsperre gesammelt wird, nimmt schlicht weniger auf als Grundwasser, das jahrelang durch Rheinkies sickert.

Welche Adresse an welcher Zone hängt, weist der Versorger nicht aus. Bekannt sind die Anteile — rund 60 Prozent des Bedarfs deckt die Große Dhünn-Talsperre, etwa 30 Prozent das Wasserwerk Rheindorf, den Rest der Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper — und die Lage des Wasserwerks im Norden der Stadt. Eine öffentlich abrufbare Karte, die Stadtteile den Einspeisungen zuordnet, ist nicht veröffentlicht, und Mischungsverhältnisse im Netz ändern sich mit Verbrauch und Betriebsführung. Wer es für seine Adresse genau wissen will, fragt bei der EVL nach. Für den Haushalt bleibt es folgenlos: Alle drei Zonen sind weich, und zwischen 4,5 und 7,8 °dH ändert sich keine Geräteeinstellung.

Nitrat ist mit 34 % des Grenzwerts der höchste Wert

Der Nitratverlauf zeigt, dass es das nicht ist: 10,7 mg/l im Talsperrenwasser, 16,8 mg/l im Grundwasser. Der Unterschied ist die Landwirtschaft über dem Grundwasserleiter, und genau dort setzt die Zusammenarbeit an, die die EVL mit den Landwirten der Region unterhält — Düngung im Einzugsgebiet zu begrenzen, bevor etwas ins Wasser gelangt. Dazu kommen fünf Wasserschutzgebiete in und um Leverkusen; rund um die Wasserwerke Rheindorf und Hitdorf gelten strenge Schutzzonen, und auch Flächen auf Kölner Stadtgebiet gehören dazu. Ein Wasserwerk muss nicht heraussortieren, was gar nicht erst hineingerät.

Zwei Angaben fehlen in dieser Analyse: Die EVL weist weder eine Summe der per- und polyfluorierten Alkylverbindungen aus noch eine Pestizidsumme. Das ist eine Lücke in der Veröffentlichung, kein Messergebnis — über diese Stoffe sagt der Bericht schlicht nichts.

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Weiches Wasser und die Leitungen im Haus

Weiches Wasser ist schwach gepuffert und löst Metalle leichter als hartes. Die drei Leverkusener Zonen liegen deshalb im leicht basischen Bereich — pH 7,88, 7,98 und 8,17 bei einem zulässigen Rahmen von 6,5 bis 9,5 —, damit sich in den Rohren eine schützende Deckschicht hält. Das steuert der Versorger bis zum Hausanschluss. Danach entscheidet die Installation im Gebäude, und dazu kann keine Analyse des Wasserwerks etwas sagen: alte Kupferstränge, Messingarmaturen, tote Leitungen, in denen Wasser tagelang steht.

Drei Handgriffe, die etwas bringen:

  • Ablaufen lassen. Morgens, nach dem Urlaub und an selten benutzten Hähnen, bis das Wasser gleichmäßig kalt nachläuft. Kostet nichts und wirkt sofort.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen. Warm gehen Metalle leichter in Lösung, und im Warmwasserbereich vermehren sich Legionellen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn. Betroffen sind vor allem Häuser, die vor 1973 gebaut wurden. Das ist der eine Fall, in dem eine eigene Untersuchung sinnvoll ist, weil die Werte des Versorgers am Hausanschluss enden.

Was aus ihm herauskommt, schmeckt neutral und mineralarm, Trübt sich der Eindruck am Hahn, liegt es meist an den letzten Metern: ein verkalkter Perlator, lange Standzeiten, ein alter Strang im Haus, gelegentlich eine kurzzeitige Desinfektion im Netz.

Ihr Wasserversorger

Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL)

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Leverkusen bedenkenlos trinken?

Ja. Die Analyse der Energieversorgung Leverkusen vom Februar 2025 hält in allen drei Versorgungszonen sämtliche Grenz- und Indikatorwerte der Trinkwasserverordnung ein, und kein einziger Messwert erreicht die Hälfte des jeweils zulässigen Werts.

Der übliche Vorbehalt betrifft nicht das Wasserwerk, sondern das Gebäude: Die Zuständigkeit der EVL endet am Hausanschluss. Lassen Sie Wasser, das über Nacht oder über den Urlaub in der Leitung stand, kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft.

Wie hart ist das Wasser in Leverkusen?

Zwischen 4,5 und 7,8 °dH, je nach Versorgungszone: 4,5 beim Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper, 5,4 beim Talsperrenwasser der Großen Dhünn, 7,8 im Grundwasser aus dem Wasserwerk Rheindorf.

Alle drei liegen im Härtebereich weich, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz unterhalb von 8,4 °dH ansetzt. Für die Waschmitteldosierung und für Geräteeinstellungen gilt in ganz Leverkusen dieselbe Stufe. Der Unterschied zwischen den Zonen ist messbar, hat im Haushalt aber keine praktische Folge — Kalkablagerungen bleiben auch bei 7,8 °dH gering.

Ist das Wasser in allen Leverkusener Stadtteilen gleich?

Nein, aber der Unterschied bleibt innerhalb eines Härtebereichs. Zwischen der weichsten Einspeisung mit 4,5 °dH und dem Grundwasser aus Rheindorf mit 7,8 °dH liegen 3,3 Grad deutscher Härte, beim Natrium 5,2 gegenüber 22,4 mg/l.

Welche Adresse an welcher Einspeisung hängt, lässt sich aus den veröffentlichten Unterlagen nicht ableiten; eine Zuordnungskarte für Stadtteile liegt uns nicht vor. Diese Auskunft gibt die EVL für die einzelne Anschlussadresse.

Woher kommt das Trinkwasser in Leverkusen?

Aus drei Quellen. Rund 60 Prozent stammen aus der Großen Dhünn-Talsperre im Bergischen Land, etwa 30 Prozent aus dem Grundwasserwerk Leverkusen-Rheindorf, der Rest vom Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper, der ebenfalls Talsperrenwasser liefert.

Das Wasserwerk Rheindorf arbeitet seit 1902 und fördert aus den Kies- und Sandschichten der Rheinniederung. Verteilt wird unter anderem über den Wasserturm in Bürrig, der als Aussichtsturm begehbar ist. Fünf Wasserschutzgebiete in und um Leverkusen sichern die Gewinnung ab.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leverkusener Leitungswasser trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist das Leverkusener Leitungswasser geeignet. Der Nitratwert liegt je nach Zone bei 10,7 bis 16,8 mg/l und damit deutlich unter dem Grenzwert von 50 mg/l; auch Natrium und Uran bleiben weit darunter.

Zwei Punkte liegen in Ihrer Wohnung: Nehmen Sie ausschließlich kaltes Wasser und lassen Sie es vor der Entnahme ablaufen. Bei Verdacht auf Bleileitungen in einem Haus von vor 1973 lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist im Leverkusener Trinkwasser Chlor?

Im Regelfall nicht. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn es der Betrieb erfordert — etwa nach einem Rohrbruch, nach Arbeiten am Netz oder bei einem mikrobiologischen Befund. Solche Maßnahmen sind zeitlich begrenzt und werden vom Versorger bekanntgegeben.

Wenn das Wasser vorübergehend nach Chlor riecht, hilft es, es offen stehen zu lassen; der Geruch verflüchtigt sich. Ob gerade eine Maßnahme läuft, steht bei der EVL, nicht auf dieser Seite.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Leverkusen?

An die Störungsannahme der Energieversorgung Leverkusen unter 0214 86610. Sie ist zuständig für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Bei braunem Wasser nach Arbeiten am Netz genügt meist, den Hahn einige Minuten laufen zu lassen. Betrifft die Störung nur eine Wohnung oder ein Haus, liegt die Ursache in der Regel in der Hausinstallation — dann ist der Eigentümer oder die Verwaltung der richtige Adressat.