Wasserqualität in Köln

Wasserhärte in Köln

15,618,1 °dH

hart · 2 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Köln hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte liegt linksrheinisch bei 18,1 °dH und rechtsrheinisch bei 15,6 °dH, beide Zonen im Härtebereich hart. Versorger ist die RheinEnergie AG. Kein veröffentlichter Messwert erreicht die Hälfte seines Grenzwerts.

Der Rhein trennt zwei eigene Versorgungsnetze: Das linksrheinische Wasser aus Hochkirchen und Weiler ist rund ein Viertel mineralreicher als das rechtsrheinische aus Höhenhaus und Zündorf.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

18,1°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,2. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Köln linksrheinisch (WW Hochkirchen, Weiler)
18,1
°dH · hart
linksrheinisches Stadtgebiet, versorgt aus den Wasserwerken Hochkirchen und Weiler
Köln rechtsrheinisch (WW Höhenhaus, Zündorf)
15,6
°dH · hart
rechtsrheinisches Stadtgebiet, versorgt aus den Wasserwerken Höhenhaus und Zündorf

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

2 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Köln nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: RheinEnergie AG.

ParameterKöln linksrheinisch (WW Hochkirchen, Weiler)Köln rechtsrheinisch (WW Höhenhaus, Zündorf) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH18,115,6Mineralstoff
Calciummg/l10688Mineralstoff
Magnesiummg/l1414Mineralstoff
Kaliummg/l4,53,1Mineralstoff
Natriummg/l3520200 18 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l222050 44 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l7361250 29 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l5832250 23 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,37,336,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm7846302790 28 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<0,5<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,02<0,022 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<1<120 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l0,70,310 7 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<0,5<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/l0,0140,0230,1 23 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/l<0,5<0,50,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Köln linksrheinisch (WW Hochkirchen, Weiler), Jahresmittelwerte 2025 · Köln rechtsrheinisch (WW Höhenhaus, Zündorf), Jahresmittelwerte 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Metall-, PFAS- und Pestizidwerte gibt die RheinEnergie in mg/l an; hier stehen sie in µg/l umgerechnet. Kupfer bleibt bei mg/l.

Zwischen 15,6 und 18,1 °dH — Kalk ist dabei nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Und welcher der beiden Werte für Sie gilt, ändert daran nichts. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Die Domstadt Köln erstreckt sich entlang des Rheins und liegt in der Kölner Bucht, einer weiten, flachen Senke, die über Jahrmillionen mit Sanden und Kiesen des Flusses verfüllt wurde. Durch diese Schichten zieht ein stetiger Grundwasserstrom, gespeist aus Niederschlägen und aus Oberflächenwasser, auf dem Weg durch Kies und Sand auf natürliche Weise gefiltert. Für eine Millionenstadt ist das ein ungewöhnlich bequemer Ausgangspunkt: Das Wasser liegt unter der Stadt, nicht dreißig Kilometer entfernt in einer Talsperre.

Aus dem Grundwasserstrom der Kölner Bucht versorgt die RheinEnergie AG rund 2,5 Millionen Menschen in und um Köln.

Und hier beginnt die Kölner Besonderheit. Der Rhein teilt nicht nur die Stadt, er teilt auch die Wasserversorgung. Links des Rheins arbeiten die Wasserwerke Hochkirchen und Weiler, rechts die Wasserwerke Höhenhaus und Zündorf. Beide Netze werden getrennt geführt, und sie liefern messbar unterschiedliches Wasser — nicht in einem einzelnen Stoff, sondern quer durch die Analyse.

Warum das Wasser links und rechts des Rheins verschieden hart ist

Getragen wird der Unterschied vom Calcium: 106 mg/l linksrheinisch gegenüber 88 mg/l rechtsrheinisch. Der Magnesiumgehalt ist mit 14 mg/l auf beiden Seiten identisch. Die Härtedifferenz kommt also allein aus dem Kalk.

Allein steht sie aber nicht. Das linksrheinische Kölner Wasser ist rund ein Viertel mineralreicher — nicht wegen eines Stoffes, sondern insgesamt.

Belegt ist, was über dem Grundwasser liegt: Links des Rheins reicht die Kölner Bucht in die lössbedeckte Bördelandschaft mit intensivem Ackerbau hinein. Nicht umsonst arbeitet die RheinEnergie im Arbeitskreis Ackerbau und Wasser im linksrheinischen Kölner Norden mit Landwirten zusammen: Bodenproben zu Jahresbeginn, Auswertung im eigenen Labor, daraus abgeleitete Düngeempfehlungen.

Welche Adresse zu welcher Zone gehört, lässt sich nicht in jedem Fall belegen. Die Faustregel ist der Fluss: linksrheinische Stadtteile aus Hochkirchen und Weiler, rechtsrheinische aus Höhenhaus und Zündorf. Eine Zuordnung je Stadtteil veröffentlicht die RheinEnergie in den Analysen nicht, und an Knotenpunkten im Versorgungssystem sind technisch bedingte Durchmischungen möglich. Wer es für die eigene Adresse genau wissen will, fragt beim Versorger nach.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Köln auf Rang 59 — härter als 75 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Köln · 18,1 °dH

Nitrat ist mit 44 % des Grenzwerts der höchste Wert

Am nächsten liegt das Nitrat mit 22 mg/l linksrheinisch und 20 mg/l rechtsrheinisch, bei einem Grenzwert von 50 mg/l — gut vier Zehntel.

Ein Liter linksrheinisches Kölner Leitungswasser bringt rund ein Zehntel des täglichen Calciumbedarfs mit.

PFAS: gemessen, veröffentlicht — und rechtsrheinisch höher

Seit dem 12. Januar 2026 gilt für die Summe aus zwanzig Perfluorverbindungen ein Grenzwert von 0,1 µg/l, und die RheinEnergie weist ihn für beide Zonen aus. Linksrheinisch liegt die Summe PFAS-20 bei 0,014 µg/l, rechtsrheinisch bei 0,023 µg/l. Der höhere der beiden Werte erreicht knapp ein Viertel des Grenzwerts.

Bemerkenswert ist die Richtung. Bei den Mineralien liegt die linke Rheinseite vorn, bei den PFAS die rechte. Für die engere Summe PFAS-4 — PFOA, PFNA, PFHxS und PFOS — meldet die linksrheinische Analyse „kleiner als 0,001 µg/l", die rechtsrheinische 0,0088 µg/l. Der zugehörige Grenzwert von 0,02 µg/l gilt erst ab dem 12. Januar 2028; gemessen an ihm läge der rechtsrheinische Wert heute bei knapp der Hälfte.

Es zeigt, dass die beiden Kölner Netze aus verschiedenen Grundwasserbereichen gespeist werden — und dass PFAS der Parameter ist, an dem dieser Unterschied am deutlichsten wird.

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Woher das Kölner Trinkwasser kommt

Die hier gezeigten Zahlen sind Jahresmittelwerte für 2025 aus der Ausgabe 2026. Linksrheinisch umfasst die Analyse 80 Parameter, rechtsrheinisch 70. Ein einzelnes Probenahmedatum nennen die Datenblätter nicht — Jahresmittel glätten Ausreißer nach oben wie nach unten.

Ihr Wasserversorger

RheinEnergie AG

Was 15,6 bis 18,1 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit der RheinEnergie endet am Hausanschluss. Was danach kommt, liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und dazu sagt keine Werksanalyse etwas: alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen.

Drei Handgriffe, die in Köln wie überall gelten:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das ist der einfachste und wirksamste Handgriff, und er kostet nichts.
  • Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und Warmwasser ist der Ort, an dem sich Legionellen vermehren.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für genau diesen Fall ist eine Analyse sinnvoll, weil die Werksanalyse dazu nichts sagen kann — am Werksausgang liegt Blei in beiden Kölner Zonen unter 0,5 µg/l bei einem Grenzwert von 10.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Köln bedenkenlos trinken?

Ja. In beiden Kölner Versorgungszonen werden die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten, und keiner der veröffentlichten Messwerte erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Der übliche Vorbehalt gilt in Köln wie überall: Die Verantwortung der RheinEnergie endet am Hausanschluss. Was in der eigenen Installation passiert, steht in keiner Werksanalyse. Wasser, das lange in der Leitung stand, vor der Entnahme kurz ablaufen lassen.

Wie hart ist das Wasser in Köln?

Linksrheinisch 18,1 °dH, rechtsrheinisch 15,6 °dH. Beide Zonen liegen im Härtebereich hart, der nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz bei 14,0 °dH beginnt.

Für die Praxis heißt das: In ganz Köln gilt dieselbe Härtestufe. Die 2,5 Grad Unterschied zwischen den Rheinseiten verschieben keine Einstellung an Waschmaschine, Spülmaschine oder Kaffeemaschine. Wer den Wert für ein Gerät eintragen muss, nimmt 18,1 °dH links des Rheins und 15,6 °dH rechts davon.

Ist das Wasser in allen Kölner Stadtteilen gleich?

Nein, Köln hat zwei Versorgungszonen. Die linksrheinischen Stadtteile werden aus den Wasserwerken Hochkirchen und Weiler versorgt (18,1 °dH), die rechtsrheinischen aus Höhenhaus und Zündorf (15,6 °dH). Für Nippes führen wir eine eigene Seite.

Eine Zuordnung je Stadtteil veröffentlicht die RheinEnergie in ihren Analysen nicht, und an Knotenpunkten des Netzes sind technisch bedingte Durchmischungen möglich. Wer es für die eigene Adresse genau wissen will, fragt beim Versorger nach.

Woher kommt das Trinkwasser in Köln?

Aus dem Grundwasserstrom der Kölner Bucht. Köln bezieht kein Talsperren- oder Fernwasser: Brunnenanlagen fördern das Rohwasser direkt unter der Stadt und ihrem Umland, aufbereitet wird es links des Rheins in Hochkirchen und Weiler, rechts in Höhenhaus und Zündorf.

Gespeist wird dieser Grundwasserstrom aus Niederschlägen und Oberflächenwasser. Um die Brunnen liegen Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete, unter anderem in Hochkirchen, Höhenhaus, Urbach und Weiler.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Köln trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Kölner Leitungswasser geeignet. Der Nitratwert liegt bei 22 mg/l linksrheinisch und 20 mg/l rechtsrheinisch, der Grenzwert bei 50 mg/l. Blei liegt in beiden Zonen unter 0,5 µg/l bei einem Grenzwert von 10.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und kein Wasser aus der Warmwasserleitung verwenden. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist dem Kölner Trinkwasser Chlor zugesetzt?

Im Regelfall nicht. In den beiden hier ausgewerteten Analysen der RheinEnergie ist kein Chlorwert ausgewiesen. In Deutschland wird Trinkwasser nur gechlort, wenn es aus hygienischen Gründen nötig ist, etwa nach einem Rohrbruch oder nach Arbeiten am Netz, und dann zeitlich befristet.

Ob gerade eine solche Maßnahme läuft, steht beim Versorger, nicht auf dieser Seite. Wahrnehmbar wäre sie als Schwimmbadgeruch, der verfliegt, wenn das Wasser offen steht.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Köln?

An den Entstördienst der RheinEnergie unter 0221 34645-600. Die Störungsannahme ist zuständig für Ausfälle der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Trübes oder bräunliches Wasser nach Arbeiten am Netz verschwindet oft, wenn man den Hahn einige Minuten laufen lässt. Bleibt die Verfärbung, gehört sie gemeldet. Für alles hinter dem Hausanschluss ist dagegen der Eigentümer zuständig, nicht der Versorger.