Wasserqualität in Köln-Nippes

Wasserhärte in Köln-Nippes

18,1 °dH

hart

Das Trinkwasser in Köln-Nippes hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte in Köln-Nippes beträgt 18,1 °dH und liegt im Härtebereich hart. Kein einziger der 80 untersuchten Parameter erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Versorger ist die RheinEnergie AG.

Nippes liegt linksrheinisch und wird aus den Wasserwerken Hochkirchen und Weiler versorgt. Die rechtsrheinischen Kölner Stadtteile bekommen Wasser aus anderen Werken, mit eigener Analyse und abweichenden Werten.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

18,1°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,2.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

linksrheinisch (WW Hochkirchen, Weiler)
18,1
°dH · hart
linksrheinisches Versorgungsgebiet der RheinEnergie, dazu gehört Köln-Nippes

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Köln-Nippes nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: RheinEnergie AG.

Parameterlinksrheinisch (WW Hochkirchen, Weiler) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH18,1Mineralstoff
Calciummg/l106Mineralstoff
Magnesiummg/l14Mineralstoff
Kaliummg/l4,5Mineralstoff
Natriummg/l35200 18 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l2250 44 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l73250 29 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l58250 23 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,36,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm7842790 28 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,022 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<120 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l0,710 7 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/l0,0140,1 14 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/l<0,50,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. linksrheinisch (WW Hochkirchen, Weiler), Jahresmittelwerte 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

18,1 °dH sind Kalk — und Kalk ist nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Ein dicht bebauter Stadtteil ohne eigene Brunnen: Was hier aus dem Hahn kommt, wird anderswo gefördert.

Für das Trinkwasser ist der Rhein in Köln keine Sehenswürdigkeit, sondern eine Grenze. Die RheinEnergie betreibt links und rechts des Flusses getrennte Wasserwerke und veröffentlicht dafür getrennte Analysen. Nippes liegt links. Versorgt wird der Stadtteil aus den Wasserwerken Hochkirchen und Weiler — und damit mit einem anderen Wasser, als es in den rechtsrheinischen Stadtteilen aus der Leitung kommt.

Beide Werke fördern aus einem Grundwasserstrom in der Kölner Bucht, jener Senke, die der Rhein über Jahrtausende mit Kiesen und Sanden aufgefüllt hat. Wasser, das durch diese Schichten sickert, löst Calcium und Magnesium aus dem Gestein, und je länger sein Weg dorthin ist, desto mehr davon. Genau das steht in der Nippeser Analyse: 106 mg/l Calcium, 14 mg/l Magnesium, zusammen 18,1 °dH.

Nitrat ist mit 44 % des Grenzwerts der höchste Wert

Am nächsten kommt Nitrat mit 22 mg/l bei einem Grenzwert von 50 — gut vier Zehntel.

Die Kölner Bucht ist eine der am dichtesten besiedelten und intensivst genutzten Landschaften Deutschlands — Großstadt, Landwirtschaft, Braunkohlerevier, alles über demselben Grundwasserleiter.

Aufschlussreich ist auch, was die Analyse neuerdings ausweist: die Summe der zwanzig PFAS-Verbindungen mit 0,014 µg/l gegen einen Grenzwert von 0,10 µg/l, der erst seit Januar 2026 gilt, und die Summe der vier besonders relevanten PFAS unterhalb der Bestimmungsgrenze von 0,001 µg/l. Diese Stoffe wurden vor wenigen Jahren in kaum einer Versorgeranalyse überhaupt genannt.

Es ist Grundwasser, kein aufbereitetes Flusswasser — der Rhein liefert die Kiese, durch die es fließt, aber nicht das Wasser selbst.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Köln-Nippes auf Rang 59 — härter als 75 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Köln-Nippes · 18,1 °dH

Warum Nippes andere Werte hat als das rechtsrheinische Köln

Wer in Nippes wohnt, bekommt ein mineralreicheres und härteres Wasser als jemand in Mülheim oder Porz. Der Grund ist die Trennung der Versorgungsgebiete: Links des Rheins fördern Hochkirchen und Weiler, rechts davon Höhenhaus und Zündorf. Für beide Seiten gibt es eine eigene Analyse, und die Werte weichen deutlich voneinander ab.

Für Nippeser Haushalte hat das zwei praktische Folgen. Erstens treffen Kölner Durchschnittsangaben, wie sie in Übersichten kursieren, für den Stadtteil nicht zu — einen städtischen Mischwert gibt es nicht, es gibt zwei Zonen. Wie sich das Kölner Stadtgebiet insgesamt darstellt, steht auf unserer Seite zu Köln; dasselbe linksrheinische Wasser geht übrigens über die Stadtgrenze hinaus, unter anderem nach Brühl.

Was das für Nippeser Haushalte bedeutet

Die Verantwortung der RheinEnergie endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitung, Wohnungsinstallation, Armatur — gehört dem Eigentümer oder Vermieter, und darüber sagt keine Analyse des Wasserwerks etwas aus. In Nippes ist das kein akademischer Punkt: Der Stadtteil hat viel Gründerzeit- und Nachkriegsbestand, und in Gebäuden aus der Zeit vor 1973 sind Bleileitungen nicht ausgeschlossen. Seither wurden sie nicht mehr verbaut, seit Dezember 2013 sind sie in Trinkwasserinstallationen unzulässig.

Praktisch heißt das drei Dinge:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste Handgriff, und er kostet nichts außer ein paar Sekunden.
  • Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasser eines Speichers setzt sich bei 18,1 °dH auch der Kalk zuerst ab.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für diesen einen Fall ist eine Analyse tatsächlich das richtige Mittel, weil die Werte des Versorgers dazu nichts sagen können.

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Ihr Wasserversorger

RheinEnergie AG

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Köln-Nippes bedenkenlos trinken?

Ja. Alle Grenz- und Indikatorwerte der Trinkwasserverordnung werden eingehalten, und in der linksrheinischen Analyse der RheinEnergie erreicht kein einziger Parameter die Hälfte seiner jeweiligen Marke.

Der Vorbehalt betrifft nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Die Zuständigkeit der RheinEnergie endet am Hausanschluss. Lassen Sie Wasser, das über Nacht oder über den Urlaub in der Leitung stand, kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt.

Wie hart ist das Wasser in Köln-Nippes?

18,1 °dH, Härtebereich hart. Der Wert gilt für ganz Nippes, weil der Stadtteil vollständig aus dem linksrheinischen Netz der RheinEnergie versorgt wird.

Für Geräte ist das die Zahl, die zählt: Waschmaschinen, Spülmaschinen und Kaffeevollautomaten fragen entweder nach Grad deutscher Härte oder nach einer Stufe. Wo nur weich, mittel und hart zur Auswahl stehen, ist es in Nippes die oberste Stufe. Getragen wird der Wert von 106 mg/l Calcium und 14 mg/l Magnesium.

Woher kommt das Trinkwasser in Köln-Nippes?

Aus den Wasserwerken Hochkirchen und Weiler, beide linksrheinisch und beide von der RheinEnergie AG betrieben. Gefördert wird Grundwasser aus einem Grundwasserstrom in der Kölner Bucht, kein aufbereitetes Rheinwasser.

Geschützt wird dieses Vorkommen über Wasserschutzgebiete, die in der Region insgesamt rund 320 Quadratkilometer umfassen. Die rechtsrheinischen Kölner Stadtteile werden aus den Wasserwerken Höhenhaus und Zündorf versorgt, für die die RheinEnergie eine eigene Analyse mit abweichenden Werten veröffentlicht.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Köln-Nippes trinken?

Ja, für Säuglingsnahrung ist das Nippeser Leitungswasser geeignet. Der Nitratwert liegt bei 22 mg/l und damit unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Blei und Nickel liegen unter der Bestimmungsgrenze.

Zwei Dinge liegen bei Ihnen: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Besteht in einem Altbau der Verdacht auf Bleileitungen, lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist im Nippeser Leitungswasser Chlor?

Im Regelbetrieb nicht. Deutsches Trinkwasser wird nur dann desinfiziert, wenn es mikrobiologisch nötig ist — etwa nach Rohrbrüchen, Reparaturen oder Arbeiten am Netz. Solche Maßnahmen sind zeitlich befristet und werden vom Versorger bekannt gegeben.

Ob aktuell eine solche Meldung für das linksrheinische Netz besteht, steht bei der RheinEnergie, nicht auf dieser Seite. Wahrnehmbar wäre es als schwimmbadartiger Geruch, der sich nach einigen Minuten offenem Stehen weitgehend verliert.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Nippes?

An den Entstördienst Trinkwasser der RheinEnergie unter 0221 34645-300. Zuständig ist er für Unterbrechungen der Versorgung, Rohrbrüche im Netz und auffällige Trübungen, die nicht nur eine einzelne Wohnung betreffen.

Verstopfungen im Abwassernetz laufen über den Entstördienst Siele der Stadtentwässerungsbetriebe Köln unter 0221 221-25443. Alles, was hinter dem Hausanschluss liegt — Steigleitung, Armaturen, Warmwasserspeicher —, ist Sache des Eigentümers oder der Hausverwaltung.