Wasserqualität in Frechen
Wasserhärte in Frechen
16,0–16,3 °dH
hart · 2 Versorgungszonen
Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.
Welche Zone versorgt mich?
Das Trinkwasser in Frechen hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte liegt je nach Versorgungszone bei 16,0 oder 16,3 °dH und fällt damit in den Härtebereich hart. Kein einziger gemessener Wert in Frechen erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.
Frechen wird aus zwei Quellen versorgt: aus dem Wasserwerk Türnich und aus einer Mischung von Türnicher und RheinEnergie-Wasser. Die beiden Zonen unterscheiden sich kaum in der Härte, deutlich aber bei Sulfat, Chlorid und Nitrat.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
16,3°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,9. Gilt für die härteste Zone.
Waschmittel
hart
Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.
Kalk
sichtbar
In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
12
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
2
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
2 VersorgungszonenTrinkwasserwerte Frechen nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: RheinEnergie AG.
| Parameter | Wasserwerk Türnich (Habbelrath, Grefrath, Grube Carl, Benzelrath) | Mischwasser Türnich + RheinEnergie (Königsdorf, Buschbell, Hücheln) | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 16,0 | 16,3 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 87 | 92 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 17 | 15 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 2,8 | 3,4 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 14,2 | 21,0 | 200 | 11 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | <5,0 | 9,4 | 50 | 19 % des Grenzwerts |
| Sulfatmg/l | 117 | 93 | 250 | 47 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 26,9 | 36,6 | 250 | 15 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| pH-Wert | 7,54 | 7,43 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 612 | 656 | 2790 | 24 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <0,5 | <0,5 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Kupfermg/l | <0,02 | <0,02 | 2 | unter Bestimmungsgrenze |
| Nickelµg/l | <1 | <1 | 20 | unter Bestimmungsgrenze |
| Uranµg/l | <0,1 | 0,2 | 10 | 2 % des Grenzwerts |
| Arsenµg/l | <0,5 | <0,5 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Summe PFAS-20µg/l | 0,004 | 0,004 | 0,1 | 4 % des Grenzwerts |
| Pestizide gesamtµg/l | <0,5 | <0,5 | 0,5 | unter Bestimmungsgrenze |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Türnich (Habbelrath, Grefrath, Grube Carl, Benzelrath), Jahresmittel 2025 (Ausgabe 2026) · Mischwasser Türnich + RheinEnergie (Königsdorf, Buschbell, Hücheln), Jahresmittel 2025 (Ausgabe 2026)
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.
Für die Summe der Pflanzenschutzmittel nennt die Analyse keinen Messwert, sondern nur „kleiner 0,5 µg/l“ — und 0,5 µg/l ist zugleich der gesetzliche Grenzwert dafür.
Zwischen 16,0 und 16,3 °dH — Kalk ist dabei nicht das Problem
Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Und welcher der beiden Werte für Sie gilt, ändert daran nichts. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.
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Unter alldem liegt das eigentliche Kapital. Die Kölner Bucht ist ein Becken aus mächtigen Sanden und Kiesen, in denen sich über Jahrtausende Grundwasser gesammelt hat — einer der ergiebigsten Grundwasserkörper Deutschlands. Frechen sitzt darauf. Aber die Stadt schöpft nicht überall aus demselben Topf: Zwei Wasserwerke speisen ins Frechener Netz, und wer welches bekommt, hängt vom Ortsteil ab.
Wie hart ist das Wasser in Frechen?
Auch der Wert von 13,2 °dH, der für Frechen lange kursierte, ist überholt.
Interessanter als die Einstufung ist, woraus die Härte besteht. Im Türnicher Wasser stehen 87 mg/l Calcium neben 17 mg/l Magnesium, im Mischwasser 92 mg/l Calcium neben 15 mg/l Magnesium. Die härtere der beiden Zonen hat also weniger Magnesium — die höhere Zahl kommt allein vom Calcium.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Frechen auf Rang 88 — härter als 63 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Frechen · 16,3 °dH
Zwei Zonen, zwei Handschriften
Der Unterschied zwischen den Frechener Zonen liegt nicht in der Härte, sondern in allem, was daneben steht. Die RheinEnergie veröffentlicht für Frechen zwei getrennte Analysen, und nebeneinandergelegt erzählen sie eine Geschichte:
- Wasserwerk Türnich (16,0 °dH): Sulfat 117 mg/l, Chlorid 26,9 mg/l, Natrium 14,2 mg/l, Nitrat unter 5,0 mg/l, Leitfähigkeit 612 µS/cm, Uran unter der Bestimmungsgrenze.
- Mischwasser Türnich + RheinEnergie (16,3 °dH): Sulfat 93 mg/l, Chlorid 36,6 mg/l, Natrium 21,0 mg/l, Nitrat 9,4 mg/l, Leitfähigkeit 656 µS/cm, Uran 0,2 µg/l.
Alles steigt — außer dem Sulfat, das fällt. Daraus lässt sich etwas ableiten, ohne zu spekulieren: Eine Mischung liegt immer zwischen ihren Ausgangswässern. Wenn das Mischwasser härter ist als reines Türnicher Wasser und weniger Sulfat enthält, dann muss das zugemischte Wasser aus dem RheinEnergie-Werk härter sein als 16,0 °dH und sulfatärmer als 93 mg/l. Und weil im Mischwasser messbares Nitrat, mehr Chlorid und mehr Natrium ankommen, stammt es aus einem Stockwerk mit deutlich mehr Kontakt zur Oberfläche.
Dass im Türnicher Wasser dafür mehr Sulfat steckt, passt zum Revier. Für die Tagebaue wird das Grundwasser großflächig abgesenkt; dabei kommt Pyrit in den Sedimenten mit Sauerstoff in Berührung, und dabei entsteht Sulfat. Im Frechener Trinkwasser bleibt es mit 117 mg/l weit unter dem Indikatorwert von 250 mg/l und unterhalb der Schwelle, ab der Sulfat überhaupt zu schmecken ist.
Frechen hat mehr Ortslagen als diese sieben — die Kernstadt selbst taucht in keiner der beiden Listen auf. Wer es genau wissen will, fragt die RheinEnergie mit der eigenen Adresse.
Sulfat ist mit 47 % des Indikatorwerts der höchste Wert
Die Summe der zwanzig Verbindungen liegt bei 0,004 µg/l gegen einen Grenzwert von 0,1 µg/l, der seit dem 12. Januar 2026 gilt. Die Summe der vier besonders relevanten Verbindungen ist nicht nachweisbar; für sie greift ab 2028 ein Grenzwert von 0,02 µg/l.
Ein Wasser ohne einen einzigen Wert in der Nähe seiner Schwelle ist ein Wasser aus einem gut abgedeckten, tiefen Grundwasserstockwerk — in einer Landschaft, die seit hundert Jahren umgegraben und intensiv beackert wird, ist das eine Aussage. Und sie hat eine praktische Kehrseite: Wenn Ihr Wasser zu Hause metallisch schmeckt, trüb aus dem Hahn kommt oder Sie sich um Blei sorgen, dann liegt die Ursache nicht im Netz. Sie liegt hinter Ihrem Hausanschluss.
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Woher das Frechener Trinkwasser kommt
Das Wasserwerk Türnich, das die westlichen Frechener Ortsteile versorgt, steht dabei gar nicht auf Frechener Gebiet: Türnich ist ein Stadtteil von Kerpen. Es speist von dort über die Stadtgrenze hinüber.
Diese Zonen sind der Grund, warum in der Analyse kein Nitratproblem steht, obwohl ringsum Zuckerrüben und Weizen wachsen.
Die Werte auf dieser Seite sind Jahresmittelwerte für 2025 aus der Ausgabe 2026 der Trinkwasseranalysen. Ein Probenahmedatum nennen die Datenblätter nicht.
Ihr Wasserversorger
RheinEnergie AG
- Trinkwasserwerte und Analysen: rheinenergie.com
- Störungsannahme: 0221 34645-600 (rund um die Uhr)
Was hinter dem Hausanschluss in Frechen passiert
Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Steigleitungen, Armaturen, der Warmwasserspeicher, selten benutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht — all das liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und keine Analyse aus dem Wasserwerk Türnich kann dazu etwas sagen. Sie kann es nicht, weil dort nicht gemessen wird.
Drei Dinge lohnen sich deshalb unabhängig davon, wie gut die Werte am Werksausgang aussehen:
- Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — so lange, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste Handgriff, und er kostet nichts.
- Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. Warmes Wasser löst Metalle leichter aus dem Leitungsmaterial, und im Speicher finden Legionellen ihre Wohlfühltemperatur.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für genau diesen Fall ist eine Analyse sinnvoll — die Werte des Versorgers können dazu nichts beitragen.
Filterleistung
Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
- Arzneimittelrückstände
- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Frechen bedenkenlos trinken?
Ja. Beide Frechener Versorgungszonen halten sämtliche Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, und kein einziger veröffentlichter Wert erreicht auch nur die Hälfte seiner Schwelle. Blei, Kupfer, Nickel und Arsen sind nicht nachweisbar.
Der Vorbehalt gilt in Frechen wie überall und betrifft nicht das Wasserwerk: Die Zuständigkeit der RheinEnergie endet am Hausanschluss. Was in der eigenen Steigleitung und in den Armaturen passiert, steht in keiner Versorgeranalyse.
Wie hart ist das Wasser in Frechen?
16,0 °dH im Türnicher Versorgungsgebiet und 16,3 °dH im Mischwassergebiet. Beides ist der Härtebereich hart, der nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz bei 14,0 °dH beginnt.
Für Waschmaschine, Spülmaschine und Entkalkungsintervalle können Sie in ganz Frechen mit der Stufe hart rechnen — die 0,3 Grad Unterschied zwischen den Zonen sind in der Praxis bedeutungslos. Wer eine Wasserenthärtungsanlage einstellt, nimmt den Wert der eigenen Zone.
Ist das Wasser in allen Frechener Stadtteilen gleich?
Nein, es gibt zwei Zonen. Habbelrath, Grefrath, Grube Carl und Benzelrath bekommen reines Wasser aus dem Wasserwerk Türnich, Königsdorf, Buschbell und Hücheln eine Mischung aus Türnicher und RheinEnergie-Wasser.
Beim Kalk spielt das keine Rolle. Bei den übrigen Werten schon: Das Mischwasser führt mehr Chlorid, Natrium und Nitrat, dafür weniger Sulfat. Für die restlichen Frechener Ortslagen nennen die Datenblätter keine Zuordnung — im Zweifel hilft eine Anfrage bei der RheinEnergie mit der eigenen Adresse.
Woher kommt das Trinkwasser in Frechen?
Aus Grundwasserbrunnen in der Kölner Bucht. Das Wasserwerk Türnich liegt dabei nicht in Frechen, sondern auf Kerpener Stadtgebiet und speist über die Stadtgrenze hinüber; für einen Teil des Netzes kommt Wasser aus einem Werk der RheinEnergie hinzu.
Gespeist wird das Grundwasser aus dem tiefen Reservoir der Kölner Bucht und aus versickerndem Niederschlagswasser. Rund um die Brunnen sind Wasserschutzgebiete der Zonen I bis III ausgewiesen.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Frechen trinken?
Ja. Leitungswasser, das die Trinkwasserverordnung einhält, ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet, und das trifft auf beide Frechener Zonen zu. Der Nitratgehalt liegt bei unter 5,0 beziehungsweise 9,4 mg/l und damit unter den 10 mg/l, die für Flaschenwasser mit dem Hinweis auf Säuglingsnahrung verlangt werden.
Beim Natrium liegt das Mischwasser mit 21,0 mg/l knapp über der 20-mg/l-Marke dieser Flaschenwasser-Regel. Für Leitungswasser gilt sie nicht, der Grenzwert liegt bei 200 mg/l. Wichtiger sind zwei Handgriffe: ablaufen lassen, bis das Wasser gleichmäßig kalt kommt, und kein Warmwasser verwenden.
Ist Chlor im Frechener Trinkwasser?
Im Normalbetrieb nicht. Deutsches Trinkwasser wird nur dann gechlort, wenn es mikrobiologisch nötig ist — etwa nach einem Rohrbruch, nach Bauarbeiten am Netz oder bei einem auffälligen Befund. Solche Maßnahmen sind zeitlich begrenzt und werden vom Versorger bekannt gegeben.
Wenn Ihr Wasser nach Chlor riecht, ohne dass eine Meldung vorliegt, lohnt zuerst der Blick auf den Perlator und die Standzeit in der Leitung. Aktuelle Meldungen zur Wasserqualität stehen bei der RheinEnergie, nicht auf dieser Seite.
An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Frechen?
An den Entstördienst der RheinEnergie, erreichbar rund um die Uhr unter 0221 34645-600. Zuständig ist er für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.
Betrifft die Störung nur die eigene Wohnung — brauner oder trüber Strahl an einem Hahn, während die Nachbarn nichts bemerken —, liegt die Ursache meist in der Hausinstallation. Dann ist der Eigentümer oder die Hausverwaltung der richtige Adressat, nicht der Versorger.




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