Wasserqualität in Brühl

Wasserhärte in Brühl

17,0 °dH

hart

Das Trinkwasser in Brühl hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte liegt bei 17,0 °dH und fällt damit in den Härtebereich hart. Kein einziger Messwert erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts; am nächsten kommt Nitrat mit 19 von 50 mg/l.

Die Stadtwerke Brühl fördern kein eigenes Wasser, sondern beziehen 100 Prozent von der RheinEnergie aus der Versorgungszone Köln linksrheinisch — je etwa zur Hälfte Uferfiltrat und gefördertes Grundwasser.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

17,0°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,0.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Hochdruckzone Brühl (Bezug 100 Prozent RheinEnergie, Wasserwerke Hochkirchen und Weiler, Versorgungszone Köln linksrheinisch)
17,0
°dH · hart
Stadtgebiet Brühl; das Netz umfasst 15 km Transport- und 165 km Verteilungsleitung, eine getrennte Werteausweisung nach Druckzonen gibt es nicht

Die Werte auf einen Blick

14

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

0

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Brühl nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Brühl GmbH.

ParameterHochdruckzone Brühl (Bezug 100 Prozent RheinEnergie, Wasserwerke Hochkirchen und Weiler, Versorgungszone Köln linksrheinisch) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH17,0Mineralstoff
Calciummg/l100Mineralstoff
Magnesiummg/l14Mineralstoff
Kaliummg/l4,3Mineralstoff
Natriummg/l34200 17 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l1950 38 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,010,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l69250 28 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l58250 23 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Hydrogencarbonatmg/l260Mineralstoff
Fluoridmg/l0,111,5 7 % des Grenzwerts
pH-Wert7,336,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm7442790 27 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,022 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<120 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l0,310 3 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/l0,0130,1 13 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/l<0,50,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Hochdruckzone Brühl (Bezug 100 Prozent RheinEnergie, Wasserwerke Hochkirchen und Weiler, Versorgungszone Köln linksrheinisch), Jahresmittelwerte 2024, Ausgabe 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

17,0 °dH sind Kalk — und Kalk ist nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 20 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Etwa zur Hälfte ist das Uferfiltrat aus der Brunnengalerie „Weißer Bogen“ am Rhein, zur anderen Hälfte gefördertes Grundwasser aus der Brunnengalerie Hochkirchen; gemischt wird im Wasserwerk Hochkirchen. Die 17,0 °dH, die in Brühl aus dem Hahn kommen, sind deshalb nicht die Härte der Ville. Es ist die Härte des Kölner Grundwasserstroms, verlegt über eine Rohrleitung.

Nitrat ist mit 38 % des Grenzwerts der höchste Wert

Für die Pestizidsumme steht dort „kleiner 0,5 µg/l“ — und 0,5 µg/l ist zugleich der Grenzwert. Das sieht nach einem Wert am Limit aus, ist aber keiner: Die RheinEnergie gibt die Bestimmungsgrenze für die Pestizidsumme auf Höhe des Grenzwerts an, dasselbe Muster zeigt die Zeile für die Einzelsubstanzen. Ableiten lässt sich daraus nur, dass oberhalb dieser Grenze nichts gefunden wurde. Ein Messwert steht dort nicht.

Die schwierigere Frage beginnt hinter der Analyse: Die Werte beschreiben das Wasser bei der Übergabe an das Brühler Netz, nicht den Zustand in Ihrer Küche. Auf die 180 Kilometer Rohr dahinter und auf die Steigleitung im Haus hat kein Laborwert Einfluss.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Brühl auf Rang 83 — härter als 65 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Brühl · 17,0 °dH

PFAS im Brühler Wasser: 0,013 µg/l

Die Summe der zwanzig benannten Perfluorverbindungen liegt in Brühl bei 0,013 µg/l. Seit dem 12. Januar 2026 gilt dafür ein Grenzwert von 0,1 µg/l — der Brühler Wert erreicht davon etwa ein Achtel. Für die engere Summe PFAS-4, also PFOA, PFNA, PFHxS und PFOS, meldet der Bericht „kleiner 0,001 µg/l“. Deren Grenzwert von 0,02 µg/l gilt ohnehin erst ab dem 12. Januar 2028.

Erwähnenswert ist das, weil rund die Hälfte des Rohwassers Uferfiltrat aus dem Rhein ist. Wenn ein Parameter in einem zur Hälfte aus Uferfiltrat gewonnenen Wasser auffällig würde, dann dieser. In Brühl ist er es nicht. Und die Werte stehen bereits im Bericht für das Jahr 2024, also bevor der Grenzwert überhaupt in Kraft trat.

Woher das Brühler Trinkwasser kommt

Wie Uferfiltrat überhaupt entsteht, ist dabei der interessantere Teil: Rheinwasser sickert durch Kies und Sand des Ufers, bevor es in den Brunnen ankommt, und legt so eine natürliche Bodenpassage zurück.

Als Aufbereitungsstoffe nennt der Bericht zwei. Aktivkohle ist der eine, Phosphat der andere — letzteres mit weniger als 0,05 mg/l zur Korrosionshemmung. Das Phosphat richtet sich nicht gegen etwas im Wasser, sondern legt einen dünnen Schutzfilm auf die Innenwände metallischer Leitungen. Es soll verhindern, dass sich Metall aus alten Rohren löst.

Im Brühler Netz gibt es mehrere Druckzonen, eine getrennte Werteausweisung nach Druckzonen veröffentlichen die Stadtwerke aber nicht. Es fließt überall dasselbe eingekaufte Wasser, die Zonen unterscheiden sich im Leitungsdruck, nicht in der Zusammensetzung. Über die Stadtgrenze hinaus reicht das Netz bis nach Bornheim-Walberberg, das ebenfalls von den Stadtwerken Brühl versorgt wird.

Für dieselbe Versorgungszone Köln linksrheinisch weist die RheinEnergie im Jahresmittel 2025 18,1 °dH aus, Brühl nennt für 2024 17,0 °dH. Gut ein Grad Unterschied zwischen zwei Berichtsjahren — dieselbe Herkunft, unterschiedliche Mittelungszeiträume. Beide Zahlen fallen in denselben Härtebereich.

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Was 17 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit der Stadtwerke Brühl endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Armaturen, der Warmwasserspeicher — gehört dem Eigentümer oder Vermieter, und darüber sagt keine Analyse des Versorgers etwas. Genau dort entsteht das meiste, was Menschen an ihrem Wasser bemerken: lange Standzeiten in wenig genutzten Strängen, Biofilme, gelöste Metalle aus alten Armaturen.

Drei Handgriffe decken den größten Teil davon ab:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das ist der einfachste Handgriff, und er kostet nichts.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen. Dort lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasser vermehren sich Legionellen, die im Kaltwassernetz keine Rolle spielen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. In Brühl wie im übrigen Rheinland stecken solche Leitungen am ehesten in Altbauten aus der Zeit vor 1973. Zu Blei in alten Hausleitungen sagt die Versorgeranalyse nichts: Sie meldet für das Netz unter 0,5 µg/l und endet an der Grundstücksgrenze.

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Brühl bedenkenlos trinken?

Ja. Alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden eingehalten, und kein Messwert der Analyse erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Der Vorbehalt ist überall derselbe und betrifft nicht das Wasserwerk: Die Zuständigkeit der Stadtwerke Brühl endet am Hausanschluss. Wie es dahinter aussieht, hängt an den Leitungen im Haus. Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, lassen Sie am besten kurz ablaufen.

Wie hart ist das Wasser in Brühl?

17,0 °dH. Das ist der Härtebereich hart, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz ab 14,0 °dH definiert.

Ein Teststreifen ist dafür nicht nötig: Die Stadtwerke Brühl weisen den Wert selbst aus, und weil das gesamte Stadtgebiet aus einer einzigen Versorgungszone gespeist wird, gilt er überall gleich. Adressgenaue Unterschiede gibt es in Brühl nicht. Getragen wird der Wert von 100 mg/l Calcium und 14 mg/l Magnesium, beide aus dem Kölner Grundwasserstrom und nicht aus dem Untergrund unter der Stadt.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Brühl trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Brühler Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt bei 19 mg/l gegenüber einem Grenzwert von 50 mg/l, Natrium bei 34 mg/l, Fluorid bei 0,11 mg/l.

Zwei Punkte betreffen die Wohnung, nicht das Wasserwerk: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. In den ersten Lebensmonaten wird üblicherweise empfohlen, das Wasser vorher abzukochen.

Woher kommt das Trinkwasser in Brühl?

Zu 100 Prozent von der RheinEnergie, aus der Versorgungszone Köln linksrheinisch. Die Stadtwerke Brühl betreiben nur das Netz und fördern kein eigenes Wasser.

Gespeist wird die Zone aus den Wasserwerken Hochkirchen und Weiler. In Hochkirchen mischen sich etwa zu gleichen Teilen Uferfiltrat aus der Brunnengalerie „Weißer Bogen“ am Rhein und gefördertes Grundwasser aus der Brunnengalerie Hochkirchen. Die Werte dieses Bezugs weist der Bericht unverändert für das gesamte Stadtgebiet aus.

Ist das Wasser in allen Brühler Stadtteilen gleich?

Ja, soweit die veröffentlichten Daten reichen. Das gesamte Netz wird aus einer einzigen Versorgungszone gespeist, und die Stadtwerke Brühl weisen die Werte nicht nach Druckzonen getrennt aus.

Druckzonen gibt es im Brühler Netz mehrere, sie unterscheiden sich aber im Leitungsdruck und nicht in der Zusammensetzung des Wassers. Unterschiede zwischen zwei Wohnungen entstehen deshalb eher in der Hausinstallation als im Stadtteil.

Ist im Brühler Trinkwasser Chlor?

Im Normalbetrieb nicht. Der Bericht nennt als Aufbereitungsstoffe Aktivkohle und Phosphat zur Korrosionshemmung, kein Desinfektionsmittel.

Eine vorübergehende Chlorung bleibt trotzdem möglich, etwa nach einem Rohrbruch oder einer Reparatur am Netz. Sie wird angekündigt und ist am Geruch zu erkennen. Wer sie bemerkt, kann das Wasser offen stehen lassen — ein Teil des Chlors entweicht dabei. Dauerhaft gechlort wird das Brühler Netz nach den veröffentlichten Angaben nicht.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Brühl?

An die Störungsannahme der Stadtwerke Brühl unter 02232 702-800. Zuständig ist sie für alles bis zum Hausanschluss: Rohrbrüche, Druckabfall, Trübungen nach Arbeiten am Netz.

Hinter dem Hausanschluss ist der Eigentümer oder Vermieter zuständig, bei Mietwohnungen also die Hausverwaltung. Tritt eine Trübung nur an einem Hahn auf und an den übrigen nicht, liegt die Ursache fast immer in der Hausinstallation. Für Fragen zur Analyse selbst ist die Rubrik Wasser auf der Seite der Stadtwerke die richtige Anlaufstelle.