Wasserqualität in Düsseldorf

Wasserhärte in Düsseldorf

15,0 °dH

hart

Das Trinkwasser in Düsseldorf hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Stadtwerke Düsseldorf AG weisen eine Gesamthärte von 15,0 °dH aus, also den Härtebereich hart, der ab 14,0 °dH beginnt. Kein untersuchter Wert in Düsseldorf erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

60 bis 80 Prozent des Düsseldorfer Trinkwassers stammen aus Rhein-Uferfiltrat, der Rest aus Grundwasser. Vier Wasserwerke bereiten es auf: Am Staad, Flehe, Holthausen und Lörick.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

15,0°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,7.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Hochbehälter Hardt
15,0
°dH · hart
Versorgungsgebiet der Stadtwerke Düsseldorf AG (Düsseldorf und Mettmann)

Die Werte auf einen Blick

14

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

0

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Düsseldorf nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Düsseldorf AG.

ParameterHochbehälter Hardt Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH15,0Mineralstoff
Calciummg/l65Mineralstoff
Magnesiummg/l8,6Mineralstoff
Kaliummg/l3,3Mineralstoff
Natriummg/l28,5200 14 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l13,150 26 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,010,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l58,2250 23 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l67,9250 27 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l0,131,5 9 % des Grenzwerts
pH-Wert7,56,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm6992790 25 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<210 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,0302 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<220 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l0,610 6 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<0,910 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/l0,0010,1 1 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/l<0,010,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Hochbehälter Hardt, Analysezeitraum 01.01.2025-31.12.2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Hydrogencarbonat steht nicht in der Analyse der Stadtwerke und fehlt deshalb auch in der Tabelle.

15,0 °dH sind Kalk — und Kalk ist nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 19 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Der Fluss, der die Stadt teilt, ist zugleich ihre wichtigste Wasserquelle. 60 bis 80 Prozent des Düsseldorfer Trinkwassers sind Rhein-Uferfiltrat: Rheinwasser, das durch die Kiesschichten der Flussterrassen sickert, ehe es in die Brunnen der ufernahen Wasserwerke läuft. Der Rest stammt aus Grundwasservorkommen. Gefördert, überwacht und aufbereitet wird in den drei großen Wasserwerken Am Staad, Flehe und Holthausen sowie im etwas kleineren Werk Lörick. Woher das Trinkwasser kommt, entscheidet über fast alles, was später in der Analyse steht — in Düsseldorf ist es zu großen Teilen ein Strom.

Wie hart ist das Düsseldorfer Leitungswasser?

Calcium steht in der Analyse mit 65 mg/l, Magnesium mit 8,6 mg/l.

Bemerkbar macht sich Härte an Geräten und Oberflächen, nicht am Menschen: der weiße Rand im Wasserkocher, der Belag auf der Duschwand, der Heizstab in Waschmaschine und Spülmaschine. Wer beides regelmäßig entkalkt, verlängert die Lebensdauer spürbar.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Düsseldorf auf Rang 103 — härter als 56 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Düsseldorf · 15,0 °dH

Woran man dem Wasser den Rhein ansieht

An Chlorid, Natrium und Leitfähigkeit. Ein Uferfiltrat trägt die Handschrift des Flusses, aus dem es stammt, und im Düsseldorfer Wasser liest sie sich so: 67,9 mg/l Chlorid, 28,5 mg/l Natrium, 58,2 mg/l Sulfat, eine elektrische Leitfähigkeit von 699 µS/cm bei einem pH-Wert von 7,5. Das sind die Salze, die ein großer Strom auf dem Weg durch ein dicht besiedeltes Einzugsgebiet aufnimmt — und die der Kies der Rheinterrassen nicht zurückhält, weil er filtert und nicht entsalzt.

Chlorid ist mit 27 % des Indikatorwerts der höchste Wert

Fluorid: 0,13 mg/l bei einem Grenzwert von 1,5. Uran: 0,6 µg/l bei einem Grenzwert von 10.

Pflanzenschutzmittel sind in der Summe nicht über der Bestimmungsgrenze von 0,01 µg/l nachweisbar. Die Summe der zwanzig untersuchten PFAS liegt bei 0,001 µg/l — ein Fünfzigstel des seit Januar 2026 geltenden Grenzwerts von 0,1 µg/l. Für die vier besonders bewerteten PFAS, deren Grenzwert von 0,020 µg/l ab 2028 gilt, weist der Bericht keinen Nachweis aus.

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Was am Hausanschluss endet

Die Zuständigkeit der Stadtwerke endet am Hausanschluss, und genau dort beginnt der Teil, über den keine Analyse des Wasserwerks Auskunft geben kann. Danach ist der Eigentümer oder Vermieter verantwortlich. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen — all das entsteht hinter der Übergabestelle, in einer Stadt mit viel Gründerzeit- und Nachkriegsbestand also durchaus in nennenswerter Zahl.

Drei Dinge sind konkret und kosten fast nichts:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das ist der wirksamste Handgriff überhaupt, morgens und nach dem Urlaub.
  • Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und im lauwarmen Bereich vermehren sich Bakterien am besten.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen — in Altbauten nicht ausgeschlossen, auch wenn der Netzwert der Stadtwerke unter 2 µg/l liegt — eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Bleileitungen in Altbauten sind der eine Fall, in dem eine eigene Analyse tatsächlich etwas klärt.

Den Geschmack prägen in Düsseldorf zwei Dinge, und beide kommen nicht aus der Hausinstallation. Das eine ist der Kalk, das andere die Salzfracht des Rheins, die als Chlorid und Natrium in der Analyse steht. An beidem ändern die Stadtwerke nichts, und sie haben auch keinen Anlass dazu: Die Werte liegen im gesetzlichen Rahmen, zum Teil weit darunter. Wer am Geschmack seines Leitungswassers etwas ändern will, muss das zu Hause tun.

Ihr Wasserversorger

Stadtwerke Düsseldorf AG

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Düsseldorf bedenkenlos trinken?

Ja. Alle Grenz- und Indikatorwerte der Trinkwasserverordnung werden eingehalten, und kein einziger untersuchter Wert erreicht die Hälfte seines Grenzwerts.

Der übliche Vorbehalt gilt in Düsseldorf wie überall: Die Verantwortung der Stadtwerke endet am Hausanschluss, danach ist der Eigentümer oder Vermieter zuständig. Lassen Sie Wasser, das über Nacht oder über den Urlaub in der Leitung stand, kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft.

Wie hart ist das Wasser in Düsseldorf?

15,0 °dH. Das ist der Härtebereich hart, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz ab 14,0 °dH definiert — Düsseldorf liegt knapp darüber, am unteren Rand der Stufe.

Für den Haushalt heißt das: Waschmittel nach der Stufe „hart" dosieren, den Geschirrspüler entsprechend einstellen und das Salz nachfüllen, Wasserkocher und Kaffeemaschine regelmäßig entkalken. Wer nach der weichsten Stufe dosiert, nimmt bei diesem Wasser zu wenig Waschmittel.

Woher kommt das Trinkwasser in Düsseldorf?

Zu 60 bis 80 Prozent aus Rhein-Uferfiltrat, der Rest aus Grundwasservorkommen. Das Rheinwasser sickert durch die Kiesschichten der Flussterrassen und wird dabei filtriert, bevor es die Brunnen erreicht.

Vier Werke fördern, überwachen und bereiten auf: die drei großen Wasserwerke Am Staad, Flehe und Holthausen sowie das kleinere Werk Lörick. Fünf Wasserschutzgebiete — Bockum/Wittlaer, Am Staad, Lörick, Flehe und Baumberg — sichern die Gewinnung zusätzlich zu den Wasserschutzzonen I bis III.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Düsseldorf trinken?

Ja, das Düsseldorfer Leitungswasser eignet sich auch für die Zubereitung von Säuglingsnahrung. Nitrat liegt bei 13,1 mg/l gegenüber einem Grenzwert von 50, Natrium bei 28,5 mg/l, Uran bei 0,6 µg/l — für Mineralwässer, die als geeignet für Säuglingsnahrung ausgelobt werden, gilt bei Uran ein Höchstwert von 2 µg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Nehmen Sie kaltes Wasser und lassen Sie es vor der Entnahme ablaufen, nie Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist das Wasser in allen Düsseldorfer Stadtteilen gleich?

Weitgehend ja. Die Stadtwerke Düsseldorf AG veröffentlichen eine einzige Analyse für ihr gesamtes Versorgungsgebiet, das neben Düsseldorf auch Mettmann umfasst; ausgewiesen wird sie über den Hochbehälter Hardt.

Kleine Unterschiede bleiben möglich: An den Knotenpunkten des rund 2.300 Kilometer langen Netzes mischt sich Wasser aus verschiedenen Werken, und je nach Betriebslage verschiebt sich das Verhältnis. Für die Wasserhärte und die Waschmitteldosierung spielt das keine Rolle.

Ist dem Düsseldorfer Trinkwasser Chlor zugesetzt?

Die veröffentlichte Analyse weist kein Desinfektionsmittel aus. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn ein mikrobiologischer Befund oder eine Baumaßnahme es erfordert, und dann befristet.

Wenn Ihr Wasser vorübergehend nach Schwimmbad riecht, ist das der wahrscheinlichste Grund. Ob gerade eine Maßnahme läuft, steht bei den Stadtwerken Düsseldorf und beim Gesundheitsamt — nicht auf dieser Seite. Wir aktualisieren die Messwerte jährlich, tagesaktuelle Meldungen gehören dorthin, wo sie täglich gepflegt werden.

Wen rufe ich bei einer Störung der Wasserversorgung in Düsseldorf an?

Die Störungsannahme der Stadtwerke Düsseldorf ist unter 0211 821-821 erreichbar. Sie deckt den Entstördienst Trinkwasser, den Entstördienst Siele bei Verstopfungen im Abwassernetz und den Dienst für Druckentwässerungsanlagen ab.

Dort anrufen sollten Sie bei Rohrbruch, plötzlichem Druckverlust oder trübem Wasser aus mehreren Zapfstellen im Haus. Betrifft es nur eine Armatur oder nur Ihre Wohnung, liegt die Ursache meist in der Hausinstallation — dann sind Eigentümer oder Hausverwaltung die richtigen Ansprechpartner.