Wasserqualität in Erkrath

Wasserhärte in Erkrath

14,717,8 °dH

hart · 2 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Erkrath ist hart und hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Stadtwerke Erkrath weisen zwei Versorgungsbereiche aus: 14,7 °dH für Alt-Erkrath, Hochdahl-Süd und Unterfeldhaus, 17,8 °dH für Hochdahl-Nord und Willbeck. Beide Werte fallen in den Härtebereich hart.

Kein Messwert in Erkrath erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Der Unterschied zwischen den beiden Bereichen stammt vor allem aus dem Magnesium und aus dem wechselnden Anteil Düsseldorfer Uferfiltrats.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

17,8°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,2. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Versorgungsbereich 1
14,7
°dH · hart
Alt-Erkrath, Hochdahl Sued, Unterfeldhaus
Versorgungsbereich 2
17,8
°dH · hart
Hochdahl Nord, Willbeck

Die Werte auf einen Blick

14

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

0

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

2 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Erkrath nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Erkrath GmbH.

ParameterVersorgungsbereich 1Versorgungsbereich 2 Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH14,717,8Mineralstoff
Calciummg/l83,495,5Mineralstoff
Magnesiummg/l12,523,0Mineralstoff
Kaliummg/l4,0252,84Mineralstoff
Natriummg/l37,8535,6200 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l13,1259,3650 26 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,01<0,010,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l54,12562,27250 25 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l63,9868,8250 28 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l0,071,5 5 % des Grenzwerts
pH-Wert7,527,326,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm693,31834,312790 30 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<10,6710 7 % des Grenzwerts
Kupfermg/l0,0330,0322 2 % des Grenzwerts
Nickelµg/l<1520 25 % des Grenzwerts
Uranµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l<1<110 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/ln.n.0,1 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/ln.n.0,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Versorgungsbereich 1, Durchschnittswerte 2025, Infoblatt vom 20.04.2026 · Versorgungsbereich 2, Durchschnittswerte 2025, Infoblatt vom 20.04.2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Zwischen 14,7 und 17,8 °dH — Kalk ist dabei nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Und welcher der beiden Werte für Sie gilt, ändert daran nichts. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 19 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Kalkstein im Untergrund ist zugleich der Stoff, aus dem Wasserhärte entsteht — Calcium und Magnesium lösen sich heraus, während das Wasser durch das Gestein sickert.

Für Erkrath erklärt das aber höchstens die Hälfte. Ein großer Teil des Trinkwassers stammt gar nicht von hier, sondern aus Düsseldorf: In Alt-Erkrath wird Uferfiltrat der Düsseldorfer Wasserwerke verteilt, gefördert aus Brunnen zwischen zehn und dreißig Metern Tiefe. In Hochdahl und Unterfeldhaus kommt etwa die Hälfte des Bedarfs aus dem Erkrather Wasserwerk Millrath, die andere aus dem Wasserwerk Düsseldorf-Benrath.

Zwei Versorgungsbereiche: 14,7 und 17,8 °dH

Woher kommt die Differenz von 3,1 Grad? Aus dem Mischungsverhältnis. Das Calcium ist dabei nicht der Hauptgrund: 83,4 mg/l im ersten Bereich gegen 95,5 mg/l im zweiten, ein moderater Abstand. Den Ausschlag gibt das Magnesium — 12,5 gegen 23,0 mg/l, also fast das Doppelte. Magnesium wiegt in der Härteformel je Milligramm deutlich schwerer als Calcium, weshalb der kleinere der beiden Mineralstoffe hier den größeren Teil des Unterschieds trägt. Die elektrische Leitfähigkeit zeigt dasselbe Bild: 693,31 gegen 834,31 µS/cm.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Erkrath auf Rang 67 — härter als 71 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Erkrath · 17,8 °dH

Welcher Stadtteil zu welchem Bereich gehört

Die Stadtwerke Erkrath ordnen die Bereiche nach Stadtteilen zu: Versorgungsbereich 1 umfasst Alt-Erkrath, Hochdahl-Süd und Unterfeldhaus, Versorgungsbereich 2 Hochdahl-Nord und Willbeck. Die Grenze läuft also mitten durch Hochdahl.

Feiner wird es nicht. Eine Straßenliste oder eine Karte, aus der sich die Zuordnung einer einzelnen Adresse ablesen ließe, veröffentlicht der Versorger nicht. Dazu kommt eine ältere Beschreibung der Herkunft, nach der Alt-Erkrath aus Düsseldorfer Uferfiltrat und Hochdahl je zur Hälfte aus Millrath und Benrath versorgt wird — sie deckt sich nicht mit dem heutigen Zuschnitt der Bereiche, denn Alt-Erkrath und Unterfeldhaus liegen zusammen im ersten Bereich, während Hochdahl geteilt ist. Welche Leitung heute wohin führt, lässt sich aus den veröffentlichten Unterlagen nicht belegen. Wer in Hochdahl wohnt und es genau wissen will, fragt bei den Stadtwerken nach.

Eine zweite Unschärfe steht im Analysedokument selbst. Für den Versorgungsbereich 2 ergeben die angegebenen 95,5 mg/l Calcium und 23,0 mg/l Magnesium rechnerisch eine um knapp 0,9 °dH höhere Härte als die veröffentlichten 17,8 °dH. Beide Angaben stehen so in der Quelle; im Versorgungsbereich 1 geht dieselbe Rechnung auf.

Leitfähigkeit ist mit 30 % des Indikatorwerts der höchste Wert

Das ist ein unspektakuläres Ergebnis, und es wäre bequem, daraus trotzdem einen Befund zu bauen. Es gibt keinen. Interessant ist etwas anderes: wie unterschiedlich tief die beiden Bereiche untersucht wurden. Für den Versorgungsbereich 2 weist das Infoblatt 19 Parameter aus, für den Versorgungsbereich 1 nur 15. Uran, Fluorid und die Pestizid-Summe sind dort ausdrücklich als nicht untersucht gekennzeichnet, PFAS ist für diesen Bereich überhaupt nicht aufgeführt.

Im Versorgungsbereich 2 stehen PFAS und Pestizide als nicht nachweisbar. Das heißt: Kein Einzelstoff lag über der Bestimmungsgrenze — nicht, dass gemessen null gefunden wurde.

Passend zu diesen Werten

Weiterlesen

Woher das Erkrather Trinkwasser kommt

Das Wasserwerk Millrath fördert vor Ort und deckt etwa die Hälfte des Bedarfs in Hochdahl und Unterfeldhaus; das dort gewonnene Wasser braucht nach Darstellung der Stadt nur eine geringe Aufbereitung, um Trinkwasserqualität zu erreichen.

Für die Einhaltung der Grenzwerte sind damit zwei Häuser zuständig: die Stadtwerke Erkrath GmbH und, für das zugelieferte Wasser, die Stadtwerke Düsseldorf. Die veröffentlichten Zahlen sind Durchschnittswerte des Jahres 2025, zusammengestellt in einem Infoblatt vom 20. April 2026; ein Probenahmedatum für eine einzelne Messung nennt es nicht. Wie Trinkwasser überhaupt gewonnen wird, erklären wir an anderer Stelle ausführlicher.

Ihr Wasserversorger

Stadtwerke Erkrath GmbH

Was 14,7 bis 17,8 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Armaturen, selten genutzte Stränge, der Warmwasserspeicher — gehört dem Eigentümer oder Vermieter, und keine Analyse des Wasserwerks kann darüber etwas sagen. Ein Detail aus den Erkrather Zahlen führt das vor: Nickel liegt im Versorgungsbereich 1 unter der Bestimmungsgrenze, im Bereich 2 bei 5 µg/l, bei einem Grenzwert von 20. Nickel stammt im Trinkwasser in aller Regel nicht aus dem Grundwasser, sondern aus vernickelten Armaturen und Fittings — also aus genau dem Stück Leitung, das Ihnen gehört.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Erkrath bedenkenlos trinken?

Ja. Alle Werte, die die Stadtwerke Erkrath veröffentlichen, liegen innerhalb der Vorgaben der Trinkwasserverordnung, und keiner davon erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Der übliche Vorbehalt gilt in Erkrath wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach liegt sie beim Eigentümer oder Vermieter. Lassen Sie Wasser, das über Nacht oder über den Urlaub in der Leitung stand, kurz ablaufen, bevor Sie es trinken oder zum Kochen nehmen.

Wie hart ist das Wasser in Erkrath?

Je nach Versorgungsbereich 14,7 oder 17,8 °dH. Beide Werte fallen in den Härtebereich hart, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz ab 14,0 °dH definiert.

Der niedrigere Wert gilt für Alt-Erkrath, Hochdahl-Süd und Unterfeldhaus, der höhere für Hochdahl-Nord und Willbeck. Für Waschmittel, Spülmaschinensalz und Entkalkungsintervalle ist der Unterschied ohne Bedeutung, weil beide Bereiche in derselben gesetzlichen Stufe liegen. Wer die Zahl für ein Gerät braucht, nimmt den Wert seines Versorgungsbereichs und nicht den Mittelwert aus beiden: Einen amtlichen Erkrather Durchschnittswert gibt es nicht.

Ist das Wasser in allen Erkrather Stadtteilen gleich?

Nein, es gibt zwei Versorgungsbereiche mit 3,1 Grad deutscher Härte Abstand. Der Unterschied entsteht durch das Mischungsverhältnis aus örtlich gefördertem Wasser und Düsseldorfer Uferfiltrat.

Die Grenze verläuft mitten durch Hochdahl: Der Süden gehört zum ersten, der Norden zum zweiten Bereich. Eine Straßenliste dazu veröffentlichen die Stadtwerke nicht. Wenn Sie in Hochdahl wohnen und die Zuordnung Ihrer Adresse genau brauchen, hilft nur eine Nachfrage beim Versorger.

Woher kommt das Trinkwasser in Erkrath?

Zur einen Hälfte aus Erkrath, zur anderen aus Düsseldorf. Das Wasserwerk Millrath fördert vor Ort und deckt etwa die Hälfte des Bedarfs in Hochdahl und Unterfeldhaus.

Der übrige Bedarf und die Versorgung von Alt-Erkrath stammen von den Düsseldorfer Wasserwerken, vor allem aus dem Wasserwerk Düsseldorf-Benrath. Dort wird Uferfiltrat des Rheins aufbereitet, gefördert aus Brunnen zwischen zehn und dreißig Metern Tiefe. Für die Einhaltung der Grenzwerte sind deshalb beide Stadtwerke zuständig.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Erkrath trinken?

Ja. Leitungswasser eignet sich für Säuglingsnahrung, solange es die Trinkwasserverordnung erfüllt, und das ist in Erkrath der Fall. Nitrat liegt bei 13,125 mg/l im ersten und 9,36 mg/l im zweiten Versorgungsbereich, der Grenzwert bei 50 mg/l.

Der oft zitierte Wert von 10 mg/l stammt aus der Kennzeichnungsregel für abgefülltes Wasser, das ausdrücklich für Säuglingsnahrung beworben wird. Er ist kein Grenzwert für Leitungswasser. Wichtiger sind zwei Handgriffe in der eigenen Wohnung: ablaufen lassen, bis das Wasser gleichmäßig kalt kommt, und kein Warmwasser verwenden.

Schmeckt hartes Wasser aus Erkrath bei Kaffee und Tee anders?

Ja, vor allem bei Filterkaffee und bei Schwarztee. Hartes Wasser puffert die Säuren im Kaffee ab, der Aufguss wirkt dadurch flacher und weniger klar konturiert. Auf Schwarztee bildet sich ein feiner Film an der Oberfläche.

Das ist eine Geschmacksfrage, keine Qualitätsfrage. Wer den Unterschied hören will, bevor er etwas ändert: Erst den Perlator entkalken und frisches, kalt abgelaufenes Wasser nehmen. Häufig steckt der flache Eindruck weniger in der Härte als in abgestandenem Wasser.

Ist im Erkrather Trinkwasser Chlor?

Das Infoblatt der Stadtwerke Erkrath führt keinen Wert für Chlor auf, und eine dauerhafte Chlorung ist dort nicht dokumentiert. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn es einen konkreten Anlass gibt, etwa nach Rohrbrüchen oder Bauarbeiten am Netz.

Falls Sie einen Chlorgeruch bemerken: Solche Maßnahmen sind zeitlich befristet und werden vom Versorger und vom Gesundheitsamt bekanntgegeben. Diese Seite gibt Messwerte wieder, keine tagesaktuellen Meldungen.