Wasserqualität in
Bayern

Trinkwasser und Wappen in Bayern

Leitungswasser in Bayern - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 16. November 2021
Lesedauer: 12 Minuten

Der mehr als 70.500 km² umfassende Freistaat Bayern ist das flächengrößte Land in Deutschland. Weit über 13,1 Millionen Einwohner (Stand Dezember 2020) vertrauen auf die Kompetenz der Wasserversorger, die tagtäglich das Lebensmittel Nr. 1 mit guter Wasserqualität an sie weiterleiten.

Etwa 8.400 Wasserfassungen (Brunnen, Quellen, Talsperren, Fluss- und Seewasser) und ca. 2.900 Wassergewinnungsanlagen sind die Basis für ein effizientes System, das anschließend über ein engmaschiges Trinkwassernetz mit einer Länge von über 115.000 km die Haushalte und Gewerbe versorgt.

Gemäß einer landesweiten Erhebung lag Bayern 2016 im Pro-Kopf-Wasserverbrauch mit 131 Litern an dritter Stelle hinter Hamburg (140) und Nordrhein-Westfalen (133): ein Zeichen dafür, wie wichtig eine kontinuierliche Versorgung mit Trinkwasser von guter Wasserqualität ist.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Bayern.

Wasserhärte in Bayern

Mehr als 90 Prozent des bayerischen Trinkwassers wird aus Grundwasser gewonnen. Allein durch die regionalen Unterschiede der Förderanlagen ergeben sich unterschiedliche Messwerte bezüglich der Wasserhärte. Öffentlich einsehbare Trinkwasseranalysen der Versorgungsunternehmen geben ausführlich Aufschluss – nicht nur über die Wasserhärte im jeweiligen Ort oder in der Stadt, sondern auch über all jene Parameter, die gemäß der offiziellen Trinkwasserverordnung vorgeschrieben sind.

Zu dieser Thematik können Sie sich entweder bei Ihrem lokalen Wasserversorger informieren oder in den nachfolgenden Artikeln, die wir für ausgewählte Städte in Bayern für Sie vorbereitet haben:

Weiterführende Details – etwa zur Wasserhärte und zu Parametern, die in einer Trinkwasseranalyse berücksichtigt werden – haben wir hier zusammengefasst.

Informationen zur bayrischen Wasserqualität

Um für die Haushalte eine sichere Wasserqualität zu gewährleisten, sind in den einzelnen Wasserwerken umfangreiche Maßnahmen erforderlich. Denn das Grundwasser muss auf Verunreinigungen geprüft und analysiert werden. Schadstoffe, zu denen Pflanzenschutz- und Düngemittel gehören, werden mittels spezieller Aufbereitungsverfahren entfernt.

Die lokalen Spezialisten und unabhängigen Institutionen arbeiten eng zusammen, um alle Vorschriften, die z.B. in der Trinkwasserverordnung festgelegt sind, einzuhalten. Zusätzlich überprüfen die jeweiligen Gesundheitsämter in regelmäßigen Abständen die Qualität des Leitungswassers.

Wie sensibel das Thema Wasserqualität ist, zeigt eine Begebenheit aus dem Jahr 2008, als man erhöhte Uran-Werte im Trinkwasser einiger fränkischer Gemeinden feststellte.

Im Jahr 2015 ergaben Proben an 41 von 500 Messstellen andernorts eine deutliche Überschreitung des Nitrat-Grenzwertes. Mittlerweile sorgen Denitrifikationsanlagen für einen niedrigeren Nitrat-Wert im Trinkwasser.

Wie gut ist die österreichische Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Bayern zuständig?

Die Spezialisten in den mehr als 2.900 bayerischen Wasserwerken kümmern sich gemeinsam mit den Versorgungsunternehmen um die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte. Dabei halten sie sich strikt an die Vorschriften der Trinkwasserverordnung sowie an weitere gesetzliche Richtlinien.

Tägliche, wöchentliche, monatliche und jährliche Prüfungsintervalle sorgen dafür, dass kleinste Schwankungen in den Messwerten festgestellt und entsprechende Maßnahmen sofort eingeleitet werden können. Schließlich handelt es sich beim Trinkwasser um eines der bedeutendsten Lebensmittel, dessen hohe Qualität zu jeder Zeit sichergestellt werden muss.

Auch zu diesem Zweck führen die jeweiligen Gesundheitsämter sowie unabhängige Unternehmen weitere Prüfungen und Analysen durch. Zu Letzteren zählt beispielsweise das SWM Labor, welches durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz als unabhängige Stelle zugelassen wurde.

Kontakt - Wasserwerke Bayern

  • Fragen Sie bei ihrer Ortschaft nach oder nutzen Sie eine Suchmaschine um ihr zuständiges Wasserwerk zu ermitteln.

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Offenbach

Welche Parameter können im bayrischen Leitungswasser bedenklich werden?

Auch wenn die Wasserversorger vor Ort ständige Proben und Analysen durchführen, sagen diese nichts darüber aus, welche Werte man beispielsweise in Häusern feststellen würde, die noch über alte Blei- und Kupferrohre verfügen. Zwar wurden nur bis 1973 Bleirohren als Wasserrohre verbaut, doch gibt es sicherlich immer noch zahlreiche Häuser, in denen die Rohre noch nicht ausgetauscht wurden. Das giftige Schwermetall löst sich und kontaminiert das Trinkwasser, was wiederum zu gesundheitlichen Schäden führen kann – insbesondere bei Säuglingen und Kindern.

Auch z.B. über die Toilette entsorgte Arzneimittel gelangen in den Wasserkreislauf. Wünschenswert wäre hierzu ein in der Trinkwasserverordnung festgelegter Grenzwert.

Alle Wasserversorger haben sich jedoch dazu verpflichtet, die Vorschriften der deutschen Trinkwasserversorgung einzuhalten und sämtliche Analysen gemäß den Grenzwerten durchzuführen. Unabhängige Institute und Gesundheitsämter sorgen für eine weitere Qualitätssicherung. Welche Werte und Parameter vorgeschrieben sind, können Sie der aktuellen Trinkwasserverordnung entnehmen.

Vitalhelden

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Woher kommt das Trinkwasser in Bayern?

Einer Umweltstatistik aus dem Jahr 2016 zufolge, die auf der Webseite des Bayerischen Landesamtes für Umwelt veröffentlicht wurde, stammten 69 Prozent (630,4 Mio m³) des geförderten Wassers aus Brunnenanlagen, 16,8 Prozent (153,3 Mio m³) aus Quellen sowie je 7,1 Prozent aus Uferfiltrat/angereichertem Grundwasser (64,7 Mio m³) und Oberflächenwasser (64,6 Mio m³). Abhängig von den jeweiligen Bodenschichten und Wasservorkommen sind die Fördertiefen. Quellen befinden sich beispielsweise im Spessart und im Bayerischen Wald.

Um die sensiblen Förderbereiche und damit das Grundwasser zu schützen, legt man rund um Quellen und Brunnen Wasserschutzzonen der Kategorien I bis III sowie weitläufige Wasserschutzgebiete an, in denen spezielle Einschränkungen durch Ge- und Verbote gelten.

Im Jahr 2018 zählte man rund 2.930 Wassergewinnungsanlagen und rund 8.400 Wasserfassungen. Etwa 3.200 Wasserschutzgebiete sorgten für strikte Regelungen hinsichtlich des Grundwasserschutzes, etwa durch Anwendungsverbote für wassergefährdende Stoffe.

Weitere Informationen

Um den besonderen Wert des Wassers zu unterstreichen, feierte man auch in Bayern am 22. März 2021 den Weltwassertag. Dieser wurde 1993 von den Vereinten Nationen initiiert und weist seitdem auf die Bedeutung einer der wohl lebenswichtigsten Ressource hin.

Im Jahr 2021 stand der Weltwassertag weltweit unter dem Motto „Valuing Water“/“Wert des Wassers“. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gab in diesem Zusammenhang das Programm „Wasserzukunft Bayern 2050“ bekannt. Konkrete Projekte zu den fünf Säulenthemen

  • Wasser speichern
  • Wasser verteilen
  • Wasser schützen
  • Wasser schätzen und
  • Wasser gesamtstaatlich denken

werden initiiert, um auch für die Zukunft eine gesicherte Wasserversorgung gewährleisten zu können.

Häufig gestellte Fragen zum bayrischen Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, bayrisches Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Bayern wird gemäß der bayrischen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das bayrische Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom bayrischen Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das bayrische Leitungswasser trinken?

Die bayrischen Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Die bayrischen Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Bayern sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im bayrischen Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. Normalerweise wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Bayern über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im bayrischen Trinkwasser Legionellen?

Die bayrischen Wasserwerke liefern ausnahmslos aufbereitetes Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im bayrischen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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