Wasserqualität in
Mainz

Trinkwasser und Wappen Mainz

Mainzer Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 30. Juni 2021
Lesedauer: 11 Minuten

Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz erstreckt sich an der Main-Mündung in den Rhein und liegt bei Rheinkilometer 500 etwa auf halbem Weg zwischen Nordsee und Bodensee. Mehr als 220.000 Einwohner leben in der modernen und quirligen Rhein-Main-Metropole und vertrauen auf die Kompetenzen der städtischen Trinkwasserversorger, sei es die Mainzer Netze GmbH oder die Wasserwerke Hof Schönau, Petersaue und Eich, die sich tagtäglich um Analysen und Proben sowie um Faktoren wie Wasserqualität und Wasserhärte kümmern.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Mainz.

Wasserhärte in Mainz

Wasserhärte

19,1
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

19,1 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist hart

Das Trinkwasser in Mainz besitzt bei einem Durchschnittswert von 19,1 dH eine große Wasserhärte. Von hartem Wasser spricht man dann, wenn der Kalkgehalt im Wasser hoch ist. Dennoch ist sehr kalkhaltiges Wasser – bei dem die Mineralstoffe Calcium und Magnesium eine sehr wichtige Rolle spielen – nicht unbedingt gesundheitsschädigend. Denn der Körper kann diese nicht selbst bilden, benötigt sie jedoch für den Aufbau und Erhalt von Zähnen und Knochen.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Mainz

Nitrat

3,86 %*

1,93 / 50 mg/l
Steigt etwa der Nitratwert im Grundwasser durch Überdüngung an, ist dies auch relevant für das Trinkwasser. Im Mainzer Leitungswasser liegt der Wert allerdings bei lediglich 1,93 mg/l.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

13 %*

<0,0013 / 0.01 mg/l
Der Bleigehalt ist im Mainzer Trinkwasser mit weniger als 0,0013 mg/l fast schon nicht mehr messbar. Da es sich allerdings um ein Schwermetall handelt, setzte man den Grenzwert mit 0,010 mg/l fest.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

0,25 %*

<0,005 / 2 mg/l
Weniger als 0,005 mg/l beträgt der Kupferanteil im Mainzer Leitungswasser. Dass aber auch Kupfer für den Organismus schädlich werden kann, zeigt der Grenzwert von 2 mg/l.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

10 %*

<0,002 / 0,02 mg/l
In der Trinkwasserverordnung liegt der Grenzwert für Nickel bei 0,020 mg/l. Die Trinkwasseranalyse ergibt einen Wert kleiner als 0,002 mg/l; aufgrund seiner Relevanz für die Gesundheit muss auch dieser ständig überprüft werden.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

16 %*

<0,0016 / 0,01 mg/l
Das giftige und radioaktive Schwermetall Uran hat einen Anteil von weniger als 0,0016 mg/l im Mainzer Trinkwasser. Erhöhte Werte schädigen aber auf längere Sicht den Organismus.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittelwerte oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Mainzer Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Mainz?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

2,83 %*

Natrium

42,5 mg/l - In der Zellumgebung befindet sich die höchste Natriumkonzentration: Der Mineralstoff ist u.a. wichtig für den Flüssigkeitshaushalt, die motorischen Fähigkeiten, den Blutdruck und die Nervenimpulse.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
11 %*

Calcium

110 mg/l - Da der Körper kein Calcium bilden kann, ist er auf die Zufuhr von außen durch Nahrung und Trinkwasser angewiesen. Eine Unterversorgung führt zum Calciumdefizit z.B. im Hinblick auf Knochen und Zähne.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
4,66 %*

Magnesium

16,3 mg/l - Auch bei der Versorgung mit Magnesium ist der Organismus auf Nahrung und Trinkwasser angewiesen. Magnesium spielt eine große Rolle bei der Funktion von Nerven und Muskeln sowie in der Zellstruktur.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,08 %*

Kalium

3,3 mg/l - Kalium reguliert den Blutdruck, unterstützt die Tätigkeit der Muskeln und beeinflusst das Verhältnis von Säuren und Basen.

MEHR INFOS ZU KALIUM
4,26 %*

Chlorid

98 mg/l - Chlorid ist in fast alle Stoffwechselvorgänge eingebunden, unterstützt den Körper bei der Abwehr von Krankheitserregern und wirkt auf die Verdauung.

MEHR INFOS ZU CHLORID
5,93 %*

Sulfat

89,0 mg/l - Der Mineralstoff Sulfat fördert die Funktion der Bauchspeicheldrüse, den Gallefluss und unterstützt den Aufbau der Proteine.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Mainz besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Mainz zuständig?

Zuständig sowohl für die ordnungsgemäße Wasseraufbereitung als auch für die entsprechende Einhaltung der Analysewerte sind die Mainzer Netze GmbH und die angeschlossenen Wasserwerke Hof Schönau, Petersaue und Eich. Mehr als 3.000 Routine- und Sonderuntersuchungen mit modernster Technik bilden die Basis für die Versorgung mit Trinkwasser von hoher Wasserqualität.

Kontakt - Wasserwerke Mainz

Mainzer Netze GmbH

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Offenbach
Störungsannahme:
06131-12-7003 (außer Versorgungsgebiete Mainz-Laubenheim und -Ebersheim)
06135-6500 (WVR für Mainz-Laubenheim und -Ebersheim)

Welche Parameter können im Mainzer Leitungswasser bedenklich werden?

Umfangreiche Wasseranalysen bestätigen regelmäßig eine gute Qualität des Mainzer Trinkwassers. Diese Prüfungen sagen allerdings nichts über die Werte aus, die man in Haushalten erzielen würde, in denen alte Wasserrohre aus Blei oder Kupfer verbaut sind. Auch ältere Armaturen sind oft der Grund für Verunreinigungen des Leitungswassers, da sie, wie auch die Wasserrohre, Schwermetall-Partikel ins Trinkwasser abgeben können.
Vitalhelden

Wasser testen oder
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Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

Testen ist teuer
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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Mainz

In Mainz stehen für die Trinkwasserversorgung drei Wasserwerke, sechs Hochbehälter und Rohrleitungen von insgesamt 850 Kilometer Länge zur Verfügung. Im Wasserwerk Hof Schönau fördert man bereits seit 1928 das Grundwasser – und heute über 42 Brunnen – an die Oberfläche. 10 Druckerhöhungsanlagen werden zusätzlich aktiviert, sobald Reserven erforderlich sind. Mitten im Rhein liegt das Wasserwerk Petersaue auf einer Insel.

Dort sind 26 Brunnen tätig, um das Rheinwasser über das Uferfiltrat zu fördern. Seit 1981 ist das Wasserwerk Eich ebenfalls in der Lage, die Mainzer Haushalte mit Trinkwasser zu beliefern. Zum Schutz vor Verunreinigungen oder sonstigen Belastungen umgeben Wasserschutzzonen der Kategorien I, II und III Wasserwerke und Brunnen. Zudem dienen Wasserschutzgebiete dazu, die Bedeutung des Trinkwassers zu unterstreichen und durch Ge- und Verbote zu schützen.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Mainz

Flüsse und Bäche in und um Mainz eignen sich wegen ihrer Strömung und möglicher Verunreinigungen nicht zum Baden. Eine regelmäßige Überprüfung der Wasserqualität erfolgt allerdings sowohl am Pfarrwiesensee Gimbsheim als auch am Altrheinsee Eich mit seinem 2018 neu angelegten Sandstrand.

Besonderheiten zum Mainzer Trinkwasser

Um auch Kindern und Jugendlichen zu zeigen, welch große Rolle das „Meenzer Kranewasser“ spielt, rief die Mainzer Netze GmbH das Bildungsangebot „AQUA-AGENTEN – Mission: Wasser“ ins Leben. Mit Hilfe von „Agenten-Koffern“ und Projekttagen entdecken die jungen Menschen auf spielerische Art und Weise, warum gerade das Wasser im Mittelpunkt stehen sollte, wenn es um Mensch, Natur und Wirtschaft geht.

Häufig gestellte Fragen zum Mainzer Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Mainzer Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Mainz wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Mainzer Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Mainzer Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Mainzer Leitungswasser trinken?

Die Mainzer Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Mainz sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Mainzer Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Mainz über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Mainzer Trinkwasser Legionellen?

Die Mainzer Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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