Wasserqualität in Bobingen

Wasserhärte in Bobingen

11,915,3 °dH

hart · mittel · 2 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Bobingen hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte in Bobingen reicht von 11,9 bis 15,3 °dH und überschreitet damit die Grenze zwischen den Härtebereichen mittel und hart. Die Bobinger Kernstadt liegt bei 15,3 °dH, die übrigen Ortsteile bei 11,9 °dH.

Zwei Versorger teilen sich das Stadtgebiet: Die Stadtwerke Bobingen fördern aus vier Tiefbrunnen im Stadtwald, die übrigen Ortsteile beliefert der Zweckverband Staudenwasser. Welche Ortsteile im Einzelnen zu welcher Zone gehören, geht aus den veröffentlichten Unterlagen nicht hervor.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

15,3°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,7. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

hartje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Wasserwerk Bobingen (Leitenberg 27)
15,3
°dH · hart
Bobingen Kernstadt mit Siedlung und Straßberg
ZWV Staudenwasser, Abgabeschacht Nr. 69 Gnadental
11,9
°dH · mittel
übrige Ortsteile Bobingens

Die Werte auf einen Blick

13

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

1

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

2 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Bobingen nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Bobingen (Kernstadt) und Zweckverband Staudenwasser (übrige Ortsteile).

ParameterWasserwerk Bobingen (Leitenberg 27)ZWV Staudenwasser, Abgabeschacht Nr. 69 Gnadental Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH15,311,9Mineralstoff
Calciummg/l49,3Mineralstoff
Magnesiummg/l21,9Mineralstoff
Kaliummg/l0,84Mineralstoff
Natriummg/l12,3200 6 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l<1,050 unter Bestimmungsgrenze
Nitritmg/l<0,010,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l6,96250 3 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l2,0250 1 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l0,1131,5 8 % des Grenzwerts
pH-Wert7,846,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm4302790 15 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,00052 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<0,520 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l1,210 12 % des Grenzwerts
Arsenµg/l1,810 18 % des Grenzwerts
Summe PFAS-20µg/ln.n.0,1 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Bobingen (Leitenberg 27), Wasserhärte 2025 · ZWV Staudenwasser, Abgabeschacht Nr. 69 Gnadental, Probe vom 25.03.2026, Prüfbericht PB26-5212 vom 17.04.2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Blei, Nickel, Uran und Arsen sind hier aus mg/l in µg/l umgerechnet; Kupfer bleibt bei mg/l.

Eine Pestizid-Summe und ein Hydrogencarbonat-Wert fehlen in der Tabelle: Der Prüfbericht des Zweckverbands Staudenwasser enthält beide nicht.

Zwischen 11,9 und 15,3 °dH — Kalk ist dabei nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Und welcher der beiden Werte für Sie gilt, ändert daran nichts. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 18 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Warum das Wasser in Bobingen zweimal unterschiedlich hart ist

Weil zwei Versorger aus zwei verschiedenen Grundwasservorkommen fördern. Der Abstand ist nicht nur eine Zahl: Die gesetzliche Grenze zwischen den Härtebereichen liegt bei 14,0 °dH, und sie verläuft mitten durch das Stadtgebiet.

Belegt ist die Zuordnung allerdings nur für einen Teil des Stadtgebiets. Die Stadtwerke nennen als ihr Versorgungsgebiet die Kernstadt mit Siedlung und Straßberg; dieses Netz verbraucht rund 725.000 Kubikmeter im Jahr. Welche der übrigen Ortsteile im Einzelnen am Staudenwasser hängen, steht in keiner öffentlich abrufbaren Quelle. Wer es genau wissen will, findet den Versorger auf der eigenen Wasserrechnung oder fragt bei den Stadtwerken nach.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Bobingen auf Rang 100 — härter als 57 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Bobingen · 15,3 °dH

Woher das Bobinger Trinkwasser kommt

Aus der Tiefe, und aus dem eigenen Wald. Die Stadtwerke Bobingen fördern mit vier Tiefbrunnen Grundwasser aus dem Bobinger Stadtwald, bereiten es auf und verteilen es über einen Hochbehälter. Der Stadtwald ist deshalb als Wasserschutzgebiet ausgewiesen: Bauarbeiten und landwirtschaftliche Nutzung sind in den Schutzzonen eingeschränkt, damit das Einzugsgebiet der Brunnen langfristig sauber bleibt. Gewinnung, Schutzgebiet und Netz liegen damit in einer Hand — für eine Stadt dieser Größe ist das keine Selbstverständlichkeit.

Für die übrigen Ortsteile liefert der Zweckverband Staudenwasser, benannt nach der Landschaft westlich der Wertach. Sein Wasser erreicht Bobingen über den Abgabeschacht Nr. 69 in Gnadental, und von dort stammt auch die Probe, auf der die Werte in der Tabelle beruhen. Warum Grundwasser je nach Untergrund völlig anders zusammengesetzt ist, steht in unserem Beitrag zur Herkunft des Trinkwassers.

Arsen ist mit 18 % des Grenzwerts der höchste Wert

Das ist der Befund für die Zone Staudenwasser, und er ist eindeutig.

Interessanter als der Abstand zu den Grenzwerten ist bei diesem Wasser die Zusammensetzung. 49,3 mg/l Calcium und 21,9 mg/l Magnesium ergeben zusammen die veröffentlichten 11,9 °dH — rechnerisch knapp 6,9 Grad aus dem Calcium und gut 5,0 Grad aus dem Magnesium. Magnesium trägt also fast die Hälfte der Härte. Das ist ungewöhnlich; in den meisten deutschen Wässern dominiert Calcium die Härte deutlich. Wer Wasserhärte pauschal mit Kalk gleichsetzt, liegt in den Bobinger Ortsteilen deshalb nur zum Teil richtig.

Passend zu diesen Werten

Weiterlesen

Für die Kernstadt ist genau eine Zahl veröffentlicht

Die Stadtwerke Bobingen veröffentlichen zur Wasserqualität die Gesamthärte, und sonst nichts. Auf ihrer Trinkwasserseite steht wörtlich „Härtegrad 3; 15,3 Grad d.H. (2025)“, dazu die Beschreibung des Wasserwerks am Leitenberg 27 mit vier Tiefbrunnen, Hochbehälter und Aufbereitung.

Calcium, Magnesium und Kalium fehlen dagegen. § 46 der Trinkwasserverordnung verlangt genau diese Angaben von jedem Versorger. Für diese Seite heißt das: Die Härte der Kernstadt ist belegt, die einzelnen Stoffe sind es nicht — für das Wasserwerk Bobingen fehlen deshalb Werte in der Tabelle.

Ihr Wasserversorger

Stadtwerke Bobingen (Kernstadt) und Zweckverband Staudenwasser (übrige Ortsteile)

Was 11,9 bis 15,3 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit beider Versorger endet am Hausanschluss. Alles dahinter — Steigleitungen, Armaturen, der Perlator am Hahn, selten benutzte Stränge — liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und keine Analyse eines Wasserwerks kann darüber etwas sagen. Drei Handgriffe sind in Bobingen wie überall sinnvoll:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das ist der einfachste Handgriff, und er kostet nichts.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. Warmes Wasser löst Metalle leichter aus Leitungen und Armaturen, und im Speicher steht es oft lange.
  • Bei Verdacht auf alte Leitungen eine eigene Probe. Häuser, die 1973 oder früher gebaut wurden, können noch Bleirohre in der Hausinstallation haben. Für genau diesen Fall ist eine Analyse am eigenen Hahn sinnvoll — für alles andere liefert der Versorger die Zahlen.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Bobingen bedenkenlos trinken?

Ja. Beide Versorger halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, und im Prüfbericht des Zweckverbands Staudenwasser erreicht kein einziger Parameter die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Für das Wasserwerk Bobingen ist allerdings nur die Gesamthärte veröffentlicht, keine Einzelstoffe.

Der übliche Vorbehalt gilt in Bobingen wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss. Was danach kommt, hängt an der Hausinstallation. Lassen Sie Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, kurz ablaufen, bevor Sie es trinken.

Wie hart ist das Wasser in Bobingen?

Je nach Versorger 15,3 oder 11,9 °dH. Das Wasserwerk Bobingen liefert 15,3 °dH mit dem Stand 2025, das ist der Härtebereich hart. Der Zweckverband Staudenwasser liefert 11,9 °dH aus der Probe vom 25. März 2026, das ist der Härtebereich mittel.

Für die Waschmitteldosierung sind das zwei verschiedene Stufen. Die gesetzlichen Grenzen liegen bei 8,4 und 14,0 °dH. Einen Durchschnittswert für ganz Bobingen zu bilden wäre irreführend, weil er in keinem der beiden Netze tatsächlich vorkommt.

Ist das Wasser in allen Bobinger Ortsteilen gleich?

Nein. Die Kernstadt mit Siedlung und Straßberg wird vom Wasserwerk Bobingen versorgt, mit 15,3 °dH. Die übrigen Ortsteile beliefert der Zweckverband Staudenwasser mit 11,9 °dH. Dazwischen liegen 3,4 Grad deutscher Härte und die gesetzliche Grenze von 14,0 °dH.

Welcher Ortsteil genau an welchem Netz hängt, geht aus den veröffentlichten Unterlagen nicht hervor. Sicher belegt ist nur das Gebiet der Stadtwerke. Ihren Versorger finden Sie auf der Wasserrechnung; im Zweifel hilft eine Nachfrage bei den Stadtwerken Bobingen.

Woher kommt das Trinkwasser in Bobingen?

Aus Grundwasser. Die Stadtwerke Bobingen fördern es mit vier Tiefbrunnen im Bobinger Stadtwald, bereiten es im Wasserwerk am Leitenberg 27 auf und verteilen es über einen Hochbehälter. Der Stadtwald ist als Wasserschutzgebiet ausgewiesen, Bauarbeiten und landwirtschaftliche Nutzung sind dort eingeschränkt.

Die übrigen Ortsteile beziehen ihr Wasser vom Zweckverband Staudenwasser. Es gelangt über den Abgabeschacht Nr. 69 in Gnadental ins Bobinger Netz. Das Netz der Stadtwerke mit Kernstadt, Siedlung und Straßberg verbraucht im Jahr rund 725.000 Kubikmeter.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Bobingen trinken?

Ja. Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt, und das ist in Bobingen der Fall. Der Nitratwert des Zweckverbands Staudenwasser lag unter der Bestimmungsgrenze von 1,0 mg/l, der Grenzwert liegt bei 50 mg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist Chlor im Bobinger Trinkwasser?

Für Bobingen ist keine laufende Chlorung dokumentiert. In Deutschland wird Trinkwasser nur desinfiziert, wenn es nötig ist, etwa nach einem Rohrbruch, nach Arbeiten am Netz oder nach einem mikrobiologischen Befund.

Kommt es dazu, informiert der Versorger die betroffenen Haushalte, und der Grenzwert für freies Chlor wird eingehalten. Bemerkbar macht sich eine Chlorung meist zuerst am Geruch. Ob aktuell eine Meldung besteht, steht bei den Stadtwerken Bobingen und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Bobingen?

An die Störungsannahme der Stadtwerke Bobingen unter 08234 430660. Der Entstördienst ist für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung zuständig, außerdem für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Bei bräunlichem Wasser nach Arbeiten am Netz hilft oft schon, den Hahn einige Minuten laufen zu lassen. Bleibt die Trübung, ist der Versorger der richtige Ansprechpartner. Für alles, was erst hinter dem Hausanschluss entsteht, sind dagegen Eigentümer oder Hausverwaltung zuständig.