Wasserqualität in Königsbrunn

Wasserhärte in Königsbrunn

15,5 °dH

hart

Das Trinkwasser in Königsbrunn hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Gesamthärte in Königsbrunn beträgt 15,5 °dH und liegt damit im Härtebereich hart. Kein Wert der Königsbrunner Analyse erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts; am höchsten liegt Nitrat mit 14,4 von 50 mg/l.

Gefördert wird aus zwei Flachbrunnen in der Fohlenau, acht bis zehn Meter tief, und aus vier Tiefbrunnen im Osten der Stadt. Der Lechschotter darüber lässt wenig Deckschicht — der niedrige Nitratwert ist deshalb bemerkenswert.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

15,5°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,8.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Versorgungsgebiet Königsbrunn
15,5
°dH · hart
Gesamtes Stadtgebiet Königsbrunn; ein einziges Versorgungsgebiet, Probenahme im Verteilnetz (Rathaus, Marktplatz)

Die Werte auf einen Blick

13

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

1

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Königsbrunn nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Königsbrunn (Zweckverband Wasserversorgung Königsbrunn).

ParameterVersorgungsgebiet Königsbrunn Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH15,5Mineralstoff
Calciummg/l75,8Mineralstoff
Magnesiummg/l21,1Mineralstoff
Kaliummg/l1,29Mineralstoff
Natriummg/l7,4200 4 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l14,450 29 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,010,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l18,1250 7 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l13,9250 6 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l0,0771,5 5 % des Grenzwerts
pH-Wert7,466,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm5282790 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l0,0082 0 % des Grenzwerts
Nickelµg/l<220 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l1,410 14 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/l0,00870,1 9 % des Grenzwerts

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Versorgungsgebiet Königsbrunn, Umfassende Trinkwasseruntersuchung, Prüfbericht PB24-4212, Entnahme 04.04.2024

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Die Werte stammen aus dem Prüfbericht vom 4. April 2024. Es gibt eine neuere Untersuchung vom 1. April 2026, die aber weder Blei, Kupfer, Nickel, Uran und Arsen noch die PFAS- und Pestizidsummen enthält – deshalb steht hier der ausführlichere, ältere Bericht.

Für die Summe PFAS-4 nennt der Bericht nur den ab 12. Januar 2028 geltenden Grenzwert – einen eigenen Messwert gibt es dafür nicht.

15,5 °dH sind Kalk — und Kalk ist nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 18 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Wer die Umgebung kennt, kennt vor allem die Seen. Ein Baggersee ist nichts anderes als eine Grube im Kies, die bis unter den Grundwasserspiegel reicht — wer im Weitmansee schwimmt, schwimmt im selben Grundwasserkörper, aus dem Königsbrunn trinkt, nur an einer Stelle ohne Kiesschicht darüber.

Damit ist auch erklärt, warum das Königsbrunner Wasser ist, wie es ist. Der Lech hat über Jahrtausende kalkhaltigen Schotter aus den Alpen ins Lechfeld geschüttet. Niederschlag, der durch diesen Schotter sickert, löst Calcium und Magnesium heraus — genau die beiden Stoffe, aus denen sich die Wasserhärte rechnet. Zugleich ist Kies durchlässig: Er filtert mechanisch, hält aber nichts lange auf. Die beiden Flachbrunnen in der Fohlenau, aus denen Königsbrunn fördert, reichen acht bis zehn Meter tief. Zwischen Ackerboden und Trinkwasser liegt also nicht viel.

Wie hart ist das Wasser in Königsbrunn?

Die Zahl stammt aus dem Prüfbericht PB24-4212 der umfassenden Trinkwasseruntersuchung, Probenahme am 4. April 2024 im Verteilnetz.

Zum Vergleich lohnt der Blick nach Norden: Das Augsburger Stadtgebiet, dessen Mischwasser unter anderem aus dem Gewinnungsgebiet Fohlenau stammt, kommt auf 12,8 °dH und liegt damit eine Stufe tiefer. Königsbrunn fördert aus derselben Landschaft, mischt aber nicht mit weicheren Bezugsquellen.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Königsbrunn auf Rang 96 — härter als 59 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Königsbrunn · 15,5 °dH

Nitrat ist mit 29 % des Grenzwerts der höchste Wert

Das Lechfeld ist eine alte Agrarlandschaft, und die Königsbrunner Flachbrunnen stehen acht bis zehn Meter unter der Oberfläche in durchlässigem Kies — eine Konstellation, in der Nitrat aus der Düngung normalerweise als Erstes durchschlägt. Dass der Wert bei 14,4 mg/l steht, ist deshalb keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis der Schutzzonen Fohlenau I und Fohlenau II und des 2008 ausgewiesenen Wasserschutzgebiets Fohlenau. Ein sauberer Nitratwert über einem flachen Brunnen ist eine Aussage über die Flächennutzung im Einzugsgebiet, nicht über das Wasserwerk.

Woher das Königsbrunner Trinkwasser kommt

Die Flachbrunnen fördern aus acht bis zehn Metern, die vier Tiefbrunnen aus 30 bis 90 Metern. Vier Trinkwasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von je 2.000 Kubikmetern puffern die Abgabe ins Netz. Aufbereitung und Untersuchung laufen im städtischen Wasserwerk; Betreiber sind die Stadtwerke Königsbrunn beziehungsweise der Zweckverband Wasserversorgung Königsbrunn. Wie der Weg von der Gewinnung bis zum Hahn im Einzelnen aussieht, unterscheidet sich von Ort zu Ort erheblich.

Königsbrunn hat nur ein Versorgungsgebiet. Es gibt keine Hochzone, keine Mischzone, keinen Stadtteil mit eigenem Brunnen — die Probe für den Bericht von 2024 wurde im Verteilnetz am Rathaus gezogen und gilt für das gesamte Stadtgebiet. Ein Umzug innerhalb Königsbrunns ändert an den Werten nichts.

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Weiterlesen

Was in Ihrer Hausinstallation passiert

Die Zuständigkeit der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitung, Verteilung in der Wohnung, Armaturen, Warmwasserspeicher — gehört dem Eigentümer, und keine Analyse des Wasserwerks sagt darüber etwas aus. Genau dort entstehen die meisten Auffälligkeiten, die Menschen ihrem Leitungswasser zuschreiben.

  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Bleileitungen in Altbauten stammen fast immer aus der Zeit vor 1973, und Königsbrunn hat seine zentrale Wasserversorgung erst ab 1953 aufgebaut — wahrscheinlich ist ein Fund also nicht. Sicher sagen lässt es sich für ein einzelnes Haus aber nur mit einer Probe.

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Königsbrunn bedenkenlos trinken?

Ja. Die umfassende Trinkwasseruntersuchung von 2024 hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, und keiner der 21 untersuchten Parameter erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Der übliche Vorbehalt gilt in Königsbrunn wie überall: Geprüft wird bis zum Hausanschluss. Für die Leitungen dahinter ist der Eigentümer oder Vermieter zuständig, und über deren Zustand sagt die Analyse der Stadtwerke nichts aus.

Wie hart ist das Wasser in Königsbrunn?

15,5 °dH, Härtebereich hart. Das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz kennt drei Stufen: weich unter 8,4 °dH, mittel von 8,4 bis 14,0 und hart darüber.

Ältere Übersichten führen für Königsbrunn 13,6 °dH und die Einstufung mittelhart. Beides ist überholt — maßgeblich ist der Prüfbericht vom 4. April 2024, und eine gesetzliche Stufe mittelhart gibt es nicht. Praktisch bedeutet hart: Waschmittel nach der obersten Dosierstufe, Regeneriersalz und Wasserenthärter im Geschirrspüler entsprechend einstellen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Königsbrunn trinken?

Ja. Leitungswasser, das die Trinkwasserverordnung einhält, ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet, und Königsbrunn hält sie ein. Nitrat liegt bei 14,4 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l, Uran bei 1,4 µg/l bei einem Grenzwert von 10 µg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: kaltes Wasser nehmen, das kurz abgelaufen ist, und niemals Wasser aus der Warmwasserleitung. Wer in einem Haus mit unklarem Leitungsbestand wohnt, lässt einmal eine Probe am eigenen Küchenhahn untersuchen.

Woher kommt das Trinkwasser in Königsbrunn?

Aus dem Grundwasser unter dem Lechfeld: zwei Flachbrunnen in der Fohlenau aus acht bis zehn Metern Tiefe und vier Tiefbrunnen im Osten der Stadt aus 30 bis 90 Metern.

Vier Trinkwasserspeicher mit je 2.000 Kubikmetern und ein Netz von über 114 Kilometern bringen es zu den rund 12.200 Haushalten, jährlich etwa 1,5 Millionen Kubikmeter. Aufbereitet und untersucht wird im städtischen Wasserwerk; verantwortlich sind die Stadtwerke Königsbrunn und der Zweckverband Wasserversorgung Königsbrunn.

Ist im Königsbrunner Trinkwasser Chlor?

In den geprüften Unterlagen der Stadtwerke Königsbrunn ist keine Chlorung dokumentiert. In Deutschland wird Trinkwasser nur desinfiziert, wenn ein mikrobiologischer Befund oder eine Baumaßnahme im Netz es erfordert, und solche Maßnahmen sind befristet.

Ob gerade eine Anordnung läuft, steht beim Versorger und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite. Erkennbar wäre sie am Geruch nach Hallenbad; er verfliegt weitgehend, wenn das Wasser eine Viertelstunde offen in einer Karaffe steht.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Königsbrunn?

An den Entstördienst der Stadtwerke Königsbrunn unter 08231 606-173 oder 0175 412-5996. Er ist zuständig für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Bei trübem oder bräunlichem Wasser nach einem Rohrbruch oder einer Netzspülung lassen Sie zunächst einige Minuten laufen; bleibt die Verfärbung, ist der Anruf richtig. Betrifft es dagegen nur eine einzelne Zapfstelle in der Wohnung, liegt die Ursache fast immer in der Hausinstallation — dann ist der Eigentümer zuständig.