Wasserqualität in Neu-Ulm
Wasserhärte in Neu-Ulm
15,7 °dH
hart
Das Trinkwasser in Neu-Ulm hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte in Neu-Ulm beträgt 15,7 °dH und liegt damit im Härtebereich hart. Kein einziger der 72 untersuchten Parameter erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Versorger ist die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH.
Das Wasser stammt aus dem Brunnen Illeraue und ist härter als das der Nachbarstadt Ulm, die dasselbe Unternehmen versorgt: Ulm kommt auf 13,9 °dH und damit auf den Bereich mittel. Die gesetzliche Schwelle von 14,0 °dH verläuft zwischen beiden Städten.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
15,7°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,8.
Waschmittel
hart
Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.
Kalk
sichtbar
In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
12
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
2
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
Trinkwasserwerte Neu-Ulm nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH.
| Parameter | Versorgungszone Neu-Ulm (Brunnen Illeraue) | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 15,7 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 82 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 18 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 3,4 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 18 | 200 | 9 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | 8,4 | 50 | 17 % des Grenzwerts |
| Sulfatmg/l | 20,5 | 250 | 8 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 33 | 250 | 13 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| pH-Wert | 7,5 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 614 | 2790 | 22 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <1 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Kupfermg/l | <0,03 | 2 | unter Bestimmungsgrenze |
| Nickelµg/l | <10 | 20 | unter Bestimmungsgrenze |
| Uranµg/l | 1,2 | 10 | 12 % des Grenzwerts |
| Arsenµg/l | <1 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Summe PFAS-20µg/l | 0,008 | 0,1 | 8 % des Grenzwerts |
| Pestizide gesamtµg/l | <0,01 | 0,5 | unter Bestimmungsgrenze |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Versorgungszone Neu-Ulm (Brunnen Illeraue), Jahresmittelwerte 2025, Stand 12.05.2026
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.
Bei Leitfähigkeit, PFAS-20, PFAS-4 und Pflanzenschutzmitteln zeigt die Tabelle den gesetzlichen Grenzwert (2.790 µS/cm bzw. 0,00010, 0,000020 und 0,00050 mg/l), nicht den gemessenen Wert.
15,7 °dH sind Kalk — und Kalk ist nicht das Problem
Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.
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Neu-Ulm liegt am rechten Ufer der Donau, gegenüber von Ulm und kurz unterhalb der Stelle, an der die Iller einmündet.
Für das Trinkwasser ist die Iller wichtiger als die Donau. Das Wasserwerk am Brunnen Illeraue fördert Grundwasser aus rund 18 Metern Tiefe aus dem Kiesgrund der Illeraue. Dieser Kies stammt aus den Allgäuer Alpen; die Iller hat ihn über Jahrtausende talabwärts transportiert, und er besteht überwiegend aus Kalk und Dolomit. Beide Gesteine geben Calcium und Magnesium ans Grundwasser ab. Daher ist das Neu-Ulmer Leitungswasser hart — und daher enthält es für ein deutsches Trinkwasser auffällig viel Magnesium.
Wie hart ist das Wasser in Neu-Ulm?
SWU Netze veröffentlicht vier Versorgungszonen in einem einzigen Datenblatt, und Neu-Ulm ist darin die härteste: Ulm kommt auf 13,9 °dH, der Michelsberg und Lehr auf 13,4. Ulm liegt damit im Bereich mittel, Neu-Ulm im Bereich hart. Die gesetzliche Schwelle von 14,0 °dH verläuft also mitten durch die Doppelstadt — dieselbe Netzgesellschaft, dieselbe Brücke, zwei Dosierstufen beim Waschmittel.
Die Härte setzt sich aus 82 mg/l Calcium und 18 mg/l Magnesium zusammen. Das Verhältnis ist bemerkenswert: Viele harte Wässer in Deutschland beziehen ihre Härte fast ausschließlich aus Calcium, hier trägt das Magnesium aus dem Illerkies einen erheblichen Teil bei.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Neu-Ulm auf Rang 94 — härter als 60 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Neu-Ulm · 15,7 °dH
Leitfähigkeit ist mit 22 % des Indikatorwerts der höchste Wert
Das Datenblatt von SWU Netze führt für die Zone Neu-Ulm 72 untersuchte Parameter. Keiner davon kommt seinem Grenz- oder Indikatorwert auch nur halbwegs nahe. Nitrat liegt bei 8,4 mg/l gegenüber einem Grenzwert von 50, Sulfat bei 20,5 mg/l gegenüber 250, Chlorid bei 33 gegenüber 250, Uran bei 1,2 µg/l gegenüber 10. Die elektrische Leitfähigkeit beträgt 614 µS/cm, zulässig sind 2.790. Blei, Nickel, Kupfer und Arsen lagen unter der Bestimmungsgrenze, Pflanzenschutzmittel ebenfalls: in der Summe unter 0,01 µg/l. Der pH-Wert liegt mit 7,5 im neutralen Bereich.
Das ist keine langweilige Nachricht, sondern eine Aussage über das Einzugsgebiet. Nitrat ist der Parameter, an dem sich Düngung ablesen lässt, und Neu-Ulm liegt in einer landwirtschaftlich geprägten Region. 8,4 mg/l heißt: Die Brunnen in der Illeraue sind davon weitgehend abgeschirmt. Der Kies der Aue filtert, bevor das Wasser den Brunnen erreicht — deshalb braucht das geförderte Wasser nach Darstellung des Versorgers keine weitergehende Aufbereitung, sondern nur eine Desinfektion. Ein Wasser, das so gewonnen wird, hat wenig Gelegenheit, unterwegs etwas aufzunehmen, das nicht aus dem Gestein stammt.
Zwei Werte lohnen den zweiten Blick, gerade weil sie überhaupt zu sehen sind. Die Summe der zwanzig in der Trinkwasserverordnung erfassten PFAS liegt bei 0,008 µg/l; erlaubt sind 0,1 µg/l. Für vier besonders relevante Verbindungen gilt ein eigener, strengerer Wert von 0,020 µg/l — gemessen wurden 0,002 µg/l. Diese Stoffe sind also messbar vorhanden, weit unterhalb dessen, was die Verordnung zulässt. Dass SWU Netze sie ausweist, ist der eigentliche Unterschied zu älteren Analysen, in denen PFAS gar nicht vorkamen.
Es beschreibt das Wasser so, wie es das Wasserwerk verlässt, gemittelt über ein Jahr und über das gesamte Netz. Es beschreibt nicht, was an einem bestimmten Küchenhahn in Pfuhl oder Gerlenhofen ankommt, nachdem das Wasser durch die Hausinstallation gelaufen ist. Genau dort liegt der Teil, den niemand für Sie misst.
Woher das Neu-Ulmer Trinkwasser kommt
Den größten Teil liefert das Wasserwerk am Brunnen Illeraue. Hinzu kommen ein kleiner Anteil des Zweckverbands Ulmer Alb und Wasser aus dem Wasserwerk Rote Wand. Zuständig für Gewinnung, Verteilung und Kontrolle ist die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH, kurz SWU Netze. Die hier gezeigten Zahlen sind Jahresmittelwerte 2025 aus dem Analyse-Datenblatt mit Stand 12. Mai 2026.
Anders als in vielen Städten dieser Größe gibt es in Neu-Ulm nur eine einzige Versorgungszone. Sie reicht von Pfuhl und Burlafingen im Norden bis Gerlenhofen und Holzschwang im Süden und umfasst alle Stadtteile. Wer innerhalb von Neu-Ulm umzieht, nimmt sein Wasser also mit — die Härte bleibt gleich, die Werte bleiben gleich. Warum der Weg durch den Untergrund die Zusammensetzung eines Trinkwassers bestimmt und nicht das Wasserwerk, erklären wir gesondert.
Das ist der Grund, warum Iller und Donau zwar mitten durch Neu-Ulm fließen, aber nicht ungefiltert im Leitungsnetz landen: Was aus dem Brunnen kommt, hat den Kies der Aue passiert.
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Was zwischen Hausanschluss und Wasserhahn passiert
Die Zuständigkeit von SWU Netze endet am Hausanschluss. Alles danach — Steigleitungen, Armaturen, Warmwasserspeicher — gehört dem Eigentümer, und darüber sagt keine Analyse des Versorgers etwas aus. Große Teile der Neu-Ulmer Innenstadt sind nach dem Zweiten Weltkrieg neu entstanden, Bleileitungen sind entsprechend selten; im älteren Bestand am Stadtrand und in den eingemeindeten Ortsteilen sind sie nicht ausgeschlossen.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. In der Versorgungszone selbst liegt Blei unter 1 µg/l; was aus alten Leitungen im Haus dazukommt, steht in keinem Datenblatt.
Ihr Wasserversorger
Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH
- Trinkwasserwerte und Analysen: ulm-netze.de
- Störungsannahme: 0731 60-000
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Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
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- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Neu-Ulm bedenkenlos trinken?
Ja. Das Datenblatt von SWU Netze weist für die Versorgungszone Neu-Ulm 72 untersuchte Parameter aus, und keiner davon erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.
Der übliche Vorbehalt betrifft nicht das Wasserwerk: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, für Leitungen, Armaturen und Speicher im Haus steht der Eigentümer ein. Lassen Sie Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, kurz ablaufen, bevor Sie es trinken oder zum Kochen nehmen.
Wie hart ist das Wasser in Neu-Ulm?
15,7 °dH. Das ist der Härtebereich hart, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz ab 14,0 °dH definiert. Der Wert gilt als Jahresmittel 2025 für das gesamte Stadtgebiet.
Ältere Angaben im Netz nennen 14,7 °dH. Der aktuell von SWU Netze veröffentlichte Wert ist 15,7 °dH; an der Einstufung ändert das nichts, beide Werte liegen im Bereich hart. Zum Vergleich: Ulm auf der anderen Donauseite kommt auf 13,9 °dH und fällt damit in den Bereich mittel.
Woher kommt das Trinkwasser in Neu-Ulm?
Aus dem Brunnen Illeraue. Dort wird Grundwasser aus rund 18 Metern Tiefe gefördert, aus dem Kiesgrund der Illeraue im Einzugsbereich von Iller und Donau. Kleinere Anteile kommen vom Zweckverband Ulmer Alb und aus dem Wasserwerk Rote Wand.
Der Kies der Aue wirkt selbst als Filter, und Wasserschutzgebiete umschließen die Gewinnungsanlagen im Stadtgebiet. Deshalb wird das geförderte Wasser nach Darstellung des Versorgers nur desinfiziert und nicht weitergehend aufbereitet.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Neu-Ulm trinken?
Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Neu-Ulmer Leitungswasser geeignet. Der Nitratwert liegt bei 8,4 mg/l und damit weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Natrium bei 18 mg/l gegenüber 200 mg/l.
Zwei Punkte betreffen Ihre Wohnung und nicht das Wasserwerk: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine eigene Probe am Hahn.
Ist das Wasser in allen Neu-Ulmer Stadtteilen gleich?
Ja. Neu-Ulm hat nur eine Versorgungszone. Sie umfasst laut Datenblatt das gesamte Stadtgebiet mit Offenhausen, Pfuhl, Burlafingen, Steinheim, Holzheim, Finningen, Reutti, Gerlenhofen, Hausen, Jedelhausen, Holzschwang, Wiley, Ludwigsfeld und Schwaighofen.
Unterschiede am Hahn sind trotzdem möglich. Sie entstehen aber nicht bei der Gewinnung, sondern in der Hausinstallation und durch lange Standzeiten in wenig genutzten Leitungssträngen. Für Waschmittel, Spülmaschine und Entkalkung gilt deshalb in Burlafingen dieselbe Einstellung wie in Gerlenhofen.
Ist im Neu-Ulmer Leitungswasser Chlor?
Das Analyse-Datenblatt weist für die Zone Neu-Ulm keinen Chlorwert aus. Der Versorger beschreibt eine Desinfektion des geförderten Wassers; ob und in welcher Form dabei gechlort wird, beantwortet SWU Netze direkt.
In Deutschland wird Chlor nur so weit dosiert, wie es zur hygienischen Sicherung nötig ist, und bleibt unter dem zulässigen Wert. Wenn Sie Chlor riechen: Eine offene Karaffe im Kühlschrank genügt meist, der Geruch verfliegt von selbst.
An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Neu-Ulm?
An die Störungsannahme von SWU Netze unter 0731 60-000. Für Anschlüsse, die über den Zweckverband Ulmer Alb versorgt werden, gilt 07304 436899-0.
Der Entstördienst ist zuständig für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, außerdem für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen. Ein behördliches Abkochgebot spricht dagegen das Gesundheitsamt des Landkreises Neu-Ulm aus — solche Meldungen stehen immer beim Versorger und beim Amt, nicht auf dieser Seite.




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