Wasserqualität in Gießen
Wasserhärte in Gießen
6,31 °dH
mittel · weich
Welche Zone versorgt mich?
Das Trinkwasser in Gießen hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Für das Wasser aus Stadtallendorf nennt der Prüfbericht 6,31 °dH, Härtebereich weich. Für das Wasserwerk Queckborn weist der Bericht keine Gesamthärte aus; die Stadtwerke Gießen ordnen dieses Wasser dem Härtebereich mittel zu.
Die Besonderheit ist der Unterschied im Stadtgebiet: Die Kernstadt wird aus Queckborn versorgt, Allendorf, Kleinlinden, Lützellinden und Rödgen aus Stadtallendorf. Nitrat erreicht in Queckborn mit 25,7 mg/l gut die Hälfte des Grenzwerts.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
6,31°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 1,1.
Waschmittel
mittelje nach Zone
Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
12
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
2
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
2 VersorgungszonenTrinkwasserwerte Gießen nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Gießen AG.
| Parameter | Wasserwerk Queckborn (Ausgang) | ZMW Wasserwerk 1 Stadtallendorf (Reinwasser-Abgang Sued) | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | – | 6,31 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 35,3 | 34,4 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 15,0 | 6,5 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 1,02 | 1,79 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 5,75 | 9,0 | 200 | 5 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | 25,7 | 11,9 | 50 | 51 % des Grenzwerts |
| Nitritmg/l | <0,04 | <0,02 | 0,5 | unter Bestimmungsgrenze |
| Sulfatmg/l | 5,89 | 16,2 | 250 | 6 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 17,6 | 13,8 | 250 | 7 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Hydrogencarbonatmg/l | – | 110 | — | Mineralstoff |
| Fluoridmg/l | <0,2 | 0,09 | 1,5 | 6 % des Grenzwerts |
| pH-Wert | 8,15 | 7,93 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 343 | 273 | 2790 | 12 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <3 | <2 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Kupfermg/l | <0,01 | <0,005 | 2 | unter Bestimmungsgrenze |
| Nickelµg/l | <5 | <2 | 20 | unter Bestimmungsgrenze |
| Uranµg/l | <0,1 | 0,3 | 10 | 3 % des Grenzwerts |
| Arsenµg/l | <3 | <1 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Queckborn (Ausgang), Prüfbericht 09/2025, Probenahme 15.09.2025 · ZMW Wasserwerk 1 Stadtallendorf (Reinwasser-Abgang Sued), Prüfbericht 05/2025, Probenahme 15.05.2025
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.
Werte unterhalb der Bestimmungsgrenze stehen mit einem Kleiner-Zeichen und nicht als Zahl – das bedeutet, der Stoff war nicht nachweisbar, nicht dass gemessen null gefunden wurde.
Was die Stadtwerke Gießen veröffentlicht
Härtebereich ohne ZahlenwertHärtebereiche nach § 9 Wasch- und Reinigungsmittelgesetz, wie Stadtwerke Gießen AG sie veröffentlicht.
| Versorgungsbereich | Härtebereich | Gebiet |
|---|---|---|
| Wasserwerk Queckborn (Ausgang) | mittel | Hauptbezugsquelle der Stadtwerke Gießen; die Rubrikseite ordnet die Gießener Kernstadt einschließlich der Siedlung Petersweiher dem Härtebereich mittel und damit dem Queckborner Wasser zu |
Ein Härtebereich ist eine Kategorie, kein Messwert: „mittel" heißt, dass die Gesamthärte zwischen 8,4 und 14,0 °dH liegt. Welche Zahl es genau ist, veröffentlicht die Stadtwerke Gießen nicht. Wir rechnen aus der Kategoriegrenze keine Härte zurück — das wäre die Definition der Klasse und keine Messung an Ihrem Wasser.
6,31 °dH: kaum Kalk — dafür aggressiver gegenüber Rohren
So weiches Wasser hinterlässt in Gießen kaum Ablagerungen. Es nimmt dafür Metalle leichter auf als hartes Wasser. Genau das passiert hinter dem Hausanschluss, wo die Analyse des Versorgers endet: Blei, Kupfer und Nickel aus den eigenen Rohren stehen in keiner dieser Zahlen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 18 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
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Mit dem Trinkwasser hat das alles nichts zu tun, und das ist die erste Auskunft, die zählt. Gießen trinkt kein Oberflächenwasser. Das Leitungswasser stammt ausschließlich aus Grundwasser aus Tiefbrunnen, und es kommt in einer Beschaffenheit aus dem Boden, die keine weitere Aufbereitung nötig macht.
Gefördert wird an zwei weit auseinanderliegenden Orten — und daraus entsteht der Unterschied, um den es auf dieser Seite geht. Die Hauptmenge kommt aus dem Wasserwerk Queckborn östlich der Stadt, am Westrand des Vogelsbergs. Rund 30 Prozent des Jahresbedarfs kaufen die Stadtwerke Gießen zusätzlich beim Zweckverband Mittelhessische Wasserbetriebe ein, dessen Wasserwerk 1 in Stadtallendorf steht, im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Zwei Gewinnungen, zwei Grundwasserleiter, zwei Wässer, die sich messbar unterscheiden.
Wie hart ist das Wasser in Gießen?
Interessanter ist, woher er kommt. Am Calcium liegt es nicht: 35,3 mg/l in Queckborn gegen 34,4 mg/l in Stadtallendorf, das ist praktisch derselbe Wert. Der Unterschied steckt im Magnesium — 15,0 mg/l gegen 6,5 mg/l, mehr als das Doppelte. Ein solcher Magnesiumanteil passt zum Untergrund am Westrand des Vogelsbergs, dem größten zusammenhängenden Basaltgebiet Mitteleuropas und einem der wichtigsten Grundwasserspeicher Hessens. Basalt gibt beim Verwittern Magnesium ab, Kalkstein gibt Calcium ab. Das Wasser der Kernstadt trägt die Handschrift eines erloschenen Vulkans.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Gießen auf Rang 217 — weicher als 92 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Gießen · 6,31 °dH
Warum bei Queckborn kein Härtewert in der Tabelle steht
Weil der Prüfbericht keinen enthält. Gesucht wurde gezielt nach Gesamthärte, Summe Erdalkalien, Härte und Calciumcarbonat — in keiner dieser Formen taucht ein Wert auf, weder in Grad deutscher Härte noch in Millimol pro Liter. Das leere Feld gibt wieder, was veröffentlicht ist.
Auch die Zuordnung der Stadtteile stammt von dort. Die Rubrikseite der Stadtwerke führt die Kernstadt einschließlich der Siedlung Petersweiher als mittel und damit im Queckborner Wasser, die Stadtteile Allendorf, Kleinlinden, Lützellinden und Rödgen als weich und damit im Wasser aus Stadtallendorf. Eine Karte der Versorgungszonen mit Straßenzügen gibt es nicht. Wo zwei Netzteile aneinandergrenzen, steht in der Regel Mischwasser in der Leitung, und in welchem Verhältnis, ist nicht dokumentiert. Wer es für seine Adresse genau wissen will, fragt bei den Stadtwerken nach.
Nitrat erreicht die Hälfte des Grenzwerts
Im Wasser aus Stadtallendorf sind es 11,9 mg/l, also weniger als die Hälfte davon. Wer in der Kernstadt wohnt, hat rund doppelt so viel Nitrat im Glas wie jemand in Kleinlinden.
Es sagt weniger über das Wasserwerk aus als über die Flächen, aus denen das Grundwasser stammt, und rund um Queckborn wird intensiv Landwirtschaft betrieben. Genau deshalb liegt dort ein 29 Quadratkilometer großes Wasserschutzgebiet, in dessen strengeren Zonen landwirtschaftliche Nutzung und Bauarbeiten untersagt sind. Zusätzlich besteht ein Kooperationsvertrag mit den Landwirten der Region, der die Einträge langfristig senken soll.
Passend zu diesen Werten
- Welche Mineralien im Trinkwasser stecken
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Was die Prüfberichte sonst zeigen
Wenig, und das ist hier ein gutes Zeichen.
Die beiden Untersuchungen umfassen 16 beziehungsweise 17 Parameter. Weder eine PFAS-Summe noch eine Summe der Pestizide ist darin enthalten, für Queckborn fehlt auch das Hydrogencarbonat. Wo nichts gemessen wurde, steht auch kein Ergebnis — leere Felder in unserer Tabelle bedeuten genau das und nicht etwa eine Null.
Ihr Wasserversorger
Stadtwerke Gießen AG
- Trinkwasserwerte und Analysen: stadtwerke-giessen.de
Was 6,31 °dH im Haushalt bedeuten
Die Zuständigkeit der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Was danach kommt, liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und darüber kann kein Prüfbericht eines Wasserwerks Auskunft geben. In Gießen hat das zusätzliches Gewicht, weil viel Wohnraum an Studierende vermietet ist, die über die Semesterferien wochenlang weg sind. Wasser, das lange steht, nimmt aus Leitungen und Armaturen mehr auf als Wasser, das läuft.
- Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Nach einer Nacht sind das Sekunden, nach mehreren Wochen Abwesenheit deutlich länger.
- Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasser vermehren sich Legionellen.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen in Altbauten eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Bleirohre wurden bis Anfang der siebziger Jahre verlegt. Für diesen einen Fall ist eine eigene Analyse sinnvoll, weil die Werte des Versorgers dazu nichts sagen können.
Der letzte Punkt hat in Gießen einen sachlichen Hintergrund: Weiches, mineralarmes Wasser nimmt Metalle aus Leitungen etwas leichter auf als hartes. Der pH-Wert entschärft das — 8,15 in Queckborn und 7,93 in Stadtallendorf liegen im leicht alkalischen Bereich. Ein Grund, in einem alten Haus einmal nachzusehen, bleibt es trotzdem.
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Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
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- Pestizide
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- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Gießen bedenkenlos trinken?
Ja. Beide Prüfberichte, die den Werten auf dieser Seite zugrunde liegen, halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Der höchste Einzelwert ist Nitrat mit 25,7 mg/l im Queckborner Wasser bei einem Grenzwert von 50 mg/l. Blei, Nickel, Arsen und Kupfer lagen unter der Bestimmungsgrenze, waren also nicht nachweisbar.
Der übliche Vorbehalt gilt in Gießen wie überall: Die Verantwortung der Stadtwerke endet am Hausanschluss, für die Leitungen dahinter ist der Eigentümer zuständig. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, vor der Entnahme kurz ablaufen.
Wie hart ist das Wasser in Gießen?
Das Wasser aus Stadtallendorf hat 6,31 °dH und ist damit weich. Für das Wasserwerk Queckborn veröffentlichen die Stadtwerke Gießen keinen Härtewert, ordnen dieses Wasser aber dem Härtebereich mittel zu, knapp an der Grenze zu weich.
Die drei Bereiche stehen im Wasch- und Reinigungsmittelgesetz: weich unter 8,4 °dH, mittel von 8,4 bis 14,0, hart darüber. Einen vierten Bereich gibt es nicht, auch wenn ältere Seiten ihn nennen. Für Gießen heißt das: je nach Stadtteil eine Stufe Unterschied.
Ist das Wasser in allen Gießener Stadtteilen gleich?
Nein. Die Kernstadt einschließlich der Siedlung Petersweiher wird laut Stadtwerken aus dem Wasserwerk Queckborn versorgt, die Stadtteile Allendorf, Kleinlinden, Lützellinden und Rödgen aus dem Wasserwerk 1 in Stadtallendorf. Das eine Wasser gilt als mittel, das andere ist mit 6,31 °dH weich.
Eine straßengenaue Karte der Versorgungszonen gibt es nicht, und in Übergangsbereichen kann Mischwasser in der Leitung stehen. Wer den Wert für seine Adresse genau braucht, etwa für die Härteeinstellung einer Kaffeemaschine, fragt ihn bei den Stadtwerken Gießen nach.
Woher kommt das Trinkwasser in Gießen?
Aus Grundwasser, gefördert über Tiefbrunnen an zwei Standorten. Die Hauptmenge liefert das Wasserwerk Queckborn östlich der Stadt am Westrand des Vogelsbergs; von dort läuft das Wasser 22 Kilometer allein mit der Schwerkraft nach Gießen. Rund 30 Prozent des Jahresbedarfs kaufen die Stadtwerke beim Zweckverband Mittelhessische Wasserbetriebe zu, dessen Wasserwerk 1 in Stadtallendorf steht.
Aufbereitet wird nicht: Das Grundwasser hat bereits Trinkwasserqualität. Rund um Queckborn sichert ein 29 Quadratkilometer großes Wasserschutzgebiet die Gewinnung.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Gießen trinken?
Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, das die Trinkwasserverordnung erfüllt — das trifft auf Gießen zu. Der wichtigste Wert dafür ist Nitrat: 25,7 mg/l im Queckborner und 11,9 mg/l im Stadtallendorfer Wasser bei einem Grenzwert von 50 mg/l.
Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft, und kein Wasser aus der Warmwasserleitung nehmen. Bei Verdacht auf Bleileitungen in einem Altbau lohnt eine Probe am eigenen Hahn.
Ist im Gießener Trinkwasser Chlor?
In den beiden Prüfberichten, aus denen die Werte dieser Seite stammen, kommt kein Chlorparameter vor. Das Wasser wird nicht aufbereitet; eine dauerhafte Desinfektion ist damit nicht dokumentiert.
In Deutschland wird Trinkwasser nur zeitweise gechlort, wenn Gesundheitsamt oder Versorger es nach einem mikrobiologischen Befund anordnen. Solche Maßnahmen werden öffentlich bekannt gegeben und fallen meist durch einen Geruch nach Schwimmbad auf. Ob gerade etwas anliegt, steht bei den Stadtwerken Gießen und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite.




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